Schweiz
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Fois gras producer Robin Arribit force-feeds a duck with corn in La Bastide Clairence, southwestern France, Thursday, Dec.8, 2016. Despite a new outbreak of bird flu in France, foie gras producers are confident sales will remain stable during the festive season. Earlier this week, the French agriculture ministry has raised the risk level of the highly pathogenic H5N8 virus spreading after several cases were spotted across France. (AP Photo/Bob Edme)

Zur Herstellung von Foie Gras wird die Leber von Gänsen durch Zwangsfütterung um etwa das Zehnfache vergrössert. Bild: AP

Interview

Stopfleber und Quälpelze dürfen weiter verkauft werden – «das ist einfach nur dumm»

Matthias Aebischer (SP) wollte Stopfleber und andere Produkte aus tierquälerischer Haltung in der Schweiz verbieten. Doch der Ständerat versenkte den Vorstoss. Im Interview spricht Aebischer über Lobbying, die Macht der Konsumenten und seine eigenen Erfahrungen mit Foie Gras.



Herr Aebischer, haben Sie schon einmal Stopfleber probiert?
Matthias Aebischer:
Ja, ich war vor 30 Jahren Lehrer in Ligerz am Bielersee. Da gehörte die Foie Gras zu jedem Festessen dazu. Ich ass jeweils mit – auch wenn ich den Reiz nicht wirklich verstand. Für mich schmeckt Stopfleber wie jede andere Fleischpastete auch.

Sie wollten Foie Gras in der Schweiz verbieten – und alle anderen tierquälerisch erzeugten Produkte gleich mit. Doch der Ständerat hatte dafür kein Gehör. Sind Sie enttäuscht?
Ich verstehe die Logik einfach nicht: Unsere Bauern müssen sich bei der Tierhaltung an gewisse Standards halten, manche Produktionsarten sind ihnen untersagt. Aus dem Ausland dürfen jedoch Produkte importiert werden, die all diese Regeln missachten. Das ist einfach nur dumm! Man kann es nicht anders sagen.

Foie Gras – zwanghaft vergrösserte Fettleber

Der Import von Stopfleber und anderen tierquälerisch erzeugten Produkten bleibt erlaubt. Der Ständerat hat am Mittwoch ein Verbot deutlich abgelehnt. Der Bundesrat soll lediglich prüfen, wie die Deklarationspflicht verschärft werden könnte. Stopfleber ist die krankhaft vergrösserte Fettleber von Enten und Gänsen. Zur Herstellung wird die Leber der Tiere durch qualhafte Zwangsfütterung auf etwa das Zehnfache ihres Gewichts gebracht. Hauptexporteur von «Foie gras» ist Frankreich. (sda)

Selbst innerhalb der SP war die Forderung umstritten. Parteikollegen von Ihnen sahen die «kulinarische Tradition» in der Romandie – also den traditionellen Verzehr von Foie Gras – gefährdet. Können Sie das nachvollziehen?
Man muss wissen: Welsche Zeitungen fuhren eine regelrechte Kampagne. Sie bildeten die Köpfe aller Politiker ab, die im Nationalrat für das Importverbot gestimmt hatten, und schrieben: «Diese Leute wollen uns die Foie Gras wegnehmen.» Ich kann es bis zu einem gewissen Grad verstehen, wenn man dieses kulturelle Erbe der Romandie erhalten will. Ich wäre deshalb sogar bereit gewesen, die Stopfleber bei der Umsetzung vom Importverbot auszunehmen. Genauso wie Halal- und koscheres Fleisch aus religiösen Gründen.

ZU DEN EIDGENOESSISCHEN WAHLEN VOM 18. OKTOBER 2015 STELLEN WIR IHNEN AUS UNSERER PORTRAITSERIE

Matthias Aebischer ist Berner SP-Nationalrat. Bild: KEYSTONE

Und trotzdem versenkte der Ständerat Ihre Motion deutlich. Wie erklären Sie sich das?
Nachdem der Nationalrat meine Motion im Sommer angenommen hatte, setzte ein massives Lobbying ein. Die Uhren- und Nahrungsmittelindustrie bearbeiteten die Parlamentarier intensiv. Die Uhrenfirmen haben ein Interesse am Thema, weil sie ihre Armbänder oft aus Reptilienhäuten herstellen. Der Kanton Genf sandte sogar eigens eine Lobbyistin ins Bundeshaus.

«Der Konsument hat hier eine Verantwortung. Ich selber kaufe zum Beispiel lieber Sbrinz statt Parmesan.»

Die Gegner argumentieren, dass ein solches Importverbot die internationalen Handelsregeln verletzte. Ist Ihnen das egal?
Diese Argumentation ist absolut fadenscheinig. Nehmen Sie das Beispiel der Batterie-Hühner: Diese Haltungsform ist nicht nur in der Schweiz verboten, es dürfen auch keine Eier von Hühnern aus Batterie-Haltung importiert werden. Mit den Regeln der Welthandelsorganisation ist das absolut kompatibel. Ich will nichts weiter, als dass das Batterie-Huhn-Prinzip auch für Froschschenkel, Reptilienhäute oder Pelze aus tierquälerischer Haltung gilt.

https://www.academiedugout.fr/recettes/cuisses-de-grenouille-a-la-creme-de-persil_7293_2 froschschenkel französisch Cuisses de grenouilles frosch

Froschschenkel dürfen heute in die Schweiz importiert werden. Bild: academiedugout.fr

Trauen Sie es dem Konsumenten nicht zu, sich aus eigener Initiative gegen den Kauf solcher Produkte zu entscheiden?
Doch, der Konsument hat hier eine Verantwortung. Ich selber kaufe zum Beispiel lieber Sbrinz statt Parmesan. Ersterer ist aus Milch von Kühen gemacht, die nach Schweizer Standards gehalten werden. Letzterer aus Milch von italienischen Kühen – dort gelten die weniger strikten EU-Richtlinien. Der springende Punkt ist aber: Beim Pelz etwa versagt die Deklarationspflicht. Erst kürzlich zeigte eine Untersuchung, dass die Herkunft bei 75 Prozent der Pelze im Schweizer Handel nicht angeschrieben ist.

«Ich wage zu behaupten: In zehn, maximal 20 Jahren werden Quälpelze und Froschschenkel in der Schweiz verboten sein.»

Darum soll der Bundesrat jetzt auch aufzeigen, wie die Deklaration solcher Produkte verbessert werden kann. So will es der Ständerat. Freuen Sie sich über diesen Teilerfolg?
Das ist ein klassisches Postulat für die lange Bank. Der Bundesrat könnte schon nach heutigen Gesetz handeln – doch er tut es nicht. Auch die Kantonschemiker behaupten, die Einhaltung von Deklarationsvorschriften sei schwierig zu kontrollieren. Das glaube ich aber nicht – bei der Fleischdeklaration geht es schliesslich auch.

«Wir verhätscheln unsere Hunde und Katzen – und schauen gleichzeitig weg, wenn Gänse für die Herstellung von Stopfleber gequält werden.»

Bald wird sich das Stimmvolk mit der Frage befassen müssen. Die Fair-Food-Initiative der Grünen verlangt, dass importierte Lebensmittel nicht nur punkto Tierwohl Schweizer Standards erfüllen müssen, sondern auch in Bezug auf die Arbeitsbedingungen und den Umweltschutz. Glauben Sie an einen Erfolg an der Urne?
Ich traue es den Stimmbürgern zu, logisch zu denken. Meine Kinder konnten es kaum glauben, als ich ihnen erzählte, dass wir Dinge importieren, deren Herstellung hier verboten wäre. Ich wage zu behaupten: In zehn, maximal 20 Jahren werden Quälpelze und Froschschenkel in der Schweiz verboten sein. Ob dies bereits mit der Fair-Food-Initiative gelingt oder auf anderem Weg, wird sich zeigen.

Es ist ja nicht so, als ob das Parlament kein Herz für Tiere hätte. So nahm es 2014 etwa eine Motion von SVP-Mann Oskar Freysinger an, die ein Importverbot für Robben verlangte. Können Sie sich erklären, warum bei Robbenbabys andere Massstäbe gelten als bei zwangsgemästeten Gänsen?
Das liegt wohl daran, dass es stark von unserem kulturellen Verständnis abhängt, wie wir mit Tieren umgehen. Wir verhätscheln unsere Hunde und Katzen – und schauen gleichzeitig weg, wenn Gänse für die Herstellung von Stopfleber gequält werden. Robben und Delfine sehen wir in unseren Breitengraden nicht als Nutztiere an, darum stimmten die Räte beispielsweise auch einem Delfin-Halteverbot zu. Ich glaube, dass aktuell auch bei Nutztieren ein Umdenken stattfindet, eher zugunsten der Tiere.

Luxusmarken verzichten zunehmend auf Tierpelze

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 30.11.2017 16:04
    Highlight Highlight Stell euch mal vor, ihr hättet eine 10x grössere Leber, als normal. Das muss doch höllisch schmerzen! Bei uns gälte es als Krankheit und müsste dringenst behandlet werden, aber nein, die Menschen essen das Zeugs auch noch.
    Diese armen Tiere!
  • Rabbi Jussuf 30.11.2017 12:32
    Highlight Highlight Auch in der Schweiz gäbe es noch einigen Nachholbedarf. Zum Beispiel ein Verbot für Qualzüchtungen bei Hunden und auch Katzen.
  • lieblingsbüsi 30.11.2017 08:54
    Highlight Highlight Grauenhaft dieser Entscheid. Ich verstehe einfach nicht, wie manche Menschen Tierquälerei unterstützen können und dies nur, weil sie davon profitieren. Stellt euch vor, ihr werdet bis zum geht nicht mehr gemästet und anschliessend umgebracht.
  • Baccaralette 30.11.2017 08:21
    Highlight Highlight Danke Datsyuk für diese vielen und tollen kämpferischen Texte!
  • reaper54 30.11.2017 00:35
    Highlight Highlight Ich fand seine Argumentation und auch das Anliegen Top! Dann kommt dieser eine Satz der alles kaputt macht:
    “Ich wäre deshalb sogar bereit gewesen, die Stopfleber bei der Umsetzung vom Importverbot auszunehmen. Genauso wie Halal- und koscheres Fleisch aus religiösen Gründen”
    Sehr schade, dass ihn Tierleid nach solch fadenscheinigen Argumenten nicht mehr interessiert.
    Das ist meine Meinung als Fleischesser.
  • p4trick 29.11.2017 23:15
    Highlight Highlight So ein heuchlerisches Getue hier.. und all die Kinder die Fussbälle nähen? Kein Thema aber die armen Entlein OMG
    Eure Heuchlerei kotzt mich so was von an....
    • El Vals del Obrero 30.11.2017 07:26
      Highlight Highlight Es gibt (leider) immer irgendetwas das noch schlimmer ist als das behandelte Thema.

      Ist es nicht auch heuchlerisch, wenn man diese noch schlimmeren Sachen als bequeme Ausrede dafür benutzt, gegen die etwas weniger schlimmen Sachen nichts zu unternehmen?
  • DieRoseInDerHose 29.11.2017 22:26
    Highlight Highlight Eine riesige Fehlentscheidung, richtig beschämend. Stoppt diese Tierquälerei!
  • Deathinteresse 29.11.2017 22:14
    Highlight Highlight Die allgemeine Empörung über diesen Entscheid irritiert mich nun doch ein wenig. Täglich leiden und sterben Tiere (ja, auch in der CH) für die menschliche Lust auf tierische Produkte. Wie anmassend das Leid einer Gans als wichtiger zu werten als das eines Kalbes oder eines Schweines.
  • Nelson Muntz 29.11.2017 21:51
    Highlight Highlight Es ist richtig, kein Verbot zu erlassen. Sonst werden irgendwann die Verbote überhand nehmen und uns zu sehr bevormunden. Eigenverantwortung sollte vorhanden sein, kaufe zB nur Freilandpoulets, keine aus Stallungen, oder Milch und Fleisch von Kühen/Rindern die draussen leben.
  • CASSIO 29.11.2017 20:47
    Highlight Highlight beschämend!
  • wes 29.11.2017 20:31
    Highlight Highlight Ja früher haben sich die SP-Mandatare um die Anliegen der arbeitenden, anständigen Arbeiter gekümmert. Und heute? Ja ich weis, sie profilieren sich heute lieber mit Verboten.
    • Senji 29.11.2017 22:47
      Highlight Highlight Das nenn ich mal willkürlich negativ! Was ist denn mit den inländischen Produzenten, die mit solchen Verboten von der unlauteren Konkurrenz geschützt würden?

      War das jetzt wirklich schon zu weit gedacht?
  • Randen 29.11.2017 20:29
    Highlight Highlight Und was kann man jetzt dagegen tun?
    • p4trick 29.11.2017 23:16
      Highlight Highlight Mehr foie gras essen!
    • Randen 29.11.2017 23:42
      Highlight Highlight gras essen? Ja lieber als rauchen!
  • neutrino 29.11.2017 20:16
    Highlight Highlight Ich bin Vegetarier, findes aber gar nicht so blöd, dass das Ganze bachab geschickt wurde.

    Im Tierschutz generell, und bei Aebischer im speziellen, geht man immer gegen das los, was einen nicht betrifft (bzw. die bernische Wählerschaft) und relativ gesehen völlig irrelevant ist.

    Indem man Robbenbabies schützt, Stierkämpfe verbietet, isländische Walfänger beleidigt, Franzosen als Froschfresser betitelt, etc., kann man davon ablenken, dass die richtigen heissen Eisen im Tierschutz woanders liegen: bei Mastpouletimport, Rindfleischimport, etc..aber darauf will niemand verzichten.
  • Nymeria 29.11.2017 20:02
    Highlight Highlight In einer Zeit in der die verwöhnten Stadthündchen mit Echtpelzkragen am Mäntelchen rumgetragen werden, erstaunt dieser Entscheid so gar nicht.
  • ChlyklassSFI 29.11.2017 19:19
    Highlight Highlight Schämt euch! Das Mitgefühl muss wohl "Wichtigeren" weichen... Davon wird mir ehrlich schlecht.
  • Digitalrookie 29.11.2017 19:07
    Highlight Highlight Dann müsste folgerichtig auch der Import von Pouletfleisch aus Brasilien verboten werden.
  • wipix 29.11.2017 19:00
    Highlight Highlight Ich schäme mich bei diesem Entscheid für unseren Ständerat! Abgrundtief!
    Werde alles darsn setzen entsprechend den Verantwortlichen für diesen absolut nicht nachvollziebaren Entscheid abzustrafen! Motivation für mich meine Greunde und Kumden ohne Rücksicht auf Befumdlichkeit entsprechend zu motivieren, bei nächster Möglichkeit KEINE der Ständeräte mehr zu unterstützen!
    Da muss endlich ein radikales Umdenken stattfinden!
    Eine verpasste Change unsere Werte wirklich akzentuiert umzusetzen! Eine nicht nachvollziebare Logik unsere kleines Land mit fortschrittlichem Denken zu positionieren!🤬
    • wipix 29.11.2017 20:24
      Highlight Highlight Muss mich entschuldigen für die vielen Tip Fehler! Handy, Wut und kleine Arbeitspause!
      Aber egal! Es kann nicht sein, dass wir uns als so kleines Land im Bereich Nahrungsmittel Produktion derart prostitionieren! Welche Chancen wir vergeben, anstatt Massen bessere Qualität zu liefern! Dies zeigt, wie kurzbeinig unsere politischen Vertreter funktionieren. Einfach dahin segeln, wo der Wind sie hintreibt (billiges vor dem Wind) anstatt gescheitt Luv und Lee zu studieren!
    • p4trick 29.11.2017 23:17
      Highlight Highlight Was für Werte genau? Das wir mehr Staat wollen und alles reguliert haben wollen? Nein Danke!!
    • Fichtenknick 30.11.2017 07:24
      Highlight Highlight Aber ja. Dein Unwohlsein mit Regulationen ist natürlich wichtiger als die Würde eines Tierlebens, schon klar. Menschen wie du mit fehlendem Mitgefühl und fehlenden Grammatikkenntnissen widern mich an.
  • Bronko 29.11.2017 18:55
    Highlight Highlight Dieser himmeltraurige Entscheid sagt leider auch viel aus über die Glaubwürdigkeit von Politikern. Man kann folglich ungetrost davon ausgehen, dass andere Lobbies wohl noch viel mächtigeren Einfluss auf unsere auserwählten Volksdelegierten ausüben...
  • Vcelka Maja 29.11.2017 18:55
    Highlight Highlight Laut Duden bedeutet Mensch: „Mit der Fähigkeit zu logischem Denken und zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung und Erkenntnis von Gut und Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen“. Ich frage mich bei diesem Entscheid, wo sind diese ganzen Attribute verblieben??? Das ist mal wieder ein direkter Beweis, dass es im Ständerat an jeglicher Menschlichkeit fehlt...und diese Menschen setzten sich für unseres Wohl ein??? Wer es glaubt, wird selig!
    • p4trick 29.11.2017 23:20
      Highlight Highlight Deiner Meinung nach ist also logisches Denken die gesamte Gesellschaft zu kontrollieren und zu steuern?
      Wie wäre es mit der Menschlichkeit anfangen und iPhone Import zu verbieten da sie unter Menschenunwürdigkeit hergestellt werden? Och das betrifft dich nun plötzlich also ist das kein Thema? Heuchler alles nur Heuchler!!
  • malu 64 29.11.2017 18:42
    Highlight Highlight Was haben wir doch für Vollidioten in unserer Regierung!
    • MacB 29.11.2017 21:53
      Highlight Highlight *Parlament!
  • Thanatos 29.11.2017 18:27
    Highlight Highlight Schade :(.
    Habe als Kind Foie gras kennen gelernt und mochte es sehr. Bis ich die Herstellung live miterlebte. Seither nie wieder...
  • Widmer 29.11.2017 18:22
    Highlight Highlight Ich finde den Entscheid des Ständerats gut. Ich brauche keine Verbote, um verantwortungsbewusst zu essen. Wenn ich einmal im Jahr Gänseleber esse, erachte ich das als vertretbar.
    • Fichtenknick 29.11.2017 20:27
      Highlight Highlight Frage mich, ob das die Gans auch so sieht. Fragen wir sie doch mal... oh warte. Das geht ja nicht mehr. Aber ist ja vertretbar.
    • ChlyklassSFI 29.11.2017 21:54
      Highlight Highlight Ah, nur einmal im Jahr.. Bravo! Peinlich!
  • mountaineer 29.11.2017 17:56
    Highlight Highlight "Genauso wie Halal- und koscheres Fleisch aus religiösen Gründen."

    Das kann ja wohl nicht sein! Ein Riesentheater wegen Pelzen und Foie gras, aber wenn Tiere gequält werden um archaische Religions-Regeln einzuhalten, werden Ausnahmen erlaubt?
    Sonst geht's noch gut, Herr Aebischer?
    • RobertQWEC 29.11.2017 19:05
      Highlight Highlight "Koscheres Fleisch" mag vielleicht dumm sein, aber das Tier leidet ja nicht daran. Das haben doch schon diverse Studien bewiesen. Die Leute finden die Schlachtung halt "barbarisch". Ich verstehe ja die immer stärkere Antipathie gegenüber Religionen, aber man sollte nicht aufgrund dessen Dinge verbieten, die diesen Menschen wichtig sind, aber eigentlich kein Leid verursachen. Alles hat seine Grenzen, aber die sollte man immer mit Verstand setzen und nicht, weil man selber an was anderes glaubt als andere.
    • Nelson Muntz 29.11.2017 19:16
      Highlight Highlight Gemäss den Wutbürgern will die SP ja die Sharia einführen....
    • p4trick 29.11.2017 23:23
      Highlight Highlight Mountaineer hast du mal das Tier gefragt nach einer Schächtung das friedlich auf dem Feld eingeschlafen ist oder ein Tier das elend in einem Schlachthof hingerichtet wurde wie es sich gefühlt hat? Oder von wo genau meinst du zu wissen dass das eine besser als das andere ist???
  • Bijouxly 29.11.2017 17:45
    Highlight Highlight Warum muss man immer alles verbieten. Eigenverantwortung und Aufklärung sind der Weg zum Ziel.
    • G. Samsa 29.11.2017 19:14
      Highlight Highlight Funktioniert leider nicht. Habe selber erlebt wie Leute in meinem Umfeld Stopfleber mit Genuss mampfen. Auch meine Aufklärungsversuche hielt die Leute nicht ab, weiter zu essen. Das Lieblingsargument: die Gänse werden ja sowieso gestopft, unabhängig davon ob sie das jetzt essen oder nicht. Ich bin klar für ein Verbot!
    • ChlyklassSFI 29.11.2017 19:21
      Highlight Highlight Weil Tiere gequält werden?
    • p4trick 29.11.2017 23:25
      Highlight Highlight @Datsyuk: also bist du auch für ein iPhone Import Verbot? Oder ist Menschen quälen nicht so schlimm?
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 29.11.2017 17:44
    Highlight Highlight Einfach nur dumm ist einzig der Bevormundungswahn aus Tierschutzkreisen.
    Es braucht schlicht keine derartige Importrestriktionen.
    Jede(r) kann selbst entscheiden, was sie/er konsumieren will oder nicht.
    • ChlyklassSFI 29.11.2017 19:22
      Highlight Highlight Ja, bravo! Wie kann dir das egal sein?
    • Fichtenknick 29.11.2017 20:29
      Highlight Highlight Und das Tier hat - nehme ich an - in deinem Szenario keine Rechte auf ein würdiges Leben. Wär ja noch schöner, wenn wir gesetzlich verpflichtet würden, Tierfolter nicht zu unterstützen. Wo kämen wir denn da hin.
  • Madison Pierce 29.11.2017 17:29
    Highlight Highlight Wenn man den Konsumenten die Wahl überlassen will (wie man aus liberaler Sicht argumentieren kann), müsste man den Produzenten das Gleiche zugestehen.

    So ist es nur scheinheilig: "Nein, wir quälen doch keine Tiere in der Schweiz, aber wenn sie halt schon im Supermarkt stehen, von den Franzosen, die machen noch ganz andere Sachen, ja, da kann man schon mal zugreifen."
  • DunkelMunkel 29.11.2017 17:18
    Highlight Highlight "Meine Kinder konnten es kaum glauben, als ich ihnen erzählte, dass wir Dinge importieren, deren Herstellung hier verboten wäre. Ich wage zu behaupten"

    Naja, mit diesem Argument sollte man nicht auf Stopfleber schiessen, sondern Produkte, die massiv mehr gekauft werden: Kleider, Smartphones etc. werden zum grossen Teil unter Arbeitsbedingungen erstellt, die in der Schweiz verboten wären. Da scheint mir der Kampf um das Verbot von Stopfleber scheinheilig (natürlich sollte man es trotzdem verbieten, aber eben im Vergleich ein Hohn!).
    • atomschlaf 29.11.2017 17:46
      Highlight Highlight "Meine Kinder konnten es kaum glauben, als ich ihnen erzählte, dass wir Dinge importieren, deren Herstellung hier verboten wäre."

      Naja, in einem Etatistenhaushalt wie bei Aebischers ist eine derartige Reaktion auch nicht verwunderlich.
      Vielleicht mal Kinder von liberalen Eltern fragen...
  • Burdleferin 29.11.2017 17:16
    Highlight Highlight Ich liebe Foie gras! Shame on me!
    • DunkelMunkel 29.11.2017 17:20
      Highlight Highlight Ich auch und trotzdem wäre ein Verbot gut.
    • Olf 29.11.2017 17:27
      Highlight Highlight Ich auch. Stopfleber ist köstlich.
    • azoui 29.11.2017 19:06
      Highlight Highlight #me to - aber ich habe den Genuss seit einigen Jahren auf beinahe null herrunter geschraubt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grigor 29.11.2017 17:08
    Highlight Highlight Die Leute sehen immer mehr nur das was sie selbst betrifft. Sie werden so lange Minderheiten oder Schutzbedürftige als Belastung empfinden bis sie selbst davon betroffen sind. Offensichtlich fehlt einigen Leuten das Verständnis wie es ist zu den Verlieren zu gehören. Es geht uns also einfach viel zu gut. Ich höre aber schon die Leute schreien: Aber die Gänse müssen ja nicht mal selbst für ihre Essen arbeiten, denen geht es viel besser als uns.
  • jjjj 29.11.2017 17:02
    Highlight Highlight Ich lebe eigentlich in der links-grünen bubble, aber ich liebe Stopfleber über alles!!!! 😍
    • Lami23 29.11.2017 17:19
      Highlight Highlight In einer Bubble leben und Tierquälerisch konsumieren? Klingt beides nicht so toll.
    • ChlyklassSFI 29.11.2017 19:24
      Highlight Highlight jjjj:
      Und wieso soll dein Interesse höher wiegen als das Interesse der Tieren an Schmerzfreiheit?
    • jjjj 29.11.2017 20:00
      Highlight Highlight Weil Tiere gut schmecken...
      Nein Scherz. Ich esse es nur sehr selten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sloping 29.11.2017 16:59
    Highlight Highlight Das man sich in solchen Fragen immer wieder auf die Tradition bezieht ist das schwächste und bequemste aller Argumente. Auch der Stierkampf in Spanien gehört in diese Kategorie. Diese Stopfleber ist Folter am Tier in Reinkultur. Ich würde mir wünschen, dass sich diese Parlamentierer eine solche Mast in Realität anschauen müssten und dann nochmals über ihre Meinung nachdenken.
    • DunkelMunkel 29.11.2017 17:19
      Highlight Highlight Ja, genau so muss auch aufgeklärt werden. Alles andere ist unwirksam. Im gleichen Zug, sollte generell die Öffentlichkeit sehen dürfen wie unser Essen hergestellt und geschlachtet wird, da muss man nicht mal mit Stopfleber kommen. Und ich bin kein Foodaktivist.
    • Olf 29.11.2017 17:29
      Highlight Highlight Und warum hat der liebe Gott wohl gemacht dass stopfleber so köstlich schmeckt?
    • Sloping 29.11.2017 17:53
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass Personen, welche dieses Produkt als Delikatesse bezeichnen, dies auch noch tun, wenn sie durch eine solche Farm geführt würden. Wenn nicht, sind dies wohl solch kaltherzige Menschen ohne Empathie, wo sonst schon Hopfen und Malz verloren ist. Am Produkt selbst ist auch nichts einzuwenden, sondern nur am aktuellen Umgang mit den Tieren. Wenn diese Gänse nach den gängigen Richtlinien des Schweizer Tierschutzes gehalten und nicht zwangsernährt werden, wäre allen gedient.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tzhkuda7 29.11.2017 16:56
    Highlight Highlight Ach liebe SP, bringt es doch einfach vor das Stimmvolk. Ich gebe zu, ich fand Froie Gras immer absolut köstlich, vor allem auf Brot. Seit ich aber mal in einer Doku gesehen habe wie das läuft....
    Mmmh da verzichte ich lieber drauf, Vegetarier werde ich deswegen aber noch nicht.

    Mein Vorschlag: Freilandhaltung mit immer gefüllten Fressnäpfen, Tiere fressen da von alleine "zu viel", dann gibts halt nicht mehr soviel Foie Gras wie jetzt und der Preis pendelt sich höher oben ein, damit wäre aber mal schon ein Schritt getan, Veganer werden mir da aber widersprechen, wie ich weiss.
    • Quincy2008 29.11.2017 17:26
      Highlight Highlight Es gibt ungestopfte Foie Gras - aber halt nicht rentabel...
    • Mutzli 29.11.2017 17:59
      Highlight Highlight Zuerst ist die im Artikel erwähnte Initiative der Grünen hängig. Dazu kommt noch, dass man so etwas nicht einfach so vors Volk bringen kann, zumindest wenn mans Ernst meint. So eine Abstimmungskampagne kostet Geld und Rot-Grün muss sich immer dementsprechend gut überlegen, wo sie jetzt das Geld investieren wollen.
  • lily.mcclean 29.11.2017 16:52
    Highlight Highlight Das Hauptproblem liegt schon auch bei den Konsumenten weil die, in der Regel, schockierend Ignorant sind. Jedes Jahr um diese Zeit führen wir in der Metzgerei den gleichen Kampf. Die Leute wollen Foie Gras und wir weigern uns das zu bestellen. Wenn wir unseren Kunden aber erklären wieso (manchmal mithilfe von Google Bildern) sind 90% restlos entsetzt und verzichten von selber darauf. Die anderen 10% kümmerts schlicht nicht.
    • R. Schmid 29.11.2017 18:50
      Highlight Highlight Gutes Geschäftsmodel! Ich Liebe Foie Gras. Habe immer was zu Hause zum Aperitif.
    • anonymer analphabet 29.11.2017 21:58
      Highlight Highlight Kompliment, dass ihr die Leute aufklährt finde ich gut.
  • Nelson Muntz 29.11.2017 16:51
    Highlight Highlight Lieber Stopfleber als so was
    Benutzer Bild
    • thatstheshit 29.11.2017 17:09
      Highlight Highlight Warum? Lieber Tiere quälen? Da ist mir ein zugegeben doofes Vegiprodukt im Regal doch lieber.
    • ChiliForever 29.11.2017 17:46
      Highlight Highlight Als bekennender Fleischesser verstehe ich nicht, warum mich die vegetarische Salami stören sollte. Da steht das "vegetarisch" immerhin deutlich und unübersehbar dran, da weiß jeder sofort, was das ist.

      Was mich aber auch als Fleischesser stört ist das unnötige Leid und Quälen von Tieren in der Zucht. Das muß nicht sein und läßt sich auch vermeiden ohne das man Einbußen beim Genuss hinnehmen muß.
  • Snowy 29.11.2017 16:50
    Highlight Highlight 100% der Meinung von Aebischer.

    Dieser entscheid ist doppelt falsch:

    - Man verbietet den eigenen Bauern die tierquälerische Produktion (zu Recht) , gewährt aber Importe.

    - Es gibt keinen Grund eine gestopfte Entenleber zu konsumieren, ausser ich scheisse auf das immense Tierleid und mir ist es wichtiger ein paar Franken zu sparen.

    Ersteres ist dumm/staatspolitisch falsch, zweiteres sollte nicht unterstützt werden und ist ethisch verwerflich.
    • Quincy2008 29.11.2017 17:26
      Highlight Highlight Bravo - gut geschrieben ...
    • Pisti 29.11.2017 18:18
      Highlight Highlight Aebischer scheint aber kein Problem mit Halal und koscherem Fleisch zu haben. Hauptsache den religiösen Minderheiten nicht auf den Schlips treten, auch wenn es nicht vertretbar ist mit den eigenen Werten.
      Wiederspiegelt wiedermal wunderbar die verlogene Politik der SP.

Der Zoo Zürich erwartet Nachwuchs – weshalb die künftige Mutter jetzt videoüberwacht wird

Der Zoo Zürich erwartet die Geburt eines Elefäntchens. Die trächtige Elefantenkuh Omysha wird gut überwacht, da Jungtiere im Kreis der anderen Gruppenmitglieder ohne menschliche Hilfe zur Welt kommen.

Bald ist es so weit – die dritte Elefantengeburt dieses Jahres steht im Zoo Zürich an. Die Elefantenkuh Omysha wird in den nächsten Tagen oder Wochen ihr erstes Kalb gebären, wie der Zoo in einer Mitteilung schreibt. Einen genauen Geburtstermin lässt sich bei Elefanten nicht berechnen. Die Tragezeit beträgt rund 22 Monate und ist eine der längsten im Tierreich.

Im Zoo Zürich haben die Elefanten keinen direkten Kontakt mehr zu den Tierpflegern. Daher kommen auch die Jungtiere im Kreis der anderen …

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