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watson-Reporterin Rafaela Roth verhüllt sich für einen Niqab-Selbstversuch in Lugano. bild: watson

Burkaverbot: «Wir sehen nicht den Menschen, sondern nur noch das Kleid»

Wie kann es sein, dass wir uns vor Tüchern fürchten? 

Vor 142 Jahren schrieb der Schweizer Dichter Gottfried Keller eine Novelle, die Schüler an unseren Schulen bis heute für die Abschlussprüfung büffeln müssen: «Kleider machen Leute» aus der Sammlung «Die Leute von Seldwyla».

Darin kommt das arme Schneiderlein Wenzel Strapinski in eine fremde Stadt namens Goldach und wird aufgrund seiner schönen Kleidung für einen polnischen Grafen gehalten. Wenzel spielt mit und obwohl der Schneidergeselle später als Hochstapler entlarvt wird, bekennt sich die Tochter des angesehenen Bürgermeisters doch zu ihrer gemeinsamen Liebe. 



Mit der Novelle zeigt Keller auf, wie einfach wir Menschen uns von Äusserlichkeiten blenden lassen. Das Burka-Experiment von watson zeigt vor allem eines: Wir sind immer noch die Leute von Seldwyla. 

Die Passanten im Tessin reagierten auf mich als Niqab-Trägerin mit bösen, verachtenden und angstvollen Blicken, aber auch mit Zischen und Beleidigungen. Diese galten dem Kleid, nicht der Frau, die darin steckte, denn diesen Menschen kannte ja niemand. Es war der Niqab, um den die Menschen einen weiten Bogen machten und vor dem sie ihre Handtaschen versteckten. Er wurde als Bedrohung wahrgenommen, als wäre er selbst ein Sprengstoffgürtel. 

Wir sehen nicht den Menschen, sondern nur noch das Kleid. Die traditionellen arabischen Kleidungsstücke wurden dermassen politisch missbraucht, feministisch instrumentalisiert und medial aufgeladen, dass wir uns heute davor fürchten. Denn Burkas und Niqabs kommen in unseren Breitengraden kaum vor, trotzdem füllen diese Kleidungsstücke unsere Zeitungen und im Tessin jetzt auch das Gesetz und die To-do-Liste der Kantonspolizisten. 

Alice Schwarzer sieht im Niqab die unterdrückte Frau, die SVP sieht in ihm die textilgewordene Bedrohung des Abendlandes und die Medien springen auf in Debatten, die sich dann «Kopftuch-», «Edelweiss-», oder «Handschlag»-Debatten nennen.

Am wenigsten helfen diese Diskussionen und Verbote den Frauen selber, die, aus welchen religiösen, persönlichen oder familiären Gründen auch immer, eine Burka oder einen Niqab tragen wollen. Sollen sie lieber zu Hause bleiben, als sich in ihrem Gewand zu zeigen? 

Müssten sie nicht selber entscheiden dürfen, was sie anziehen wollen? Ist Kleidung nicht eine höchst private Angelegenheit, die eigentlich niemanden was angeht? Schon gar nicht den Staat? 

Der deutsche Schriftsteller Othmar Cappelmann hat den durch Keller berühmt gewordenen Spruch Jahrzehnte später um einen Zusatz ergänzt: «Kleider machen Leute – aber sie machen nicht den Menschen.»

Das sollten wir bei aller Sorge nicht vergessen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Barsukas 05.08.2016 07:58
    Highlight Highlight Ich denke es ist der Sinn dieser Kleidung, den Menschen eben gerade nicht zu sehen. Ihn zum Ding zu machen.
  • MonImago 06.07.2016 15:02
    Highlight Highlight Ja, da kann ich doch nichts dafür, wenn ich Mühe damit habe den Menschen hinter der Burka zu sehen. Äh, ist das nicht gewollt so? Das ist ja das frauenverachtende daran.
    • Mietzekatze 06.07.2016 16:22
      Highlight Highlight Wenn die Frau aber genau das will? Sich vor deinen (oder wem auch immer) Blicken schützen.. Verachtet sie sich dann selbst? Ich für mich persönlich möchte nicht so unterwegs sein! Aber wie kann sich Vatter Staat das Recht nehmen zu entscheiden wie ich mich anzuziehen habe?? DAS ist nämlich Frauenverachtung! Denn die Selbstbestimmung ist noch immer eines unserer grundlegendsten Rechte!
    • MonImago 07.07.2016 18:43
      Highlight Highlight Eine Freundin von mir ist im Iran aufgewachsen und wurde mehrmals von Sittenwächtern festgenommen, weil sie nicht ganz den Kleidervorschriften entsprochen hat. War nicht schön für sie.
      Heute, sagt sie, sei sie froh in einem Land zu leben, in dem sie in diesem Masse selbstbestimmt leben kann. Mit freiwillig wäre ich vorsichtig. Natürlich gibt es das und trotzdem finde ich ein Verbot richtig. Wir dürfen für unsere Kultur einstehen. Warum haben wir Angst davor? Ich glaube, dass ein Verbot ein starkes Zeichen ist. Für die Rechte der Frauen haben wir in der Schweiz lange gekämpft.
  • Citation Needed 06.07.2016 10:22
    Highlight Highlight Es geht ja nicht um Sicherheit oder Sichtbarkeit, das sind Nebenschauplätze. Burkaverbote und dergleichen dienen doch nur der kulturellen Abgrenzung, zum Schutz hiesiger Sitten gegen den Islam, heisst es. Und dafür pfuschen wir mit Füdli-Verboten in unsere Grundrechte? Dabei sind gerade die Grundfreiheiten unsere wichtigste kulturelle Errungenschaft! Und die versauen wir mit Vorgaben über einige cm Tuch? Wer regelt und überwacht jede Kleinigkeit? Unterdrückerische, dogmatische Regimes tun das. Denen gleichen wir uns an mit so kleingeistigen Verboten, statt dass wir auf unsere Stärken setzen.
    • Judge Dredd 06.07.2016 11:51
      Highlight Highlight Und was ist mit der Errungenschaft der Gleichberechtigung der Geschlechter? Können sie sich vorstellen, dass es Leute gibt, die dieses Verbot befürworten um die Frau als freies Induviduum zu schützen? Ob es der richtige Weg ist, kann ich nicht sagen, genau so wenig wie ich sagen kann, dass es richtig ist, wenn einige wenige! fundamentalistische Muslime die Schwächen unserer freiheitlichen liberalen Gesellschaft für ihre Zwecke ausnutzen und wir nichts dagegen tun.
    • Citation Needed 06.07.2016 19:16
      Highlight Highlight Wenn ein paar wenige die Freiheiten ausnützen, sollten wir sie erst recht nicht für alle aufkünden, inklusive uns selbst.

