Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Interview

«In Pjöngjang besitzen die meisten ein Handy und fahren E-Bike»

«Man weiss, wo ich einkaufe, wo ich wandere – ein bisschen wie in einem kleinen Dorf.» – Thomas Fisler lebt seit 4 Jahren in Nordkorea.  Bild: thomas fisler

Kaum ein anderer Schweizer war länger als er in dem von der Aussenwelt abgeschotteten Nordkorea: Thomas Fisler, Leiter des Deza-Büros in Pjöngjang. Ein Gespräch über Karaoke und Kriegsgelüste in Kims Reich. 



Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea spitzt sich seit Monaten zu. Sie leben seit vier Jahren als Leiter des Deza-Büros in Pjöngjang, sind auch jetzt vor Ort. Fürchten sich die Menschen in Nordkorea vor einer Eskalation?
Thomas Fisler: Nein. Die Nordkoreaner sind überzeugt, dass sie einen Krieg gegen die USA gewinnen würden – und setzen sich dafür auch ein. Viele vergleichen die Situation mit derjenigen im Irak und Libyen: Amerika hat die Diktatoren gestürzt, besser wurde das Leben für die Bevölkerung aber nicht, im Gegenteil. 

«Die Leute hier lachen, tanzen und gehen ins Karaoke.»

Diese Haltung hat wohl auch mit dem restriktiven Informationsfluss zu tun. Die Nordkoreaner haben ja nur Zugriff auf die staatlichen Medien.
Ja, eine andere Sichtweise oder Kritik wird ihnen vorenthalten. So entsteht eine homogene Meinung. Das ist aber in der internationalen Berichterstattung über Nordkorea auch so. 

Wie meinen Sie das? 
Die Informationen, die Fox News oder auch CNN verbreiten, sind im Grunde auch moduliert. Die Medien bringen Nordkorea jeden Tag in die Schlagzeilen – und dies mit oft voreingenommener Meinung. Das wirkt sich auf die Wahrnehmung aus, die der Westen von dem Land hat – und so ist diese oft verzerrt. Viele denken beispielsweise, in Nordkorea werde man auf Schritt und Tritt vom Militär beobachtet, es sei gefährlich. Das stimmt so aber nicht. Die Leute hier lachen, tanzen und gehen ins Karaoke.

Fisler geht auf Ende 2017 in Pension.  bild: thomas fisler

Aber besonders für Ausländer kann es in dem Land doch gefährlich werden. Gibt Ihnen der Fall des kürzlich verstorbenen amerikanischen Studenten Otto Warmbier nicht zu denken? Er wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil er versucht haben soll, ein Propaganda-Plakat von der Hotelwand zu nehmen.
In Thailand muss man auch mit langen Strafen rechnen, wenn man den König beleidigt. Damit es für den Einzelnen gefährlich wird, muss man in Nordkorea meiner Meinung nach wissentlich etwas falsch machen.

Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, die in Nordkorea noch humanitäre Hilfe leisten. Ist es nicht unsinnig, Nordkorea mit mit fast 10 Millionen Franken pro Jahr zu helfen, wenn die Armut so offenkundig von der Regierung selbst verschuldet ist und das Land regelmässig den Weltfrieden bedroht?
Humanitäre Hilfe ist in Nordkorea bitter nötig, und unabhängig vom politischen Kontext hat die Schweiz den Auftrag, humanitäre Hilfe zu leisten, wo diese notwendig ist und wo die Hilfe denjenigen zugutekommt, die sie nötig haben. Das ist in Nordkorea der Fall. Wie Sie sagen: Die Menschen auf dem Land werden von ihrer eigenen Regierung im Stich gelassen, sie leben am strikten Existenzminimum – das habe ich mit eigenen Augen gesehen und es gibt dazu auch Zahlen: Laut dem Global Hunger Index leidet im Land jedes vierte Kind unter fünf Jahren an Mangelernährung.

Kooperationsbüro der DEZA in Pjöngjang

Das Engagement der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Nordkorea begann 1995 mit humanitärer Hilfe für die von der schweren Hungersnot der 1990er Jahre betroffenen Bevölkerung. 1997 eröffnete die DEZA ein Büro in Pjöngjang, welches zunehmend Entwicklungsprojekte umsetzte. Seit 2012 führt die DEZA in Nordkorea ein rein humanitäres Programm. Die Ziele sind eine verbesserte Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Abwasserbewirtschaftung sowie Umweltschutz.

quelle: www.eda.admin.ch

«Wenn man hungert, ist die politische Meinungsfreiheit relativ weit unten auf der Prioritätenliste.»

Das Regime gibt Millionen für das Nuklear-Rüstungsprogramm aus und lässt seine Bevölkerung hungern ...
Das ist so. Die Regierung glaubt, dass Atomwaffen für ihr Überleben existentiell seien. Doch auf politische Themen kann ich nicht weiter eingehen.

«Zwangsarbeit ist für sie wie bei uns das Steuerzahlen: Wir machen es alle ein bisschen widerwillig, aber es gehört halt einfach dazu.»

Warum gibt es in Nordkorea keine Opposition? Warum wehrt sich niemand gegen die Hungersnot, die erzwungene Arbeit für den Staat und die Unterdrückung?
Man muss natürlich einsehen: Wenn man hungert, ist die politische Meinungsfreiheit relativ weit unten auf der Prioritätenliste. Und die Bewohner in der Hauptstadt Pjöngjang sind sich gar nicht bewusst, dass die Menschen auf dem Land leiden. Wenn sie aus der Stadt ausreisen wollen, brauchen sie eine Bewilligung  – so bleiben viele im Ungewissen. Auf das Staatsfernsehen kann man natürlich nicht zählen, um solche Themen anzusprechen. Und wenn die Bürger einen Beitrag leisten müssen, um den Bauern bei der Ernte zu helfen oder eine Strasse zu bauen, haben sie zudem nicht das Gefühl, Zwangsarbeit zu leisten. Für sie ist das wie bei uns mit dem Steuerzahlen: Wir machen es alle ein bisschen widerwillig, aber es gehört halt einfach dazu.

Was wird mit dem Geld aus der Schweiz konkret finanziert?
Wir unterstützen Nordkorea dabei, Hanglagen landwirtschaftlich zu nutzen und mit Aufforstung vor Erosion zu schützen. Die landwirtschaftlichen Erträge an diesen Hängen dürfen die Selbsthilfegruppen selber nutzen oder verkaufen. Wir bauen ländliche Trinkwasserversorgungen und ermöglichen den Zugang zu sauberem Wasser und verbessern den Hygienekreislauf mit dem Bau von Latrinen. Schweizer Milchpulver wird zu vitaminreichen Biskuits verarbeitet und durch das Welternährungsprogramm an Kleinkinder als Ergänzungsnahrung abgegeben. Die Leute, die ich im Rahmen der Projekte kennenlerne, sind sehr dankbar für diese Hilfe, auch wenn viele vielleicht gar nicht wissen, dass die Hilfe aus der Schweiz kommt.

«In Pjöngjang besitzen die meisten ein Handy und fahren E-Bike.»

Immer wieder äussern sich Menschen in den Medien, die sagen, sie hätten von all dem Leid in Nordkorea, das Sie beschreiben, nichts gesehen. So beispielsweise der Ex-Gemeinderat Alfred Rudorf im watson-Interview. Gehen all diese Leute dem Täuschmanöver der Regierung auf den Leim? 
Mangelernährung zum Beispiel ist natürlich nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. So sieht ein unterernährter 5-Jähriger halt einfach aus als sei er erst drei. In der Hauptstadt geht es den Nordkoreanern ausserdem relativ gut. Pjöngjang – von dem die Touristen am meisten sehen – und der Rest des Landes sind wie zwei verschiedene Welten. Hier in der Stadt besitzen die meisten ein Handy und fahren E-Bike. Leute, die wie Alfred Rudolf mit einer geführten Reisegruppe unterwegs sind, bekommen halt haargenau das mit, was sie mitbekommen sollen. Ein umfassendes Bild von Nordkorea erhält man anhand solcher Reisen sicher nicht unbedingt. 

«Man weiss, wo ich einkaufe, wo ich wandere – ein bisschen wie in einem kleinen Dorf.»

In verschiedenen Interviews deuten Sie an, überwacht zu werden. Was meinen Sie damit konkret? 
Überwachung ist das falsche Wort. Aber man will natürlich wissen, ob wir Ausländer uns konform verhalten. Da in Pjöngjang aber nur rund 300 westliche Ausländer leben, ist sowieso alles sehr übersichtlich. Man weiss, wo ich einkaufe, wo ich wandere – wir sind ein bisschen wie in einem kleinen Dorf, wo jeder weiss was der andere macht. Aber es gibt sicher Leute, die als Aufgabe haben, ein Auge auf uns zu werfen und wenn nötig Meldung zu erstatten. Das hat jedoch auch positive Aspekte. Sollte ich beispielsweise in einen Verkehrsunfall verwickelt sein, wissen die notwendigen Leute schnell Bescheid und würden uns helfen.

Können Sie und Ihr Team sich frei im Land bewegen?
Um aus Pjöngjang auszureisen, brauchen wir eine Bewilligung. Diese muss mindestens eine Woche im Voraus eingereicht werden und wird eigentlich immer genehmigt. Davon sind aber nicht nur wir betroffen. Ausserhalb der Hauptstadt darf man als Ausländer zudem nicht alleine unterwegs sein. Darüber bin ich aber ehrlich gesagt auch froh, denn ich spreche ja kein Koreanisch und die wenigsten Leute hier können Englisch.

Gibt es auch in Ihrem nahen Umfeld Koreaner mit denen Sie Kontakt haben?
Ja, ich arbeite mit mehreren Nordkoreanern zusammen und bin mit einigen auch befreundet. Die lokalen Mitarbeiter des Büros werden uns übrigens von der Regierung zur Verfügung gestellt. Ist eine Stelle zu vergeben, werden mir jeweils drei Dossiers vorgeschlagen und ich kann mich für einen der Kandidaten entscheiden. 

Sprechen Sie mit ihren Freunden und Mitarbeitern auch über Politik? 
Das ist ein heikles Thema, deshalb eher nicht. Ihre politische Einstellung ist sowieso klar. In Nordkorea gibt es keine Kritiker, keine Oppositionellen – sollte es sie geben, lerne ich sie jedenfalls nicht kennen. 

Wie empfinden Sie die Stimmung der Nordkoreaner gegenüber der Vereinigten Staaten? 
Auch innerhalb der Bevölkerung ist ganz klar eine Abneigung gegen Amerika spürbar. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama wird von vielen «der Affe» genannt. 

Die Nordkoreaner löchern Sie aber sicher mit Fragen über das Leben im Westen ...
Nein, das kommt eigentlich gar nicht so häufig vor. Viele meiner Mitarbeiter im DEZA-Büro waren schon einmal im Ausland und wissen somit, was ausserhalb von Nordkorea vor sich geht. Und die Sprachbarriere hält mich von längeren Diskussionen mit fremden Leuten ab. Sowieso habe ich das Gefühl, dass die Leute sich dafür gar nicht interessieren. Auf der Strasse werde ich jedenfalls nie angesprochen. 

«Wenn ich in der Schweiz in die Migros oder Coop gehe und zwischen 100 Käsesorten aussuchen muss, packt mich fast schon die Angst.»

Sie werden bald pensioniert und Nordkorea verlassen. Was wird Ihnen fehlen?
Vielleicht die Sicherheit. Es wird hier wohl nie zu einem Terroranschlag kommen. Ausserdem finde ich es angenehm, nicht immer von Konsum umringt zu sein. Wenn ich in der Schweiz in die Migros oder Coop gehe und zwischen 100 Käsesorten aussuchen muss, packt mich fast schon die Angst. 

Nordkorea: Dritter Raketentest in einem Monat

Video: srf/SDA SRF

Kim vs. Trump: Der Konflikt um Nordkorea eskaliert

Nordkorea

Mugabe ist tot – doch diese 20 Diktatoren sind immer noch an der Macht

Link zum Artikel

Trump will Kim an innerkoreanischer Grenze treffen

Link zum Artikel

Nächster Trump-Kim-Gipfel wohl Anfang 2019

Link zum Artikel

Trump will Kim wieder die Hand schütteln – und zwar schon bald

Link zum Artikel

Nordkorea testet taktische Lenkwaffe – und warnt Südkorea

Link zum Artikel

So gross wie eine Stadt –Nordkorea hält 120'000 politische Gefangene fest

Link zum Artikel

Nordkorea hat erneut Kurzstreckenraketen getestet – Trump reagiert gelassen

Link zum Artikel

Wegen Béglés Nordkorea-Tweets: Dieser 87-Jährige hat jetzt Chancen auf Sitz im Nationalrat

Link zum Artikel

Nordkorea schliesst Atomtestgelände: Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten dazu

Link zum Artikel

Kim hält sich laut Bericht nicht an Atomdeal – die USA sind not amused

Link zum Artikel

Nordkorea testet neue «Hightech»-Waffe – Kim Jong Un soll vor Ort gewesen sein

Link zum Artikel

Nordkorea hat «extragrosses Mehrfach-Raketenwerfer-System» getestet

Link zum Artikel

Jeder zehnte Nordkoreaner muss Sklavenarbeit leisten

Link zum Artikel

Südkorea bemüht sich um Nordkoreas Abrüstung – doch was macht Kim?

