Schweiz
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Protesters participate in the Women's March for women's rights in Zurich, Switzerland March 18, 2017. REUTERS/Brenna Hughes Neghaiwi

Virginia Koepfli trägt vorne links das Banner und blickt direkt in die Kamera. Bild: BRENNA HUGHES NEGHAIWI/REUTERS

Interview

«Mein Feminismus setzt sich gegen jegliche Form von Unterdrückung ein»

Virginia Koepfli ist Mitglied der Juso, war selbst auf dem BH-Verbrennungs-Bild und hat den Zürcher Women's March mitorganisiert. Wieso es mit der Aktion aber nicht getan ist, erklärt sie im Interview.



Frau Koepfli, Sie haben den Women's March in Zürich mitorganisiert. Ihr Fazit?
Virginia Koepfli:
Die Voraussetzungen für die Veranstaltung waren nicht ideal. Wir hatten nur knapp einen Monat, um das Ganze zu realisieren. Ich habe zuvor noch nie eine Demo organisiert und es war kompliziert, dem breiten Bündnis gerecht zu werden. Kurz vor dem Women's March war es dann vor allem das Wetter, das mir Sorgen bereitete.

Waren Sie überrascht, dass so viele Menschen teilnahmen?
Um ehrlich zu sein, habe ich nie mit dieser Menschenmenge gerechnet. 15'000 Menschen, die gegen Sexismus, Unterdrückung und das Patriarchat auf die Strasse gehen – ich bin immer noch überwältigt. Das zeigt, wie wichtig das Thema ist. Mein Fazit ist also durchwegs positiv: Ich bin nicht nur von der Menge der Menschen beeindruckt, sondern auch von der Kreativität. Es war wirklich grossartig.

«Der Feminismus ist eine Befreiungsbewegung aller Menschen.»

Der Women's March hat ohne konkrete Forderungen stattgefunden. Können Sie trotzdem sagen, was der Marsch bewirkt hat?
Der Women's March war der Start einer Bewegung. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dieser Bewegung nicht einfach einen Inhalt überzustülpen. Der Marsch selber hatte aber durchaus eine Wirkung. Die Menschen, die gekommen sind, haben das für sie wichtige Thema hineingetragen. Das zeigt, wie vielseitig unsere Forderungen sind, aber auch, wie viel es noch zu tun gibt.

Was wollten Sie selber mit der Demo erreichen?
Persönlich war für mich vor allem wichtig aufzuzeigen, wie vielfältig diese Bewegung ist, dass LGBT-Anliegen genau gleich wie Rassismus-Themen aufgegriffen wurden. Der Marsch zeigt der männlich geprägten Classe Politique, dass es nicht angeht, unsere Themen weiterhin zu ignorieren.

An der Demo nahmen auch viele Männer teil. In den Sozialen Medien entbrannten daraufhin eine Diskussion, ob Männer Feministen sein können und sollen. Wie stehen Sie zu männlichen Feministen?
Klar kann Mann Feminist sein. Ich finde es extrem wichtig, dass Feminist-Sein mit der Reflexion der eigenen Privilegien einhergeht. Dies gilt nicht nur für Männer. Ich zum Beispiel habe als weisse Cis-Frau extrem viele Privilegien gegenüber anderen Frauen. Mein Feminismus setzt sich in der Folge gegen jegliche Form von Unterdrückung ein.

«Ich finde das Ausspielen der beiden Geschlechter gegeneinander in den Medien ein bisschen mühsam.»

Cis-Gender

Als Cis-Frau oder -Mann werden Personen bezeichnet, deren Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Dies trifft also auf die Mehrheit der Menschen zu, die sich deshalb selbst gerne als «normal» bezeichnen und keine besondere Bezeichnung fordern.

Was lösen diese Privilegien aus?
Privilegien sind darum besonders gefährlich, weil sie blind machen. Menschen, die Privilegien haben, können die Unterdrückung, die Menschen ohne bestimmte Privilegien erfahren, nicht nachfühlen. Wir alle müssen deshalb lernen, denjenigen Menschen Verbündete zu sein, die Unterdrückung erfahren. Wir müssen ihnen nicht nur glauben, wenn sie uns von erlebtem Sexismus erzählen, sondern ihnen auch die Wahl lassen, was sie dagegen machen wollen. Darum sollen solidarische Männer den Frauen eine Art Vortritt lassen, wenn es zum Beispiel darum geht, über Sexismus zu sprechen. Denn wir erleben ihn tagtäglich.