      Gleichberechtigung gerne! Aber solang ich nicht einwandfrei feststellen kann, dass eine Frau zur Burka gezwungen wird, werd ich ihr die auch nicht gewaltsam ausziehen. Zudem wird sie sich nicht autonom und frei fühlen, wenn ich sie dazu zwinge.

      Mit der Frauenbefreiung ist es sowieso verflixt. Was zählt ist zunächst die Gleichberechtigung vor dem Gesetz. Recht auf Bildung, Wahlrecht... Zwangsehe, Beschneidung: verboten, gut so! Die Burka ist hingegen ein Scheingefecht.
    • Citation Needed 06.07.2016 19:27
      Highlight Highlight Treffendes Zitat, Zeit online, 2010: "Hinter der Burka steckt ein Denken, das nicht zu unseren Vorstellungen von Menschenrechten passt. Doch Denken können wir nicht verbieten. Es ist leicht, die Burka zu verbieten, doch ist es reine Symbolik. Für die Rechte der Frauen ist damit gar nichts erreicht. Eine unterdrückte Frau bleibt auch ohne Schleier eine unterdrückte Frau."
      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-07/burka-verbot-frankreich/komplettansicht
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  • tipsi 06.07.2016 10:18
    Highlight Highlight Liebe Watson Leser
    Auch wenn ihr bei einer Frau, die einen Niqab oder eine Burka trägt, nur den Stoff seht, darunter steckt ein Mensch. Diese Frauen haben eine Stimme, eine Meinung, einen Charakter und eine Geschichte. Ich habe Mühe damit, wenn den Frauen jegliche Persönlichkeit abgesprochen wird. Bevor ich nicht mit einer verhüllten Frau gesprochen habe, werde ich mir kein Vorurteil bilden.
    • äti 06.07.2016 11:44
      Highlight Highlight Okay, und woher weisst du das es eine Frau ist?
    • Phipsli 06.07.2016 13:58
      Highlight Highlight Frauen die eine Burka tragen dürfen nicht laut in der Öffentlichkeit sprechen, da kein Fremder die Stimme einer Frau hören soll.. wenn du als fremde Person eine Burka Trägerin versuchst anzusprechen wirst du wohl nicht viel Erfolg haben... dazu kommt wenn du das als Mann versuchen solltest kann das für die Frau sehr schlimme Konsequenzen haben...
    • Kommentareschreiber 06.07.2016 14:26
      Highlight Highlight Würden Sie sich eventuell eine Meinung bilden, über Personen, die völlig nackt durch die Strassen ziehen? Auch solche Menschen haben eine Persönlichkeit, wenn auch eine aus der Sicht einer Zivilgesellschaft, ziemlich 'komische'. Zum öffentlichen Ärger sein ist aber nicht erlaubt (in diesem Fall auch nur eine [Nicht-]Kleidervorschrift.) Also nichts neues unter der Sonne, wenn man den Niqab hier verbietet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 06.07.2016 09:40
    Highlight Highlight Ich habe kein Problem mit Kopftüchern. Es ist nicht lange her, da waren Kopftücher auch für christliche Frauen ein wichtiges Modeaccessior. Es ist deshalb ein Affentheater, wenn Verbote von Kopftüchern erzwängt werden sollen.

    Aber: Ich habe etwas gegen Vermummung! Und zwar gegen jegliche Form davon. Sei es das Tragen von Burkas, oder seien dies vermummte Demonstranten oder Chaoten.

    So sehr ich den islamischen Glauben akzeptiere: In einem christlichen Land sind es die Muslime, die sich anpassen müssen. Nicht umgekehrt. Verschleierung gehört sich hier nicht! Und Frauen sind gleichberechtigt!
    • Louie König 06.07.2016 13:40
      Highlight Highlight Ja, Frauen sind gleichberechtigt! Sie sind verdammt noch mal berechtigt dazu, sich zu verschleiern, wenn sie das WOLLEN!
    • Louie König 06.07.2016 15:06
      Highlight Highlight @JohnW: Vergleichst du gerade ein religiöses Buch mit einer Hetzschrift? Ernsthaft? Und auf was beziehst du dich eigentlich? Hast du den Koran und Mein Kampf gelesen?
    • Bruno Wüthrich 06.07.2016 15:36
      Highlight Highlight Ich habe weder das Eine noch das Andere gelesen. Muss ich auch nicht. Ich bin für ein generelles Vermummungsverbot (mit ein paar Ausnahmen, z.B. Fasnacht). Da gehört für mich die Burka dazu.

      Weshalb muss mich in der Schweiz interessieren, dass offenbar der Koran selbst unter Muslimen völlig unterschiedlich interpretiert wird?

      Mich stört empfindlich, dass wir damals die Minarette verboten haben (ich stimmte damals dagegen). Da haben wir einen Riesenbock geschossen. Ich finde auch die Islamhetze gewisser Kreise völlig daneben. Aber die totale Verschleierung von Menschen geht für mich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • eskimolimon 06.07.2016 00:14
    Highlight Highlight Ganzkörper- bzw. Gesichtsschleiern sind in gewissen Länder an bestimmten Orten des öffentlichen Raums aus Sicherheitsgründe verboten. Egal welche Motivation dahinter steckt (Religion, Mode oder sonst was). Dass Unwohlsein der Menschen in der Nähe einer Person ohne Gesicht ist absolut verständlich und hat nichts mit Intoleranz oder Diskriminierung zu tun.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 01:15
      Highlight Highlight Das Burkaverbot im Tessin ist nicht wegen überwiegenden Sicherheitsinteressen zustande gekommen, eskimolimon.

      Es stimmt, dass Unwohlsein eine normale und verständliche Reaktion auf Fremdes ist. Das alleine wäre noch kein Zeichen für eine intolerante Haltung.

      Wenn man aber das Fremde zwingt, gleich wie selber zu sein, dann ist das intolerant und unanständig.

      Wenn man das Fremde, nur wegen dessen Fremdheit, von vornherein als Unhöflich und gar Unwert verurteilt ("kein Mensch zu sehen"=wird vermutlich ein Insekt sein?), dann ist das ein klares Zeichen von Intoleranz, Rassismus und Apartheid.
    • eskimolimon 06.07.2016 02:07
      Highlight Highlight Du drehst die Geschichte wieder in Richtung Fremdefeindlichkeit. Hast du gelesen was ich geschrieben habe??? Nicht Fremde machen Angst sondern Menschen mit verdecktem Gesicht ok? Auch wenn es mein Vater wäre mit einem Tuch auf dem Kopf auf einem Bänkli im Flughafen würde ich es als unheimlich empfinden, kapiert?
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 21:59
      Highlight Highlight Kapiert, eskimolimon.

      Andere Leute haben Angst vor Spinnen, oder sie fühlen sich unwohl in Liftkabinen. Es gibt vielerlei Ängste. Jedem das seine. Kann vorkommen. Ist meist eigentlich ganz normal. Aber hin und wieder artet es aus. Gibt auch psychisch Gestörte.

      Wenn's derartig ausartet, dass die Ängste des einen die Freiheiten und Rechte des anderen beschneiden, dann ist dem einen wohl dringend ein Gang zum Arzt und den Besuch einer Therapie zu empfehlen.

      Paranoide Leute stellen nämlich eine ernstzunehmde Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.

      Darum ging's dir doch, oder?
  • Herr Hasler 06.07.2016 00:09
    Highlight Highlight Richtig, wir sehen den Menschen nicht. Nur das Kleid. Wir wollen aber den Menschen sehen und da zählen in unserem Kulturkreis die Frauen nunmal dazu.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 06.07.2016 01:50
      Highlight Highlight Was siehst du denn in der Burka, Herr Hasler? Macht die Burka unsichtbar?

      Was stellst du dir vor, steckt in der Burka? Ein Alien? Ein Tier? Ein Roboter?

      Ist es nicht etwas unhöflich, einem Menschen zu sagen, er sei keiner?

      Wenn eine Burkaträgerin vor dir steht, siehst du dann nichts? Siehst du nicht eine Frau, die in der Burka vor dir steht?

      Ich kann dich auch nicht sehen. Bist du deswegen kein Mensch?

      Was ist denn so schwierig für dich zu erkennen, dass in der Burka eine Frau ist?
    • Heiner Schmidt 06.07.2016 08:15
      Highlight Highlight Sehr gut geschrieben. Danke. Ja "Patron" ich bin nicht sicher ob hinter der Burka eine Frau steckt. Vielleicht haben Sie ja den "Röntgenblick" . Akzeptiert doch endlich, dass wir hier keine Burkas wollen - Ihr supertoleranten Typen.
    • Citation Needed 06.07.2016 09:54
      Highlight Highlight Heiner Schmidt: dann sagt uns doch endlich, warum ihr keine Burkas wollt! Sicherheitsgründe? Ein Sprengstoffgürtel passt auch unter einen Anzug. Zudem verübten auch schon Frauen Selbstmordattentate. Das kann es ja nicht sein! Die Sichtbarkeit? Ich finde nicht, dass wir hier in der CH besonders fleissig per Mimik und Blickkontakt kommunizieren, sind eher reserviert und zurückhaltend (was total ok ist). Warum also sollten gerade wir ein Gesetz brauchen, das Gesichter freilegt, wenn wir eh kaum hingucken?
      Schwache Scheinargumente! Also raus damit, worum geht es beim Burkaverbot wirklich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • legis 05.07.2016 21:42
    Highlight Highlight Sooo, jetzt darf mal jeder, der für ein Burkaverbot ist, schön brav hier schreiben, wieviele Frauen er im Leben gesehen hat, die eine Burka tragen (schweizweit selbstverständlich!).
    Ich gehe davon aus, dass das bei den meisten nicht mehr als 5 waren!
    Deshalb: Das Verbot wäre die Sinnbefreitheit par excellence! Das stifted nichts als Unruhe in der Gesellschaft und spielt rechten Hetzgruppierungen (SVP) aber sowas von in die Hände!
    Für mich gibt es einfach keine pro-Argumente zum Verbot, da kein Problem vorhanden ist, Punkt!!!
    • legis 05.07.2016 23:08
      Highlight Highlight Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb ich dafür oder dagegen argumentieren soll! Mein einziges Argument ist und wird bleiben, dass hier aus weniger als einer Mücke ein übernatürlich riesiges Mammut herbeiprojeziert wird!
      Keiner von euch beiden ist übrigens meiner Aufforderung nachgekommen. Bitte nachholen! Bei mir warens glaub 3 komplett verschleierte Frauen.
      @galaxy: danke für diese Richtigstellung, wir sind hier doch nicht bei den Lemmings!
      Nur weil 80% sich an anscheinend “gar nichts“ stören, muss das doch nicht richtig sein! Ich bitte dich SeKu!!
    • Gantii 06.07.2016 07:17
      Highlight Highlight der staat hat in der thematik kleidung NICHTS zu suchen. das ist privatsache.
    • Judge Dredd 06.07.2016 08:55
      Highlight Highlight @Gantii
      Gesetze haben unsere Kleidervorlieben, wenn diese zu extrem waren, schon immer eingeschränkt. Wer zum Beispiel am Liebsten im Adams / Eva Kostüm durch die Welt gehen würde, dem ist das auch nicht erlaubt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Judge Dredd 05.07.2016 21:18
    Highlight Highlight An all jene die hier beteuern: "lasst die Leute anziehen was sie wollen, verbietet es ihnen nicht!" Euch möchte ich sagen, genau darum geht es! Diese Frauen haben eben nicht die Freiheit zu entscheiden was sie anziehen wollen, auch wenn wir das gerne glauben würden. Nicht wie Rafaela Roth die ihre Burka / Niqab nach ein paar Stunden wieder ausziehen kann und als freie empanzipierte Frau durchs leben gehen kann. Diese Verschleierung ist ein Zeichen der Unterdrückung und der Unfreiheit.
    Apropos Freiheit, mann schätzt sie wohl erst, wenn sie nicht mehr da ist:
    Play Icon
  • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 20:26
    Highlight Highlight An alle Leute, die hinter der Burka keinen Menschen sehen können, ein paar Fragen:

    1. Wäre es nicht eure eigene Schwäche (eine Art Blindheit), wenn ihr etwas nicht sehen könnt? Wäre das nicht eigentlich euer Problem?

