Schweiz
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ARCHIV -- ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNGEN VOM SONNTAG, 23. SEPTEMBER 2018, UEBER DIE FAIR FOOD INITITAVE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Verschiedene Huehner der Rassen British Araucana, Marans, Araucana und Legbar von Ruedi Schaerer verweilen im zuercherischen Huetten, aufgenommen am Dienstag, 27. Maerz 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)....Various chicken of the breeds British Araucana, Marans, Araucana and Legbar of chicken farmer Ruedi Schaerer walk in the enclosure in Huetten Zurich, Switzerland, on Tuesday, March 27 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

In uns steckt eine seltsame Sehnsucht nach dem landwirtschaftlichen Idyll. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie

Trotz anfänglich grosser Sympathie sind die beiden Agrarinitiativen klar gescheitert. Wenn wir wirklich eine «bessere» Landwirtschaft wollen, müssen wir unser Konsumverhalten überdenken, im Laden und in der Beiz.



Erst sah es nach einer Sensation aus. Dann nach einer Überraschung. Am Ende war es Business as usual: Die Volksinitiative «für Ernährungssouveränität» und die Fair-Food-Initiative wurden klar abgelehnt. Ungewöhnlich ist höchstens die Deutlichkeit des Meinungsumschwungs. In den ersten Umfragen waren die Agrarinitiativen auf Ja-Anteile von 70 Prozent und mehr gekommen.

Offensichtlich existiert in der Schweizer Bevölkerung ein tief sitzendes Unbehagen über die Landwirtschaftspolitik. Allerdings nicht tief genug, um die Sorgen über das eigene Portemonnaie zu verdrängen. Vermutlich hat primär die Angst vor höheren Preisen zum Umdenken geführt. Die grosse Ausnahme ist die Romandie, wo bäuerliche Anliegen beträchtliche Sympathie geniessen. In Jura, Neuenburg, Genf und Waadt wurden die Initiativen teils deutlich angenommen.

Video: watson/Lya Saxer, Angelina Graf

Dabei gibt es genug Gründe, warum die Ablehnung der beiden Initiativen gerechtfertigt ist. Das gilt besonders für die Ernährungssouveränität. Das Volksbegehren der Bauerngewerkschaft Uniterre erinnerte mit der Forderung nach gerechten Preisen oder einer Mengensteuerung an die glücklicherweise überwundene Planwirtschaft von einst. Durchschaubar war auch der Versuch, das Stimmvolk mit einem Gentechverbot zu ködern.

Berechtigtes Anliegen

Mit der Fair-Food-Initiative der Grünen hingegen können sich viele grundsätzlich identifizieren. Ihr Anliegen, dass Lebensmittel «umwelt- und ressourcenschonend, tierfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden», ist berechtigt. Allerdings verhielten sich die Initianten taktisch ungeschickt, etwa indem sie einräumten, dass die Preise steigen könnten. Oder ihre Forderung relativierten, dass importierte Lebensmittel «Schweizer Standards» entsprechen sollten.

Der Weg zu fair und nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln führt ohnehin nicht über den Stimmzettel, sondern den Kassenzettel. Wir können beim Einkaufen nach Bio- und Fair-Trade-Erzeugnissen greifen. Oder beim auswärts Essen darauf achten, woher das Restaurant seine Produkte bezieht und unter welchen Umständen sie hergestellt wurden.

Schwindende Biodiversität

Das Nein zu Fair Food deutet darauf hin, dass dieser Weg noch ziemlich weit ist. Die Bauern können dazu beitragen, indem sie das Angebot an qualitativ hochwertigen und vielfältigen Produkten weiter ausbauen. Das geschieht nicht, indem man das Rad der Zeit zurückdreht. Vielmehr muss die insgesamt bewährte Reformpolitik der letzten Jahrzehnte weitergeführt werden.

Was nicht heisst, dass in der Schweizer Landwirtschaft alles perfekt läuft. Obwohl die Bauern vermehrt Direktzahlungen für den ökologischen Ausgleich erhalten, schwindet die Biodiversität rapide. Auf dieses Problem aber hatten die gescheiterten Agrarinitiativen höchstens am Rand eine Antwort. Die Trinkwasser- und die Pestizid-Initiative sind als Druckmittel besser geeignet.

