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Paradise Papers: So verteidigt die SBB-Präsidentin ihre Angola-Connection

Verwaltungsratspraesidentin Monika Ribar spricht waehrend der Bilanzmedienkonferenz der SBB, am Dienstag, 21. Maerz 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
SBB-Präsidentin Monika Ribar. Bild: KEYSTONE

«Paradise Papers»: So verteidigt die SBB-Präsidentin ihre Angola-Connection

07.11.2017, 05:2007.11.2017, 06:11

100'000 Dollar soll SBB-Präsidentin Monika Ribar für ein heikles Geschäft in Angola kassiert haben, wie der «Tages-Anzeiger» im Rahmen der «Paradise Papers» publik machte.

Im Mai 2015 trat Ribar, damals schon Vizepräsidentin des SBB-Verwaltungsrats, in den Verwaltungsrat der Capoinvest Limited ein. Diese Firma von Jean-Claude Bastos ist auf den Britischen Jungferninseln domiziliert. Sie steht hinter der Finanzierung des Baus eines Tiefseehafens in der angolanischen Provinz Cabinda.

Das Problem: Obwohl der Schweiz-Angolaner Bastos 2011 vom Zuger Strafgericht wegen mehrfacher qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt wurde, verwaltet er den angolanischen Staatsfonds. 

«Sachen sorgfältig geprüft»

Im Blick verteidigt Ribar ihr Engagement: Sie habe das Hafenprojekt in Angola logistisch als sehr interessant beurteilt,. Im Rahmen des Mandats habe sie mitgeholfen, das Hafenprojekt aufzusetzen, basierend auf ihren «grossen Erfahrungen in der globalen Logistik, im Management und in Afrika.»

Die Vorgeschichte von Bastos habe sie aus Medienberichten gekannt. «Wie bei der Annahme von allen Mandaten habe ich eine sorgfältige Prüfung durchgeführt», verteidigt sich Ribar im «Blick» . 

Zur fürstlichen Entlöhnung für ihr Mandat sagte die Kaderfrau nur so viel. «Die Entlöhnung bewegte sich im üblichen Rahmen für vergleichbare Mandate.»

(amü)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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HansDampf_CH
07.11.2017 06:11registriert Juni 2015
So jemand hat in Staatsbetrieben nichts zu suchen, ausserdem sollte die Steuerbehörde mal überprüfen ob das Vermögen und die Einkünfte sauber deklariert waren
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dracului
07.11.2017 07:17registriert November 2014
Die Bevölkerung hat längst gelernt, dass noch nie ein Berater oder VR je Verantwortung getragen hat. Ruth Metzler und Monika Ribar kann man, wie den ehemaligen Swissair-Verwaltungsräten, höchstens grenzenlose Naivität und Geldgier vorwerfen. Solange Honorare im „üblichen Rahmen“ fliessen, ist die Welt doch in Ordnung!
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Mens sana
07.11.2017 09:02registriert Oktober 2017
Tja, offenbar kriegt da jemand den Hals nicht voll genug. Sich auf einem gutbezahlten Staatspöstchen ausruhen und dann skrupellos mitverdienen, wenn es darum geht, der Bevölkerung eines Entwicklungslandes noch das letzte Hemd auszuziehen. Aber ich verstehe das, VR-Mandate bei SBB, Lufthansa oder Sika reichen halt einfach nicht, um die monatlichen Rechnungen zu begleichen. Irgendwie muss man ja über die Runden kommen.
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