Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

2.2. 2019, Zürich. Bild: twitter/@klimastreik

Kommentar

Liebe Jugend, merci für den Klimastreik, du bist verdammt grossartig!

Die Demonstrationswelle, die am Samstag die Schweiz erfasste, war in jeder Hinsicht jung. Und gerade deshalb vorbildlich. 



Ich war am Samstag auch an der Klimademo. In Zürich. Im Block der ultrastolzen Eltern quasi. Da waren junge und sehr junge Menschen, die ihre Transparente hochhielten, oft mit einem kleinen Eisbären, oft mit einem Satz über Greta («Greta hat Recht und sie ist erst 16, gopfnomol!»), selten mit einem Scherz («Die Erde ist der einzige Planet mit Bier!»). Wer keine Stecken gefunden hatte, um damit ein Transparent zu basteln, hatte Laserschwerter genommen. 

Bild

2.2.2019, Basel. Bild: twitter/@klimastreik

Ich fragte mich einen Moment lang, ob die eigensinnige Greta, wenn sie mit all den engagierten Kids zur Schule gehen würde, nicht vielleicht ein klassisches Mobbing-Opfer wäre. Und wie viele der Klimademo absichtlich ferngeblieben waren. Wie sehr das Event gerade das Engagement übertünchte. Und dass «wir» hier am liebsten auf die Strasse gehen, wenn unsere eigene Zukunft unmittelbar bedroht ist. Und wenn man ein herziges Tier wie den kleinen Eisbären zum emotionalen Maskottchen machen kann.

Demonstranten protestieren im Namen der Bewegung Klimastreik Schweiz in Basel, am Samstag, 2. Februar 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

2.2.2019, Basel. Bild: KEYSTONE

Aber war das schon jemals anders gewesen? Hatte mich als Kind nicht die kleine weisse Plüschrobbe vom WWF mehr berührt als jedes Kriegsbild? War es nicht die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gewesen, die mich dazu gebracht hatte, sofort Greenpeace beizutreten und nach einem halben Jahr einen Beschwerdebrief zu schreiben, weil ich noch nicht dazu eingeladen worden war, mich irgendwo an eine Brücke zu ketten, sondern nur dazu, meinen Mitgliederbeitrag endlich zu bezahlen?

Aber niemals wäre es mir und meinen Mitschülern in den Sinn gekommen, uns zu organisieren, geschweige denn überregional. Oder gar mehrmals.

Es gab höchstens eine «Informationsveranstaltung», einen besorgten Diavortrag des Biologielehrers etwa.

Vom Internet hatten wir noch nie gehört. Mark Zuckerberg war bei Tschernobyl knapp zwei Jahre alt.

Ich beschloss also, meine miesen Gedanken zu ignorieren, und mich den ansteckenden Vibes dieses Samstagnachmittags hinzugeben. Denn hier fand sich alles, was «Jugend» ausmacht, zu einer Kraft, die gross und gut war und jede Skepsis niederwalzte.

Hier war sie berechtigt, die klassische Pubertäts-Attitüde, den Erwachsenen ganz grundsätzliches Versagen vorzuhalten, zu sagen: «Ihr seid schuld!» (Ja! Sind sie ja auch! Macht euern Eltern ein schlechtes Gewissen, das hilft!)

Bild

2.2.2019, Luzern. Bild: twitter/@klimastreik

Hier war sie, die überschäumende Lust, laut zu sein, endlich gehört zu werden, sich mit aller Wut und Power zu verausgaben. Die Begeisterung darüber, Ohnmacht in Masse, ein Anliegen in eine Bewegung umgesetzt zu haben. Die ganz und gar heutige Fähigkeit, sich schnell, breit und wirkungsvoll zu organisieren, dem «sozial» vor «Medien» wieder einen Sinn zu geben. 400 waren in Zürich von der Polizei erwartet worden, über 10'000 waren gekommen.