Der Bauer in uns

Bleibt die Frage, warum die beiden Initiativen in den ersten Umfragen so positiv bewertet wurden. Die oft erwähnte Sorge um die Qualität unserer Ernährung spielt kaum die zentrale Rolle. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass die Sehnsucht nach einer scheinbar unverfälschten ländlichen Idylle umso grösser ist, je mehr das Schweizer Mittelland zersiedelt und zubetoniert wird.

«In uns allen steckt ein Bauer», sagte der frühere Aargauer Regierungs- und Ständerat Thomas Pfisterer (FDP) mir gegenüber schon vor vielen Jahren. Als Jurist und ehemaliger Bundesrichter hatte er keine sehr enge Beziehung zur Landwirtschaft. Die Schweiz, ein Volk der virtuellen Hirtenknaben und -mädchen? Es wäre eine seltsame und bizarre Ironie, denn wirklich so leben wollen die wenigsten von uns. Und den heutigen Bauern ist damit sicher nicht geholfen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chili5000 24.09.2018 11:21
    Highlight Highlight Ich habe grösste Mühe damit noch mehr Geld für Bio-Produkte auszugeben. Die Marge der Lebensmittelhändler ist bei diesen Produkten überdurchschnittlich hoch. Bio Produkte beim Bauern einkaufen ist die einzige Lösung. Es ist absurd was für Preise für gewisse Produkte verlangt werden. Die Bauern sehen davon nicht viel...
    • Geophage 24.09.2018 15:34
      Highlight Highlight @Chili5000

      Obwohl Bio zumeisst auch fair produziert wird, bedeutet es nicht, dass fair auch bio ist. Eind grundsätzliches Missverständnis befürchte ich.
  • Geophage 24.09.2018 02:32
    Highlight Highlight Eine Gesellschaft, die heute 1/3 der Nahrungsmittel einfach wegwerfen kann, soll nicht in der Lage sein alle zu ernähren, wenn es etwas teurer wird? Wir wurden gerade mächtig verarscht.

    http://foodwaste.ch/was-ist-food-waste/
    • Sommersprosse 24.09.2018 09:18
      Highlight Highlight 👏🏻👏🏻👏🏻

      Oldie but goldie:
      Benutzer Bild
  • Geophage 24.09.2018 02:18
    Highlight Highlight Wisst ihr eigentlich wie extrem Produkte aus der EU subventioniert werden, oder unter welchen Bedingungen Produkte hergestellt werden, die nicht subventioniert sind? Die Natur wird uns für dieses System einmal hart bestrafen. Ihr wolltet es so.
    • dan2016 24.09.2018 11:37
      Highlight Highlight ja, weniger extrem als die schweizerirschen Produkte. Und sowohl schweizerische als auch EU-Produkte werden nicht unter einheitlichen Bedingungen hergestellt. Und Bauernbrot. Dein Ton ist - einmal mehr - ich und ein paar andere SCHWEIZERBauern - gegen den Rest der Welt. Wir arbeiten hart, die anderen nicht, wir sind die guten, die anderen, sofern sie uns mehr Kohle nachwerfen, dürfen auch zu den Guten kommen. Damit kann man/Du letztendlich keinen Blumentopf gewinnen.
    • Geophage 24.09.2018 15:32
      Highlight Highlight @dan2016

      Wo habe ich gesagt, dass andere nicht hart arbeiten? Alternativ zu den Subventionen könnte man die Bauern weltweit einfach fair bezahlen. Das schweizer Stimmvolk war aber dagegen. Wir hätten die Mittel, aber wir wollen nicht, es sollen gefälligst die damit beginnen denen die Mittel fehlen.
      Play Icon
  • Geophage 23.09.2018 22:16
    Highlight Highlight Schön, dass ihr euch jetzt amtlich verbrieft nicht ändern müsst.
  • Scooby doo 23.09.2018 22:13
    Highlight Highlight Der typische schweizer meckert, wenn die milch 30 rp. teurer wird, kauft sich aber jedes 2te jahr ein ei-phone für über tausend stutz..... Komische welt in der wir leben.....
  • Vinnie 23.09.2018 21:20
    Highlight Highlight Fair Food war für mich nein da es etwas ist was die ganze EU oder Welt entscheiden muss. Mit der Schweizer alleine führt das nur zu krasser Bürokratie. Bei der anderen war es das „btw, verbot von GMO lol“.
    • Snowy 23.09.2018 21:30
      Highlight Highlight Dieses Argument hinkt...

