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Citizen Space

So geht Büro heute. Citizen Space in Zürich.
bild: zvg

Arbeiten im Büro der Zukunft: «Homeoffice ist bald tot. Da verkümmert man sozial und ist deshalb ständig im Ausgang»

Die Arbeitswelt verändert sich im Schnellzug-Tempo und mit ihr die Büros. Das neue Zauberwort heisst Co-working: Arbeitsplätze für kurze Zeit mieten, statt in Grossraumbüros träge werden. Der Pionier auf diesem Gebiet heisst Jürg Rohner. Ein Gespräch über das perfekte Büro, guten Kaffee und warum die IT-Nerds von heute nichts mehr mit denen von früher zu tun haben.



Der Raum sieht ein bisschen aus wie ein gut eingerichtetes Studenten-Kaffee. Allerdings sitzen hier vor allem ehemalige Studenten. Und sie schlürfen nur gelegentlich an einem Kaffee. Denn sie sind hier, um zu arbeiten. Aber – und das ist das Spezielle – sie gehören nicht zur selben Firma. Sie haben sich hier, im Westen von Zürich, in das loft-artige Büro eingemietet. Manche für mehrere Monate, einige nur für einen Tag.

Co-working heisst das Zauberwort. Und Jürg Rohner hat das Büro der Zukunft vor neun Jahren in die Schweiz gebracht. Mittlerweile stellt er in seinem Co-working-Office auf einer Fläche von 740 Quadratmetern Arbeitsplätze plus Infrastruktur zur Verfügung. Mehr als 800 Co-worker gingen bei ihm auf dem Steinfels-Areal in Zürich-West schon ein und aus. 

Jürg Rohner

Jürg Rohner.
bild: zvg

Citizen Space Zürich

2007 gründete der Ostschweizer Jürg Rohner das Co-working Citizen Space Zürich. Seine Arbeitsplätze können für nur einen Tag, für eine Woche oder einen Monat gemietet werden. Mittlerweile bietet Citizen Space Plätze auf 740 Quadratmetern an. Bis heute hatte Rohner über 800 Untermieter. Der 46-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern. (feb) 

Was braucht es für das perfekte Büro?
Jürg Rohner: ​Eine witzige Infrastruktur ist wichtig. Bei uns kommt das Mobiliar hauptsächlich aus Brockenhäusern. Weiter ist eine gute Kaffeemaschine unersetzlich. In unserem Büro stehen sieben hochwertige Maschinen, für diese kaufen wir beste Bohnen. Ein Tisch, der nicht wackelt und Spielzeuge wie ein Töggelikasten, ein Basketballkorb, ein Pingpong-Tisch plus eine Dachterrasse sorgen zudem für eine Atmosphäre, in der kreativ und effizient gearbeitet werden kann. 

Sie haben jetzt ausschliesslich über die Ausstattung des Büros geredet. Spielt der Standort keine Rolle?
Doch. Auf jeden Fall. ​Der Standort ist zusammen mit der Atmosphäre im Büro das wichtigste. Citizen Space liegt im Steinfels-Areal in Zürich-West. Hätte ich mein Co-working nur schon in Zürich-Altstetten, hätte ich ein Problem. In Zürich-West kann man auch im Winter, wenn es trüb ist, aus mehreren Beizen auswählen. Im Sommer ist die Lage mit dem Letten-Bad und der Josefswiese sowieso beinahe perfekt. Was ich noch vergessen habe zu erwähnen, was heute unverzichtbar ist, ist schnelles Wifi. Ohne ein solches kommt niemand mehr. 

Eine gute Kaffeemaschine und schöne Möbel gibt es auch in Grossraumbüros etlicher Firmen. Was genau sind die Vorteile von Co-working?
Das grösste Kapital sind unsere Mieter. Sie sind alle selbständig und geben Vollgas. Sie sitzen nicht im Grossraumbüro einer Firma, weil sie hier besser arbeiten können. Es gibt keine Chefs, die von Tisch zu Tisch gehen und fragen, «Wie geht es?», «Was machst du?». Das wird sehr geschätzt. Zudem können sie sich austauschen mit Menschen, die sie kaum kennen, mit Leuten, die nicht aus ihrer Branche sind. Oft beobachte ich, wie neue Mieter bereits nach wenigen Stunden ihr Laptop drehen und den Tischnachbar um seine Meinung fragen. Dadurch können sie ihre Ideen fast schon 1:1 am Markt testen – und eben nicht beim immer selben Arbeitskollegen, der sowieso immer alles gut findet. 

Citizen Space

Das Herzstück: die Kaffeemaschine.
bild: zvg

Das können sie doch heute von zuhause aus tun, indem sie ihre Ideen ins Internet stellen und dann nicht nur eine, sondern Dutzende Meinungen bekommen. Warum brauchen junge Leute heute überhaupt noch ein Büro? 
Sie suchen die soziale Nähe. Sie sind zwar über die sozialen Medien stark vernetzt, der direkte Kontakt zu Menschen fehlt aber, wenn sie nur von zuhause aus arbeiten. Im Co-working finden sie Gleichgesinnte, mit denen sie sich austauschen können. Sie können kommen und gehen, wann sie wollen. Im Gegensatz zur klassischen Bürogemeinschaft haben sie aber null Pflichten und keine Verbindlichkeiten.

Homeoffice ist also tot?
Es gibt immer noch Leute, die das tun. Aber es funktioniert nicht, das kann man heute sagen. 

«Durch Co-working könnte man das Problem der ständig wachsenden Pendler-Ströme eindämmen.»

Weshalb?
Weil man Zuhause überhaupt nicht produktiv arbeiten kann. Man ist durch alles Mögliche abgelenkt. Die Leute staubsaugen oder enteisen ihren Kühlschrank, statt zu arbeiten. Ich machte selber fünf Jahre lang Homeoffice, ich weiss, wovon ich spreche. Weil man niemanden sieht, verkümmert man irgendwann beinahe und ist dann am Abend ständig im Ausgang, um das Soziale nachzuholen. Dass die Arbeitsleistung dadurch am nächsten Tag nicht besser wird, versteht sich von selber. Ich bin mir sicher, Homeoffice wird schon bald tot sein.

Citizen Space

Citizen Space: Büros, wie Wohnzimmer.
bild: zvg

Man könnte ja auch einfach in einem Café mit schnellem Wifi arbeiten.
In der Beiz ist das Problem, dass man ständig etwas bestellen muss und immer andere Leute kommen. Es ist zu unruhig. Und im Sommer draussen arbeiten funktioniert übrigens auch nicht. Ich sage nur drei Stichworte: Mücken, Wespen und Sonnenstrahlen auf dem Bildschirm.

Mittlerweile sind Sie nicht mehr der Einzige, der Co-working anbietet. Die meisten Co-workings findet man allerdings in grösseren Städten. Hat das Modell auch eine Chance ausserhalb von Zürich oder Genf?
Auf jeden Fall. Ich denke, Co-workings sind erst am Anfang und werden sich rasch in die Agglomerationen und auch in kleinere Orte ausbreiten. Durch Co-working könnte man das Problem der ständig wachsenden Pendler-Ströme eindämmen. Statt dass all die Menschen, die immer weiter weg von Städten auf dem Land wohnen, jeden Tag in die Städte zu den Büros grosser Konzerne fahren, könnte man Co-workings näher bei den Menschen bauen. Es ist schlicht nicht nötig, dass sämtliche Mitarbeiter einer Firma im selben Haus arbeiten.

Wie lange bleiben die Leute im Durchschnitt bei Ihnen im Co-working?
Mehr als zwei Jahre bleibt fast niemand. Im Schnitt mieten sie sich 14 Monate ein. Entwickler zum Beispiel, die klein anfangen, wachsen rasch. Sobald sie mehr als vier Personen sind, mieten sie etwas eigenes, bauen eine eigene Firmenkultur auf. Ab dieser Grösse sind sie so oder so unter sich, tauschen sich mit anderen nicht mehr aus.

«Bei den grossen Firmen sehe ich grosse Veränderungen. Sie leiden unter ihrer Statik und darunter leidet der Innovationsgeist. Das Zutrittsmodell, die fixe Infrastruktur, alles ist arbeitsfeindlich. Da müssen sie ansetzen.»

Aus was für Branchen kommen die Kunden, die sich bei Ihnen einmieten? 
Die Entwickler aus der IT-Branche machen 50 Prozent aus. Die andere Hälfte sind Architekten, Designer, Webdesigner, Kommunikationsfachleute, Consulting-Leute. Wir haben aber auch Wissenschafter. Die Durchmischung ist sehr gut. 

Wie viele von Ihren Mietern sind im Schnitt auch wirklich im Büro?
​Zwischen 40 und 50 Prozent. Einige kommen nur am Montag oder am Nachmittag, andere ausschliesslich am Donnerstag und Freitag. Alle haben ein flexibles Ticket. Das heisst, sie können rein und raus, wann immer sie wollen. Sie zahlen eine flexible Miete und haben 7x24 Stunden Zutritt und Zugriff auf die gesamte Infrastruktur. 

Sie machen das Ganze nun schon seit neun Jahren. Wie hat sich das Geschäft verändert?
Es sind die Mieter, die sich verändert haben. Am Anfang hatte ich 50 Prozent Grafiker. Dann kam die erste Generation Entwickler, das waren richtige Nerds. Und jetzt ist die zweite, dritte, vierte Generation Entwickler da. Die sind ganz anders. Die sind kreativ, witzig, diese Branche hat sich extrem gewandelt. Die Entwickler sind heute erfolgreich, es herrscht Goldgräberstimmung. In dieser Branche macht man sich rasch selbständig, deshalb sind so viele bei uns. ​

Citizen Space

Hell und offen sollen die Arbeitsplätze sein.
bild: zvg

Früher rauchte man im Büro, dann kamen die ersten Computer, das Laptop, das Smartphone: Wie sehen unsere Büros in 10, in 50 Jahren aus?
Ich denke, bei den Selbständigen, den Nomaden und den Start-ups wird sich Co-working etablieren. Bei den grossen Firmen sehe ich grosse Veränderungen. Sie leiden unter ihrer Statik und darunter leidet der Innovationsgeist. Das Zutrittsmodell, die fixe Infrastruktur, alles ist arbeitsfeindlich. Da müssen Grossfirmen ansetzen. Spaziere ich durch ein Grossraumbüro eines Konzerns, sehe ich Mitarbeiter, die herumschlarpen und stöhnen und eigentlich einfach möglichst rasch nach Hause wollen. Wie die Büros in Zukunft aussehen werden, kann ich nicht sagen. Aber ich denke, Büros werden sich dahin entwickeln, dass sie gemütlicher, menschenfreundlicher sein werden – und kleiner. Ich bin überzeugt, dass der Mensch nur gute Leistung bringen kann, wenn er sich wohl fühlt.  

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    Alle Leser-Kommentare
  • Boogie 26.02.2016 09:44
    Highlight Highlight Also erstens spricht dieses Konzept meiner Meinung nach nur eine kleine Zielgruppe an. Selbständige, Freelancer in IT oder Grafik etc. Für alle anderen wird das wohl nie interessant werden. Zweitens möchte ich nicht den ganzen Tag auf so einem Brocki-Holzstuhl sitzen! Drittens glaube ich nicht, dass es mehr solcher Angebote braucht, sondern alle Arbeitgeber müssen generell ihre Arbeitsplätze überdenken. Die meisten Büros sehen immer noch gleich aus wie vor 50 Jahren (ausser dass ein Computer auf dem Tisch steht). Da gibt's grossen Nachholbedarf.
  • usehername 25.02.2016 18:08
    Highlight Highlight http://densitycoworking.com/fun-stats-about-coworking/

    In etwa so, wie auf der Grafik gezeigt, habe ich mich gefühlt,...
    Benutzer Bild
  • usehername 25.02.2016 17:45
    Highlight Highlight Ich durfte meine Diplomarbeit zum Innenarchitekten im Steinfelsareal im citizen-space zurich ausarbeiten. Nur so viel: wenn man sich seit Stunden mit der Aufgabe zur Erstellung eines Lichtkonzepts herumschlägt und dir dann jemand beim Vorbeigehen (ich arbeitete an einem flex. Arbeitsplatz) über die Schultern schaut und meint, "Cool, sieht aus wie ein werdendes Lichtkonzept? Wenn du fragen hast, einfach rüber kommen, ich bin selbstständige Lichtplanerin und kann dir evtl. weiterhelfen", dann ist das schon fast "priceless". Geht hin, probierts aus. Gefällts nicht, geht wieder. Der Jürg ist TOP!!
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 25.02.2016 16:54
    Highlight Highlight Vielleicht bin ich asozial, aber mir ist ganz ehrlich mehr oder weniger scheissegal was irgendwelche Leute von meiner Arbeit halten. Arbeitgeber, Kunde, Stakeholder sind wichtig.
    Wenn ich Coaching will, dann organisiere ich mir das. Wenn ich Hilfe brauche, dann auch. Aber gezielt und nicht per Zufall mal schauen was sich ergibt.
  • Andy 25.02.2016 15:34
    Highlight Highlight Wow dass ist ja enorm innovativ.. Lifehacker und T3N berichten schon seit Jahren darüber. Was ich mir wünsche - am liebsten zu Hause - ist einfach Ruhe. Grossraumbüros sind für Menschen welche "alles wahrnehmen" einfach absolute Folter. Ich persönlich hätte lieber ein eigenes Büro als einen Co-Working Space.
  • Luki Bünger 25.02.2016 15:00
    Highlight Highlight Also ich (IT) hab mal für zwei Wochen in so einem Office gearbeitet und fand's schrecklich. Der Lärmpegel ist eher noch höher als in einem "normalen" Grossraumbüro und die Tatsache, dass mir bei jeder Kaffee-Pause jemand ungefragt seine Visionen in den Kopf gequatscht hat, hat mich jetzt eher ermüdet als inspiriert.
    Ausserdem haben zumindest an jenem Ort vor allem Laptop-Kreative und Techies gecoworked und die sind gerade in der Masse eigentlich kaum zu ertragen.
  • Zeit_Genosse 25.02.2016 13:52
    Highlight Highlight Was gut tönt muss nicht für alle gut sein. Co-Working-Space ist lediglich eine Möglichkeit unter vielen. Wer Co-Working-Spaces nutzt, arbeitet meist auch noch per Home- oder Mobile-Office. Eignet sich vor allem für Bildschirmarbeit und Selbstständige mit mobiler Arbeit per Computer. Für Angestellte von grösseren Unternehmen kann es sinnvoller sein, wenn sie sich zwecks persönlicher Kommunikation am gleichen Ort aufhalten und informelle Effizienz bringen. Und man kann an Co-Working-Spaces genau so einsam sein wie überall. Ich würde das Eine nicht verteufeln und das Andere hypen. Alles geht.
  • Picker 25.02.2016 13:21
    Highlight Highlight Ist ja klar, dass der Herr Home-Office pauschal als Scheisse abstempelt, sonst würde er ja seine eigene Firma/Idee torpedieren.

    Es kommt doch wieder einmal auf die Details an: Was beinhaltet der Job? Wie sind die Bedingungen zu Hause? Wie oft macht man Home Office (Tage/Woche)?
  • Fumo 25.02.2016 11:39
    Highlight Highlight Wie gut er seine Unfähigkeit sich auf etwas zu konzentrieren verallgemeinert und behauptet man könne sich Zuhause oder im normalen Cafe nicht auf die Arbeit konzentrieren.
    Irgendwie muss er es ja gut aussehen lassen und PR betreiben um zu kaschieren dass sein Konzept eigentlich nicht so läuft wie erwünscht. 800 Mieter in neun Jahren? Toll dass er mit knapp 90 Kunden im Jahr durchkommt, aber von Boom würde ich da nicht reden.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 25.02.2016 11:05
    Highlight Highlight Ich verstehe die Preise nicht: Sind die Tickets jeweils pro Woche, Monat oder was?
    • Felix Burch 25.02.2016 11:23
      Highlight Highlight Du kannst wählen. Nur einen Tag, ein Wochen-Ticket oder monatsweise. Je länger, desto günstiger.
    • demokrit 25.02.2016 12:34
      Highlight Highlight Was zahlt man so?
    • demokrit 25.02.2016 13:30
      Highlight Highlight Antwort: Ca. CHF 30-35 pro Tag. Ca. CHF 500 im Monat. Ca. CHF 200 für zwei Tage die Woche.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 25.02.2016 10:55
    Highlight Highlight Ergonomische Arbeitsplätze wären sicher auch noch was. Sonst nehmen zwar die Pendlerströme ab, aber die Krankenkassenprämien steigen weiter...
  • Scaros_2 25.02.2016 10:49
    Highlight Highlight Ich arbeite selbst in der IT, kümmere mich für diverse Dinge im Data Management und ich kann mir schlicht nicht vorstellen das IT-Security Experten dies für "Toll" halten wenn Mitarbeiter in solchen CO-Working Räume arbeiten. Wie sieht das mit der Sicherheit der Arbeit aus? Dem W-Lan usw. Klar wir nutzen VPN's aber wie verhindere ich, das ich in CoWorking räumen nicht das Ziel bin? Ich finde es schade und bedauernswert das im ganzen Interviews nicht 1x über die Sicherheit oder den Aspekt der Industriespionage angesprochen wurde. Kleinen Firmen ok, aber wenn ein Unternehmen 5k+ Mitarbeiter hat?
    • Plöder 25.02.2016 11:42
      Highlight Highlight Ja IT Sicherheit wird immer wichtiger. Aber sei versichert, dass ein grosses Unternehmen nicht in CoWorking Spaces arbeiten wird. Unteranderem auch wegen der Immo Strategie...
      Ein Unternehmen in deiner genannten Größe überlegen sich andere Bürokonzepte. Um z.B. auch die IT Kosten tief zu halten...
      Als Kleinunternehmen muss man sich sowieso Gedanken zur IT Sicherheit machen und kauft sich solche Massnahmen extern ein. Und ob das dann so Sicher ist? Das "Human Kapital" wird sowieso immer weniger wichtig im schweizerischen Dienstleistungssektor.
    • kaiser 25.02.2016 11:53
      Highlight Highlight Worin soll das Sicherheitsproblem liegen? Ist die Frage wie sicher die Cloud ist? Die Frage ist wo die Daten liegen, wie sie geschützt sind und wie ich darauf zugreifen kann. Bei 5k+ Firmen kann man heute mobil oder von zu Hause auf die Daten zugreifen. Worin sollen hier die Co-Working Räume anders sein? Übrigens Industriespionage geht heutzutage einfacher als jemals zuvor (insbesondere bei 5k+ Firmen): Mitarbeiter abwerben.
    • Scaros_2 25.02.2016 12:30
      Highlight Highlight @Plöder genau das ist ja auch mein Gedanken, das für Grossunternehmen Co-Working keine Rolle spielen wird da diese übergeordnete Strategien verfolgen. Nur ich versteh nicht wiso der Herr im Interview so abschätzig über Grosskonzerne herreisen denn die meisten grossen Konzerne haben heute schon begriffen das Büros im Stille von Google (als Beispiel jetzt) gut sind fürs Klima. Bei dem Typen könnte man meinen er sei das letzt mal vor 15 jahren in einem grosskonzern gewesen, es hat ihm nicht gefallen also = schlecht.
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  • herschweizer 25.02.2016 10:46
    Highlight Highlight oh ja...

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Walter Krämer erzählt, wie mit fragwürdigen Studien Panik gemacht wird, während wir uns eigentlich vor ganz anderen Dingen fürchten sollten.

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