Bild

2.2., Zürich. Bild: sme

Die Demo war friedlich und entspannt, schliesslich waren hier nicht alternde Aggressionsträger am Werk, sondern junge Menschen, die nun mal einfach weit liebevoller mit sich und der Welt umgehen als frühere Demogenerationen. So von aussen gesehen nervt dieses vermeintlich Weichgespülte manchmal, aber jetzt musste man sagen: Wie wohltuend ist das denn? Eine Demo, die durchs Nadelöhr der Langstrassen-Unterführung geht? Ist möglich!

Bild

2.2.2019, St. Gallen. Bild: twitter/@klimastreik

Es war also insgesamt verdammt beeindruckend und grossartig. Sehr jung und sehr erwachsen zugleich. Es hatte nichts mit easyjettenden 17-jährigen Instafluencerinnen zu tun, die sich mittels Schönheits-OPs an die Kardashians angleichen lassen.

Das hier war nicht die dunkle Seite des Mondes, das war die hellste Seite des Planeten Jugend.

Und wenn wir alle Glück haben, dann gelingt es vielleicht, aus einem Protest Politik zu machen. Es wäre nicht das erste Mal. Aber es wäre eins der ersten Male, dass sie von einer Seite initiiert worden wäre, mit der weder Wirtschaft noch Politik gerechnet haben. Gewissermassen aus der Zukunft.

Diese Schüler erklären, wieso sie streiken

Video: watson/Chantal Stäubli, Emily Engkent

Klimastreik der Schüler

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Noch knapp 400 Covid-Patienten in Schweizer Spitälern – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Verschobene UN-Klimakonferenz nun im November 2021

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

137
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
137Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eh Doch 06.02.2019 09:23
    Highlight Highlight Argument Fligen nach Bali blablabla in 3...2...1

    Kinder die fliegen, fiegen nur weil die Eltern das ihnen ermöglichen. Also bei welcher Generation liegt nun genau die Verantwortung?
  • Eh Doch 06.02.2019 09:16
    Highlight Highlight Die Klimakatastrophe ist das einzige Thema das nicht nur links oder rechts etwas angeht, sondern alle. Wir müssen alle am gleichen Strang ziehen. Ich sehe es als Chance.
    Ausserdem haben die Demo Initianten jegliche Parteiflaggen etc verboten. Und zwar genau aus diesem Grund.
  • hegi7 05.02.2019 14:50
    Highlight Highlight Seid mehr als 2000 Jahren geht die Welt jetzt schon unter (Apokalyptizismus), jetzt wird es Zeit der Sekte ein neues Gesicht zu geben!
  • hegi7 05.02.2019 14:00
    Highlight Highlight
    Wir haben bestenfalls ein flüchtiges Verständnis des unglaublich komplexen Klimasystems der Erde, sagt New American. “Wenn die Mainstream-Medien und der Emissionshändler Al Gore Sie atemlos warnen, dass wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen müssen, ist es in Ordnung, einen Schritt zurückzutreten, tief Luft zu holen und zu erkennen, dass wir nicht über das Wissen, die Fähigkeiten oder Ressourcen verfügen, viel Einfluss auf das Klima der Erde nehmen zu können.

    Faina Faruz

    https://ruhrkultour.de/nasa-bestaetigt-klimaabkuehlung/
     

    • Mutzli 05.02.2019 15:43
      Highlight Highlight @hegi7
      Wie immer lohnt es sich auch hier, die Aussagen zur Quelle zurückzuverfolgen.
      Dann stellt sich nämlich heraus, dass die Statements des NASA-Teams, auf der die von Ihnen erwähnte Fehlinterpretation der Ergebnisse beruht, die Thermosphäre untersuchte.
      https://spaceweatherarchive.com/2018/09/27/the-chill-of-solar-minimum/

      Dort herrschen gänzlich andere chemikalische Verhältnisse und CO^2 ist ein Kühl- statt Heizfaktor dort. Also keineswegs etwas, was dem wiss. Konsens zur Klimaerwärmung widersprechen würde.