Auch Männer wollen sich von ihren Rollenbildern emanzipieren. Haben ihre Anliegen im Schweizer Feminismus Platz?
Das ist sehr wichtig, darum wurde ja zum Beispiel die Initiative für den Vaterschaftsurlaub lanciert. Ich finde das Ausspielen der beiden Geschlechter gegeneinander in den Medien, und die Fragen zu Männern im Feminismus ein bisschen mühsam. Der Feminismus ist eine Befreiungsbewegung aller Menschen. Es ist nicht falsch, dass hier auf die Frau fokussiert wird, denn in allen anderen Themen und Lebensbereichen werden Frauen immer noch massiv unterdrückt.

Es ist aber auch klar, dass dieses männliche Ideal von Menschen, die nie Schwäche zeigen, immer Vollzeit arbeiten, selbstbewusst, gefühlskalt und zielgerichtet sind, von wirklichen Männer gar nicht erreicht werden kann. Dieses Ideal soll dem kapitalistischen System zuträglich sein und den Profit maximieren. Es beutet den Menschen aus, bis er nicht mehr kann. Gegen dieses Ideal kämpft auch der Feminismus. Mein Feminismus ist deshalb auch antikapitalistisch.

«Die Frauen sind wütend und haben genug»: Über 10'000 Pussyhats marschierten durch Zürich

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77
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    Alle Leser-Kommentare
  • Bronko 23.03.2017 12:24
    Highlight Highlight Ich bin für Toleranz und Gleichbehandlung unter den Menschen. Absolut. Deswegen muss ich mich jetzt nicht Feminist nennen, oder?

    "...solidarische Männer..."
    Hä??!

    Es leber der selbstlose Humanismus!
  • seventhinkingsteps 22.03.2017 23:33
    Highlight Highlight Interessantes Interview. Vielleicht sollten solche Feministinnen lauter sein als die "Männer sollen alle sterben" Feministinnen, die oft die lautesten sind. Dann fällt es Menschen vielleicht auch leichter Begriffe wie "cis-Frau" zu verstehen. Für Leute, die den grundlegenden Feminismus und dessen heutigen Formen nicht ganz fassen, ist die Inklusion von LGBTQ-Rechten und den ganzen Begrifflichkeiten dann doch zuviel des Guten.

    Das Feminismus gezwungenermassen antikapitalistisch ist bzw. Sexismus dem Kapitalismus dient, hätte sie vielleicht noch etwas ausführen können.
    • Toerpe Zwerg 23.03.2017 06:07
      Highlight Highlight ... ist die Inklusion von LGBTQ-Rechten und den ganzen Begrifflichkeiten dann doch zuviel des Guten.

      Mir scheint, nur LGBTW-Linke werden bei Ihnen inkludiert ...

  • NWO Schwanzus Longus 22.03.2017 23:17
    Highlight Highlight Weisse Cis Frau..... Hätte sie doch gleich sagen können das sie eine Frau ist von Geburt an wenn das ihr so wichtig war es zu betonen und nicht solche nutzlosen Begriffe zu verwenden. Ich bin ein normaler Mann kein Schwarzer/Weisser Cis Mann oder so ich finde das absolut schrecklich wenn man jetzt anfängt andere so zu bezeichnen.
  • Nitzgi 22.03.2017 23:00
    Highlight Highlight Hui ich komm so richtig in Fahrt ^^ Sorry für die das Zuschütten mit Inhalten, aber wenn so unfundiert und unlogisch, unreflektiert Sachen raushauen, kann ichs mir nicht verkneifen, sorry (: Hier n Link zu nem Video, dass ähnliche Diskussionen auf YouTube darstellt. Ich lieb den "Doktorant"! Und man sieht es gibt nicht nur bei der JUSO unsachliche Prediger, sondern auch im Netz.
    Play Icon
  • Nitzgi 22.03.2017 22:53
    Highlight Highlight Finde übrigens Birgit Kelle ganz stark mit ihren Argumenten. Wesentlich sachlicher und fundierter als unsere JUSO-Freunde hier. Hier zum Video:
    Play Icon
  • jion 22.03.2017 22:38
    Highlight Highlight Voila
    Benutzer Bild
    • Nitzgi 22.03.2017 23:07
      Highlight Highlight Ja viola was denn bitte? Das ist ein unfundierter Meinungsartikel, der mir was sagt? Fakt ist, dass einige Leute, die sich Feministen nennen, eine heuchlerische Doppelmoral vertreten und sich nicht entsprechend ihrer eigenen Erwartungen,z.B. der Gleichberechtigung, verhalten. Ebenso die Dame aus diesem Artikel. Meine Argumentation kannst du gern in meinen Kommentaren unten nachlesen. Bin gespannt auf eine ausführliche Begründung.
  • Hayek1902 22.03.2017 22:20
    Highlight Highlight Wenn ich Ausdrücke wie "weisse Cis-Frau" lese, dann verpasse ich mir eine innere Facepalm und schalte das zur Sicherheit auf Durchzug.
    • seventhinkingsteps 22.03.2017 23:24
      Highlight Highlight Wieso?
    • Menel 23.03.2017 17:13
      Highlight Highlight Sind dann alle "nicht normale" "abnormal"....?
    • Menel 23.03.2017 20:36
      Highlight Highlight Eben! Was ist normal? Wieso kann man nicht einfach akzeptieren, dass es normal nicht gibt? Wieso muss alles gewertet werden und kann nicht einfach wertfrei als "anders" gesehen werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frank8610 22.03.2017 21:44
    Highlight Highlight "in allen anderen Themen und Lebensbereichen werden Frauen immer noch massiv unterdrückt."

