Schweiz
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Nicolas Zogg, Männer.ch, Bäckeranlage

Nicolas Zogg auf der Bäckeranlage, wo am 1. Juni ein grosses Picknick unter Vätern stattfand. watson

Interview

«Einige Mütter haben Probleme damit, ihre familiäre Macht abzugeben»

Nicolas Zogg von Männer.ch spricht mit watson anlässlich des Vätertages über die Rolle des Mannes in der Familie, Frauen, die nicht ins Militär wollen und Schwulenhass unter Rekruten.



«Papa rennt!» Unter diesem Motto waren Väter in den vergangenen Tagen in vielen Schweizer Städten präsenter denn je. Anlass war der Endspurt für die Unterschriftensammlung der Vaterschaftsurlaubs-Initiative. 

Auch für Nicolas Zogg ist der Daddy-Urlaub eine Herzenssache. Seit Frühjahr ist Zogg das neue Gesicht von Männer.ch, der Dachorganisation für Väter- und Männeranliegen. Aber auch als Vater zweier Kinder setzt er sich mit der Rolle des Mannes und Vaters in der Schweiz auseinander – und sieht Handlungsbedarf. watson hat Zogg zum Interview auf der Zürcher Bäckeranlage getroffen.

Nicolas Zogg, Männer.ch, Bäckeranlage

Nicolas Zogg ist das neue Gesicht von Männer.ch und zweifacher Vater. watson

Feiern Sie als Vater zweier Kinder den Vätertag?
Nicolas Zogg: Ich feiere den Vätertag, indem ich mit meinen beiden Kindern über Pfingsten in den Bergen Zelten gehe. Es soll nicht einfach ein Gschänkli-Tag sein wie der Muttertag. Der Vätertag soll zeigen, wie wichtig Väter sind, und wie unterschiedlich all die Väter ihr Vatersein leben. Er soll Väter motivieren, sich mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen.

Sie haben einen Sohn und eine Tochter. Haben Sie die beiden unterschiedlich erzogen?
Ich habe versucht, bei beiden auf die Person einzugehen und das Geschlecht nicht zu stark zu berücksichtigen. Ich habe versucht, die Geschlechterrollen aufzuweichen, gerade im Konfliktverhalten: Den Jungen habe ich darin bestärkt, einen Konflikt im Gespräch zu lösen und kooperativ zu sein.

«Ich meine damit, dass meine Tochter eine Prinzessin sein darf, wenn das ihrem Wesen entspricht und ich sie nicht aus Prinzip zum Haudegen drille.»

Nicolas Zogg Männer.ch

Beim Mädchen ist das etwas anders: Ich ermutige sie, sich gegen Jungs auch körperlich zu wehren. Wenn sie gehänselt wird, soll sie nicht das liebe, zarte Mädchen sein, das alles mit sich machen lässt. Bei geschlechterneutraler Erziehung muss man aufpassen, dass das Individuum nicht zu kurz kommt. Ich meine damit, dass meine Tochter eine Prinzessin sein darf, wenn das ihrem Wesen entspricht und ich sie nicht aus Prinzip zum Haudegen drille.

Mittels Volksinitiative wollen sie in der Schweiz einen Vaterschaftsurlaub einführen. Ist die Präsenz des Vaters direkt nach der Geburt so wichtig? Die Grundbedürfnisse des Kindes sind über die Mutter gedeckt. Wäre der Vater nicht vor allem später – also während der Erziehung – notwendig?
Die Geburt wird hauptsächlich durch die Mutter geleistet, das weiss ich aus eigener Erfahrung als Hebamme (lacht). Nein, im Ernst: Es geht vor allem ums Bonding, also um die Eltern-Kind-Bindung, die gleich nach der Geburt entsteht. Viele Studien belegen, dass diese erste Phase für die Beziehung zwischen Vater und Kind entscheidend ist. Auch Väter schütten beim Bonding Hormone aus, welche die Vater-Baby-Bindung stärken.

Auf der anderen Seite geht es um das Familienmodell: Denn Rollenverteilung und die Organisation des Alltags geschehen am Anfang. Nach einem Jahr ist eine Familie eingespielt. Dann wird es enorm schwierig, ein neues Modell einzuführen, in dem der Vater eine grössere Rolle spielen kann. Am einfachsten und nachhaltigsten ist es, wenn der Vater von Anfang an eingebunden wird. Hierfür spielt es dann eine Rolle, wie gut das Bonding am Anfang gelungen ist.

Und wenn das Bonding gelungen ist?
Wenn der Vater eine gleichwertige Bezugsperson ist, dann fällt es der Familie leichter, die Verantwortung für das Kind zu teilen. Frauen haben mit dem Stillen die Möglichkeit, das Kind zu nähren. Soll Gleichberechtigung gelingen, ist es wichtig, dass der Kompetenzvorsprung der Frauen, was die Erziehung und Beziehung angeht, nicht zu gross wird. Denn anderenfalls wird es für den Vater ziemlich frustrierend, wenn er beispielsweise nicht in der Lage ist, sein Kind zu beruhigen.

«Viele Frauen fühlen sich in ihrer Mutterrolle sehr wohl. Sie meinen, alleine zu wissen, was gut für ihr Kind ist, wie es erzogen werden soll, was es essen darf.»

Nicolas Zogg, Männer.ch

Wer würde am stärksten von einer guten Vater-Kind-Beziehung profitieren?
Im Endeffekt alle. Kinder brauchen vielfältige, verlässliche Bezugspersonen. Wenn man alte Männer fragt, was sie am meisten bereuen, hört man immer wieder, nicht genug Zeit für die Familie gehabt zu haben. Die Mutter profitiert, indem sie Freiheit dazugewinnt: Sie kann ihr Kind abgeben und zum Beispiel wieder arbeiten gehen. Aber einige Mütter haben Probleme damit, ihre familiäre Macht abzugeben.

Was meinen Sie damit?
Viele Frauen fühlen sich in ihrer Mutterrolle sehr wohl. Sie meinen, alleine zu wissen, was gut für ihr Kind ist, wie es erzogen werden soll, was es essen darf. Dem Partner komplett gleichberechtigt Macht über Alltags- und Erziehungsentscheidungen abzugeben, fällt ihnen schwer. Doch genau dies ist die Konsequenz, wenn Gleichberechtigung gefordert wird.

Gerade nach dem Womens March entbrannte eine Diskussion darüber, dass Männer zu viel Raum in der Gleichberechtigungs-Debatte einnehmen und den Diskurs nutzen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
Ich verstehe, dass diese Frauen Angst haben, wieder übergangen oder bevormundet zu werden. Wer aber Männeranliegen aus dem Diskurs ausklammert, denkt zu wenig weit. Man muss zwischen Männern unterscheiden, welche die Forderungen und Folgen der Gleichberechtigung ablehnen und solchen, die sich mit der Thematik ernsthaft auseinandersetzen und dabei verunsichert sind.

Diesen Männern muss Raum geboten werden, damit sich Männer mit ihren Geschlechterbildern auseinandersetzen können, sodass die Männer-Emanzipation voran kommt. Gleichberechtigung schliesst gleiche Pflichten für alle ein – für Männer und für Frauen.

«Wenn Männern weiterhin die starke Rolle zugewiesen wird, wenn sie weiter lernen, wie man Gewalt ausübt, tötet und die schwachen Frauen beschützt, werden alte alte Rollenmuster weiter festgefahren.»

Nicolas Zogg, Männer.ch

Sollen Frauen im Umkehrschluss ins Militär gehen?
Sicherheit ist eine viel zu wichtige Aufgabe, als dass sie nur den Männern überlassen werden darf. In welcher Form aber diese Sicherheit gewährleistet wird, ist eine andere Frage.

Zum anderen ist es auch ein symbolischer Akt: Wenn Männern weiterhin die starke Rolle zugewiesen wird, wenn sie weiter lernen, wie man Gewalt ausübt, tötet und die schwachen Frauen beschützt, dann werden alte alte Rollenmuster weiter festgefahren. Für mich sind unterschiedliche Dienstformen denkbar – doch solange der Militärdienst besteht, sollten auch Frauen hinmüssen.

«Im Militär ist Schwulenhass weit verbreitet. Wörter wie ‹Schwuchtel›, ‹Schwester› oder ‹Pussy› gehören zum Militäralltag.»

Nicolas Zogg, Männer.ch

Gerade das Militär machte wieder Schlagzeilen, weil Rekruten scharf gemacht wurden, indem sie sich vorstellen sollten, auf ihre Freundinnen zu schiessen. Das ist doch ungemein frauenverachtend.
Das ist so. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Man muss beachten, welchem Zwang und Kampfdrill Männer im Militär ausgesetzt sind – häufig gegen ihren Willen. Das geht nicht spurlos an ihnen vorbei.

Umfrage

Was hältst du von Vaterschaftsurlaub?

  • Abstimmen

4,041

  • Braucht's nicht. Mann kann ja Ferien nehmen.8%
  • Braucht's. Das ist eine wichtige Zeit für Mann und Baby.92%

Zweitens richtet sich die Aggression und Abwertung gegen alles Schwache und Weibliche – auch bei Männern. Im Militär ist Schwulenhass weit verbreitet. Wörter wie ‹Schwuchtel›, ‹Schwester› oder ‹Pussy› gehören zum Militäralltag. Das ist ein riesiges Problem, weil damit sehr beschränkte Männlichkeitsbilder verstärkt werden. Auch deswegen würde es Sinn machen, wenn Frauen ins Militär gingen: Untersuchungen zeigen, dass bei einem gewissen Frauenanteil innerhalb der Armee sexistisches Verhalten verschwindet.

Schon auf Schulhöfen hört man ursexistische Äusserungen von Jugendlichen, die noch nicht einmal im Stimmbruch sind. Ist das nicht bezeichnend?
Leider ist das Verhalten von Jugendlichen ein überspitztes Verhalten von Erwachsenen. Insofern sind unsere Teenager ein Spiegel für vorherrschenden Sexismus im grossen Ganzen. Natürlich muss das in der Schule thematisiert werden, doch das Problem darf nicht auf Teenager abgeschoben werden: Auch Erwachsene müssen sensibilisiert werden. Männer müssen eine Mitverantwortung für ihre Kollegen, Freunde und Mitmänner übernehmen.

Wie sieht diese Mitverantwortung konkret aus?
Das Stichwort ist Zivilcourage. Männer müssen den Mund aufmachen, wenn ihre Kollegen sich despektierlich über Frauen oder auch Homosexuelle äussern. Mann muss zum Spielverderber werden, der in einer ‹Altherrenrunde› den Jungs erklärt, dass die Witze über den Po der Bedienung daneben sind.

Viele Männer fühlen sich pauschal verurteilt, wenn man sie auf ihre Mitverantwortung anspricht.
Ja. Denn sie sind ja nicht ‹so›, sie machen keine dummen Sprüche über Frauen, sie meinen, Frauen zu respektieren. Und in den meisten Fällen ist das auch wahr. Das muss auch mal gesagt sein: Die meisten Männer verhalten sich anständig. Dennoch tragen sie Mitverantwortung, wenn sie als Männer mit Privilegien keine Position beziehen, wenn ein schlechter gestelltes Gesellschaftsmitglied angegriffen wird.

Als Vater finde ich es wichtig, mich mit meinem Sohn über diese Themen zu unterhalten und mit ihm über Grenzen zu sprechen – gerade auch hinsichtlich Sexualität. Viele Grenzen werden erst durchs eigene Ausprobieren und Erfahren erkannt. Damit Kinder mit einem über ihre Erfahrungen sprechen und sich anvertrauen, ist eine gute Beziehung zu seinen Kindern wichtig. Gerade der Vater ist für den Sohn in solchen Belangen wichtig. Als Rollenvorbild aber auch nur als gleichgeschlechtliche Bezugsperson.

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • See121 06.06.2017 13:13
    Highlight Highlight Nur wenn Männer und Frauen nicht Rollen und Klischees entsprechen müssen, können Sie sich als komplett einfühlsame und mitfühlende Wesen entwickeln, die Gewalt ablehnen und Konflikte mit Fingerpitzengefühl und Intelligen lösen.
  • Michèle H 05.06.2017 12:14
    Highlight Highlight Was für ein tolles Interview, was für tolle Standpunkte! Ich als Feministin könnte mich von Männern wie Nicolas Zogg niemals bedroht / konkurriert fühlen, im Gegenteil! Wir kämpfen doch total für die gleiche Sache :)
  • stadtzuercher 04.06.2017 18:51
    Highlight Highlight Da kann ich als Mann voll dahinter stehen, hinter diesem Interview. Gute Sache.
  • ubu 04.06.2017 18:50
    Highlight Highlight Da muss ich leider zur Fundamentalkritik-Keule greifen: Das Interview ist viel zu kurz.

    (Anders gesagt: bitte mehr von dem Herrn, der bringt vernünftige Positionen gut auf den Punkt).
  • Vio Valla 04.06.2017 17:46
    Highlight Highlight Ich finde es sehr wichtig, die Frage der Gleichberechtigung nicht nur auf einer Seite zu stellen. Das eingefahrene Rollendenken besteht auf beiden Seiten und nur wenn diese auf beiden Seite aufgeweicht werden können, kann Gleichberechtigung auch ohne äusserlichen Zwang geschehen. Darum ja zu Vaterschaftsurlaub und auch bin ich voll bei ihm, wenn es um den Militärdienst für Frauen geht. Nur beim Thema dumme Sprüche sehe ich es etwas anders. Ich mache einfach etwa die gleich dummen Sprüchen gegenüber Männer und ja, ich mache sie gerne 😁
  • Daenerys Targaryen 04.06.2017 17:24
    Highlight Highlight Wer die Definition von Gleichberechtigung nicht versteht, soll hier nicht eins auf butthurt tun. Es braucht beide Seiten! Guter Artikel. 💪
  • Roger Kaufmann 04.06.2017 17:09
    Highlight Highlight Schade, dass es zu meiner Zeit, als ich Vater wurde noch kein Vaterschaftsurlaub gab
  • Yelina 04.06.2017 17:03
    Highlight Highlight Zum Thema Zivilcourage, grad kürzlich gehörte Geschichte: einer jungen Chefarchitektin (einzige Frau im Raum) wurde zu Beginn einer Sitzung der Schoss eines Geschäftspartners als Sitzgelegenheit abgeboten, falls zu wenig Stühle vorhanden wären. Warum lachen alle Anwesenden, obwohl es jeder daneben findet? Ich hätte was gesagt, als Anwesender, aber auch als betroffene Frau. Und wenn es nur: "*räusper* sexuelle Belästigung murmeln*hust*" ist. Wirkt meistens schon.
    • Taggart 05.06.2017 11:58
      Highlight Highlight Humor tut gut. Starke Frauen geben in so einer Situation einen guten männerfeindlichen Witz zurück. ;-)
    • Yelina 05.06.2017 15:48
      Highlight Highlight Wenn das Gegenüber höher gestellt ist, wagen das die wenigsten, ansonsten stimme ich zu, das kann durchaus helfen. Aber ob die Sprüche dadurch aufhören? Ich glaube nicht, war ja lustig.
    • michiOW 05.06.2017 16:27
      Highlight Highlight Das finde ich jetzt nicht so schlimm. Erst wenn eine Frau bedrängt wird oder sie nicht ernst genommen wird, weil sie eine Frau ist, ist es sexistisch.
  • dath bane 04.06.2017 16:43
    Highlight Highlight Danke, dass mal ein glaubwürdiger Vorkämpfer für mehr Gleichberechtigung interviewt wird.
    Von ihm könnte sich so manche Juso-Präsidentin eine Scheibe abschneiden.
    • Calvin Whatison 04.06.2017 19:42
      Highlight Highlight Sidefin 👌🏻🤣🤣🤣
  • elivi 04.06.2017 16:18
    Highlight Highlight Super einetellung, und für alle dies immer noch nicht ganz kapiert haben. Das ist die einstellung, die auch als feminismus durchgehen kann. Was frauen können sollen auch männer können ohnr von der gesellsacht als schwach dargestellt zu werden. Was männer müssen sollen auch frauen müssen. Bei der militärfrage bin ich aber eher für die komplette abschaffung und neu definierung.
    • stadtzuercher 04.06.2017 18:49
      Highlight Highlight gleichstellung ist unabhängig davon möglich: mit armee oder mit abgeschaffter armee. gleichstellung ist überhaupt unabhängig der umstände einzufordern. da kneifen mir viele frauen zu oft, weil sie ihr privileg vom dienst befreit zu sein nicht aufgeben wollen.
    • Macke 04.06.2017 19:41
      Highlight Highlight Ich stimme dir und auch dem Interviewten zum Thema "Gleichberechtigung" zu. Aber nein, ich bin nicht der Meinung, dass es feministisch ist. Du wirst von der Schwulen- und Lesbenbewegung auch nicht fordern, dass sie sich um die Anliegen Heterosexueller kümmern sollen oder "Black Lives Matter" um die Anliegen Weisser. Der Feminismus darf und muss meiner Meinung nach "exklusiv" sein, sonst könntest du es gleich "Menschenrechtsbewegung" nennen. Klar gibt es Überschneidungen, muss es auch. Aber es soll nicht zu einem Mischmasch von allem verkommen. Ich war früher auch mal anderer Meinung.
    • Michèle H 05.06.2017 12:16
      Highlight Highlight In meinem Feminismus hat es definitiv auch Platz für Männerthemen wie Vaterschaftsurlaub, auch (aber nicht nur!) weil diese Form der Gleichberechtigung letzten Endes auch Frauen zugute kommt. Was soll diese Engstirnigkeit?
    Weitere Antworten anzeigen
  • LisaSimpson 04.06.2017 16:06
    Highlight Highlight Die Vaterschaftsurlaubs-Initiative geht aus meiner Sicht in die falsche Richtung. Die Initiative sollte Elternurlaubs-Initiative heissen. Aus meiner Sicht sollten die Eltern aus einer Anzahl Woche, zb. 18 oder 20 Wochen (müsste man berechnen) entscheiden können wer, wieviel Wochen mit dem Kind zu Hause ist. Der Mann 9W die Frau auch 9W, oder eben wie es am besten den Eltern passt 18/0, 0/18, 14/4, etc... so können die Eltern ihre Familienplanung selber individuell bestimmen ;-) würde ich cooler finden als unflexible Wochen für Frau und Mann zu bestimmen 😎

    14
    • Loone 04.06.2017 16:45
      Highlight Highlight Klingt auch gut, man nehme sich Länder wie Deutschland zum Vorbild! Trotzdem scheint die Einführung des Vaterschaftsurlaubs der erste Schritt in eine solche Richtung zu sein. Anpassungen oder Ausbau erwünscht.
    • Vio Valla 04.06.2017 17:50
      Highlight Highlight Ja, das sah ich eine Zeit lang auch als gute Lösung an. Allerdings muss man sehen, dass sich dadurch das Problem noch mehr verschärfen könnte, da das etwas festgefahrene Rollendenken dazu führen könnte, dass Frau noch mehr Mutterschaftsurlaub bekommt, weil sich der Mann nicht dafür hat sich diese Zeit zu nehmen, auch Unternehmen könnten da mehr druck machen und die Frau würde wieder zu sehr in die Mutterrolle gewöhnt werden und der Vater bekommt wieder zuwenig Bindung. Bei einem konkreten Vaterschaftsurlaub wäre der einfach für alle klar, ohne wenn und aber.
    • Maracuja 04.06.2017 19:30
      Highlight Highlight @Vio Valle: Frau würde wieder zu sehr in die Mutterrolle gewöhnt werden

      Weil Frau zuerst Arbeitskraft sein soll und neu auch noch Soldatin und diese Pflichten wichtiger sein sollen als das Muttersein? Der Mutterschaftsurlaub hierzulande ist verglichen mit vielen europäischen Ländern lächerlich kurz. Bin für einen Vaterschaftsurlaub, finde es aber fragwürdig, wenn die möglichst schnelle Rückkehr der Mutter an Arbeitsplatz gefordert wird. Für das Baby ist es sicher von Vorteil, wenn ein Elternteil länger als die 14 Wochen zuhause bleiben kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bärbel 04.06.2017 15:56
    Highlight Highlight ....Anderssein der Geschlechter ist, das wichtig für die Entwicklung ist, dass männliche Lehrkräfte fehlen... etc, etc.

    Mein Mann blieb Mann und wurde zu einem fantastischen Vater, der zu seinen Jungs eine sehr enge Bindung hat, ohne irgendwelches Extragetue meinerseits! Wir haben - und ich war immer bei den Kids zu Hause- unsere Elterrolle sehr ernst genommen und immer gewusst: egal, zu wem die Jungs mit Problemen gehen, Hauptsache zu einem von uns und nicht zu Fremden!
    • phreko 04.06.2017 17:30
      Highlight Highlight Who cares?

      Es geht um Vaterschaftsurlaub nach der Geburt.

      Der Spruch "ohne extragetue" geht in Richtung "die paar Schläge früher haben mich auch nicht geschädigt". In Afrika kommen Mütter auch ohne Mutterschaftsurlaub durch...so wtf.
  • Bärbel 04.06.2017 15:51
    Highlight Highlight Wieviel Müll ein "Vater" rauslassen kann, nur um in die Zeitungvzu kommen.

    Schon allein dieses Möchtegern-Antiklischee-Denken: der Sohn soll diskutieren lernen und Töchterchen soll sich körperlich wehren! Jessas, er produziert damit nur neue Klischees!
    In der Schule hat man erkannt, dass Jungs und Mädchen unterschiedliche Bedürfnisse haben, dass man darauf vergessen hat, frühzeitig darauf einzugehen, dass es gerade das
    • phreko 04.06.2017 17:31
      Highlight Highlight Also Junge=Macho und Mädchen= Barbie?
    • Piwi 04.06.2017 17:51
      Highlight Highlight
      Benutzer Bild
  • kEINKOmmEnTAR 04.06.2017 15:33
    Highlight Highlight DIe geschilderte Situation im Militär kann ich - leider - bestätigen, eines der Sachen die mich daran so sehr störte. Und das auch wenn ich selber Heterosexuel bin.
    • Calvin Whatison 04.06.2017 20:21
      Highlight Highlight Ein Beweis demnach, wie fortgeschritten unsere Gesellschaft nicht ist. Wohl traurig, aber leider wahr. Ihre Eltern und sie dürfen Stolz sein auf ihr Sein lieber (k)ein Kommentar.

Widerstand gegen Cannabis-Versuche im Nationalrat: Das musst du jetzt als Kiffer wissen

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