DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
L'affiche fondant la croix helvetique dans la croix gammee avec le slogan

Das Plakat wurde in der Woche vor der Abstimmung auf eBoards im Hauptbahnhof Zürich und im Bahnhof Genf (Bild) geschaltet.
Bild: KEYSTONE

Staatsanwalt: Urheber des Hakenkreuz-Plakats wollte das Schweizer Kreuz eigentlich retten



Das Hakenkreuz-Plakat, das in den Bahnhöfen Zürich und Genf für ein Nein zur Durchsetzungsinitiative warb, hat voraussichtlich kein juristisches Nachspiel. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat entschieden, kein Verfahren wegen Verstosses gegen das Wappenschutzgesetz zu eröffnen.

Man habe sich entschieden, kein Verfahren einzuleiten, sagte der zuständige Staatsanwalt Markus Imholz am Mittwoch auf Anfrage der sda. Der Urheber des Hakenkreuz-Plakates, der Werber Parvez Sheik Fareed, muss somit nicht mit einem Strafverfahren rechnen.

Keine Geringschätzung des Wappens

Voraussetzung für ein Strafverfahren sei eine vorsätzliche Geringschätzung des Schweizer Wappens, sagte Imholz. In diesem Falle liege aber genau das Gegenteil vor. Der Urheber habe das Kreuz ja vor einer Entwicklung zum Hakenkreuz bewahren wollen.

Ganz erledigt ist die Sache allerdings noch nicht: Der Anzeigeerstatter, den die Zürcher Staatsanwaltschaft nicht publik machen will, kann noch Rekurs gegen diesen Entscheid einreichen.

SBB stoppt Plakate

Das umstrittene Plakat, das ein weisses Hakenkreuz auf rotem Grund zeigt, warb für ein Nein zur Durchsetzungsinitiative und verwies dabei auf Nazi-Deutschland und die Apartheid in Südafrika. Es wurde in der Woche vor der Abstimmung auf eBoards im Hauptbahnhof Zürich und im Bahnhof Genf geschaltet.

Die Reaktionen waren zahlreich - und zu einem grossen Teil negativ. Am Mittwoch vor der Abstimmung stoppte die SBB das Sujet per sofort. Das Plakat habe die Gefühle zahlreicher Kunden in tiefster Weise verletzt, begründete die SBB damals ihren Entscheid.

Das Sujet hatte bereits Mitte Februar für Schlagzeilen gesorgt. BDP-Präsident Martin Landolt veröffentlichte das Bild kommentarlos auf Twitter und erntete damit viele negative Reaktionen. Landolt sagte damals, er habe die Provokation nicht aktiv gesucht. Das Bild bringe «die Sache aber auf den Punkt». (whr/sda)

Die provozierendsten SVP-Abstimmungsplakate

1 / 12
Die provozierendsten SVP-Abstimmungsplakate
quelle: zvg / zvg
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

In der Nachtschicht geschlafen: Gefängniswärter wurde zu Recht fristlos gekündigt

Das Bundesgericht hat die fristlose Kündigung eines Walliser Gefängnismitarbeiters bestätigt, der während der Nachtschicht regelmässig schlief. Der Kanton durfte davon ausgehen, dass der Angestellte seine Treuepflicht schwer verletzt hatte.

Der Leiter des Gefängnisses von Crêtelongue führte in Begleitung von drei Abteilungsleitern in der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 2018 eine nächtliche Inspektion durch. Diese unangekündigte Aktion fand aufgrund von Verdachtsmomenten gegen die beiden …

Artikel lesen
Link zum Artikel