    Vielleicht fällt es mir schwer als weisser heterosexueller cis-Mann der dem berühmten Patriarchat angehört, diese Aussage nachzuvollziehen. Aber kann mir jemand Beispiele geben?

    Und bitte kommt mir nicht mit der Lohnungleicheit, hab keinen Bock über sinnlose Statistiken zu diskutieren.
    • Nitzgi 22.03.2017 23:21
      Highlight Highlight Möchte hier mal deinen letzten Satz unterstreichen ;)
      Play Icon
    • Macke 22.03.2017 23:51
      Highlight Highlight Ich kann dir gerne ein paar Beispiele aus meinem Leben geben: teurere Krankenkasse, die berühmte Unterstellung eines Kinderwunsches ab dem 25. Lebensjahr beim Bewerbungsgespräch, das Angrapschen an Bushaltestellen/Clubs/Bars/ Fasnacht, Vergewaltigung, nach einer Abfuhr als Schlampe bezeichnet werden, Aberkennen von Kompetenzen im IT/Finanzbereichen, Aussagen wie "Hast du deine Tage?/Bist du jetzt aber hysterisch" wenn Kritik geäussert wird, der Tipp meiner Berufsberaterin bei der Jobwahl auf die Verfügbarkeit von Teilzeitpensen zu achten...
    • stardust 23.03.2017 08:21
      Highlight Highlight Krass Frank, dass du im Jahr 2017 noch nicht aufgeklärt bist!
      Danke Macke für deine Zusammenfassung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nitzgi 22.03.2017 21:34
    Highlight Highlight Und noch einer... "Es ist nicht falsch, dass hier auf die Frau fokussiert wird, denn in allen anderen Themen und Lebensbereichen werden Frauen immer noch massiv unterdrückt." Ehm... Nein!? Genau die Widersprüchlichkeit und Doppelmoral von vielen Feministen sorgt für Unverständnis ohne dass dieses von Sexismus und Diskriminierung oder dem Patriachat herrührt. Eben genau diese Fokus ist meiner Meinung nach falsch. Schon das Wort Feminismus ist unbrauchbar, weil es eben diesen Fokus impliziert. Macht bitte was Aderes nennt euch irgendwie Equalisten oder so. Vielleicht hätte ich dann auch was über
  • TanookiStormtrooper 22.03.2017 21:32
    Highlight Highlight Interessantes Interview.

