Schweiz
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ZUR MELDUNG, DASS SICH SWISS-PILOTEN GEGEN DIE ZWEIPERSONENREGEL IM COCKPIT WEHREN, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 17. FEBRUAR 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Pilot und Kopilot fliegen das Flugzeug, aufgenommen am 1. Mai 2013 in einem Flugzeug der Swiss. Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss fliegt von Zuerich nach Chicago und zurueck. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Blick ins Cockpit: Viele Piloten leiden unter Zeitdruck und zu langen Arbeitstagen.  Bild: KEYSTONE

Wie gestresst sind sie wirklich? Wir haben bei einem Piloten nachgefragt

Ein über Funk fluchender Swiss-Pilot sorgte diese Woche für Aufregung. Stress, Verspätungen, lange Arbeitszeiten gehören zum Alltag von Piloten. Hat der Beruf seinen «Traumjob-Status» verloren? «Auf keinen Fall», findet Pilot Tobias Mattle. 



«Es isch eifach wieder mal zum Chotzä z'Züri!» Mit diesem Satz sorgte ein Swiss-Pilot für viel Aufregung. Er ärgerte sich darüber, dass seine Starterlaubnis immer wieder verschoben wurde, wodurch er nicht abheben konnte. So unangebracht der Ausraster des Swiss-Piloten ist, er ist ein Symptom für das chronische Problem am Zürcher Landesflughafen. Immer mehr Flugzeuge starten und landen in Kloten, die Kapazitäten werden immer kleiner, das System stösst an seine Grenzen. Die Leidtragenden sind unter anderem die Piloten.

watson hat mit Tobias Mattle, Pilot und Vizepräsident des Berufsverbands Aeropers, gesprochen und ihn gefragt, ob Piloten heutzutage mehr unter Stress stehen als noch vor zehn Jahren. Und ob der Job Pilot in seinen Augen immer noch ein Traumberuf ist. 

Herr Mattle, können Sie den Ausraster des Swiss-Piloten nachvollziehen?
Tobias Mattle: Die Reaktion war sicher nicht professionell, aber nachvollziehbar und menschlich. Die ständigen Verspätungssituationen sind sehr belastend für Crew und Passagiere. 

Image

Tobias Mattle ist Pilot und Vizepräsident des Berufsverbands Aeropers.  bild: zvg

«Die Arbeitstage sind länger geworden. Auf den Piloten lastet sicher ein grösserer Druck als früher.»

Tobias Mattle

Das klingt, als wären auch Sie der Verspätungen müde ...
Die Kapazitäten am Flughafen Zürich sind wegen des politischen Korsetts und der steigenden Anzahl Flugbewegungen tatsächlich sehr ausgelastet. Kommen noch erschwerende Wettersituationen, wie beispielsweise starker Wind hinzu, können nicht mehr alle Pisten ideal genutzt werden. Das führt zu weiteren Verzögerungen. Gerade dieser Sommer war sehr anstrengend. 

Für Passagiere bedeutet eine verspätete Maschine womöglich das Verpassen des Anschlussfluges. Was bedeuten Flugverspätungen für Piloten? 
Als Pilot will man den Flugplan einhalten, schliesslich will man die Passagiere pünktlich an ihren Zielort bringen. Das ist oft sehr belastend und stressig. Natürlich bedeuten Verspätungen aber auch längere Arbeitszeiten für Piloten und Kabinenbesatzung.

«Gewisse Airlines nutzen zudem jedes gesetzliche Schlupfloch und zahlen Piloten beispielsweise keinen Lohn, wenn sie krank sind. Das darf nicht weiter passieren.»

Tobias Mattle

Sie sitzen seit zehn Jahren im Cockpit. Was hat sich seither verändert?
Die Arbeitstage sind länger geworden. Auf den Piloten lastet sicher ein grösserer Druck als früher. Was aber momentan auch sehr schwierig ist, ist die Nachwuchsrekrutierung. Wegen des grossen Wachstums in der Branche, braucht es immer mehr Piloten, denn die Bestände sind momentan sehr knapp. Doch mir scheint, dass der Beruf vor allem bei der jüngeren Generation einiges an Attraktivität eingebüsst hat. 

Piloten knipsen Landeanflüge auf den Euro-Airport

Woran liegt das? Ist Pilot zu sein kein Traumjob mehr?
Ich bin überzeugt, dass es immer noch ein Traumjob ist. Viele Berufseinsteiger werden aber abgeschreckt von der Fremdbestimmung im Job. Sie wünschen sich mehr Freiheiten und wollen flexibler sein. Als Pilot kann man nie mehr als einen Monat vorausplanen, weil die Arbeitspläne monatlich bekannt werden. Das und unregelmässige Arbeitszeiten machen es schwieriger, das Sozialleben darum herum zu organisieren. 

Wie kann man den Job wieder attraktiver machen und die Piloten entlasten?

Die Airlines und Pilotenverbände sind gefordert, Arbeitsmodelle zu entwickeln, die den Anforderungen junger Menschen genügen und die Planbarkeit des Soziallebens ermöglichen. Zudem ist der Gesetzgeber gefordert. Er muss dafür sorgen, dass ein fairer Wettbewerb stattfindet und regulative Schlupflöcher schliessen. Gewisse Airlines nutzen jedes gesetzliche Schlupfloch und zahlen Piloten beispielsweise keinen Lohn, wenn sie krank sind. Solche Airlines üben Druck auf die ganze Branche aus und das schadet dem Beruf insgesamt. 



7 Leute, die auch finden, dass Zürich zum Kotzen ist

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Video: watson/Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pafeld 14.10.2018 11:58
    Highlight Highlight Das angesprochene Beispiel mit den Löhnen ist übrigens Eurowings. Eurowings versucht seine Crews zunehmend über eine Tochtergesellschaft auf den Balearen anzustellen. Zum Beispiel die von der Air Berlin übernommenen Crews sollten so für einen Hungerlohn und ohne Krankentagsentschädigung in ganz Europa rumfliegen. Da Eurowings eine Tochter der Lufthansa ist, gibt es zurecht Befürchtungen, dass dieses Anstellungsmodell auf den Mutterkonzern sowie andere Töchter wie Austrian oder Swiss ausgeweitet wird. Das Piloten ohne Krankentagsentschädigung eine Gefahr für jeden Gast sind, sollte klar sein.
    • Alnothur 14.10.2018 19:42
      Highlight Highlight Dasselbe macht auch Ryanair seit vielen Jahren. Das Modell ändert aufgrund der wechselnden Gesetzeslage natürlich dauernd, aber vor einiger Zeit war es so, dass jeder einzelne Pilot eine Briefkastenfirma in Irland aufmachen musste, um dann via eine Vermittlerfirma für Ryanair zu fliegen.
  • ThinkWink 14.10.2018 09:48
    Highlight Highlight Das ist der Preis für Billigflüge.
  • FrancoL 14.10.2018 09:37
    Highlight Highlight Wie bei vielen Missständen der heutigen Zeit ist der Preisdruck ein wichtiger Faktor und diesen erzeugen weitgehend die Konsumenten, also ein guter Teil derjenigen die nicht gerne warten mögen.
    • Juliet Bravo 14.10.2018 10:20
      Highlight Highlight Nicht nur. Der Passagier ist doch nicht schuld wenn in Deutschland und anderswo in Europa auf Grund einer ruinösen Sparpolitik kaum Fluglotsen ausgebildet werden. Das ist die ewige Leier des alternativlosen Sparens - auch und gerade von den „lieben“ Sparpolitikern und „Schlankstaatlern“!
    • FrancoL 14.10.2018 10:46
      Highlight Highlight @Juliet Bravo; Es geht hier ausnahmsweise nicht um Sparpolitik der Deutschen, sondern um den PREISDRUCK den Konsumenten ausüben. Es sind nicht immer die Oberen die da alles runterfahren, das sage ich als klar links stehender Unternehmer. Es sind die Anforderungen der Kunden und Nutzer, die immer glauben, noch ein Quäntchen billiger fliegen zu können, so wie sie bei uns immer meinen man könne die Unternehmer auch immer noch etwas drücken, noch ein Prozentchen den Preis runterdrücken und das alles bei gleicher Leistung.
      Es gäbe Alternativen: Der Nutzer müsste nur etwas ganzheitliche denken.
    • Juliet Bravo 14.10.2018 11:03
      Highlight Highlight FrancoL, ok da bin ich zugegebenermassen etwas übers Ziel hinausgeschossen. Der Kunde (alles wollen, nix bezahlen) trägt matürlich zum ganz grundsätzlichen Problem bei. Was ich beleuchten wollte war einfach der Aspekt Infrastruktur (hier Flugsicherung). Und die leidet dann in letzter Konsequenz genau darum auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 14.10.2018 00:54
    Highlight Highlight Schon seit längerer Zeit sind aus den Piloten Flight-Operators geworden.
  • Eli27 14.10.2018 00:16
    Highlight Highlight Was bis jetzt nie erwähnt wurde... ein Pilot kriegt bis zu 25‘000 Franken Bonus pro Jahr, wenn er eine gewisse Anzahl an Pünktlichen Flügen erreicht!!!
    • Juliet Bravo 14.10.2018 09:37
      Highlight Highlight Bei welcher Airline?
    • Tobi-wan 14.10.2018 09:40
      Highlight Highlight Quelle? Und bei welcher Airline soll das sein?
    • Pafeld 14.10.2018 12:00
      Highlight Highlight Das ist mehr, als ein Co-Pilot bei Eurowings im Jahr verdient. Die Zahl ist für das Jahr 2018 deutlich überrissen und vermutlich veraltet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flötist 13.10.2018 23:08
    Highlight Highlight Welche Airlines zahlen Piloten keinen Lohn wenn sie krank sind? Als Vielflieger würde ich so eine Airline sofort meiden und je mehr das tun, umso schneller hören solche Praktiken auf.
    • Juliet Bravo 14.10.2018 09:38
      Highlight Highlight Ryanair.
    • Pafeld 14.10.2018 12:07
      Highlight Highlight Teilweise Eurowings. Diejenigen, die über die Eurowings-Mallorca angestellt sind, sind nicht krankentaggeldversichert. Dummerweise weiss man nie, welche Eurowings-Crewmitglieder nun über Deutschland, Österreich oder Mallorca angestellt sind. Es stehen durchaus berechtige Befürchtungen im Raum, dass diese Anstellungspraxis bei Mutter- und Schwesterkonzernen ebenfalls Schule machen könnte.
    • Tobi-wan 14.10.2018 12:57
      Highlight Highlight Germania wendet andere schöne Tricks an um Personalkosten zu sparen:
      http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-126717948.html
      Und die fliegen auch fleissig ab Zürich. Für 50.- nach Malle und so.
  • koalabear 13.10.2018 21:53
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht nur die Kapazität. Es wurden international zu wenige Fluglotsen ausgebildet. Zürich kann den Flug erst freigeben, wenn nach der Grenze jemand übernehmen kann. Während den Sommerferien kam es vor, dass lange Zeit kein einziges Flugzeug starten konnte. Die Piste wäre frei gewesen, doch es gab niemand, der nach dem Start weiterhin leiten konnte. Wird da Lotsenproblem nicht mindesten europäisch gelöst, werden die Verspätungen überall zunehmen.
    • Juliet Bravo 14.10.2018 09:40
      Highlight Highlight Ganz genau. Zuhauf erlebt diesen Sommer. Man ist bereit, hat alles gegeben, um effizienz zu boarden - und dann passiert genau das, was der Ausraster Pilot beklagt. Es kommt ein Slot: 1 Stunde warten.
  • Novita 13.10.2018 21:52
    Highlight Highlight Meiner Ansicht nach erwarten viele Passagiere viel zu viel von ihren billig gebuchten Flügen... Für 30 CHF nach Mallorca fliegen, und sich dann noch über Verspätungen aufregen...weiss ja nicht.
    Mit den Billigairlines wird, meiner Meinung nach, der Massentourismus, der zwar neue Arbeitsstellen schafft, aber gleichzeitig ganze Städte zerstört, sehr gefördert.
    Klar schadet die ganze Versessenheit auf tiefe Ticketpreise auch dem Berufsimage.

    Ich finde das sehr schade, dass sich immer mehr Menschen nur noch aufs Geldausgeben konzentrieren und dabei ihren gesunden Menschenverstand ausschalten.
    • chliini_91 13.10.2018 23:09
      Highlight Highlight Auf der anderen Seite ist es aber wiederum schön, dass sich so auch Menschen, die nur wenig Geld zur Verfügung haben, eine tolle Reise leisten können.
    • p4trick 14.10.2018 09:22
      Highlight Highlight Da müsste mit einer Klimagebühr gegengesteuert werden. Ein Flug nach Mallorca dürfte niemals unter 100.- Kosten pro Weg also sollte die Klimagebühr 70.- mindestens betragen die in die Bundeskasse fliessen zwecks Subvention erneuerbarer Energie z.B.
    • SanchoPanza 14.10.2018 13:27
      Highlight Highlight @chlii i_91,
      das mag ich denjenigen natürlich gönnen. Das Problem ist,
      dass unsere Kinder oder meinetwegen Kindeskinder gar keinen Ferien an nem Strand machen können. weil es keinen strand mehr gibt ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Andi Weibel 13.10.2018 20:48
    Highlight Highlight Es wäre recht einfach: Einfach die realen Kosten eines Fluges (inkl. Emissionen) auf den Ticketpreis rechnen. Dann gibt es keine Wartezeiten mehr auf dem Flughafen.
    • Diagnose: Aluhut 14.10.2018 07:55
      Highlight Highlight Mein Vorschlag: Ein CO2 Pass für alle, auch für die, die Geld haben. Sind die Punkte aufgebraucht, gehts nur noch mit dem Velo oder zu Fuss weiter. Ohne Zwang wirds leider niemals gehen.
    • Juliet Bravo 14.10.2018 09:53
      Highlight Highlight Karlsruhe hat aber auch dann immer noch zu wenig Fluglotsen und eines der grossen Probleme dieses Sommers besteht weiterhin.
    • Pafeld 14.10.2018 12:09
      Highlight Highlight Diesen Sommer kam noch der Wegfall der Air Berlin dazu, die zu massiven Slot-, Passagier- und Flugzeugverschiebungen geführt hat.
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 13.10.2018 18:48
    Highlight Highlight Ein sehr zu kurz gebratenes Interview für so ein umfangreiches Thema. Und wegen Schlupflöcher: solche Airlines tanzen nur auf dem Parkett der ihnen verlegt wurde. Schuld sind die Politik und Menschen die fürs Fliegen nichts mehr zahlen wollen.
    • Scory 13.10.2018 20:14
      Highlight Highlight Ich geh mit Ihnen einig bis auf den 2. Teil Ihres letzten Satzes. Den Passagieren eine Schuld zuzuweisen nur weil sie das bestehende Marktangebot nutzen, ist einfach völliger Mumpitz.
    • Alnothur 13.10.2018 20:53
      Highlight Highlight "Den Passagieren eine Schuld zuzuweisen nur weil sie das bestehende Marktangebot nutzen, ist einfach völliger Mumpitz. "

      Nein, das ist völlig in Ordnung so. Ein freier Markt funktioniert nur, wenn die Kunden ihre Verantwortung ebenfalls wahrnehmen. Ich würde nie im Leben einen Fuss in eine Ryanair-Maschine setzen, und jeder, der es tut, hat bei mir so einige Sympathiepunkte verspielt.
    • trio 13.10.2018 21:10
      Highlight Highlight @Scory
      Soso, das ist also Mumpitz. Und wie war das genau, der Markt regelt alles?
    Weitere Antworten anzeigen

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