      https://phys.org/news/2012-11-atmospheric-co2-space-junk.html
    • hegi7 05.02.2019 16:19
      Highlight Highlight Zwischen dem 11 bis zum 15 Jahrhundert wurden in Nordeuropa und Grossbritanien Wein und Zitronen angebaut, weil die Durchschnittstemperatur ca. 4 grad wärmer war!
      Es war eine Hochfase, alle hatten genug zu Essen es war die Zeit an der am meisten Kirchen und Gebäude gebaut wurden. Die Polkappen sind nicht abgeschmolzen, die Meere nicht gestiegen. Natürlich wusste man da noch wo man nicht hinbaut wegen Gefahren die heute dank Geldgier und mehr bewohnten Gebieten logischerweise zunahm (1950 gabs gerade mal 2,54 Mia. Menschen heute über 8 Mia.)
    • Leander777 05.02.2019 17:26
      Highlight Highlight Ich nehme jetzt mal an, die genannten Zahlen sind korrekt.
      Das Problem ist nicht dass es wärmer wird, denn das stimmt, es wurde schon immer wärmer und kälter. Das Problem liegt beim Fakt, dass Kalt -oder Warmzeiten bisher immer übere viele hunderte oder eher tausende von Jahre gedauert haben.
      Die jetzige Erwärmung schreitet nun aber mit in einer Geschwindigkeit voran, welche es noch nie zuvor gegeben hat (während 150 Jahren um mind. 0.8 Grad weltweit). Dies kann NUR mit einer, zum grössten Teil, vom Menschen verursachten Klimaerwärmung, durch Ausstoss von Treibgausgasen, erklärt werden...
  • nach gang 05.02.2019 07:49
    Highlight Highlight Dieselben Leute die denn Schülern schulschwänzen vorwerfen, applaudieren wenn die Bürgerlichen Sparmaßnahmen im Schulbereich durchführen.
    Kantinen schließen, Zwangsferien, Sport und Schulstunden streichen geht okay, aber wehe wenn die Schülerinnen für das Klima streiken.
    Doppelmoral und Doublethink vom Feinsten.
  • Don Alejandro 04.02.2019 17:48
    Highlight Highlight Konmte leider nicht dabei sein. Weiter so!
  • Markus Meischter 04.02.2019 17:37
    Highlight Highlight Liebe Jugend, geht wählen, damit die Politiker an die Macht kommen, die es verdienen! Ihr könnt es ändern, wenn ihr endlich was in die Urne legt und nicht nur in den sozialen Medien aktiv seid.
    LG
    • Forest 04.02.2019 23:57
      Highlight Highlight

      https://www.nzz.ch/international/diesel-demo-stuttgart-ld.1456867

      Die Politik wird bald von allen Seiten auseinandergenommen :)
    • nach gang 05.02.2019 07:27
      Highlight Highlight @Forest
      In Deutschland läuft die Politik am Gängelband der Autokonzerne. In Deutschland gibt es nichts dass man als Verkehrspolitik bezeichnen könnte.
      Nicht die Politik ist schuld an den Dieselfahrverboten sondern kriminelle Autobosse.
  • Fräulein Sarahs Gespür für den ISLAM 04.02.2019 17:19
    Highlight Highlight Reine Propaganda für die Grünen.
    Sogar ich würde gerne grün wählen.
    Wenn diese Partei in allen anderen Themen (zB. Wirtschafts oderSozial politik) nur nicht dermassen daneben wäre.
    • paddyh 04.02.2019 19:12
      Highlight Highlight Wo sind sie denn ihrer Meinung nach so daneben? Beispiele?
    • Fabio74 04.02.2019 20:10
      Highlight Highlight und darum tust lieber nichts und wählst SVP?
    • Mia_san_mia 04.02.2019 20:48
      Highlight Highlight @Fabio74: Danke, aber wir merken selber, dass sein Kommentar nicht gut ist...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rockii 04.02.2019 17:08
    Highlight Highlight Eine vom Menschen gemachte Lüge und die Kinder fallen voll drauf rein🙄😏
  • Chrigi-B 04.02.2019 16:40
    Highlight Highlight Wie der ETH Umweltsoziologe korrekt sagt: Bewusstsein: Note 6
    Ausführung: Note 3,5

    Seine Wortwahl "Generation Easyjet" sagt alles.
    • npe 04.02.2019 16:54
      Highlight Highlight Verstehe deine Aussage nicht, sorry.

      Note 1
    • wasps 04.02.2019 17:18
      Highlight Highlight Keine Argumente, auf die Jugendlichen losgehen, Populismus. Auch wenn es so ist oder wäre, die Botschaften sind darum gleichwohl korrekt! Der Klimawandel findet statt, es muss endlich gehandelt werden!
    • Watson - die Weltwoche der SP 04.02.2019 17:55
      Highlight Highlight @The IT Guy viele der Demonstrierenden jetten im März in den Frühlingsferien dann mit ihren Familien nach New York, die Maledieven oder sonst wo hin.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ich ! 04.02.2019 16:28
    Highlight Highlight Einige hier werfen den SchülerInnen vor, dass sie nur streiken um Schule schwänzen zu können.

    Falsch.

    Der 2.2.2019 war ein Samstag. In Zürich kamen mehr als 10'000, schweizweit über 30'000.
    • Ass 04.02.2019 18:11
      Highlight Highlight Und genau das frustriert sie noch viel mehr
  • Toerpe Zwerg 04.02.2019 16:24
    Highlight Highlight Es ist auch ein Beleg dafür, wie gezieltes Themensetting in der massenmedialen Welt funktioniert. Das Trommelfeuer der Medien auf allen Kanälen von der Klimakatastrophe entfaltet seine Wirkung und spült ein Thema, welches weit weg von der Lebensrealität ist ganz zuoberst auf die Agenda.

    Das kann gut sein. Das kann aber auch gefährlich werden; " die überschäumende Lust, laut zu sein, endlich gehört zu werden, sich mit aller Wut und Power zu verausgaben." kann leicht auch instrumentalisiert und fehlgeleitet werden. Nicht teilnehmende Schüler mit anderer Meinung wurden bereits gemobbed.
    • bokl 04.02.2019 17:39
      Highlight Highlight "... ein Thema, welches weit weg von der Lebensrealität ist ..."

      Was ist realistischer als die Natur?
    • Toerpe Zwerg 04.02.2019 17:50
      Highlight Highlight Es hat keinerlei akuten Einfluss auf das Leben dieser Jugendlichen. Es ist deshalb beachtlich, was die Information über die Problematik des Klimawandels geleistet hat.
    • Supermonkey 04.02.2019 18:15
      Highlight Highlight Selten passiert das, aber heute spricht der Toerpi meine Worte... Gut erkannt 👍🏽
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rodjo 04.02.2019 16:17
    Highlight Highlight Jaja, für das klima demonstrieren und am nächsten tag für 50.- mit easyjet ind die ferien fliegen!!
    • Unkel Wullewu 04.02.2019 16:31
      Highlight Highlight Warum soll der Einzelne ein perfekt ökologisch organisiertes Leben führen müssen, bevor er an einer Demonstration teilnehmen darf, die verlangt, dass wir uns gemeinsam ökologischer Verhalten?
    • Arthur Philip Dent 04.02.2019 16:41
      Highlight Highlight Jaja hier motzen und selber nichts tun!
    • willy wodka 04.02.2019 16:44
      Highlight Highlight zeig mir genau einen der das gemacht hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Einloz 04.02.2019 16:02
    Highlight Highlight Nach Grönemeyer:

    Gebt den Kindern das Kommando,
    sie berechnen nicht was sie tun.
    Die Welt gehört in Kinderhände,
    dem Trübsinn ein Ende -
    wir werdn in Grund und Boden gelacht,
    Kinder an die Macht!
  • Serge Künzli 04.02.2019 15:48
    Highlight Highlight Die Jungen gehen endlich mal vom TV weg und nach draussen. Ob das an einem Freitag sein muss? Schule schwänzen schlägt sich irgendwann aufs Wissen nieder. Und es kann durchaus sein, dass die Gymischüler genau das Thema im Unterricht verpassen, über das es geht und wenn sie dann am Freitag wieder streikend unterwegs sind, gar nicht wissen, was das Klima ist. Ausserdem sollten sie aufpassen, dass ihnen die mediale Resonanz nicht in den Kopf steigt und sie noch auf die Idee kommen, Politiker*innen zu werden und den Grünen beizutreten. Jedenfalls: Weiter so! (Aber am Samstag oder nach der Schule).
    • vescovo 04.02.2019 16:25
      Highlight Highlight Lieber Künzli,
      zum Glück hat die Demo, von der hier überall gesprochen wird, am Samstag stattgefunden.
    • Hexentanz 04.02.2019 16:27
      Highlight Highlight Ich Tippe auf 40-60 Jährig. Kenne solche in meiner Verwandschaft. Da wird das Laub im Garten noch im Hinterhof verbrannt, mit Öl geheizt und das Fenster aufgerissen, da man ja frische Luft braucht, bzw. nicht weiß, dass Raumthermostaten auch andere Positionen als "100%" kennen.

