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Konsum - Detailhandel

Obwohl Valora Verkauf stoppte – schon wieder Nazi-Magazin an Kiosk aufgetaucht

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Obwohl Valora den Verkauf stoppte – schon wieder Nazi-Magazin in Kiosk aufgetaucht

09.11.2017, 12:3809.11.2017, 13:10

Keine drei Wochen ist es her, dass Coop das Magazin «Schwerterträger» notfallmässig aus dem Zeitschriftenregal in der Filiale Letzipark entfernte. «Dieses Magazin gehört sicher nicht in unser Sortiment!», entschuldigte sich ein Sprecher in mehreren Medien, nachdem ein Kunde auf Twitter seinem Ärger über das «Nazimagazin» Luft gemacht hatte.

Anderswo wird das Heft, das auf seiner Titelseite einen Waffen-SS-Mann in Szene setzt, aber weiterhin verkauft, wie Twitter-User Christian Althaus feststellen musste: «Da will man Panini-Bilder für die Kinder kaufen und findet dieses Heft beim @kkiosk Schmiede Wiedikon. WTF!?»

Kioskbetreiberin Valora bestätigt auf Anfrage von watson, man habe die Zeitschrift in rund 50 von über 1000 Verkaufsstellen im Sortiment gehabt. «Mitte Oktober haben wir sofort veranlasst, dass der Verkauf umgehend gestoppt und alle Exemplare dieser Zeitschrift aus unseren Verkaufsstellen entfernt werden.» Das «Nachfassen bei der entsprechenden Verkaufsstelle» sei bereits im Gang.

Dass das Heft überhaupt in den Regalen landen konnte, erklären sowohl Valora als auch Coop mit einem externen Lieferanten, der die Kioske mit Zeitschriften versorgt.

Das Magazin «Schwerterträger» erscheint vierteljährlich. Es präsentiert regelmässig Offiziere aus dem Zweiten Weltkrieg im besten Licht.

(jbu)

Mit Liebe und Humor gegen Nazi-Schmierereien

Video: srf

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36 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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c_meier
09.11.2017 12:55registriert März 2015
Dieses Magazin ist sicher froh um die massive kostenlose Werbung inkl. Titelnennung und Abbildung der Titelseite bei Watson, 20 Minuten, Blick usw.
Ist das nötig?
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Ferienpraktiker
09.11.2017 13:06registriert Juni 2017
Aha...Schuld ist ein "externer" Lieferant. Hauptsache selber keine Fehler eingestehen.
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Lasmiranda
09.11.2017 14:55registriert September 2016
Das Problem ist meiner Meinung hier ein anderes. Anstatt einfach den Verkäufer darauf aufmerksam zu machen, dass etwas im Regal steht, das da nicht hingehört, wird lieber auf Twitter ein Theater veranstaltet in der Hoffnung auf ein paar Klicks und eine Welle der Empörung aka Shitstorm. Was wurde damit erreicht? Gratis Werbung für dieses Heft ohne Ende.
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