    2. Warum schiebt ihr anderen für eure Unfähigkeit die Schuld in die Schuhe?

    3. Was zum Teufel stellt ihr euch denn vor, was hinter der Burka sei? Ein Alien? Ein Tier? Ein Roboter?

    4. Was ist für euch so schwer an der Vorstellung, dass hinter der Burka ein Mensch ist?

    5. Könnte es auch sein, dass eure Unfähigkeit etwas mit eurem Unwillen und eurer Intoleranz zu tun hat?
    • D(r)ummer 06.07.2016 08:58
      Highlight Highlight Ich versuchs mal^^: 1. Nun ja, Röntgenblick habe ich nicht. Anhand der Form kann ich erkennen dass da ein Mensch sein muss.
      2. Welche Unfähigkeit? Ich kenne ein paar Ägypter die mir versichert haben, dass im Koran (in der meistverbreiteten Ausführung) NICHTS von "Gesicht bedecken" steht. Also liegt die Unfähigkeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen, eher bei dir.
      3. Beantwortet bei Punkt 1. Ein Mensch der sich nicht zeigen darf aus Gründen.
      4. Wir sind es uns hier in Europa gewohnt, dass das Individuum gegenüber zu betrachten ist. IST halt einfach so sorry, dass wir hier Gewohnheiten haben
  • sheshe 05.07.2016 20:19
    Highlight Highlight Und da es ja jetzt gerade passt:

    Kol sana wenta tayeeb! Eid Mubarak!!!
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 20:36
      Highlight Highlight Danke! <3
  • fandustic 05.07.2016 17:04
    Highlight Highlight "Sollen sie lieber zu Hause bleiben, als sich in ihrem Gewand zu zeigen?"

    Wo wäre da der Unterschied?

    Made my day!
    • http://bit.ly/2mQDTjX 05.07.2016 20:40
      Highlight Highlight fandustic: was nützt dir ein Ferrari, wenn der nur in der Garage steht, weil du ihn nicht öffentlich zeigen darfst?

      Etwas Stoff zeigen ist allgemein üblich auf den Boulevards weltweit. Zu Hause geht das nicht gut.

      Alles klar?
  • Asmodeus 05.07.2016 14:43
    Highlight Highlight Watson Kommentare in a Nutshell leider.

    Sobald etwas muslimisch ist wird es attackiert und noch mit der hahnebüchensten "Erklärung" wird es verteidigt.

    Der Ursprung der Burka und des Niqab sind es einen Schutz vor Sonnenstich und der Hitze zu bieten. Ähnlich wie der indische Sari oder der Tagelmust der Tuareg.

    Einige Länder und radikale Anhänger des Islam haben das ganze pervertiert, aber genauso pervers ist der Hass der von einigen Leuten seit Monaten/Jahren hier zelebriert wird.

    Im Namen der Freiheit und der Individualität soll gefälligst alles verboten werden das anders ist. Mollmoll
    Benutzer Bild
    • Stachanowist 05.07.2016 17:32
      Highlight Highlight Ok, zwei Fragen zu deiner Theorie der Geburt der Burka aus dem Geiste des UV-Schutzes.

      1. Warum kommen Männer nicht in den Genuss dieses Sonnenschutzes?

      2. Warum brauchte es von Mohammeds Wirken bis zum erstmaligen Auftreten der Burka Mitte des 19. Jahrhunderts 1100 Jahre? Gab es in der muslimischen Welt einen Fachkräftemangel im UV-Bereich?
    • Judge Dredd 05.07.2016 20:14
      Highlight Highlight "Der Ursprung der Burka und des Niqab sind es einen Schutz vor Sonnenstich und der Hitze zu bieten."
      Wenn die Kleidung wirklich nur Mittel zum Zweck wäre, so könnte man sie in der Schweiz getrost weglassen... solch unerträgliche Hitze haben wir bei uns wirklich nicht. Jemand der nahe am Polarkreis wohnt zieht sich in unseren Breitegraden auch anders an als bei minus 20 Grad
  • ConcernedCitizen 05.07.2016 14:22
    Highlight Highlight Flächendeckendes Niqab-Tragen ist auch in Saudiarabien ein relativ neues Phänomen. Bis in die 1970er war das ganze viel liberaler. Googelt mal alte Photos aus der Region. Sich hier auf "Kultur" oder "Tradition" zu berufen ist nicht ganz korrekt.
    • Menel 05.07.2016 20:27
      Highlight Highlight Wer hats verbockt, genau, der Westen...