      Genau diese Generation muss komplett weg sein, damit wir unsere Klimaziele erfüllen können.
    • illoOminated 04.02.2019 16:33
      Highlight Highlight FYI: der 2.2. WAR ein Samstag :P
    Weitere Antworten anzeigen
  • Celio 04.02.2019 15:44
    Highlight Highlight Hier noch ein Bild vom letzten Sommer, wie es aussieht wenn die Umwelt besorgten Jugendlichen den Strand verlassen. Sie selber, nicht die anderen sollen etwas tun!
    Benutzer Bild
    • DemonCore 04.02.2019 15:49
      Highlight Highlight Alle Jugendliche sind gleich. Hab's gewusst.
    • Hexentanz 04.02.2019 16:29
      Highlight Highlight Gibt leider eine Krasse Bildungslücke zwischen diesen 2 Sorten jugendlichen.

      Die einen lernen nichts, werden zuhause nicht erzogen und sitzen später mit ihren Leasingkarren am Bahnhof Abends am gäsele.

      Die anderen siehe Demonstrationen.

      Darf man keinesfalls verallgemeinern, diese Jungend.

      Nichtmal links oder rechts spielt eine Rolle. Eher gebildet oder ungebildet. Oder Planlos und zielstrebig. Erzogen und nicht erzogen.
    • Unkel Wullewu 04.02.2019 16:33
      Highlight Highlight Wenn ich dieses Bild so anschaue, dann denke ich, falls der Abfall wirklich von Jugendlichen stammt, dass diese Jugendliche keine gute erwachsene Virbilder hatten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 04.02.2019 15:41
    Highlight Highlight Sorry, ich kann dem Ganzen wenig abgewinnen. Waren es bei den 68ern die ewigen Studenten, die mit Mao's rotem Büechli demonstriert haben und sich ihr "Revoluzzertum" vom Papi finanzieren liessen, so sind es jetzt die "wohlstandsverwahrlosten" Gymischüler, die mit ihren 15 Lenzen - Mami und Papi sei Dank - schon die halbe (oder ganze) Welt bereist haben, sich jeweils im Porsche Cayenne in die Schule chauffieren liessen und nun entdeckt haben, dass das Gemeinschaftsgefühl bei einer analogen Veranstaltung schöner ist, als viele Likes auf Instagram zu haben...Naja den Feuilleton freuts...
    • DemonCore 04.02.2019 15:48
      Highlight Highlight Versuchst du einen Wettbewerb zu gewinnen, wer am wenigsten Fakten in seinen Kommentar packen kann? Gymnasien gibt's an jeder Ecke. Vlt mal vorbeischauen und deine Fantasie mit der Realität abgleichen. Ausserdem bist du ja sicher das grosse Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit?
    • Brett-vorm-Kopf 04.02.2019 16:05
      Highlight Highlight Don't Feed the Troll
    • Gordie 04.02.2019 16:20
      Highlight Highlight Liebe/r Ohniznachtisbett, darf ich Sie was fragen, das mich wirklich wundernimmt? Woher kommt diese Negativität? Es gibt reiche und es genauso arme und normal situierte Gymischüler*Innen. Aber wieso kann es die Jugend nie recht machen? Sie werfen Ihr "Wohlstandsverwahrlosung" und Assozialität vor. Aber wenn sie sich politisch engagiert ist es auch nicht recht? Was soll sie denn tun?
      Und sie verbraucht mit ihren 15 Lenzen das Geld der Eltern. Ich bin ehrlich, ich kenne niemanden unter 16, der sein eigenes Geld verdient. So funktioniert unser Bildungssystem. Was also soll die Jugend tun?
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerDude 04.02.2019 15:36
    Highlight Highlight Neue Regel ab heute: Für jeden Trump Beitrag müsst ab sofort einen unterstützenden Klima-Protest-Beitrag schalten!
    • sunshineZH 04.02.2019 18:28
      Highlight Highlight Weil Beiträge verfassen und Kommentare schreiben ja so Klimafreundlich sind ;)
    • dmark 04.02.2019 18:30
      Highlight Highlight Bitte verschont mich sowohl mit dem einen, als auch mit den anderen Beiträgen.
  • incorruptus 04.02.2019 15:23
    Highlight Highlight Die Schweizer Politik wirft häufig zumindest kontinentale Wellen- oder gar noch weitere (Grundeinkommen, Ausschaffung, ...). Deshalb ist jeder auch noch so kleine Schritt unserer Erde entgegen, ein guter Schritt.

