Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein Polizeiauto steht vor dem Bahnhof, am Samstag, 13. August 2016, in Salez. Wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt, hat nach jetzigen Erkenntnissen ein 27-jaehriger Mann im Zug zwischen Buchs und Sennwald eine brennbare Fluessigkeit ausgeschuettet. Er sei zudem mit mindestens einem Messer bewaffnet gewesen. Sieben Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Zuger Behörden handelten widerrechtlich und verstiessen gegen Art. 8 EMRK. Dies entschied das Bundesgericht am Dienstag. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

Familie auseinander gerissen: Zuger Behörde verstösst gegen Menschenrechte

Das Amt für Migration des Kantons Zug hat ein afghanisches Ehepaar und seine Kinder voneinander getrennt inhaftiert beziehungsweise untergebracht, um ihre Ausschaffung nach Norwegen sicherzustellen. Damit habe die Behörde gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstossen, hält das Bundesgericht fest.



Im Mai 2016 reiste die afghanische Familie in die Schweiz ein, wo bereits einige enge Verwandte der Mutter wohnten. Die Familie reiste über Norwegen in die Schweiz. Bevor die Familie in der Schweiz einen Antrag auf Asyl stellte, tat sie dies bereits in Norwegen.

Das Bundesamt für Migration (SEM) lehnte daraufhin das Asylgesuch ab. Gemäss der Dublin-Verordnung ist Norwegen, wo sich die Familie als erstes gemeldet hat, für das Asylverfahren zuständig. 

Weil sich die Mutter weigerte, die Schweiz freiwillig zu verlassen, verhaftete die Zuger Polizei daraufhin das Ehepaar am 3. Oktober 2016. Die Behörden hatten der Familie einen Umzug vom Durchgangszentrum in eine Wohnung vorgetäuscht, weshalb die Familie mit der vier Monate alten Tochter und den drei Kindern die Koffer bereits gepackt hatte. 

Le batiment du Tribunal Federal, TF, photographie ce jeudi 13 avril 2017 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Das Bundesgericht rügte die Zuger Behörden.  Bild: KEYSTONE

Vater weigert sich Flugzeug zu betreten

Nach einer Nacht in einem Zuger Gefängnis wurden sie am folgenden Tag um vier Uhr morgens an den Flughafen Zürich gebracht, wo sie eine Linienmaschine nach Oslo nehmen sollten. Weil die Behörde der Familie nicht alle Identitätspapiere der Kinder aushändigte, weigerte sich der Vater das Flugzeug zu betreten. 

Daraufhin brachte das Zuger Migrationsamt die beiden Eltern und ihr viermonatiges Kleinkind in zwei unterschiedlichen Administrativgefängnissen unter. Die Kinder wurden in Zusammenarbeit mit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) fremdplatziert.

Wegweisendes Urteil

Das Bundesgericht hat nun, sieben Monate später, die Beschwerde der Flüchtlingsfamilie gutgeheissen. Die Zuger Behörden haben mit der Inhaftierung der Eltern und der Fremdplatzierung der Kinder eindeutig gegen das Recht auf Privat-und Familienleben (Art. 8 EMRK) verstossen, so das Bundesgericht. 

Zudem habe die von der Familie erfahrene Behandlung gemäss Bundesgericht beinahe die Schwelle des in Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) festgehaltenen Verbots der Folter oder der unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung berührt. 

Art. 8 EMRK im Wortlaut

(1) Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz.

(2)
Eine Behörde darf in die Ausübung dieses Rechts nur eingreifen, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer.

«Die dreiwöchige Inhaftierung der Eltern und die Fremdplatzierung von drei ihrer Kinder, zeitweise begleitet von einer Kontaktsperre, war eindeutig widerrechtlich», sagte der Anwalt der Familie, Guido Ehrler, gegenüber Amnesty International. 

Laut Denise Graf, Asylrechtsexpertin bei Amnesty International hat das Bundesgericht «ein wegleitendes Urteil gefällt». Denn die Trennung der Kinder von den Eltern, ist gemäss Urteil des Bundesgerichts nur als «ultima ratio» rechtens, also dann wenn alle Alternativen – etwa eine gemeinsame Unterbringung in einer Wohnung – unmöglich seien. 

Die Zuger Behörden hätten folglich die Familie nicht – oder nur nach gründlicher Evaluation aller anderen Möglichkeiten – trennen dürfen. Die Behörden hätten in diesem Fall aus humanitären Erwägungen auf das Asylgesuch eintreten können. 

Die Sicherheitsdirektion des Kantons Zug schreibt in einer Medienmitteilung vom Dienstag, dass das Wohlergehen der Kinder immer Priorität gehabt habe. Aufgrund des Verhaltens der afghanischen Familie und ihrer in der Schweiz wohnhaften Verwandtschaft, habe gemäss Direktion das Risiko des Untertauchens bestanden. Diesen Aspekt beleuchte das Bundesgericht in seinem Urteil nicht.

«Untertauchen» nicht berücksichtigt

Wie die Behörde weiter ausführt, bestehe damit weiterhin die Frage, wie mit Familien umzugehen sei, wenn klare Anzeichen für ein Untertauchen vorhanden seien. In der Schweiz existierten keine Möglichkeiten für eine familiengerechte Unterbringung für den Fall einer Administrativhaft.

Die Familie aus Afghanistan wurde am 25. Oktober 2016 mit einem gecharterten Sonderflug nach Norwegen zurück geschafft. Ihre Beschwerde behandelte des Bundesgericht trotz mangelnder Aktualität, weil sich eine ähnliche Konstellation wieder ergeben könnte.(ohe/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Bolton-Bombe ist explodiert – und zwar ins Gesicht von Donald Trump

Link zum Artikel

Vergiss die Dolly-Parton-Challenge – viel interessanter ist die Koala-Herausforderung

Link zum Artikel

Eiskalte Dusche für Salvini – was die Wahlniederlage für die Lega bedeutet

Link zum Artikel

Was Frauen über Geld wissen sollten und warum Investieren wichtig ist

Link zum Artikel

George Soros teilt in Davos aus: «Die Welt wäre ohne Xi und Trump ein besserer Ort»

Link zum Artikel

Du willst Wein kaufen, hast aber null Ahnung? So schnappst du dir eine gute Flasche

Link zum Artikel

Ohne diese Plakette dürfen Genfer ab sofort nicht mehr in die Innenstadt fahren

Link zum Artikel

Warum Haaland ein «richtiger Stürmer» ist und welches BVB-Ritual ihn bald erwartet

Link zum Artikel

Andere Länder, andere Sitten und sehr gute Ti-, äh, Brüste

Link zum Artikel

50 Tonnen Gras pro Jahr – so viel Cannabis konsumiert die Schweiz

Link zum Artikel

Der Bundesrat trifft von der Leyen und Trump und steht mit leeren Händen da

Link zum Artikel

Spass beiseite, der PICDUMP ist da!

Link zum Artikel

Mario Basler, das Enfant Terrible der 90er, verrät uns, was ihn am modernen Fussball nervt

Link zum Artikel

«Ich musste immer noch heftiger, noch brutaler, gröber, wüster sein, als es meine Art ist»

Link zum Artikel

Das Reality-Experiment «The Circle» auf Netflix ist DIE Droge

Link zum Artikel

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist weg ++ Air Force One in Zürich gestartet

Link zum Artikel

Trump präsentiert Nahost-Deal

Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

Link zum Artikel

Flitzerin löst Zeitmessung in Schladming aus

Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Bolton-Bombe ist explodiert – und zwar ins Gesicht von Donald Trump

233
Link zum Artikel

Vergiss die Dolly-Parton-Challenge – viel interessanter ist die Koala-Herausforderung

15
Link zum Artikel

Eiskalte Dusche für Salvini – was die Wahlniederlage für die Lega bedeutet

26
Link zum Artikel

Was Frauen über Geld wissen sollten und warum Investieren wichtig ist

43
Link zum Artikel

George Soros teilt in Davos aus: «Die Welt wäre ohne Xi und Trump ein besserer Ort»

124
Link zum Artikel

Du willst Wein kaufen, hast aber null Ahnung? So schnappst du dir eine gute Flasche

96
Link zum Artikel

Ohne diese Plakette dürfen Genfer ab sofort nicht mehr in die Innenstadt fahren

67
Link zum Artikel

Warum Haaland ein «richtiger Stürmer» ist und welches BVB-Ritual ihn bald erwartet

118
Link zum Artikel

Andere Länder, andere Sitten und sehr gute Ti-, äh, Brüste

181
Link zum Artikel

50 Tonnen Gras pro Jahr – so viel Cannabis konsumiert die Schweiz

181
Link zum Artikel

Der Bundesrat trifft von der Leyen und Trump und steht mit leeren Händen da

52
Link zum Artikel

Spass beiseite, der PICDUMP ist da!

171
Link zum Artikel

Mario Basler, das Enfant Terrible der 90er, verrät uns, was ihn am modernen Fussball nervt

26
Link zum Artikel

«Ich musste immer noch heftiger, noch brutaler, gröber, wüster sein, als es meine Art ist»

17
Link zum Artikel

Das Reality-Experiment «The Circle» auf Netflix ist DIE Droge

33
Link zum Artikel

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

565
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

115
Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist weg ++ Air Force One in Zürich gestartet

443
Link zum Artikel

Trump präsentiert Nahost-Deal

0
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

68
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

454
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

25
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

325
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

170
Link zum Artikel

Flitzerin löst Zeitmessung in Schladming aus

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

8
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

90
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

358
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Bolton-Bombe ist explodiert – und zwar ins Gesicht von Donald Trump

233
Link zum Artikel

Vergiss die Dolly-Parton-Challenge – viel interessanter ist die Koala-Herausforderung

15
Link zum Artikel

Eiskalte Dusche für Salvini – was die Wahlniederlage für die Lega bedeutet

26
Link zum Artikel

Was Frauen über Geld wissen sollten und warum Investieren wichtig ist

43
Link zum Artikel

George Soros teilt in Davos aus: «Die Welt wäre ohne Xi und Trump ein besserer Ort»

124
Link zum Artikel

Du willst Wein kaufen, hast aber null Ahnung? So schnappst du dir eine gute Flasche

96
Link zum Artikel

Ohne diese Plakette dürfen Genfer ab sofort nicht mehr in die Innenstadt fahren

67
Link zum Artikel

Warum Haaland ein «richtiger Stürmer» ist und welches BVB-Ritual ihn bald erwartet

118
Link zum Artikel

Andere Länder, andere Sitten und sehr gute Ti-, äh, Brüste

181
Link zum Artikel

50 Tonnen Gras pro Jahr – so viel Cannabis konsumiert die Schweiz

181
Link zum Artikel

Der Bundesrat trifft von der Leyen und Trump und steht mit leeren Händen da

52
Link zum Artikel

Spass beiseite, der PICDUMP ist da!

171
Link zum Artikel

Mario Basler, das Enfant Terrible der 90er, verrät uns, was ihn am modernen Fussball nervt

26
Link zum Artikel

«Ich musste immer noch heftiger, noch brutaler, gröber, wüster sein, als es meine Art ist»

17
Link zum Artikel

Das Reality-Experiment «The Circle» auf Netflix ist DIE Droge

33
Link zum Artikel

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

565
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

115
Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist weg ++ Air Force One in Zürich gestartet

443
Link zum Artikel

Trump präsentiert Nahost-Deal

0
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

68
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

454
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

25
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

325
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

170
Link zum Artikel

Flitzerin löst Zeitmessung in Schladming aus

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

8
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

90
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

358
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

35
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thom Mulder 16.05.2017 16:16
    Highlight Highlight Na und? Selbst wenn sie untertauchen, damit geht die Welt nicht unter. Wir sind schliesslich hier nicht in einer faschistischen Diktatur. Aber eine Familie mit Kindern ist natürlich eine Gefahr für das Land, da muss man durchgreifen – ist ja lächerlich.

    Ich finde es vielmehr eine Gefahr was hier abgeht in den Kommentaren. All diese Überheblichkeit, Habgier und Egoismus von Euch verwöhnten und verhätschelten Leuten. Ihr habt wohl vergessen wie im 19. Jh. die Schweizer froh waren auswandern zu können und in Amerika aufgenommen zu werden. Aber jetzt haben wir Mitleid ja nicht mehr nötig!?
    • Effersone 16.05.2017 18:50
      Highlight Highlight "Na und? Selbst wenn sie untertauchen, damit geht die Welt nicht unter".

      Das ist korrekt. Korrekt ist aber auch, dass die Kinder dann nie in eine Schule gehen würden, die Eltern nie arbeiten könnten (ausser schwarz). Die Familie nicht krankenversichert wäre und keine Sozial- oder Nothilfe bekommen würde. Wohnungssuche dürfte such schwierig werden.

      Wie gesagt, ein Weltuntergang wäre es nicht. Es wäre aber der Startschuss für ein Leben in einer Parallelgesellschaft für die Familie ihre Kinder und dann deren Kinder usw.
  • Chrigi-B 16.05.2017 15:53
    Highlight Highlight Fazit: Grenzkontrollen wie sie DE und Österreich machen. Gar nicht erst einreisen lassen! Sie kommen aus einem sicheren 3. Land. Gemäss gültigen Verträgen haben die Asylantragssteller ihren Antrag im 1. sichern Land zu tätigen. Würde man der Grenzwache die nötigen Ressourcen geben ( SVP will das nicht!) hätte man diese Probleme gar nicht erst. Wie immer wollen gewisse Exponenten der SVP das Problem gar nicht lösen, sie wollen es medienwirksam ausschlachten und davon politisch profitieren. Einfach erbärmlich🤢. Zu was verkommen unsere Linke / Rechte? Wie in Amerika - Partei über Land?🙈😠😣😐
  • Thinktank 16.05.2017 14:30
    Highlight Highlight Ein weiterer Beweis, wie nutzlos dieses Schengenabkommen ist. Sofort kündigen. Es ist darauf optimiert, Leerläufe zu generieren, damit möglichst viele Staats-Bullshitjobs davon profitieren können. Nun spaziert ein Nichtasylant illegal in unser Land ein. Im Wissen, dass er in Norwegen registriert wurde. Dann beschäftigt er unser Justiz-, Sozial-, KESB-System bis zum Bundesgericht. Zusätzlich werden diese Illegalen noch mit Sonderflügen in der Welt herumgeflogen. Völlig unfassbar, ich bin schockiert ab unserem völlig verdrehtem Asyl- und Rechtsunwesen.
    • Stachanowist 16.05.2017 15:01
      Highlight Highlight Sie verwechseln Schengen mit Dublin.
    • Hierundjetzt 16.05.2017 15:06
      Highlight Highlight Manchmal sollte man das mit dem Kommentieren einfach lassen. So vong Logik her.

      Wenn alle Länder Europas im Schengen sind und nur die Schweiz nicht, rate mal welches Land dann zack 500'000 - 1'000'000 Asylgesuche hat (anstelle 40'000 im 2016)
    • dF 16.05.2017 15:39
      Highlight Highlight @Thinktank

      Was hat nun das Schengenabkommen mit der unfähigkeit eines Kantones zu tun?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caprice 16.05.2017 13:40
    Highlight Highlight Einen Inhaftierung und somit Trennung von den Kindern im Rahmen einer Administrativhaft (keine Strafhaft!) finde ich höchst fragwürdig. Ebenfalls höchst fragwürdig finde ich das Verhalten der Eltern die eine solche Trennung mit ihrem renitenten Verhalten noch in Kauf nehmen :(
    • Spektor 16.05.2017 14:15
      Highlight Highlight Renitentes Verhalten? Würdest du ein Flugzeug mit deiner Familie besteigen, wenn die Ausweispapiere deiner Kinder von den Behörden einbehalten wurden? Würdest du das einzige Land verlassen wollen, wo du noch Verwandte und eine Chance auf Netzwerke und dadurch evt. auf Arbeit hast?
      Ich an Ihrer Stelle hätte auf jeden Fall sehr ähnlich gehandelt.
    • Caprice 16.05.2017 15:03
      Highlight Highlight Ich bin eine Verfechterin der Menschenrechte und glaube daran, dass jeder Mensch das Recht darauf hat in Sicherheit und Würde zu leben. Ich bin allerdings auch eine Verteidigerin der Rechtsstaatlichkeit und obwohl ich kein ausgesprochener Fan vom heutigen Asylrecht bin und schon gar kein Fan der heutigen Asylpolitik so habe ich meine Mühe damit, dass eine Familie, denen ja offenbar Sicherheit und Unterkunft in SCHWEDEN (ja, nicht Horror-Flüchtlings-Lager in Lampedusa) gewährt wurde, sich damit nicht abfinden will sondern es darauf ankommen lässt, dass man sie inhaftieren muss und die Kinder...
    • Caprice 16.05.2017 15:08
      Highlight Highlight ...einer entsprechenden Trennung und Traumatisierung bewusst aussetzen und dann schliesslich die Kinder vorschiebt, um ihr Verhalten zu rechtfertigen und um ein Aufenthaltsrecht zu verlangen, wenn Anwalt und Presse nur genug auf die Tränendrüse drücken. Wie ich in einem unteren Kommentar schon erwähnt habe, werden die Ausweispapiere nicht "einfach so" einbehalten sondern jeweils IM Flugzeug ausgehändigt.
      Das man das Aufnahmeland nicht frei wählen kann ist für die Betroffenen vielleicht schwer verständlich, aber hat seine Begründung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spiessvogel 16.05.2017 13:31
    Highlight Highlight Wir dürfen stolz sein, dass sich unser oberstes Gericht, trotz aller Hiebe von Rechts, nach dem Gesetz und nicht nach dem Stammtisch orientiert, auch wenn es nur eine afghanische Familie betrifft. Als Bürgerinnen und Bürger unseres Landes schätze ich die Gewissheit, dass ich, wenn es mich beträfe, nach dem Gesetz und nicht nach der Tagesform der Volksstimmung beurteilt würde. Eine "Türkisierung" der Justiz hat bei uns zum Glück noch nicht stattgefunden. Bravo.
    • Maett 16.05.2017 14:35
      Highlight Highlight @Spiessvogel: Kunststück, schliesslich fällt das Gericht die Urteile aufgrund der aktuellen Gesetzeslage, die "trotz aller Hiebe von Rechts" nie verändert wurde.

      Rechtlich ein verständliches Urteil, allerdings frage ich mich, was die Zuger Polizei hätte machen sollen, wenn sich die Familie dermassen renitent verhalten hat.

      Die angewandte Massnahme war ja wohl eher letztes Mittel.
  • Wilhelm Dingo 16.05.2017 13:25
    Highlight Highlight Die Familie scheint sehr kooperativ gewesen zu sein...
  • Amboss 16.05.2017 12:57
    Highlight Highlight Es sind genau diese Fälle, welche der SVP in die Hand spielen und bei der Bevölkerung Unverständnis und Frustration auslösen.

    Ausländer muss raus, Ausländer tut blöd, Behörden handeln, Jurist findet einen Fehler (der gar nicht entständen wäre, hätte Ausländer nicht blöd getan), Behörden sind Menschenrechtsverletzer (gefühlt etwa der Schlimmstmögliche Titel, in einer Reihe mit den übelsten Gesellen der Weltgeschichte)

    Fazit: Vertäge, Abkommen, Gesetze sind eigentlich gar nicht durchsetzbar...
  • pamayer 16.05.2017 12:57
    Highlight Highlight Na dann: Bravo!

    Wieder ein Ruhmesblatt der Schweiz im Umgang mit Nicht-Schweizern.

    Wird die Behörde wenigstens gebüsst? Oder können sie die Schultern zucken und die nächsten Asylbewerber einfach ein bisschen sanfter behandeln?

    Schande über die Schweiz.
    • Stachanowist 16.05.2017 14:45
      Highlight Highlight @ pamayer

      "Schande über die Schweiz."

      Sie schliessen hier gerade von einem Vorfall im Migrationsamt Zug auf "die Schweiz". Spannende Denkbewegung.

      Gehen Sie in Ihren Urteilen immer so verallgemeinernd vor? Oder doch nur dann, wenn es ins Welt- bzw. Schweizbild passt?
    • Thom Mulder 16.05.2017 16:28
      Highlight Highlight Pamayer hat das richtig erfasst, denn das in Zug ist nur Symptom für die ganze Schweiz. Das fängt schon umgekehrt im Ausland an wenn man etwas von der Schweizer Botschaft will. Deren Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit ist jeweils kaum noch zu überbieten – das lässt man sogar mich Schweizer spüren wenn ich die Interessen von Reisenden aus diesen Ländern vertrete – wohlgemerkt nur Touristen.
    • Rudolf das Rentier 16.05.2017 17:21
      Highlight Highlight Zürich und weitere tun genau das gleiche...
  • Effersone 16.05.2017 12:49
    Highlight Highlight Da haben wir das ganze Dilemma der momentanen Asylsituation. Massen an Ressourcen(Behörden, Anwälte, Gerichte) und das in zwei Ländern, werden gebunden, nur weil eine Familie, welche in Norwegen sicher war, in ihr Wunschland migrieren möchte. Zum Glück wurde das von der Schweiz unterbunden.
    • Mirjam Kloeti 16.05.2017 15:24
      Highlight Highlight Leider war und ist die Familie in Norwegen nicht sicher, ihr Asylentscheid wurde weder dort noch hier angenommen. Ihr Wunschland ist ein Land indem sie sicher sind und Afghanistan gehört nicht dazu. Wenn du es mir nicht glaubst, veröffentliche ich sehr gerne die Unterlagen.
    • Mirjam Kloeti 16.05.2017 15:30
      Highlight Highlight Die Familie war in Norwegen nicht sicher und hätte nach Afghanistan rückgeführt werden sollen, deshalb kam eine im 8 Monat schwangere Frau bis in die Schweiz.
    • Thom Mulder 16.05.2017 16:33
      Highlight Highlight Das ist eben das Problem it Leuten wie Effersone. Keine Ahnung von den Hintergründen und Problematiken, gepaart mit verfehltem Nationaldenken und der Einbildung etwas Besseres zu sein. Daher kommen dann solche Kommentare denen es vollständig an Menschlichkeit, Verständnis und Mitgefühl fehlt. Was mir Angst macht ist wie verbreitet diese ignorante Haltung ist, denn sie ist anstrengungslos und bildungsslos zu erreichen - einfach saubequem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pisti 16.05.2017 12:40
    Highlight Highlight Die Behörden sollen nun also, aus humanitären Gründen, auf ein Asylgesuch eintreten weil eine Familie keine Lust mehr auf Norwegen hat? Bei Amnesty scheint man jeglichen Bezug zur Realität verloren zu haben.
    • Mirjam Kloeti 16.05.2017 15:29
      Highlight Highlight In Norwegen wartete ein Sonderflug nach Afghanistan auf sie. Deshalb hatten sie keine "Lust" auf Norwegen.
  • dä dingsbums 16.05.2017 12:20
    Highlight Highlight "Weil die Behörden der Familie nicht alle Identitätspapiere der Kinder aushändigte, weigerte sich der Vater das Flugzeug zu betreten. "

    Ich frage mich, warum die Behörden nicht einfach die Identitätspapiere ausgehändigt haben. Die Familie sollte ja ausgeschafft werden.
    • Caprice 16.05.2017 14:14
      Highlight Highlight die Identitätspapiere werden idR ausgehändigt, sobald die Personen IM Flugzeug sind. Dies wird ihnen auch so mitgeteilt.... Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie akribisch genau solche Flüge (sei es unbegleitet, begleitet oder Sonderflug) vorbereitet werden und wenn die betreffende Person auch nur mit der Wimper zuckt wird nicht geflogen.
    • Spektor 16.05.2017 14:19
      Highlight Highlight @dingsbums Ich denke die sind ganz einfach irgendwo im Aktendschungel liegen geblieben. Die zu suchen und nachzuschicken, hätte einige Tage gedauert. Diese Mühe wollte man sich anscheinend nicht machen.
    • Mirjam Kloeti 16.05.2017 15:27
      Highlight Highlight Aus den Akten geht hervor, dass die Familie in das Flugzeugt gestiegen wäre, hätte man ihnen die Ausweispapiere ausgehändigt.
  • RacKu 16.05.2017 12:13
    Highlight Highlight Langeweile am Bundesgericht?
    • Mr. Malik 16.05.2017 14:20
      Highlight Highlight Ja, die richter schreiben wenigstens aus langeweile keine dumme kommentare auf watson..
      Wen krazt schon das wohlergehen einer familie, mit kindern, welche nichts für ihre eltern können?
      Oder menschenrechte?
      Oder grundsatzentscheide?

      Aber wenigstens genug unwichtig, um deine geistigen ergüsse auszulösen..

Kinder vergewaltigt: St. Galler Kita-Mitarbeiter muss 4,5 Jahre ins Gefängnis

Das Kreisgericht St. Gallen hat am Dienstag einen ehemaligen Kita-Mitarbeiter zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten, zu einer Geldstrafe, zu einer stationären Therapie sowie zu einem Tätigkeitsverbot verurteilt. Dem Mann werden unter anderem sexuelle Handlungen mit Kindern zur Last gelegt.

Der 34-jährige Angeklagte zeigte sich in der Verhandlung geständig. Er räumte die ihm vorgeworfenen sexuellen Handlungen an Kleinkindern ein. Das jüngste war 16 Monate alt.

Er bestätigte auch, …

Artikel lesen
Link zum Artikel