Schweiz
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Interview

«In Pjöngjang besitzen die meisten ein Handy und fahren E-Bike»

«Man weiss, wo ich einkaufe, wo ich wandere – ein bisschen wie in einem kleinen Dorf.» – Thomas Fisler lebt seit 4 Jahren in Nordkorea.  Bild: thomas fisler

Kaum ein anderer Schweizer war länger als er in dem von der Aussenwelt abgeschotteten Nordkorea: Thomas Fisler, Leiter des Deza-Büros in Pjöngjang. Ein Gespräch über Karaoke und Kriegsgelüste in Kims Reich. 



Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea spitzt sich seit Monaten zu. Sie leben seit vier Jahren als Leiter des Deza-Büros in Pjöngjang, sind auch jetzt vor Ort. Fürchten sich die Menschen in Nordkorea vor einer Eskalation?
Thomas Fisler: Nein. Die Nordkoreaner sind überzeugt, dass sie einen Krieg gegen die USA gewinnen würden – und setzen sich dafür auch ein. Viele vergleichen die Situation mit derjenigen im Irak und Libyen: Amerika hat die Diktatoren gestürzt, besser wurde das Leben für die Bevölkerung aber nicht, im Gegenteil. 

«Die Leute hier lachen, tanzen und gehen ins Karaoke.»

Diese Haltung hat wohl auch mit dem restriktiven Informationsfluss zu tun. Die Nordkoreaner haben ja nur Zugriff auf die staatlichen Medien.
Ja, eine andere Sichtweise oder Kritik wird ihnen vorenthalten. So entsteht eine homogene Meinung. Das ist aber in der internationalen Berichterstattung über Nordkorea auch so. 

Wie meinen Sie das? 
Die Informationen, die Fox News oder auch CNN verbreiten, sind im Grunde auch moduliert. Die Medien bringen Nordkorea jeden Tag in die Schlagzeilen – und dies mit oft voreingenommener Meinung. Das wirkt sich auf die Wahrnehmung aus, die der Westen von dem Land hat – und so ist diese oft verzerrt. Viele denken beispielsweise, in Nordkorea werde man auf Schritt und Tritt vom Militär beobachtet, es sei gefährlich. Das stimmt so aber nicht. Die Leute hier lachen, tanzen und gehen ins Karaoke.

Fisler geht auf Ende 2017 in Pension.  bild: thomas fisler

Aber besonders für Ausländer kann es in dem Land doch gefährlich werden. Gibt Ihnen der Fall des kürzlich verstorbenen amerikanischen Studenten Otto Warmbier nicht zu denken? Er wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er versucht haben soll, ein Propaganda-Plakat von der Hotelwand zu nehmen.
In Thailand muss man auch mit langen Strafen rechnen, wenn man den König beleidigt. Damit es für den Einzelnen gefährlich wird, muss man in Nordkorea meiner Meinung nach wissentlich etwas falsch machen.

Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, die in Nordkorea noch humanitäre Hilfe leisten. Ist es nicht unsinnig, Nordkorea mit mit fast 10 Millionen Franken pro Jahr zu helfen, wenn die Armut so offenkundig von der Regierung selbst verschuldet ist und das Land regelmässig den Weltfrieden bedroht?
Humanitäre Hilfe ist in Nordkorea bitter nötig, und unabhängig vom politischen Kontext hat die Schweiz den Auftrag, humanitäre Hilfe zu leisten, wo diese notwendig ist und wo die Hilfe denjenigen zugutekommt, die sie nötig haben. Das ist in Nordkorea der Fall. Wie Sie sagen: Die Menschen auf dem Land werden von ihrer eigenen Regierung im Stich gelassen, sie leben am strikten Existenzminimum – das habe ich mit eigenen Augen gesehen und es gibt dazu auch Zahlen: Laut dem Global Hunger Index leidet im Land jedes vierte Kind unter fünf Jahren an Mangelernährung.

Kooperationsbüro der DEZA in Pjöngjang

Das Engagement der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Nordkorea begann 1995 mit humanitärer Hilfe für die von der schweren Hungersnot der 1990er Jahre betroffenen Bevölkerung. 1997 eröffnete die DEZA ein Büro in Pjöngjang, welches zunehmend Entwicklungsprojekte umsetzte. Seit 2012 führt die DEZA in Nordkorea ein rein humanitäres Programm. Die Ziele sind eine verbesserte Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Abwasserbewirtschaftung sowie Umweltschutz.

quelle: www.eda.admin.ch

«Wenn man hungert, ist die politische Meinungsfreiheit relativ weit unten auf der Prioritätenliste.»

Das Regime gibt Millionen für das Nuklear-Rüstungsprogramm aus und lässt seine Bevölkerung hungern ...
Das ist so. Die Regierung glaubt, dass Atomwaffen für ihr Überleben existentiell seien. Doch auf politische Themen kann ich nicht weiter eingehen.

«Zwangsarbeit ist für sie wie bei uns das Steuerzahlen: Wir machen es alle ein bisschen widerwillig, aber es gehört halt einfach dazu.»

Warum gibt es in Nordkorea keine Opposition? Warum wehrt sich niemand gegen die Hungersnot, die erzwungene Arbeit für den Staat und die Unterdrückung?
Man muss natürlich einsehen: Wenn man hungert, ist die politische Meinungsfreiheit relativ weit unten auf der Prioritätenliste. Und die Bewohner in der Hauptstadt Pjöngjang sind sich gar nicht bewusst, dass die Menschen auf dem Land leiden. Wenn sie aus der Stadt ausreisen wollen, brauchen sie eine Bewilligung  – so bleiben viele im Ungewissen. Auf das Staatsfernsehen kann man natürlich nicht zählen, um solche Themen anzusprechen. Und wenn die Bürger einen Beitrag leisten müssen, um den Bauern bei der Ernte zu helfen oder eine Strasse zu bauen, haben sie zudem nicht das Gefühl, Zwangsarbeit zu leisten. Für sie ist das wie bei uns mit dem Steuerzahlen: Wir machen es alle ein bisschen widerwillig, aber es gehört halt einfach dazu.

Was wird mit dem Geld aus der Schweiz konkret finanziert?
Wir unterstützen Nordkorea dabei, Hanglagen landwirtschaftlich zu nutzen und mit Aufforstung vor Erosion zu schützen. Die landwirtschaftlichen Erträge an diesen Hängen dürfen die Selbsthilfegruppen selber nutzen oder verkaufen. Wir bauen ländliche Trinkwasserversorgungen und ermöglichen den Zugang zu sauberem Wasser und verbessern den Hygienekreislauf mit dem Bau von Latrinen. Schweizer Milchpulver wird zu vitaminreichen Biskuits verarbeitet und durch das Welternährungsprogramm an Kleinkinder als Ergänzungsnahrung abgegeben. Die Leute, die ich im Rahmen der Projekte kennenlerne, sind sehr dankbar für diese Hilfe, auch wenn viele vielleicht gar nicht wissen, dass die Hilfe aus der Schweiz kommt.

«In Pjöngjang besitzen die meisten ein Handy und fahren E-Bike.»

Immer wieder äussern sich Menschen in den Medien, die sagen, sie hätten von all dem Leid in Nordkorea, das Sie beschreiben, nichts gesehen. So beispielsweise der Ex-Gemeinderat Alfred Rudorf im watson-Interview. Gehen all diese Leute dem Täuschmanöver der Regierung auf den Leim? 
Mangelernährung zum Beispiel ist natürlich nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. So sieht ein unterernährter 5-Jähriger halt einfach aus als sei er erst drei. In der Hauptstadt geht es den Nordkoreanern ausserdem relativ gut. Pjöngjang – von dem die Touristen am meisten sehen – und der Rest des Landes sind wie zwei verschiedene Welten. Hier in der Stadt besitzen die meisten ein Handy und fahren E-Bike. Leute, die wie Alfred Rudolf mit einer geführten Reisegruppe unterwegs sind, bekommen halt haargenau das mit, was sie mitbekommen sollen. Ein umfassendes Bild von Nordkorea erhält man anhand solcher Reisen sicher nicht unbedingt. 

«Man weiss, wo ich einkaufe, wo ich wandere – ein bisschen wie in einem kleinen Dorf.»

In verschiedenen Interviews deuten Sie an, überwacht zu werden. Was meinen Sie damit konkret? 
Überwachung ist das falsche Wort. Aber man will natürlich wissen, ob wir Ausländer uns konform verhalten. Da in Pjöngjang aber nur rund 300 westliche Ausländer leben, ist sowieso alles sehr übersichtlich. Man weiss, wo ich einkaufe, wo ich wandere – wir sind ein bisschen wie in einem kleinen Dorf, wo jeder weiss was der andere macht. Aber es gibt sicher Leute, die als Aufgabe haben, ein Auge auf uns zu werfen und wenn nötig Meldung zu erstatten. Das hat jedoch auch positive Aspekte. Sollte ich beispielsweise in einen Verkehrsunfall verwickelt sein, wissen die notwendigen Leute schnell Bescheid und würden uns helfen.

Können Sie und Ihr Team sich frei im Land bewegen?
Um aus Pjöngjang auszureisen, brauchen wir eine Bewilligung. Diese muss mindestens eine Woche im Voraus eingereicht werden und wird eigentlich immer genehmigt. Davon sind aber nicht nur wir betroffen. Ausserhalb der Hauptstadt darf man als Ausländer zudem nicht alleine unterwegs sein. Darüber bin ich aber ehrlich gesagt auch froh, denn ich spreche ja kein Koreanisch und die wenigsten Leute hier können Englisch.

Gibt es auch in Ihrem nahen Umfeld Koreaner mit denen Sie Kontakt haben?
Ja, ich arbeite mit mehreren Nordkoreanern zusammen und bin mit einigen auch befreundet. Die lokalen Mitarbeiter des Büros werden uns übrigens von der Regierung zur Verfügung gestellt. Ist eine Stelle zu vergeben, werden mir jeweils drei Dossiers vorgeschlagen und ich kann mich für einen der Kandidaten entscheiden. 

Sprechen Sie mit ihren Freunden und Mitarbeitern auch über Politik? 
Das ist ein heikles Thema, deshalb eher nicht. Ihre politische Einstellung ist sowieso klar. In Nordkorea gibt es keine Kritiker, keine Oppositionellen – sollte es sie geben, lerne ich sie jedenfalls nicht kennen. 

Wie empfinden Sie die Stimmung der Nordkoreaner gegenüber der Vereinigten Staaten? 
Auch innerhalb der Bevölkerung ist ganz klar eine Abneigung gegen Amerika spürbar. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama wird von vielen «der Affe» genannt. 

Die Nordkoreaner löchern Sie aber sicher mit Fragen über das Leben im Westen ...
Nein, das kommt eigentlich gar nicht so häufig vor. Viele meiner Mitarbeiter im DEZA-Büro waren schon einmal im Ausland und wissen somit, was ausserhalb von Nordkorea vor sich geht. Und die Sprachbarriere hält mich von längeren Diskussionen mit fremden Leuten ab. Sowieso habe ich das Gefühl, dass die Leute sich dafür gar nicht interessieren. Auf der Strasse werde ich jedenfalls nie angesprochen. 

«Wenn ich in der Schweiz in die Migros oder Coop gehe und zwischen 100 Käsesorten aussuchen muss, packt mich fast schon die Angst.»

Sie werden bald pensioniert und Nordkorea verlassen. Was wird Ihnen fehlen?
Vielleicht die Sicherheit. Es wird hier wohl nie zu einem Terroranschlag kommen. Ausserdem finde ich es angenehm, nicht immer von Konsum umringt zu sein. Wenn ich in der Schweiz in die Migros oder Coop gehe und zwischen 100 Käsesorten aussuchen muss, packt mich fast schon die Angst. 

Nordkorea: Dritter Raketentest in einem Monat

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Video: srf/SDA SRF

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75
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sharkdiver 27.09.2017 17:08
    Highlight Highlight Naja mal ein relflektierter Bericht also sonst. Aber man muss hier denke ich zwischenden Zeilen lesen. „Doch auf politische Themen kann ich nicht weiter eingehen.“ „ In Nordkorea gibt es keine Kritiker, keine Oppositionellen – sollte es sie geben, lerne ich sie jedenfalls nicht kennen. „ etc.
  • El Vals del Obrero 27.09.2017 12:50
    Highlight Highlight Wow - einige haben ein Handy! Dann ist ja alles gut.
  • Mathis 27.09.2017 11:02
    Highlight Highlight Gerade heute erschien eine Meldung zum Umgang mit Otto Warmbier. Wenn man die gelesen hat, macht das Interview einen ganz anderen Eindruck.
  • Repplyfire 27.09.2017 06:47
    Highlight Highlight Mit dem whataboutismus vergleich mit Thailand hat der Herr zumindest die typische Form der Rechtfertigungsversuche diktatorischer Regimes übernommenen.
  • whatthepuck 26.09.2017 22:44
    Highlight Highlight Auch wenn in NK nicht jeden Tag die Welt unterzugehen scheint, bestätigt das Interview ja doch die vorherrschende Meinung: die Leute dürfen sich nicht frei bewegen, ausser in Pjöngjang wird gehungert, man hasst die USA und den Westen und das vA deswegen, weil es den Leuten via einfältige Staatspropaganda so eingebläut wird. Desinteresse an der Aussenwelt ist da nur eine weitere Folge der Propaganda. Gelegentliches Lachen und Karaokebesuche halte ich zudem für denkbar schlechte Indikatoren für den Freiheitsgrad und den Lebensstandard eines Landes.
    • PaLve! 28.09.2017 00:07
      Highlight Highlight Wieso könnte man dort wohl ein Land hassen, welches seit Jahrzenten versucht einem mit Handelsblockaden zu zerstören und auch den Hunger zu verantworten hat?
    • demokrit 28.09.2017 09:08
      Highlight Highlight Den Hunger hat Sozi Kim Jong Un schön selber zu verantworten.
  • roger.schmid 26.09.2017 20:28
    Highlight Highlight das der kreml-block (walsi, poser, radio usw.) hier geschlossen eine menschenverachtende Diktatur verteidigen, ist zwar nicht verwunderlich, aber dennoch sehr entlarvend..
    • ch2mesro 27.09.2017 08:09
      Highlight Highlight das einzige entlavernde ist dein tunnelblick, denn das kz guantanamo der usa auf kuba oder die etnische säuberung die china in tibet betreibt, scheinen dir gänzlich unbekannt zu sein....
    • roger.schmid 27.09.2017 14:43
      Highlight Highlight @ch2mesro: wie kommst du darauf? dein Profilbild passt aber gut zu deinem Kommentar..
    • PaLve! 28.09.2017 00:09
      Highlight Highlight Das du versuchst den Westlichen Imperialismus, der Nordkorea sogar noch ausbeutet, zu verteidigen, ist kein Stück besser.
  • Palmenwedler 26.09.2017 18:41
    Highlight Highlight Wenn ich noch einmal lese, dass dieser Herr Stockholm Syndrom hat, bekomm ich eine Krise. Lest doch bitte die Definition von Stockholm Syndrom mal nach.
    Ansonsten, danke für das Interview!
    • demokrit 27.09.2017 11:47
      Highlight Highlight Die solltest du selber nachlesen.
    • Palmenwedler 28.09.2017 01:03
      Highlight Highlight Wurde er entführt? Ist er eine Geisel?
    • demokrit 28.09.2017 09:06
      Highlight Highlight Beschrieben wird ein psychologischer Mechanismus.
  • RedRover 26.09.2017 17:57
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel, es schadet nicht, wenn Leute auch mal sehen, dass Nordkorea eben nicht ganz so schlimm ist, wie es uns viele glauben machen wollen.
    Ich möchte das System aber natürlich nicht verteidigen.
    Ich finde es nur wichtig, einmal auszubrechen, aus der ständigen Verteufelung des Regimes, denn es stimmt schon, was Herr Fisler sagt, auch unsere Medien sind einseitig.
    • roger.schmid 26.09.2017 20:16
      Highlight Highlight ja, es ist wirklich eine Frechheit, dass ein Regime "verteufelt " wird das x Konzentrationslager betreibt in denen Tausende unschuldige zu tode gefoltert werden.. wirklich schlimm.. die Diktatur sollte auch hierzulande mehr Propaganda verbreiten können
    • PaLve! 27.09.2017 00:31
      Highlight Highlight @Roger
      Ist dir bewusst, dass jedes westiche Land mehr tote zu verantworten hat als Nordkorea?
    • _kokolorix 27.09.2017 07:14
      Highlight Highlight @roger.schmid
      Das hiesige 'Verteufeln' hat ja auch sooo positive Auswirkungen auf den tägliche Überlebenskampf der Nordkoreaner. Statt den dicken Diktator frontal anzugreifen und ihm eine willkommene Begründung für sein Atomwaffenprogramm zu liefern, täten wir gut daran seine Landsleute heimlich auf einen Umsturz vorzubereiten und den einen oder anderen nach getaner Arbeit bei uns aufzunehmen.
      Aber es ist halt schon viel einfacher aus dem bequemen Bürosessel mit Bomben und Raketen zu drohen und sich mit Kim auf Kindergartenniveau zu streiten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sauäschnörrli 26.09.2017 17:20
    Highlight Highlight Den Kommentatoren hier ist wohl nicht klar, dass der Leiter eines Büros für Entwicklung und ZUSAMMENARBEIT aus einem neutralen Land, nicht das Land in die Pfanne hauen kann, in dem sich das Büro befindet dem er vorsteht. Wie toll würdet ihr es wohl finden würde ein Abgeordneter, eines anderen Landes das mit uns ein Projekt umsetzt, in die heimische Presse gehen und über die Schweiz herziehen?
    • Posersalami 26.09.2017 17:40
      Highlight Highlight Man muss schon recht blind sein, um seine Kritik an NK zwischen den Zeilen nicht zu finden.
    • Selbst-Verantwortin 26.09.2017 18:02
      Highlight Highlight Meinungsfreiheit kensch?
  • Firefly 26.09.2017 15:59
    Highlight Highlight Ich will kein Handy und kein Ebike ich will die Freiheit haben, meine Meinung kundtun zu dürfen und unternehmerisch tätig sein zu dürfen und ja, auch zur Oposition zur herrschenden Politik gehen zu können ohne Repressionen fürchten zu müssen.
    • ChiliForever 26.09.2017 18:32
      Highlight Highlight Ich glaube ja, die meisten Menschen in unserer westlichen Welt wissen mit ihrem Smartphone mehr anzufangen als mit den ganzen Aspekten ihrer Freiheit ... :(
    • PaLve! 27.09.2017 00:34
      Highlight Highlight Aha, aber andern Menschen die Freiheit zu nehmen für unsere "Freiheit" ist in Ordnung?
      Auch mir profitieren von NK.
    • PaLve! 27.09.2017 00:34
      Highlight Highlight *wir
  • Siebenstein 26.09.2017 15:10
    Highlight Highlight Naja, die Auswahl an Lebensmittel ist bei uns noch recht überschaubar 😂
  • Menel 26.09.2017 14:50
    Highlight Highlight John Oliver hat mal zusammen gefasst, was man so im Westen über Nordkorea weiss:

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  • John Smith (2) 26.09.2017 14:33
    Highlight Highlight Ernüchternd, wie viele hier offenbar nicht imstande sind, den Inhalt eines Textes zu verstehen, wenn er etwas differenzierter formuliert daher kommt und nicht in trumpscher Manier mit dem Vorschlaghammer auf ein paar wenige Schlagwörter reduziert ist.
    • Hierundjetzt 26.09.2017 15:57
      Highlight Highlight Erleuchte uns somit mit Deinem Wissen! Kamen die Arbeitslager oder die Sippenhaft vor? Eventuel noch die Stromausfälle in der Hauptstadt? Das 14 oder 20 stöckige Hochhäuser keinen Lift haben weil das Geld fehlt?

      Nein. Aber in Thailand kommt man übrigens auch ins Gefängnis, imfal
    • demokrit 26.09.2017 16:06
      Highlight Highlight Da wird überhaupt nichts differenziert, sondern bloss naiv verklärt.
    • Tomfis 26.09.2017 16:46
      Highlight Highlight Gut analysiert
    Weitere Antworten anzeigen
  • LordEdgar 26.09.2017 14:18
    Highlight Highlight Wer sich für weitere Sichtweisen von Expats interessiert, da gäbe es noch die ich für lesenswert halte:

    Felix Abt, Schweizer, hat in Nordkorea geholfen Unternehmen aufzubauen und eine Business School eröffnet.

    John Everard, britischer Botschafter in Nordkorea.

    Wer was von einem Nordkoreaner lesen will, dem empfehle ich "Denunziation" von Bandi.
  • Der müde Joe 26.09.2017 13:58
    Highlight Highlight „Das ist ein heikles Thema, deshalb eher nicht. Ihre politische Einstellung ist sowieso klar. In Nordkorea gibt es keine Kritiker, keine Oppositionellen – sollte es sie geben, lerne ich sie jedenfalls nicht kennen.“

    Warum ist das wohl so?🤔
  • Sebastian Wendelspiess 26.09.2017 13:38
    Highlight Highlight Danke für das Interview. Sehr interessant.
  • demokrit 26.09.2017 13:26
    Highlight Highlight "eine andere Sichtweise oder Kritik wird ihnen vorenthalten. So entsteht eine homogene Meinung. Das ist aber in der internationalen Berichterstattung über Nordkorea auch so."

    "Die Leute hier lachen, tanzen und gehen ins Karaoke."

    "In Thailand muss man auch mit langen Strafen rechnen, wenn man den König beleidigt."

    Eine weiterer Diktatorenverklärer, der auf Kosten des Steuerzahlers unter einem fortgeschrittenen Stockholmsyndrom leidet. Was hat das DEZA in dieser Diktatur eigentlich verloren? Ich finde: Gar nichts.
    • Sir Jonathan Ive 26.09.2017 16:00
      Highlight Highlight DEZA ist nicht vor Ort um der Regierung das Atomwaffen Programm zu finanzieren sondern um die hungernden Bürger zu unterstützen.
      Durch einen Rückzug wird die Diktatur eher gestärkt als geschwächt.
    • demokrit 26.09.2017 17:13
      Highlight Highlight Nein, im Gegenteil. Es kann seiner Bevölkerung dann nicht mehr weiss machen, dass es die Milchkekse spendiert und nicht die Schweiz. Wir leisten mit unseren naiven Entwicklungshelfern, wie obigem Herrn, Beihilfe für eine Diktatur, die eigentlich so bald wie möglich zum Implodieren gebracht werden sollte. Dasselbe macht unser DEZA auch in Afrika. Es hält Diktatoren an der Macht.
    • _kokolorix 27.09.2017 07:04
      Highlight Highlight @demokrit
      Mit Impoldieren meinst du das massenhafte Verhungern von Kindern, zum Beispiel. Die Nordkoreaner kämpfen täglich ums nackte Überleben, da sind revolutionäre Gedanken wohl tatsächlich weit weg. Wie lange kuschten die Europäer vor ihrem Adel und der Kirche? Und welche Folgen hatte die franz. Revolution zunächst einmal unmittelbar?
      Die Situation in NK könnte wohl nur Kim Jong Un direkt verbessern, aber der ist nun mal ein verzogenes Charakterschwein, ganz ähnlich wie Donald Trump
    Weitere Antworten anzeigen
  • Makatitom 26.09.2017 13:22
    Highlight Highlight Ist ja wunderschön, wenn die meisten ein handy und ein E-Bike besitzen. essen können sie das trotzdem nicht
    • Hexentanz 26.09.2017 15:21
      Highlight Highlight In Pyongjang wohnt die Elite des Landes. Die haben nicht nur E-Bikes, sondern auch ausreichend Essen, Wohnraum, Bildung und "Freiheiten".

      Also in dem Sinne müssen sie die E-Bikes nicht essen :)

      Aber es hat ja schon seinen Grund, warum man eine Sondergenehmigung braucht um aus Pyjongjang auszureisen - auf dem Land herrscht bittere Armut.

      Übrigens können auch "Ländler" nicht in die Stadt.

      Und eine Genehmigung für die Ausreise aus Pyongjang gibt's auch nicht "fast immer" sondern nur für entsprechende Leute.

      Einreisebewilligungen noch weniger.

      :)
    • Hayek1902 26.09.2017 15:45
      Highlight Highlight Die meisten in der hauptstadt Pjöngjang ist nicht das selbe wie die meisten in nordkorea
    • Sir Jonathan Ive 26.09.2017 16:01
      Highlight Highlight Falsch. Die Leute die in der Stadt leben haben alle drei Dinge. Handy, E-Bike und Essen.
      Es sind diejenigen auf dem Land, welche weder noch haben.
      Ohne eine Anschuldigung machen zu wollen, tönt dieser Kommentar als ob er verfasst wurde, nachdem nur die Schlagzeile gelesen wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 26.09.2017 13:20
    Highlight Highlight Das Interview ist sehr interessant. Ich muss aber sagen, wir Schweizer machen uns mit der Entwicklungshilfe in Nordkorea zu Mittätern des Regimes, denn wir helfen dabei. es am Leben zu lassen. Mir ist klar, dass der normale Nordkoreaner nichts dafür kann und das Leid ohne diese Hilfe grösser wäre, aber ich finde ein Ende mit Schrecken besser als Schrecken ohne Ende. Durch unsere Unterstützung nehmen wir Druck vom Regime, sich um die Wirtschaft zu kümmern und sie können somit mehr Ressourcen in Militär und Geheimdienst investieren. Ich glaube nicht, dass dies langfristig das ist, was wir wollen
    • Raphael Stein 26.09.2017 14:19
      Highlight Highlight Das ist so nicht ganz korrekt.
      Ist der Bauch etwas voller, lässt es sich besser über das vorherschende Regime nachdenken.
      Ein Ende mit Schrecken ist eine wirklich starke Ausrucksweise, übrigens. Stell dir vor, es wäre dich, den das Ende mit Schrecken trifft.
    • dan2016 26.09.2017 14:24
      Highlight Highlight grundsätzlich gehöre ich auch nicht zu denen, die ein Problem mit der Entwicklungszusammenarbeit haben.
      Aber bei Nordkorea bin ich überzeugt, dass genau 100% der Hilfe in genau 100% der inländischen Resourcen für das Militär freigibt. Dies ist natürlich auch in anderen Ländern eine berechtigte Frage. Für mich wäre es aber sinnvoller, die Hilfe in Zusammenarbeit (nicht bedingungslos) von den Antrengungen des Staates zu Machen...
    • Hayek1902 26.09.2017 15:44
      Highlight Highlight @Raphael Stein, berechtigter einwand für jedes andere Land, aber in einem Land wie nordkorea ist es gar nicht möglich, die eigene Situation und die des Landes gross kritisch zu hinterfragen. Die wissen ja gar nicht, dass z.b. entwicklungshilfe von der scgweiz nötig ist. Auch interessant fand ich dazu das buch "escape from camp 13"
    Weitere Antworten anzeigen
  • dr. flöckli 26.09.2017 13:07
    Highlight Highlight Sehr interessantes Interview, allerdings schade, dass er nicht über politische Themen sprechen kann/darf. Was mich aber etwas stutzig gemacht hat, ist, dass der Mann kein Koreanisch spricht, was seinen Einblick in Land und Leute erheblich limitieren dürfte.
    Zudem schliesse ich mich dem Wunsch von Vor-Kommentatoren an, die gerne mal ein Interview von einem Dissidenten lesen würden. Wäre eine gute Ergänzung zum verklärten Bild des Touris und den Ausführungen des politisch korrekten, vorsichtigen Diplomaten
    • Peter Bünzli 26.09.2017 15:42
      Highlight Highlight Nothing to Envy. Novel by Barbara Demick
  • Hades69 26.09.2017 13:05
    Highlight Highlight Der Informationskrieg und die Spiele der Eliten sind hier authentisch zu spüren.
  • roger.schmid 26.09.2017 12:35
    Highlight Highlight das ist nun schon der x-te Beitrag hier über einen expat, der in Nordkorea eine gemütliche Zeit verbingt.
    Wie wäre es einmal mit einem Bericht über die Konzentrationslager oder einem Interview mit einem geflohenen Dissidenten?
    • ch2mesro 26.09.2017 12:54
      Highlight Highlight findest du im blick
    • Freddie 26.09.2017 13:01
      Highlight Highlight Gehh auf google. Da gibts soooo viele, dass diese schon gar nicht mehr.interessant sind.
      Ein solches interview finde ich eine gute abwechslung zu all den anderen interviews, wos nur um das gleiche geht. Und nein, dieser kommi ist keine wertung, ich finde es tragisch was dort passiert. Doch alles hat zwei ansichtsweisen.
    • NWO Schwanzus Longus 26.09.2017 13:10
      Highlight Highlight Wie willst du was darüber erfahren wie KZs dort sind wenn man nicht weiss wo sie liegen als Ausländer und man sie sowieso nie zu Gesicht bekommt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dirk Leinher 26.09.2017 12:30
    Highlight Highlight Danke an Watson für dieses Interview. Es ist selten etwas von Menschen zu hören die tatsächlich vor Ort leben oder lebten.
    • x4253 26.09.2017 13:58
      Highlight Highlight Hier die Doku von einem "weniger priviligierten" Bewohner Nord Koreas: http://m.imdb.com/title/tt2149190/

    • Dirk Leinher 27.09.2017 18:19
      Highlight Highlight Danke für diesen Link.
      Nur, hat diese Doku das Leid eines einzigen Nordkoreaners gelindert?
      Hat die Arbeit von Thomas Fisler demgegenüber etwas gebracht?
    • x4253 27.09.2017 22:54
      Highlight Highlight Lindert denn der Bericht über Herrn Fisler das Leid eines einzigen Koreaners? Eben.
      Ich habe grossen Respekt vor seiner Arbeit, jedoch sollte man nicht versucht sein, aufgrund dieses Berichtes und seinen Beobachtungen die er hier schildert dies auf ganz Nordkorea zu übertragen, und Nordkorea als Land anzusehen in dem eigentlich alles mehr oder weniger relaxed ist. Er wohnt in einem abgedunkelten goldenen Käfig.

      Dostojewski hatte eben schon recht:"Den Grad der Zivilisation einer Gesellschaft kann man am Zustand ihrer Gefangenen ablesen."
  • Gender Bender 26.09.2017 12:29
    Highlight Highlight merci!

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