    Warum handeln wir immer erst, wenn nicht mehr agiert, sondern nur noch reagiert werden kann?
  • cloud.io00 04.02.2019 15:11
    Highlight Highlight Für das Klima einstehen ist toll und sehr wichtig. Ich bin jedoch sehr skeptisch wie viel es wirklich bewirkt.

    Und an alle Freitagsstreiker: Wer streikt sollte auch die Konsequenzen mit stolz hinnehmen, alles andere ist zu einfach und inkonsequent!
    • Fabio74 04.02.2019 16:54
      Highlight Highlight Tut einer dies nicht?
    • äti 04.02.2019 19:11
      Highlight Highlight .. es war am Samstag. Schulfrei.
  • Supermonkey 04.02.2019 15:06
    Highlight Highlight Kann mir jemand sagen an wan diese Demo gerichtet ist und was es bringen soll? Irgendwie haben diese jungen Leute die Illusion, dass wir Menschen CO2 frei auf diesem Planeten leben können. So scheint es mir... Dass solche Versammlungen bereits erhöhte CO2 Werte erzeugen, wird ignoriert... Hauptsache die Schule fällt aus J😊
    • Clife 04.02.2019 15:26
      Highlight Highlight Ach und das heisst, dass wir heute auf los gehts los CO2 benutzen sollen? Es geht auch darum, dass die Erde in 100 Jahren noch existiert anstatt in 50 Jahren bereits zerstört wird (nur so als Beispiel). Es gibt in einem Rechtsstaat eigentlich ein Gleichstellungsgebot und da gehört moralisch gesehen auch dazu, dass die Jugend eine Zukunft verdient haben wie auch ältere Generationen. Und genau dies wird mit den ganzen Lobbyisten und Rechts/Links Bewegungen stark vernachlässigt, ja sogar vorsätzlich ignoriert
    • JoeyOnewood 04.02.2019 15:26
      Highlight Highlight Nicht CO2-Frei sondern Neutral. grosser Unterschied, asbolut machbar. mit dem richtigen Willen.
    • sephiran 04.02.2019 15:30
      Highlight Highlight Der goldene Umberto geht an dich. Gratulation
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 04.02.2019 15:04
    Highlight Highlight Gut so. Weiter so.
    Kinder an die Macht.
    Es ist Eure Zukunft welche die gierigen zerstören und Euch dafür die Schulden überlassen.
    • hegi7 05.02.2019 14:38
      Highlight Highlight Wasserdampf ist das meist vorhandene und daher stärkste Treibhaugas, Co2 ist nur ein Spurengas und nur zu
      ca 400Ppm , also ca 0,04% in der Luft vorhanden. Der Mensch trägt nicht mal 3% zum Co2 Eintrag in die Atmosphäre bei, der Rest wird natürlich zb. durch Verrottung, Vulkane usw. erzeugt.
      In Treibhäuser wird der Co2 Gehalt um das 3fache erhöht, damit erreicht man schnelleren Wachstum und ein Mehrertrag, für die Natur währe ein höherer Gehalt sogar von Vorteil da Pflanzen einfach mehr aufnehmen.
      Co2 ist nicht giftig es ist ein Gas das schwerer ist als Luft und daher Sauerstoff verdrängt.
  • zellweger_fussballgott 04.02.2019 15:04
    Highlight Highlight Die Schweiz ist im Vergleich zu anderen Ländern nur ein kleiner Verursacher vom CO2-Ausstoss. Nichts desto trotz finde ich es gut befasst man sich mit dieser Thematik. Die Demonstrationen regen zum nachdenken über das eigene CO2-Konsumverhalten an, aber bringen im Endeffekt auch keine schlauen Lösungen.