      Könnte wir auch mit co2 etc Einsparen aufhören- ist global gesehen ein Tropfen auf den heissen Stein
    • rodolofo 24.09.2018 19:19
      Highlight Highlight Wer immer zuerst abwartet, um zu beobachten, wohin die meisten Andern hin gehen, um ihnen dann zu ihrem Ziel zu folgen, der wird letztlich immer im "Ballermann"landen...
      Viel Spass beim Besäufnis und beim Kotzen!
      Zum Glück gibt es Bio-Fair/Trade-PionierInnen, die nicht warten wollen, bis der träge Bauernverband und der Giftmischer-Unfair-Trade-Freihandel ihnen das Okay gibt.
      Sie wollen und machen es JETZT!
      Darum ist der Anfang gemacht, ähnlich wie bei den Erneuerbaren Energien.
      Die Methoden, das Know How und die Technologie sind da.
      Wir brauchen sie nur noch vermehrt anwenden!
  • rodolofo 23.09.2018 20:46
    Highlight Highlight Zwei Lehren können wir aus der klaren Ablehnung beider Agrar-Initiativen durch das Schweizer Stimmvolk ziehen:
    Die Zeit für das "Bioland Schweiz" ist (noch) nicht reif.
    Die meisten KonsumentInnen glauben immer noch, dass sie von billigen Lebensmitteln profitieren können.
    Dabei steigen die Krankenkassen-Prämien, und die Krebs-Erkrankungen könnten mit Pestizid-Rückständen und chemischen Konservierungsmitteln in Lebensmitteln zusammenhängen...
    Rot-Grün kann sich das Unterschriftensammeln für Initiativen von jetzt an sparen.
    Und die Umfragen-Institute sollten keine Fragen mehr stellen!
  • NurEineMeinung 23.09.2018 20:13
    Highlight Highlight Nein, unsere Liebe zu den Bauern endet nicht beim Portemonnaie, sie endet bei der Bevormundung durch den Staat und das ist gut so!
    • Geophage 24.09.2018 07:43
      Highlight Highlight Was bis auf Gänsestopfleber könnte nicht auch fair produziert werden? Wir hätten genau gar nicht verloren, aber die Welt viel gewonnen. Es gäbe keine Vorbilder, wenn sich alle Menschen gleich verhielten.
  • MediaEye 23.09.2018 16:42
    Highlight Highlight Ich hatte ja durchaus Sympathie fuer die Fairfood-Initiative, aber keinerlei Verstaendnis fuer die Bauern-Fundies aus der Westschweiz!
    Die war einzig und allein gegen JSA und seine Plaene gerichtet!
    Da nun aber der BR die AHV "erhoht" und zwar um Fr. 10 fuer Minimum und Fr 20 fuer Maximum, anstatt umgekehrt, sollte sich jeder BIO leisten koennen (Ironie )
    Nein zum Teufel; die Wertschoepfungskette muss veraendert werden; d.h der Bauer erhaelt etwas mehr, und die Grosisten etwas weniger, so profitiert auch mal wieder der Konsument !!!
    • Caturix⸮ 23.09.2018 19:49
      Highlight Highlight Ja ja Bauern Fundies. Die Schweizer Bauern werden untergehen in den nächsten Jahren, die die überleben werden immer mehr auf Quantität anstatt Qualität setzten. So ist der Schweizer glücklich wenn er immer weniger Geld fürs Essen ausgibt und dafür mehr Geld für ein Schrott Smartphone hat oder anderen unötigen Mist.
  • Whatif... 23.09.2018 16:41
    Highlight Highlight Im Titel die Ablehnung der Initiativen auf einen Punkt zu reduzieren ist zu einfach und völlig unkritisch betrachtet!
  • Simsalam Shrimbam 23.09.2018 16:30
    Highlight Highlight Ich denke die Initiativen und Abstimmung sollte uns auch zum Nachdenken über den eigenen Konsum anregen. Könnte ich ein Schwein, Kalb, Rind oder Huhn selbst töten um es dann zu essen? Auch dann wenn ich es selbst aufgezogen habe? Würde ich nicht mehr ganz so frisches Brot oder Gemüse auch wegwerfen wenn ich es selber gemacht oder geerntet hätte und wüsste was für eine Arbeit dahinter steckt?
    Ich glaube die Produktion oder das Schlachten ist heute zu weit vom Konsumenten entfernt als dass ein nachhaltiger Konsum stattfinden kann.
    Was denkt Ihr darüber?
  • na ja 23.09.2018 16:13
    Highlight Highlight Juhuuu, ab sofort dürfen wir hier in der CH auch so produzieren, wie im Ausland. Die Stimmbürger wollen ja billig, Geiz ist ja geil!
    • Skip Bo 23.09.2018 16:39
      Highlight Highlight Nein, wir werden weiterhin nach CH Richtlinien produzieren und weiterhin werden diese Produkte mit Produkten aus tieferen Standards verglichen. Wir werden hier weiterhin regelmässig die höheren Preise für Produkte mit höheren CH Produktionskosten rechtfertigen müssen.
      Courant normal.
    • na ja 23.09.2018 17:00
      Highlight Highlight Leider ist und bleibts so...
  • Sandra72 23.09.2018 16:08
    Highlight Highlight Ich habe drei Jahre in einem coop pronto gearbeitet. Büezer, Arbeitslose und Mütter mit Kindern kamen täglich in den Laden kauften Zigaretten, Bier und RedBull - nicht billig. Wieviele billige Artikel aus allen Hetrenländern werden gekauft - und grosse Teile landen im Müll? Wenn ich mir mit meinem KV-Lohn Schweizer BIO Produkte kaufe, kaufe ich bewusst ein. Da ich sehr wohl weiss, dass mein Einkaufsbudget für meine dreiköpfige Familie Fr. 150.-- in der Woche ist. Ich schaffe zu diesem Preis Regional, zum Teil BIO und Gesund einzukaufen. Schade wurde diese Initiative abgelehnt.
  • Alnothur 23.09.2018 15:57
    Highlight Highlight "Der Weg zu fair und nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln führt ohnehin nicht über den Stimmzettel, sondern den Kassenzettel."

    DANKE!
    • Geophage 24.09.2018 07:48
      Highlight Highlight @Alnothur


      Für diesen Kassenzettel wurden keine Tiere gequält und keine Böden zu Brachland gemacht.
  • Der Kritiker 23.09.2018 15:19
    Highlight Highlight Eine bessere Landwirtschaft gibt's nicht durch eine Marktabschottung resp. einer Bevorzugung der inländischen Produzenten. Denselben Trugschluss fasste auch Trump und dir europäische Union mit ihren Zöllen auf Stahlprodukten. Diese 15% sorgen nur dafür, dass sich die Produzenten nicht optimieren müssen. Die Qualität des US Stahls ist gemäss gewissen Experten nicht von ausserordentlicher Qualität. Jetzt können sie sogar noch schlechtere Qualität produzieren, um mit tieferen Kosten die Verluste der Vorjahre zu decken. Staatseingriffe sind selten gut!
  • Lami23 23.09.2018 15:15
    Highlight Highlight Die Liebe zur Umwelt leider auch...
  • MyPersonalSenf 23.09.2018 15:06
    Highlight Highlight Ich war dagegen! Und die Preise waren mir komplett egal! Ich bin gegen jede Art von Protektionismus und dazu bin ich es leid von den ach so Armen Bauern in der Schweiz ein gejammer zu hören! Entstamme selber einer grossen Bauernfamilie mit Hof und Hühnern und Kühen usw.. und Kenne dadurch auch viele weitere Bauern! Viele lamentieren oft (wie jeder Schweizer irgendwie), aber KEINEM geht es wirklich schlecht! Ich kanns nicht mehr hören..dazu war dies ein riesen Papiertiger von einer Initiative ohne konkreten und nützlichen Nutzen.. eher Woodstock-mässig..so und jetzt blitzt mich zu
    • pali2 23.09.2018 23:01
      Highlight Highlight Nein, du kriegst ein Herz. Bin vollkommen deiner Meinung.
    • Geophage 24.09.2018 07:51
      Highlight Highlight @MyPersonalSenf

      Und das ist ihr Grund, das wir uns weiter an der Verwüstung (im wahrsten Sinne des Wortes) anderer Länder beteiligen sollen? Brillant.
  • MaxHeiri 23.09.2018 14:52
    Highlight Highlight Es war ein unnötiger Papiertiger. Punkt. Schluss.
  • Markus97 23.09.2018 14:44
    Highlight Highlight Die Fair-Food Initiative habe ich angenommen. Die Initiative für Ernährungsouveränität jedoch nicht. Meiner Meinung nach ist Gen-Food zu unrecht verpönt. Dazu ein gutes Video von Kurzgesagt:
    Play Icon
  • Asmodeus 23.09.2018 14:42
    Highlight Highlight Ich habe beide Initiativen klar abgelehnt.

    Ich unterstütze einige der Forderungen. Aber ich weiss wie es ist, wenn man kaum Geld zum Überleben hat. Wenn sich dann Lebensmittel teilweise massiv verteuern bedeutet das für Menschen am oder unter dem Existenzminimum riesige Probleme.

    Ich werde nicht die Ärmsten der Schweiz für eine Ideologie unter den Bus werfen. Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.
    • poga 23.09.2018 15:28
      Highlight Highlight Bei mir war es eher die Planwirtschaft, die meine ablehnende Haltung hervor gebracht hat. Ich denke dass Initiativen dieser Art in Zukunft, einfach viel genauere Antworten geben müssen. Aber ich bin bei dir. Ich möchte nicht dass zum Beispiel 10% der arbeitenden Bevölkerung noch mit Essensmarken unterstützt werden muss.
    • Ökonometriker 23.09.2018 15:45
      Highlight Highlight Und die ärmsten in der Schweiz haben immer noch mehr als in vielen anderen Ländern. Wenn wir wirklich den Planeten retten wollen, müssen wir bessere Technologien erfinden um saubere, qualitativ hochwertige Lebensmittel billiger herzustellen. Die Welt endet nicht an der Landesgrenze.
    • leibea00 23.09.2018 16:25
      Highlight Highlight Genau das war das Problem, die Bauerlobby Inititaive wollte weitere Regularien um sich zu schützen, dies wurdenunter dem Deckmantel der Souveränität versucht durch zu beingen.
      Fairfood ist ansich ein gutes Anliegen, nur ist die Verfassung das falsche Instrument um das zu erreichen! In der Schweiz wird immer suggeriert, dass hier alles besser ist. Nur gibt es weltweit wesentlich nachhaltigere Produktiinsformen, wenn man da produziert wo die Natur alles dazu gibt.... aber das ist ja verpönt zu erwähnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 23.09.2018 14:35
    Highlight Highlight es wird doch immer mehr Bio und Max Havelaar gekauft? und diese Produkte sind ja teurer als normal produzierte Lebensmittel, daher kann ich den Titel nicht so nachvollziehen
    • Brunhilde 23.09.2018 15:13
      Highlight Highlight Ja. Freiwillig und nicht vom Staat indirekt verordnet. Das ist der Unterschied.
    • Lami23 23.09.2018 15:15
      Highlight Highlight Der Anteil ist nach wie vor klein, der Anstieg stagniert.
    • BoJack Horseman 23.09.2018 22:43
      Highlight Highlight was war wohl zuerst da? die nachfrage der konsumenten danach oder das premium positionieren von coop/migros vom biozeugs, da sie fette marge drauf haben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 23.09.2018 14:33
    Highlight Highlight Der zweitletzte Abschnitt trifft es denke ich sehr gut. Unabhängig vom konkreten Anliegen der beiden Initiative gibt es in meinen Augen in der Landwirtschaftspolitik eine unheillige Allianz zwischen Globalisierungs- (Blockade von Freihandel) und Technologiekritischen (Gentech) Linken und grundsätzlich konservativen Bauern, die sich um ihre Pfründer und Subventionen sorgen. Das Ergebniss ist ein zurück-zur-Scholle-Landwirtschaftsromantik und die Negation einer einfachen Tatsache: Lebensmittel sind wie alles das uns umgiebt Teil und Produkt weltweiter Warenketten und Isolation ist keine Lösung.

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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