      Iranische Studenten in den 60ern:
      Benutzer Bild
    • tipsi 06.07.2016 10:04
      Highlight Highlight Danke Menel. Hat mich daran erinnert wieder mal das Buch von Shirin Ebadi zu lesen. Eines der besten Bücher. Bin seither Fan von ihr. Tolle, starke, intelligente, mutige Frau, egal mit oder ohne Kopfbedeckung, sie ist die selbe.
  • Phipsli 05.07.2016 13:46
    Highlight Highlight Wenn es einen sogenannten Gott gibt, der solch wunderschöne Wesen wie die Frauen erschaffen hat, dann soll der gleiche Gott sich wünschen das diese Wesen verhüllt werden..? Macht überhaupt keinen Sinn.
  • Verdi Nichi 05.07.2016 13:45
    Highlight Highlight Es ist ja so: ich möchte das Gesicht meines Gegenübers sehen! Auch maskierte Leute, Clowns usw. habe ich nicht gern.
    Das Gegenüber möchte ich SEHEN! Sorry, wenn jemanden denkt, das sei Rassistisch, ist aber nicht so gemeint, von den meisten Leuten wenigstens...
    • Ratchet 05.07.2016 15:02
      Highlight Highlight Und Burkaträger wollen nicht gesehen werden. Es ist kein Menschenrecht, jemanden sehen zu dürfen, die Freiheit, das zu tragen was man will aber schon. Ich fühle mich genau so unwohl, wenn ich vermummte Menschen sehe, einen Verbot finde ich ungerecht. Die Vorliebe der Mehrheit soll nicht über die Freiheit des einzelnen entscheiden. Sonst hätte ja eine Bikini Zwang Initiative noch Recht gute Chancen.
    • der Mann 05.07.2016 15:13
      Highlight Highlight Jep stimme dir bei, diese Kosmetiktussenmag ich auch nicht!
    • Hexentanz 05.07.2016 16:44
      Highlight Highlight Stimme da Rhabarber ausnahmsweise zu! :D Bzw. Verdi Nichi. Mol
    Weitere Antworten anzeigen
  • Verdi Nichi 05.07.2016 13:43
    Highlight Highlight Hallo... Es ist ja so: ich möchte das Gesicht sehen! Auch Clowns, maskierte Leute usw. sehe ich nicht gern. Ich möchte wissen, wer vor mir läuft oder wer mich anspricht!
  • Bijouxly 05.07.2016 13:17
    Highlight Highlight Ich musste lachen bei dem Titel. Das ist ja der Sinn der Burka: das man eben genau den Menschen bzw die Frau nicht sieht. Es ist nicht nur ein Kleidungsstück, denn es hat den einzigen Zweck zu verhüllen und nicht "zu kleiden".
  • emc2 05.07.2016 13:07
    Highlight Highlight Ich würde hier besser zwischen Kleidung und Verhüllung unterscheiden. Es ist das letztere, was zu Diskussion steht.
  • claydermann 05.07.2016 12:58
    Highlight Highlight wie wärs wenn statt der zigfachen wiederholung derselben langweiligen (rhetorischen) fragen mal was neues kommen würde? wieso werfen sie nicht mal in den raum, inwiefern religion überhaupt noch platz haben soll im öffentlichen raum? ich empfinde es immer irgendwie als aggressiven akt, wenn ich mit relgiösen gewändern konfrontiert bin. egal welcher art. es trennt. schlimm genug, dass sich die kinder aus (streng) religösem umfeld nur selten emanzipieren können. das ist doch die tragödie. ich plädiere für ein konsequentes zurückdrängen des religösen ins private. hopp hopp. religionsfreiheit 2.0.
  • roger_dodger 05.07.2016 12:57
    Highlight Highlight Sobald in den Ländern wo Frauen gezwungen den Niqab zu tragen erlaubt wird sich ohne diesen öffentlich zu bewegen bin ich für die Aufhebung des Verbots, vorher nicht! Toleranz gilt immer auf beide Seiten.
    • Cardea 05.07.2016 23:25
      Highlight Highlight Ja und eine Seite muss imer auch mal den Anfang machen. Aber daran scheitert unsere Politik ja regelmässig..
  • Utopiot 05.07.2016 12:52
    Highlight Highlight Ich sehe, viele von euch meinen es mit dem Verbot eigentlich nur gut. Aber wer seit ihr, um euch auf diese Weise einzumischen und über das Leben dieser Frauen zu bestimmen? Das ist für mich einfach paradox: Auf einen Zwang mit einem "besseren" Zwang zu reagieren.
    • Phipsli 05.07.2016 14:32
      Highlight Highlight Ist es nicht auch ein Einmischen wenn unsere Gepflogenheiten ignoriert werden..
  • Zynikus 05.07.2016 12:43
    Highlight Highlight Wie hat der Australische Minister das so schön gesagt. Es ist ein freies Land hier. Sie können hier meist viel mehr tun als in anderen Länder. Es steht jedem aber auch frei zu woanders hinzugehen dem es hier nicht gefällt. Unsere westliche freie Körper Kultur können bzw sollten wir auch nicht als Grundrecht in einem islamischen Land ausleben. Das ist Respekt und Integration. Wer meint er müsse Burka, Sharia etc hier ausleben soll die Koffer packen und in ein entsprechendes Land auswandern.
    • DemitdeclevereKomentär 05.07.2016 13:35
      Highlight Highlight Warum müssen wir immer nach dem "was wir bei denen nicht dürfen, dürfen die hier auch nicht" Kindergarten-Schema leben?


      Die Schweiz als ein modernes Land kann ein Beispiel setzen was die Weltoffenheit betrifft. Dazu gehört auch Verschleierung (ich rede von freiwilligen), Perücken und sonstiges Zeugs dass man anziehen will.
    • Zynikus 05.07.2016 14:38
      Highlight Highlight Weil es die meisten Einwohner hier nicht mögen und es als störend empfinden so funktioniert ein Rechtsstaat und DAS muss jede andere Kultur respektieren oder eine Abstimmung lancieren und die Mehrheit erreichen. Wer das nicht kann packt am besten seine Koffer in ein Land seiner Wahl.
  • Der Beukelark 05.07.2016 12:34
    Highlight Highlight Sorry aber du nervst mich sogar als Linker. Leute die Burkas tragen sind streng religiös und in meinen Augen keinen Deut besser als christliche Fundamentalisten und Faschisten im Allgemeinen. Du trittst hier für Leute ein, für die du als offene und emanzipierte Frau einen Dreck wert bist. Völlig falsche Tolleranz. Berichte doch mal über die Weltanschauungen von Burkaträgerinnen und Befürwortern, wenn du schon allen vorwirfst die Frauen dahinter nicht zu kennen. Befrage sie zu unseren liberalen westlichen Werten, anstatt nur populistisch für die Burka zu schreiben.
    • Der Beukelark 05.07.2016 13:44
      Highlight Highlight Themenvorschläge: Homosexualität, Adoptionsrecht für Schwule, Freie Wahl des Ehepartners, Ehen zwischen unterschiedlichen Religionen, Wertung von Christen, Juden und Atheisten, Frauenrechte, Abtreibungsrecht, Trennung von Kirche und Staat, Einstellung zu Rechtsstaatlichkeit, und und und... ich bin gespannt.
    • Hexentanz 05.07.2016 16:47
      Highlight Highlight Touche!!
    • Judge Dredd 05.07.2016 20:29
      Highlight Highlight Der Beukelark, danke für deinen Post. Genau darum geht es, diese falsche Toleranz dem intoleranten gegenüber!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 05.07.2016 12:32
    Highlight Highlight Die Bekleidung ist mir eigentlich egal. Hinter einer Burka ist aber ein Mensch mit starken religiösen Ansichten. Diese Ansichten kollidieren im Alltag mit meinen Ansichten.
  • Herbert Anneler 05.07.2016 12:32
    Highlight Highlight Sehr viele kluge Überlegungen von Rafaela Roth und der mir sehr sympathische Versuch, Brücken abzubauen. Ein Gedanke muss jedoch noch angebracht werden: Unser Gesicht macht jeden Mensch einmalig und unverwechselbar und ist damit die Quelle unserer Würde. Das Gesicht zu verhüllen, ist ein Akt der Entmenschlichung - das Individuum verschwindet und ist nur noch Gattungswesen. Daher z.B. auch das Verbinden der Augen oder das Verhüllen des Gesichtes von Todeskandidaten. So gesehen ist der Niqab eben mehr als nur das Tragen eines Tuches übers Gesicht. Das Gesicht ist Teil unserer eigenen Identität.
  • Der Tom 05.07.2016 12:27
    Highlight Highlight Komplett verhüllen ist schlicht unanständig und respektlos. Geht primär gar nicht um freiheit von Frauen oder Religion. Wie soll man den Menschen sehen wenn er komplett verhüllt ist?
  • Matthias Studer 05.07.2016 12:21
    Highlight Highlight Jedes Kleidungsstück sagt was aus. Meistens ist es auch gewollt, warum man dieses und nicht das andere Stück auswählt. Mit Kleidung versucht man immer andere aufmerksam zu machen, was man ist, gedenkt zu sein und wie man wirken will. Die meisten ziehen sich für ein Gothic-Konzert anders an als für ein Timberlake.
    Ist es denn so fraglich warum man etwas in eine Burka interpretiert?
    Die meisten Menschen wissen sehr wenig über die Kultur eines anderen Volkes. Sie nehmen das auf, was die Gesellschaft (auch Medien) darüber berichten. Ich kann da niemanden einen Vorwurf machen.
  • Luca Brasi 05.07.2016 12:07
    Highlight Highlight Ich persönlich finde, dass jeder die Kleider in seiner Freizeit anziehen darf, die er will und finde ein Kleiderverbot generell nicht zielführend. Aber die Tessiner Passanten haben genauso das Recht die Kleidung nicht toll zu finden. Es gilt noch immer Meinungsfreiheit in diesem Land. Ich werde meine Meinung auch weiterhin kundtun, wenn jemand mit Springerstiefeln mit weissen Bändeln, Bomberjacke und Thor Steinar-Shirt herumläuft.
    • goschi 05.07.2016 12:35
      Highlight Highlight Beleidigungen werden nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt
    • Luca Brasi 05.07.2016 13:23
      Highlight Highlight Ok, stimmt. Diejenigen Tessiner, die beleidigt haben, die sind nicht zu entschuldigen. Aber man darf durchaus den Kopf schütteln, die Augen verdrehen oder sagen, dass man die Kleidung nicht toll findet. Und jeder hat auch das Recht dorthin zu sitzen, wo sie wollen. Wenn sie nicht neben einer Vollverschleierten sitzen wollen, ist das deren gutes Recht.
    • Fly Baby 05.07.2016 14:46
      Highlight Highlight Jawohl! Es ist mein "gutes Recht", wenn ein Schwarzer im Zug neben mir Platz nimmt, aufzustehen und mir einen anderen Platz zu suchen. So viel "Schweizer gutes Recht" hätte ich Ihnen nicht zugetraut, Herr Brasi.
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  • Amaranth17 05.07.2016 12:05
    Highlight Highlight Es läuft für mich wie so häufig auf eine berechtigte Frage hinaus, die ich selbst nicht abschliessend beantworten kann: Soll Toleranz Intoleranz tolerieren?