    Ich finde aber bedenklich, wie diese wichtige Thematik jetzt so gehypt wird, aber in einigen Wochen/Monaten oder spätestens nach den Wahlen sich praktisch niemand mehr so damit beschäftigen wird.
    • DemonCore 04.02.2019 15:14
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um die Schweiz. Es geht darum ein globales Problem global zu lösen. Da gehört es sich für uns mit zu machen und nicht auf Sonderfall zu setzen.
    • ignotusandri 04.02.2019 15:20
      Highlight Highlight Woher denn diese Finstere Prophezeiung? Bitte etwas mehr Optimismus! Alles andere hilft noch viel weniger...
    • Mietzekatze 04.02.2019 15:26
      Highlight Highlight Dir ist aber schon klar, dass solche Demos nicht nur hier stattfinden?
      Jeder Einzelne macht keinen grossen unterschied... Aber wenn jeder etwas macht, macht es eben einen Unterschied!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Corahund 04.02.2019 15:03
    Highlight Highlight An schulfreien Tagen ist das ok, aber Schule Schwänzen rettet das Klima nicht.
    • sephiran 04.02.2019 15:31
      Highlight Highlight Ich nehme an, dass du schon für dümmeres die Schule geschwänzt hast..
    • Tony D 04.02.2019 15:36
      Highlight Highlight Dann wärs ja kein streik...🙄
    • Fabio74 04.02.2019 16:55
      Highlight Highlight Hat einer das Wort Streik nicht verstanden..
  • Ale Ice 04.02.2019 15:02
    Highlight Highlight Liebe Simone Meier, merci für den Zuspruch!
    Wir müssen diese jungen Leute unterstützen, wo immer wir können. Wir sollten uns alle beherzt hinter sie stellen!
    Und ihnen nicht in den Rücken fallen, durch spöttische Kommentare oder sogar Hassorgien u.a. gegen Greta Thunberg.
    • Max Dick 04.02.2019 15:16
      Highlight Highlight Unterstützen ja, aber bitte nicht versuchen für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, wie das gewisse Kreise bereits versucht haben.
    • grünergutmensch 04.02.2019 16:13
      Highlight Highlight welche gewissen kreise?
    • Max Dick 04.02.2019 16:30
      Highlight Highlight Die Klassenkampf-Kameraden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hattori_Hanzo 04.02.2019 14:54
    Highlight Highlight Kimastreik (Titel)? :D (muss nicht veröffentlicht werden)
    • Simone M. 04.02.2019 15:22
      Highlight Highlight Ist behoben! (Und offenbar auch veröffentlicht :-))
    • Mietzekatze 04.02.2019 15:26
      Highlight Highlight häää?

Für alle Skeptiker: Diese 6 neuen Grafiken zeigen die Klimaerwärmung

In der Arktis wüten derzeit aufgrund einer aussergewöhnlichen Hitzewelle die grössten Brände der Welt – auf einer Fläche von insgesamt mehr als 100'000 Hektaren. In der nördlichsten dauerhaft bewohnten Siedlung der Erde, dem nordkanadischen Alert, das weniger als 900 Kilometer vom Nordpol entfernt liegt, wurden am Sonntag 21 Grad Celsius gemessen. Die Durchschnittstemperatur für Juli liegt gewöhnlicherweise bei 3.4 Grad.

Auch die Schweizer Bauern jammern über die Folgen der Wetterextreme: Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel