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Die Schweiz und die UNO wollen Krisenprävention stärken

Swiss Federal Councillor and Foreign minister Didier Burkhalter, right, welcomes Antonio Guterres, Secretary-General of the United Nations, left, in the federal parliament building, Monday, 24 April 2 ...
Aussenminister Didier Burkhalter traf am Montag in Bern UNO-Generalsekretär António Guterres.Bild: KEYSTONE

Die Schweiz und die UNO wollen Krisenprävention stärken

24.04.2017, 20:4325.04.2017, 08:12

Die Schweiz und die UNO wollen die Prävention von Krisen und Konflikten intensivieren. Das sagte Aussenminister Didier Burkhalter am Montag nach einem Treffen mit UNO-Generalsekretär António Guterres in Bern.

«Wir haben unserem Willen zu einer starken Zusammenarbeit Ausdruck gegeben», sagte Bundesrat Burkhalter. Von Bedeutung sei vor allem die Mediation. Eine wichtige Rolle komme dabei dem internationalen Genf zu.

Guterres sagte, die Beziehung zwischen der UNO und der Schweiz sei für ihn eine politische Frage, denn die Schweiz unterstütze den Multilateralismus.

«Derzeit bestehen grosse Schwierigkeiten, anhaltende Konflikte zu lösen», sagte Guterres. Es brauche zunehmend eine multilaterale Gouvernanz.

Vermittler nötig

In Krisen, etwa in Syrien, Libyen, Somalia und der Demokratischen Republik Kongo seien Vermittler nötig. Es gebe einen wachsenden Einfluss des internationalen Genf insbesondere bei der Mediation, etwa bei den Syrien-Friedensverhandlungen.

Bundesrat Burkhalter unterstrich die Unterstützung der Schweiz für die Bestrebungen von Staffan de Mistura, UNO-Sonderbeauftragter für Syrien, für eine politische Lösung des Krieges. Die Schweiz stellt zudem für die humanitäre Hilfe in Syrien in diesem Jahr 66 Millionen Franken bereit.

Neben dem Syrien-Krieg waren unter anderem auch die Nahrungsmittelkrise in mehreren afrikanischen Ländern, der Nahost-Konflikt und die Verhandlungen zur Überwindung der Teilung Zyperns Thema der Gespräche.

Nach einem ersten Treffen in Genf im Januar empfing Burkhalter, den UNO-Generalsekretär am Montag im Bundeshaus. Es war dessen erster offizieller Besuch in Bern als UNO-Generalsekretär. Guterres hatte sein neues Amt am 1. Januar angetreten.

Geberkonferenz für Jemen

Am Montagabend traf er Bundespräsidentin Doris Leuthard anlässlich eines Arbeitsessens. Während seines Besuchs in Bern kam der UNO-Generalsekretär auch mit den Präsidenten der aussenpolitischen Kommissionen des Nationalrats, Roland Rino Büchel, und des Ständerats, Christian Levrat zusammen.

Am Dienstag werden Burkhalter und Guterres gemeinsam mit der schwedischen Aussenministerin Margot Wallström am UNO-Sitz in Genf eine Geberkonferenz für die humanitäre Krise im Jemen präsidieren. Es gehe auch darum, das Drama im Jemen der Welt ins Bewusstsein zu bringen, sagte Burkhalter.

Am Mittwoch wird Bundesrat Alain Berset in seiner Funktion als Vizepräsident des Bundesrats in Montreux den UNO-Generalsekretär treffen sowie die Chefs aller UNO-Organisationen zu ihrem halbjährlichen Treffen begrüssen. (sda)

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