    Die Schweiz ist liberal eingestellt und respektiert (oder akzeptiert zumindest) verschiedenste Kulturen und Strömungen sowie deren Erscheinungsbild im Alltag. Heisst das aber auch, dass wir alles akzeptieren müssen, selbst, wenn es der liberalen Idee zuwiderläuft oder gar abträglich ist?

    Gehört zwar nicht hierhin, finde ich aber eine ähnliche Problematik: Was tun, wenn in einer Demokratie die Mehrheit für deren Abschaffung stimmt?
  • DemitdeclevereKomentär 05.07.2016 11:51
    Highlight Highlight Leben und leben lassen.
    mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
    • goschi 05.07.2016 12:37
      Highlight Highlight Durch das Verbot des Kleidungsstückes wird die Unterdrückung aber nicht beseitigt, sie wird nur verlagert und allenfalls, durch Einschränkung der Möglichkeiten für die Frauen gar gesteigert.

      Ein Verbot oder Anfeindungen sind (wie so oft) hier keine Hebel die eine gute Wirkung erzielen, da muss man gänzlich anders ansetzen, wenn man das Problem ernsthaft angehen will.
    • Citation Needed 05.07.2016 12:40
      Highlight Highlight Seku: die Frauenbefreier werden leider nur aktiv, wenn es um Musliminnen geht. Als Jasmin Hutter (SVP) nach Geburt ihres Kindes alle Ämter abgab um daheim zu bleiben (ihre freie Wahl..) kam auch niemand auf die Idee, ihr die Fesseln zu lösen. Denn: sie hatte selbst so entschieden. Woher weiss ich, dass eine Burkaträgerin gezwungen wurde? Kann sein, dass sie das Ding tragen will. Zudem: das Tessiner Verbot wurde nicht mit der Befreiung aus der Unterdrückung begründet, sondern mit mehr Sicherheit, soweit ich mich erinnere...
    • Utopiot 05.07.2016 12:47
      Highlight Highlight @SeKu

      Die sind nicht total von der Öffentlichkeit ausgeschlossen, die verkehren einfach nur in ihren eigenen Kreisen, was ist so falsch daran? Machen ganz viele andere Leute doch auch.
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  • Franziska Riesen 05.07.2016 11:39
    Highlight Highlight Mich stört die Burka eigentlich nicht, jeder soll anziehen können, was er möchte. Was mich viel mehr stört, ist die Tatsache, dass sich die Frauen nicht anpassen können, wo es nötig ist. Wie zum Beispiel Besuch Schwimmbad, oder wenn es darum geht die Kinder in den Schwimmunterricht zu schicken, etc. Anpassung an unsere Regeln, ist das Mindeste, was sein sollte.
  • Utopiot 05.07.2016 11:37
    Highlight Highlight Wieso wird auf den Muslimen eigentlich ständig rumgehackt und auf den Juden nicht? "Integrieren" sich die etwa? Störrt doch auch keinen? Was für eine Doppelmoral...
    • Baccara 05.07.2016 12:38
      Highlight Highlight Lediglich bei den ultraorthodoxen jüdischen Frauen ist es brauch, eine Perücke zu tragen. Stört mich das jetzt, so als Frau? Nein. Hingegen fühle ich mich durch Anwesende in Burka oder Niqab extrem gestört - ob sie es 'freiwillig' tragen (weils der Glaube vorschreibt, so freiwillig ist das für mich nicht) oder nicht, tut dabei gar nichts zur Sache.
    • DemitdeclevereKomentär 05.07.2016 13:30
      Highlight Highlight @Utopiot:

      Gebe ich dir vollkommen recht.
      Ich arbeite neben einer Jüdischen Bank - die angestellten sprechen ohne Ausnahme Hebräisch - stört mich persönlich überhaupt nicht und bis jetzt auch kein anderer. Wäre es aber Arabisch, würden viele Leute anderst reagieren, da bin ich mir sicher.
    • Stachanowist 05.07.2016 14:13
      Highlight Highlight @ geshitstormt