Link zum Artikel

«Wir sahen, was wir sehen wollten» – wenn Ideologen bei Diktatoren zu Besuch sind

Link zum Artikel

Vierter Test innerhalb weniger Tage – Nordkorea feuert erneut Raketen ab

Link zum Artikel

Nordkorea testet erneut Raketen – das sagt jedenfalls Südkorea

Link zum Artikel

Angeblich verbannter Funktionär Nordkoreas wieder aufgetaucht

Link zum Artikel

Durchbruch in Nordkorea: Umstrittene Atomanlagen sollen abgebaut werden

Link zum Artikel

Chinas Präsident Xi Jinping reist nach Nordkorea

Link zum Artikel

Der Abgang eines Scharfmachers

Link zum Artikel

Chinas Staatschef beginnt Gesprächen mit Nordkoreas Machthaber Kim

Link zum Artikel

Uno-Experten: Nordkorea erbeutet Milliarden bei Hacker-Raubzügen

Link zum Artikel

Nordkorea zu neuen Atomgespräche mit den USA im September bereit

Link zum Artikel

Korea-Gipfel: Kim Jong Un empfängt seinen (Ex-) Feind Moon Jae In bombastisch

Link zum Artikel

Mein Freund, der Diktator

Link zum Artikel

So erklärt CVP-Nationalrat Béglé seine Nordkorea-Tweets in einem TV-Interview

Link zum Artikel

Verschwundener australischer Student in Nordkorea wieder frei

Link zum Artikel

Sieben Jahre hielt sich Kim Jong Un zurück – doch jetzt ist es passiert

Link zum Artikel

Südkorea montiert seine Propaganda-Lautsprecher ab

Link zum Artikel

Südkorea will Kim mehr Spielraum für Denuklearisierung geben

Link zum Artikel

Medien: Halbbruder von Kim Jong Un war CIA-Informant

Link zum Artikel

Nordkorea feuert erneut «Projektile» ab

Link zum Artikel

Erster amtierender US-Präsident betritt Boden Nordkoreas – Experten sind skeptisch

Link zum Artikel

«Notwendig, um Vertrauen des Regimes zu gewinnen» – CVP-Béglé verteidigt Nordkorea-Tweets

Link zum Artikel

Trump stoppt Aussenminister Pompeos geplante Reise nach Nordkorea

Link zum Artikel

Dennis Rodman und die Vorteile der Basketball-Diplomatie 

Link zum Artikel

CVP-Nationalrat twittert begeistert über Nordkorea – und verärgert Parteikollegen

Link zum Artikel

«Diktator-Knuddler» und «Speed-Dater» – 7 Reaktionen zu Trumps Besuch in Nordkorea

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

48 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
John Smith (2)
26.09.2017 14:33registriert March 2016
Ernüchternd, wie viele hier offenbar nicht imstande sind, den Inhalt eines Textes zu verstehen, wenn er etwas differenzierter formuliert daher kommt und nicht in trumpscher Manier mit dem Vorschlaghammer auf ein paar wenige Schlagwörter reduziert ist.
18821
Melden
Zum Kommentar
Sauäschnörrli
26.09.2017 17:20registriert November 2015
Den Kommentatoren hier ist wohl nicht klar, dass der Leiter eines Büros für Entwicklung und ZUSAMMENARBEIT aus einem neutralen Land, nicht das Land in die Pfanne hauen kann, in dem sich das Büro befindet dem er vorsteht. Wie toll würdet ihr es wohl finden würde ein Abgeordneter, eines anderen Landes das mit uns ein Projekt umsetzt, in die heimische Presse gehen und über die Schweiz herziehen?
1197
Melden
Zum Kommentar
Sebastian Wendelspiess
26.09.2017 13:38registriert June 2017
Danke für das Interview. Sehr interessant.
1128
Melden
Zum Kommentar
48

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel