Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bedingter Freiheitsentzug für Landi-Brandstifter von Thusis



Bild

Bild: userinput

Der Lehrling, der letzten Dezember die Landi-Filiale im bündnerischen Thusis in Brand gesteckt hat, muss nicht ins Gefängnis. Ein Gericht ordnete dessen Unterbringung in einer offenen Jugendeinrichtung sowie eine ambulante psychotherapeutische Behandlung an.

Ausserdem wurde der inzwischen 17-Jährige wegen Brandstiftung sowie mehrfacher einfacher Körperverletzung mit einem bedingten Freiheitsentzug von zehn Monaten bestraft, wie das Regionalgericht Albula in Tiefencastel am Mittwoch mitteilte.

Das Jugendgericht ging bei der Beurteilung von einer leicht verminderten Schuldfähigkeit des Jugendlichen aus. Es blieb in seinem Urteil unter dem Antrag der Jugendstaatsanwaltschaft, welche einen Freiheitsentzug von einem Jahr verlangt hatte.

Beim Grossbrand der Landi-Filiale in Thusis Mitte Dezember 2017 erlitten zwei Personen eine leichte Rauchvergiftung. Der entstandene Sachschaden belief sich auf 6.4 Millionen Franken.

Der geständige Jugendliche, der in der Landi eine Lehre als Detailhandelsfachmann absolvierte, habe für seine Tat kein Motiv nennen können, schrieb das Gericht. Er hatte in seinem Lehrbetrieb brennbare Flüssigkeit auf den Boden geschüttet und angezündet. Das Verkaufsgeschäft, ein Lagerschuppen sowie der Tankstellen-Shop brannten vollständig nieder.

Jährliche Überprüfung

Der Jugendliche, der zum Tatzeitpunkt 16 Jahre alt war und dessen Tat nach Massgabe des schweizerischen Jugendstrafrechts beurteilt wurde, stand unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor Gericht. Gerichtsangaben zufolge stellt das Jugendstrafrecht den Schutz und die Erziehung von Jugendlichen in den Vordergrund. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die vom Gericht beschlossene Unterbringung des Brandstifters in einer offenen Jugendeinrichtung ist zeitlich nicht genau festgelegt. Die Massnahme wird jedes Jahr überprüft und dauert längstens bis zum 25. Altersjahr des Verurteilten, wie vom Gerichtspräsidenten zu erfahren war. (aeg/sda)

Aktuelle Polizeibilder: 80'000 Franken Sachschaden

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Die Walliser Polizei berichtet von drei Lawinenniedergängen. Eine Skifahrerin ist demnach am «Mont Gond» in der Region «Plan-du-Fou» ums Leben gekommen. Vier weitere wurden leicht verletzt.

Eine Gruppe von Skifahrern befand sich in der Region «Mont Gond» ausserhalb der markierten Pisten. Auf einer Höhe von 2450 Metern löste sich eine Lawine und riss ein Mitglied der Gruppe mit, heisst es in einer Pressemitteilung. 

Die Skifahrer konnten die Verschüttete mit einem …

Artikel lesen
Link zum Artikel