      Es gibt in der Schweiz 20'000 Juden und ca. 400'000 Muslime. Wenn es nicht vierzigmal mehr Muslime als Juden gäbe, wäre die Reaktion vielleicht auch eine andere.
  • Mate 05.07.2016 11:30
    Highlight Highlight Aber ist es wirklich die Wahl der Frau? Selbst wenn sie es freiwillig macht, ist es wegen der religiöse Hirnwäsche. Wie verwirrt muss man sein, wenn man denkt, dass im Bettlaken herumlaufen für Freiheit steht. http://, da
    • Blitzer, achtung! 05.07.2016 11:57
      Highlight Highlight Ich staune, dass muslimische Männer nicht stolz auf ihre meist schönen Frauen sind und sie als Menschen so belassen wie sie sind! ALS EINE FRAU leben lassen und nicht als ein Gespengst.
    • j0nas 05.07.2016 13:37
      Highlight Highlight Im Hypertext Transfer Protocol?
    • sheshe 05.07.2016 14:13
      Highlight Highlight Die Männer laufen ja auch in Bettlaken herum...
  • Stachanowist 05.07.2016 11:24
    Highlight Highlight Burka und Niqab sind nicht einfach "Kleidungsstücke", sondern dazu designt, Frauen aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. Ist das so schwer zu sehen?

    Bin immer wieder überrascht, mit wieviel Herzblut sich viele für dieses misogyne Textil engagieren. Ob dem wohl auch so wäre, wenn sich die ICF-Frauen in Gesichtsschleier hüllten? Ich habe da meine Zweifel.
  • Entenmann 05.07.2016 11:06
    Highlight Highlight "Müssten sie nicht selber entscheiden dürfen, was sie anziehen wollen? Ist Kleidung nicht eine höchst private Angelegenheit, die eigentlich niemanden was angeht? Schon gar nicht den Staat?"

    Über Sinn und Unsinn eines Verbots kann man streiten. Wer sich maskiert und versteckt, darf jedoch nicht erwarten, dass andere Personen offen und freundlich reagieren.
    • Der Tom 05.07.2016 13:23
      Highlight Highlight Also gehen sie davon aus, dass die das alle freiwillig tragen? Also alles ganz private Angelegenheit der Frauen?
    • Entenmann 05.07.2016 14:32
      Highlight Highlight Keineswegs, das ist ein Zitat aus dem Kommentar von Frau Roth.
  • desdemona 05.07.2016 11:05
    Highlight Highlight Als weibliche, selbstbewusste, junge, in der Selbstwahrnehmung aufgeklärte Schweizerin lehne ich die Unterdrückung von Frauen ab, irritiert mich eine komplette Verhüllung intuitiv und vertete ich die Werte des demokratischen Rechtstaates.

    Deshalb empfinde ich ein maximal diskriminierendes, generelles Kleidungsverbot - als reiner Auswuchs einer um sich greifenden islamophoben Hetze - für eine (winzige Menge) von Frauen als Armutszeugnis für eine vermeintlich liberale Schweiz.
  • Citation Needed 05.07.2016 11:05
    Highlight Highlight Als Nora Illi mal im Ziischtigsclub auftrat um über die Frau im Islam zu debattieren titelte der Tagi am nächsen Tag treffend "Das sprechende Tuch". Ich finde Kopftuch, Hijab, etc. problemlos, bedeckte Gesichter und komplett verhüllte Gestalten hingegen sozial hinderlich. Ich schau den Leuten gern ins Gesicht.
    Rafaela Roth hat aber recht: diese Stoffstücke haben längst Symbolcharakter, wir reden nicht mehr über gestörte nonverbale Kommunikation via Mimik o. äh. Schon Kopftücher, also Kopfbedeckungen mit freiem Gesicht, werden ablehnend beäugt, wenn sie denn islamisch sind.
    • Toerpe Zwerg 05.07.2016 12:42
      Highlight Highlight Das ist Projektion.
    • Citation Needed 05.07.2016 13:17
      Highlight Highlight Führen Sie das doch weiter aus.
    • Citation Needed 06.07.2016 09:44
      Highlight Highlight Da bisher keine Ausführung folgte, here my 5 Cent: Projektion kann vieles sein und ist an sich ja nicht nur schlecht, Liebe soll ja auch eine Projektion sein.. Darum hätte ich gern gewusst, welche Teile meiner Comments Sie nun als Projektion empfinden. Dass ich entgegen meiner Überzeugung, dass Grundfreiheiten nicht tangiert werden sollten froh bin, wenn ein Gegenüber das Gesicht zeigt (dies aber nie per Gesetz einfordern würde)? Oder dass ich den Verbotsbefürwortern ihre Argumente nicht abnehme, weil die mich schlicht nicht überzeugen?
      Könnte ja auch sein, dass Sie projizieren, Herr Zwerg.
  • Scaros_2 05.07.2016 11:05
    Highlight Highlight Ja richtig! Es reduziert den Mensch auf das Kleid und mehr nicht. Ich will aber nicht mit einem Kleid reden sondern mit einem Menschen. Ich will wissen wem ich gegenüber stehe, ich will wissen was seine Mimik und Gestik aussagt. All das kann ich bei solch einem Gewand nicht sehen. Aus diesen Gründen reise ich nie in arabische Länder ausser es ist Beruflich pflicht (und dann nach verweigerungstaktik) und im Gegenzug verlang ich wenn die Leute hier sind sich unseren Gepflogenheiten anpassen. Religion ist eine Ausrede die nichts zu suchen hat in einer globalen, öffentlichen Welt!
  • Anker 05.07.2016 11:02
    Highlight Highlight wow!! ein riesengrosses Kompliment Rafaela!! Hab selten einen solch erkenntnisreichen Artikel gelesen,weiter so Rafaela, weiter so Watson, dies ist der richtige Schritt in eine gemeinsame Zukunft!! Hintergründe erkennen und nicht Oberflächlichkeiten reproduzieren... ;-)
    • Toerpe Zwerg 05.07.2016 12:42
      Highlight Highlight Hintergrund in diesem Textlein?
    • D(r)ummer 05.07.2016 12:47
      Highlight Highlight Moment^^: "Hintergründe erkennen und nicht Oberflächlichkeiten reproduzieren... " Bissle verkehrt ausgedrückt im Zusammenhang mit dem Artikel ;-)
  • Micha Moser 05.07.2016 11:00
    Highlight Highlight Ich glaube kaum das man Angst davor hat, es passt einfach nicht in usere sehr offenherzige Gesellschaft. Natürlich ist das erstmal nicht schlimm, aber ich glaube die Blicke die man damit einfängt sind gegeben.
    • sheshe 05.07.2016 12:15
      Highlight Highlight Schau mal in die Kommentare und sag noch einmal, dass unsere Gesellschaft "sehr offenherzig" ist!
    • Asmodeus 05.07.2016 16:07
      Highlight Highlight @sheshe
      Das ist das Perverse am Ganzen.

      Diese Leute beschweren sich hier darüber, dass ihre Meinung zensiert würde und dass man sie als Nazis beschimpfe, während sie gleichzeitig anderen Leuten ihre Klamotten verbieten wollen und Muslime gesamthaft als Terroristen oder zumindest Sympathisanten bezeichnen.
  • Joely Tafanalo 05.07.2016 10:56
    Highlight Highlight Liebe Rafaela - Es geht doch einzig um die VERMUMMUNG und nicht wieso und woher. Und jede Vermummung hat zum Ziel den MENSCHEN zu verbergen, nicht zu sehen. Die ganzen Bemühungen um Verständnis sind fast herzig...
    • Citation Needed 05.07.2016 12:08
      Highlight Highlight Joely, darum geht es gerade nicht. Beim Niquab könnte man es noch glauben, aber es beginnt ja schon bei Kopftüchern. Chemo-Opfer mit Kopftuch werden ja auch nicht so feindselig gemustert wie eine Frau mit ähnlich verbergender islamischer Kopfbedeckung. Eine Bekannte trug lange Kopftuch (Gesicht frei und kenntlich, lange Bluse, Jeans) und wurde hasserfüllt begafft, teils sogar bespuckt. Da war aber keine Vermummung. Fast schon herzig, wie Du an die Vermummungsgeschichte glauben willst, als ob Kopftücher kein Symbol für den Islam, ergo rote Tücher für Islamkritiker wären..
    • Toerpe Zwerg 05.07.2016 12:44
      Highlight Highlight Sie projizieren.
    • Citation Needed 05.07.2016 13:26
      Highlight Highlight Safran: Ich reagiere auf Joely Tafanalo's Aussage, es gehe nicht um irgendeine Symbolik, sondern darum, ob etwas verborgen sei oder nicht. Demnach müsste ja eine Muslima, die ihr Gesicht zeigt, nicht angefeindet werden, denn es ist nichts verborgen. Weil Musliminnen aber auch mit sichtbarem Gesicht angefeindet werden, schliesse ich darauf, dass das Argument des Vermummens/Verbergens falsch ist.
      Den Artikel hab ich schon gelesen, danke. ;-)
  • azoui 05.07.2016 10:49
    Highlight Highlight Raphaela "Wir sehen nicht den Menschen, sondern nur noch das Kleid"
    Damit ist eigentlich alles gesagt, den Rest hättest Du weglassen können.

    "Am wenigsten helfen diese Diskussionen und Verbote den Frauen selber"
    Den Frauen ist auch nicht geholfen, wenn sie im TI in diesem schwarzen Ding rum laufen dürfen.
  • BigE 05.07.2016 10:43
    Highlight Highlight Was an einer Burka "tradirionell arabisch" sein soll, erschliesst sich mir nicht. Erkundigen Sie sich doch erstmals über traditionelle Kleidung. "Fundamentalistisch religiöse" Kleidung trifft es wohl eher. Und genau da liegt das Problem! An den Fundis im Islam - gäbe es die nicht, gäbe es auch keine Burkas auf europäischen Strassen!
    Ich kann mich nohh sehr gut an den Artikel erinnern, in dem von Frauen die Rede war, die als erstes, als der IS aus dem Gebiet gejagt wurde, die Burka weg warfen und eine Zigarette rauchten. Burka IST Unterdrückung. Ein Kafka ist es nicht! Man merke den Unterschied
  • Toerpe Zwerg 05.07.2016 10:42
    Highlight Highlight Die Verhüllung des Gesichts macht Begegnung mit dem Menschen hinter dem Kleid unmöglich. Genau das ist die Funktion der Komplettverhüllung. Die Keller Analogie ist deshalb unglücklich. In diesem Fall macht das Kleid keine "Leute". Es macht Gestalten.
    • desdemona 05.07.2016 11:21
      Highlight Highlight Weil eine Begegnung rein über den visuellen Sinn möglich ist?
    • Toerpe Zwerg 05.07.2016 12:32
      Highlight Highlight Freude, Trauer, Ärger ... die Menschen drücken sich über das Gesicht aus und wir sind darauf programmiert, Gesichtsausdrücke zu lesen. Sich mit jemandem unterhalten, der das Gesicht verhüllt? Nein, sorry, null Bock. Schleier weg und Menschsein.
  • Chris K. 05.07.2016 10:40
    Highlight Highlight Wenn der Mensch, die Frau darunter so wichtig ist, warum muss sie sich dann unter der Kleidung verstecken. Warum zeigt sie sich nicht? Das Verbot geht meiner Meinung nach in Ordnung, es geht schliesslich auch um die öffentlich Sicherheit bzw. die Feststellung der Identität. Eine Identifikation bei Verbrechen aller Art ist schlicht nicht möglich unter einem Niqab.
    • Utopiot 05.07.2016 11:35
      Highlight Highlight Um nicht identifiziert werden zu können, reicht auch schwarze Kleidung, eine Sonnebrille und ein Schal ;) Das ist öffentliche "Pseudo-Sicherheit", denkst du echt dieser Burkaverbot verhindert irgendetwas? So wie der Verbot von Cannabis die Kiffer am Gras rauchen hindert? *IronyOff*
    • Neokrat 05.07.2016 12:45
      Highlight Highlight @Utopiot
      Und weil Impfungen nicht immer zu 100% schützen sollte man sich nicht mehr impfen?

      Verhüllte stellen eine Sicherheitsproblem da.
  • Blutgruppe 05.07.2016 10:34
    Highlight Highlight Manchmal müssen gewisse soziale, religiöse oder kulturelle Änderungen gesetzlich herbeigeführt werden.
  • René Obi 05.07.2016 10:33
    Highlight Highlight Stimmt. In einem Niqap sehe ich definitiv nicht den Menschen. Wie auch.

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