    Aber das Patriarchat schreibt Classe Politique mit einem E.
    *duck-und-weg* ;)
    • Ralph Steiner 22.03.2017 21:56
      Highlight Highlight Ist korrigiert, vielen Dank! ;-)
  • Nitzgi 22.03.2017 21:30
    Highlight Highlight Dann kommen wir zu Punkt 2... "Darum sollen solidarische Männer den Frauen eine Art Vortritt lassen, wenn es zum Beispiel darum geht, über Sexismus zu sprechen. Denn wir erleben ihn tagtäglich." Sie sagt also, dass Frauen das Vorrecht haben sollten über Sexismus zu sprechen, weil.... Männer nicht dem Seximus ausgesetzt sind? Wtf! Und sie liefert nicht einmal nen Grund für die Annahme! Sie widerspricht sich selbst, da ein Vorrecht nämlich die Gleichberechtigung verletzt und macht eifach so mal den Sexismus dem Männer tagtäglich begegnen zu nichte. Ohne sachliche Grundlage. Unverständlich sowas.
  • Nitzgi 22.03.2017 21:24
    Highlight Highlight Ich bin zutiefst erschüttert über dieses ideologisch geprägte Gesülze. Und man wundert sich auch noch warum Leute teilweiso so ablehnend auf das reagieren. Also fangen wir mal an..."Wir müssen ihnen nicht nur glauben, wenn sie uns von erlebtem Sexismus erzählen, sondern ihnen auch die Wahl lassen, was sie dagegen machen wollen." Nein. Falsch. Wir hören genau GLEICH hin wie bei jedem Anderen auch und prüfen Aussagen angemessen kritisch. Und die Wahl haben sie zur Zeit auch schon. Sehr unsachlich. Ausserdem widersprechen solche ideologischen Verblendungen sich selbst, siehe Gleichberechtigung.
  • Thomas Rohrer 22.03.2017 21:05
    Highlight Highlight Lieber Gleichberechtigung als später.
  • Toerpe Zwerg 22.03.2017 20:18
    Highlight Highlight Feminismus sollte sich m.E. nicht von links vereinnahmen lassen. Dies Exkludiert eine Mehrheit auch der Frauen. Frauenrechte und Gleichstellung sollten unabhängig des politischen Spektrums durchgesetzt und gelebt werden. Es schadet den Frauen, wenn die extreme Linke den Begriff kapern, umdeuten und monopolisieren.

    Ps: Cis Frau - musste ich erst mal nachschlagen. Ist das politisch korrekte Newspeak?

    • Ralph Steiner 22.03.2017 20:40
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg: Inwiefern sollte der Begriff «Cis-Frau» keine politisch korrekte Newsspeak sein?
    • Toerpe Zwerg 22.03.2017 21:16
      Highlight Highlight Ich frage ja, ob ich das korrekt erfasst habe.
    • Ralph Steiner 22.03.2017 21:18
      Highlight Highlight Ja, hast du.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mehmed 22.03.2017 20:15
    Highlight Highlight Feministinnen setzten sich für ihresgleichen ein, akademisch gebildete privilegierte weisse Frauen.
    Ganz bestimmt nicht für Männer.
    • Michèle H. 22.03.2017 21:02
      Highlight Highlight Ich setze mich aber z.B. für Vaterschaftsurlaub und die Abschaffung der Wehrpflicht ein. Wie passt das in dein Weltbild?
    • Mehmed 22.03.2017 21:13
      Highlight Highlight Michèle, die Abschaffung der Wehrpflicht schafft keine Gleichstellung, dann müssten die Männer einfach in den Zivildienst. Gleichstellung muss sowohl mit oder ohne Armee funktionieren, Frauen und Männer müssen gleiche Rechte und Pflichten haben.
    • Maett 22.03.2017 21:41
      Highlight Highlight @Michèle H.: ich möchte weder Vaterschaftsurlaub (wozu gibt's denn Urlaub?) und die Abschaffung der Wehrpflicht halte ich für eine verantwortungslose Illusion.

      Damit setzen Sie sich also nicht per se für Männer ein, sondern für eine pseudo-Gleichstellung von Frauen und Männern, weil Sie nicht bereit sind Pflichten (Wehrpflicht) wahrzunehmen und auf Privilegien (Mutterschaftsurlaub) zu verzichten.

      Und das ist schliesslich Egoismus in Reinform.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 22.03.2017 20:08
    Highlight Highlight Finde es etwas irritierend, wie sie das Ausspielen der Geschlechter gegeneinander verurteilt, dann aber gleich fordert, dass Männer den Frauen den Vortritt lassen sollen. Oder dass Frauenanliegen dringender seien als Männeranliegen (sic!)

    Das sehe ich nicht so. Männer werden heutzutage soviel diskriminiert wie Frauen, eher noch mehr. Ich spreche nicht von den Cis-Männern.

    Deshalb ist es wichtig, dass nach der Gleichstellung der Frau in den letzten 2 Jahrzehnten jetzt auch der Mann von seinen Diskrimierungen befreit wird: Rentenalter, Dienstzwang, Sorgerecht.
    • Enzasa 23.03.2017 03:57
      Highlight Highlight Wenn sich 2 Personen um eine Stelle bewerben und bei gleicher Qualifikation grundsätzlich der Mann die Stelle bekommt. Ist das Fair?
  • Wolfsblut_2 22.03.2017 20:04
    Highlight Highlight Finde es toll, dass jetzt generationen- und geschlechterübergreifend ein Gegengewicht zum Backlash entsteht!
  • MaskedGaijin 22.03.2017 19:48
    Highlight Highlight Cis Frau, Patriarchat... 😂
  • David4404 22.03.2017 19:32
    Highlight Highlight Dieses Interview ist super, aber es hat noch einen Fehler.
    "An der Demo nahmen auch viele Männer teil. In den Sozialen Medien entbrannten daraufhin eine Diskussion, ob Männer Feministen sein können und sollen. Wie stehen Sie zu männlichen Feministen?"
    *Klar kann EIN Mann Feminist sein.
    Freundliche Grüsse,
    Ein Leser

  • Nausicaä 22.03.2017 19:20
    Highlight Highlight Genau so ist es. Und Virginia ist erst 20 Jahre alt. 20 Jahre alt und so klug, emphatisch und weitsichtig. Respekt.
    • Maett 22.03.2017 20:21
      Highlight Highlight @Nausicaä: dieses Verhalten ist in diesem Alter relativ normal.

      Weitsichtigkeit und Klugheit wächst mit der Lebenserfahrung, die war bei mir mit 20 auch noch nicht sehr ausgeprägt. Auch lernt man Empathie und Naivität irgendwann zu unterscheiden.

      Nicht alle Menschen sind dazu in der Lage, teils lässt sie die jeweilige Sozialisierung in diesen Mustern verharren, aber wer sich im Leben verschiedentlich fordert, zieht jeweils ähnliche Schlüsse, weil das Leben letztendlich doch sehr leicht durchschaubar ist. Wenn man es denn sehen will.
    • Nausicaä 22.03.2017 21:00
      Highlight Highlight @ Ui, jetzt lehnen Sie sich aber weit aus dem Fenster. Also Sie sind in dem Falle weitsichtig und klug geworden? Ich kenne Sie ja nicht persönlich, aber mit Ihren lapidaren 'das ist bei den Menschen wie bei den Tieren'-Analogien machen Sie nicht gerade diesen Eindruck.
    • Nitzgi 22.03.2017 22:49
      Highlight Highlight Trotzdem find ich es nicht gut jemanden aufgrund seines Alters im Zusammenhang mit Weitsichtigkeit zu hypen, da das Alter hier keine Rolle spielt, laufen ausreichend Beispiele rum. Ausserdem denke ich, dass ein Grossteil der Menschen empathisch ist, das ist jedoch auch individuel geprägt. Und inwiefern ist sie bitte weitsichtig? Ich würd mal den Blödsinn den sie von sich gibt, den ich in meinen Kommentaren weiter oben erwähne, anschauen, und mir erklären, was daran weitsichtig ist? Bitte lauft doch nicht blind irgendeinem Trend nach, ohne zu wissen von man redet....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jazzdaughter 22.03.2017 19:18
    Highlight Highlight Interessantes Interview, danke!
    • Jazzdaughter 22.03.2017 21:10
      Highlight Highlight Nein, nicht interessant? Okay
      Aber warum liest ihr es dann...
      (Ich verstehe Menschen manchmal nicht. Ich habe nur eine Aussage getroffen, dass das Interview sich interessant liest, und bewusst mal keine Wertung vorgenommen. Aber nein, manche Menschen schreien trotzdem gerne mal so vorsichtshalber einen Blitzwirbelsturm. Nur so zum sichergehen.)
    • Jazzdaughter 22.03.2017 21:22
      Highlight Highlight ...
      Benutzer Bild
  • Hustler 22.03.2017 19:10
    Highlight Highlight Eine Frage: Eine Cis-Frau ist eine ganz normale Frau? Und wenn ja, warum so ein Wort um einfach normal zu umschreiben?
    • joseflandmann 22.03.2017 20:11
      Highlight Highlight "cis" ist das Gegenstück zu "trans". Kommt aus dem Lateinischen und wird zB. auch in der Chemie verwendet. Virginia K. als Cis-Frau ist in unserer Gesellschaft leider nach wie vor privilegiert gegenüber allen Trans-Frauen.
    • dysfunctional 22.03.2017 20:12
      Highlight Highlight Nicht "normal", das biologische Geschlecht stimmt von Geburt an mit dem sozialen Geschlecht überein. Transgender Menschen sind also nich Cis.
    • Nausicaä 22.03.2017 20:14
      Highlight Highlight Weil 'normal' ein problematischer Begriff ist. Genauer: Wenn du den Begriff 'normal' benutzt, um nicht-transgender Leute zu beschreiben, du automatisch die Gruppe der transgender als abnormal deklarierst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • trio 22.03.2017 18:52
    Highlight Highlight 👍👍👍😘
  • Roaming212 22.03.2017 18:47
    Highlight Highlight ¯\_(ツ)_/¯
    Benutzer Bild

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