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«Wenn ein Lehrbeauftragter auf Tinder geht, begibt er sich auf Glatteis.» (Symbolbild) bild: shutterstock

Uni-Dozent in der Tinder-Falle: Ein Fall entfacht einen Sexismus-Streit an Schweizer Unis

Ein Lehrbeauftragter nimmt auf der Online-Dating-Plattform Kontakt mit einer Studentin auf. Darf er das?

08.09.18, 06:55 09.09.18, 06:14

Andreas Maurer / Schweiz am Wochenende



Eine Studentin entdeckt auf Tinder ein Profilbild, das sie stutzig macht. Sie begegnet auf der Online-Dating-Plattform einem Lehrbeauftragten, bei dem sie schon im Hörsaal sass. Aus Neugier stimmt sie einer Kontaktaufnahme zu. Auch er will mehr über die Frau auf dem Foto erfahren. Sie teilt ihm darauf mit, sie sei eine seiner Studentinnen. Sie hätte erwartet, dass er deshalb den Kontakt abbricht. Doch er schlägt vor, sich via Facebook weiter zu unterhalten. Nun beendet sie die Unterhaltung. Wie die Affäre ausgegangen wäre, bleibt ein Gedankenspiel. Dennoch hat die flüchtige Bekanntschaft an der Universität Fribourg Folgen.

Die Studentin erzählt die Episode ihrer Kollegin Nanina Studer, die für eine Studentenzeitschrift schreibt. Diese verfasst einen Kommentar mit dem Titel «Sex gegen Sechs?». Die Tinder-Aktivität des Lehrbeauftragten lasse sie daran zweifeln, dass alle Noten für akademische Leistungen vergeben würden. Man könne daraus auf ein Umfeld schliessen, in dem Lehrpersonen nach rechts oder links wischen könnten, um sich von den Studierenden die Schönsten auszusuchen.

Der kleine Kommentar hat eine grosse Wirkung. Der Fribourger Strafrechts- und Rechtsphilosophieprofessor Marcel Alexander Niggli verfasst eine dreiseitige Replik mit dem Titel «Moralischer Sexismus». In seinem Essay dreht er den Spiess um. Die Frau sei es, die ihre Gleichberechtigung infrage stelle, indem sie sich auf diese Weise als Opfer inszeniere. Wer einen besonderen Schutz für sich beanspruche, verliere damit den Status eines gleichwertigen Wesens. Diese Erkenntnis sei existenziell. «Es gibt keine Gleichberechtigung ohne Gleichverpflichtung. Freiheit ist nur ein anderes Wort für Verantwortung», belehrt der Professor die Studentin. Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts bleibe Sexismus, auch wenn dies moralisch begründet werde, meint er.

Seine Philosophie erklärt der Professor am Tinder-Beispiel. Wer Avancen selbst dort fürchte, wo er explizit dazu einlade, der lehne die Verantwortung für das eigene Verhalten ab. Und wer das tue, gehöre nicht unbedingt an eine Universität.

Niggli kritisiert, dass die Studentin nur thematisiere, was der Mann, nicht aber, was die Frau getan hat. Da eine Studentin alle ihre Dozenten kenne, während dies umgekehrt nicht der Fall sei, stellen sich für ihn folgende Fragen: «Warum bricht sie nicht ab, als sie ihn erkennt? Was genau muss er ihr gegenüber schliessen, wenn sie ihm eröffnet, sie sei seine Studentin? Dass sie eine Agente provocatrice sei?» In der Schlussfolgerung wird er ironisch: «Die moderne Frau darf heute auf die Suche nach Sex gehen, aber wenn sie ihn erhält, kann sie sich immer noch beklagen.»

The dating app Tinder on a smart phone photographed in Zurich, Switzerland, on November 13, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Dating App Tinder auf einem Smartphone, aufgenommen am 13. November 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Nicht immer eine gute Idee: Die Dating-App Tinder. Bild: KEYSTONE

Nanina Studer, die Journalistin der Studentenzeitschrift, reagiert entsetzt, als sie von Nigglis Replik erfährt. Auf Anfrage sagt sie: «Die moderne Frau darf heute nicht nur auf die Suche nach Sex gehen, sie tut es! Und sie beklagt sich auch nicht, wenn sie ihn erhält. Sie beklagt sich, wenn aus der Möglichkeit zum Geschlechtsverkehr eine unvorteilhafte Position entsteht.»

Studer macht ein Beispiel. Eine Kollegin habe einen Vortrag gehalten und dabei ein grosszügig ausgeschnittenes Top getragen, von dem sich der Blick des Professors nicht zu lösen schien. Die meisten Kommentare der Jungs hätten sich darum gedreht, dass sie eher eine gute Note für ihren Ausschnitt bekomme als für die Qualität ihres Vortrags. Daraus schliesst sie: «Solange eine Frau nicht zu hundert Prozent darauf zählen kann, dass ihre guten Noten mit ihrer Intelligenz assoziiert werden und nicht mit ihren körperlichen Vorzügen, brauchen wir die Unterstützung des Lehrkörpers.» Auch als Professor könne man Frauen unterstützen, ohne diese als ungleichwertig abzustempeln: «Wenn sich jedoch ein Lehrbeauftragter nicht daran stört, dass seine Tinder-Bekanntschaft eine seiner Studentinnen ist, wieso sollte es ihm nicht auch an der Universität egal sein?» Tinder gehöre mittlerweile zum realen Leben und sei nicht eine Seifenblase, die nur in einer App existiere.

Der grundlegende Unterschied der Argumentation der Studentin und des Professors liegt in der Machtfrage. Für sie bleibt das Machtgefälle auf Tinder bestehen. Für ihn wird es aufgehoben, da beide zuerst einem Kontakt zustimmen müssen. Sie hält eine Beziehung zwischen einer Studentin und einem Lehrbeauftragten grundsätzlich für unseriös. Er findet dies unproblematisch, solange die eine Person eines Paars der anderen keine Noten geben müsse. Sie findet es heikel, wenn diese Situation schon nur entstehen könnte. Die Frage ist, wo man die roten Linien zieht.

Wie ein Flirt in der Bibliothek

Ein Professor einer anderen Universität erzählt, wie er persönlich mit Tinder umgeht. «Als alleinstehender Mann lernt man Menschen heute auf diese Art kennen», sagt er. Es komme zwar tatsächlich vor, dass er auf Tinder Personen begegne, die er unterrichte. Das wisse er wegen der Grösse und Anonymität des Lehrbetriebs aber nur, wenn die Person ihm das sage. Wie man mit einer solchen Situation umgehe, müsse man von Fall zu Fall entscheiden. Den Kontakt stets sofort abzubrechen, empfände er als unhöflich. «Das wäre, wie wenn ich abblocken würde, wenn ich zum Beispiel in der Bibliothek angesprochen werde.» Denn auf Tinder gehe es nicht nur um das eine. Manche wollten die Chance nutzen, einen persönlichen Kontakt zu einem Professor zu haben, oder einfach nur reden.

Ein Artikel von

Niggli bestreitet auf Nachfrage, dass Sexismus an der Universität ein reales Problem sei. Kollegen hätten ihm schon vor 20 Jahren geraten, er solle die Bürotüre offenlassen, wenn er eine Besprechung mit einer Studentin habe. So könne er verhindern, dass ein falscher Verdacht entstünde. Er habe sich nie an den gut gemeinten Rat gehalten. Denn: «Zustände wie an US-Universitäten müssen wir bei uns verhindern. Sonst wird das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern zerstört.» In den letzten zwanzig Jahren habe er von keiner einzigen Beschwerde gehört wegen sexueller Belästigung.» Er wäre «sehr erstaunt», wenn eine Universität mit Zahlen belegen könnte, dass Sexismus auf dem Campus tatsächlich ein verbreitetes Problem sei.

Dass die Universitäten mittlerweile Gleichstellungsbüros eingerichtet und Anti-Sexismus-Kampagnen lanciert haben, hält Niggli für übertrieben. Er erklärt sich den Aktivismus so: «Das ist ein symbolischer Diskurs, der weniger auf einem tatsächlichen Problem basiert als auf medialer Berichterstattung.»

Diese Herren und Damen sind übrigens auch auf Tinder

Jeremy Stephenson, Integritätsbeauftragter der Universität Basel und ehemaliger Basler Strafgerichtspräsident, hat Nigglis Essay gelesen. Er bezeichnet die Überlegungen als «hochinteressant». Er teilt die Einschätzung, dass die Studentin etwas zu einem Problem mache, das eigentlich keines sei. Ein Problem entstünde erst, wenn der Lehrbeauftragte psychischen oder physischen Druck auf die Studentin ausüben würde. Doch das habe er offenbar nicht getan. «In der aktuellen Sexismus-Debatte neigen wir leider dazu, alle möglichen Lebensbereiche zu problematisieren», sagt er. Als Beispiel nennt er die Diskussion um den Sommerhit «079» der Berner Musiker Lo & Leduc: «Wenn dieser Song sexistisch sein soll, dürften wir die meisten Rock-’n’-Roll-Hits nicht mehr hören. Sogar auf Schlager müssten wir verzichten.»

Dennoch sagt Stephenson: «Wenn ein Lehrbeauftragter auf Tinder geht, begibt er sich auf Glatteis.» Der Freiburger Dozent habe aus seiner Sicht zwar nichts falsch gemacht. Dennoch würde er ihm davon abraten, sich so zu verhalten. «Die Sexismus-Debatte bringt viele Männer in eine heikle Situation», meint er. Man müsse Problemen – auch wenn es nur vermeintliche seien – aus dem Weg gehen.

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105Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • einkritischer 09.09.2018 12:53
    Highlight Hat sie Schulstunden bei Monica Lewinsky genmommen, um bekannt zu werden?
    Ein zweifelhafter Entscheid so bekannt werden zu wollen, auch wenn sie wahrscheinlich keine Stunden bei $Monica genommen hatte... ;-(
    14 0 Melden
  • kliby 09.09.2018 10:26
    Highlight In ein paar Jahren wird es so (lächerlich) sein, wie diese Journalistin in den NYTimes schildert. In New York gilt die "Nur-ja-heißt-ja"-Gesetzgebung, nach der jeder Partner (was faktisch heißt: jeder Mann) vor jeder neuen sexuellen Berührung die (enthusisastische) Einverständnis des anderen einholen muss, wenn er nicht in den Knast wandern will.

    https://www.nytimes.com/2018/09/07/style/modern-love-he-asked-permission-to-touch-but-not-to-ghost.html

    Ich muss ganz ehrlich sagen: bevor wir sowas Perverses in der Schweiz auch erhalten, wähle ich jede Partei, die sich gegen Feminismus engagiert.
    34 3 Melden
    • Macke 09.09.2018 13:34
      Highlight Lieber Kliby, du möchtest also sexuellen Kontakt ohne Einverständnis oder was meinst du mit deinem Kommentar? Man kann das Einverständnis auch nonverbal geben. Ich weiss nicht, wie dein Sex ist, gehe aber zu deinen Gunsten davon aus, dass du darauf achtest, dass dein Gegenüber nicht reglos daliegt und alles über sich ergehen lässt.
      0 45 Melden
    • kliby 09.09.2018 13:49
      Highlight liebe macke, wenn du all den schweizern unterstellen willst, dass sie - die glücklicherweise nicht diese extremistische und diskriminierende form der einseitigen einwilligung praktizieren - alle sex ohne einverständnis beider seiten haben, ist das sehr anmassend.

      passt aber wunderbar in die feministische märchenerzählung, dass alle männer potentielle vergewaltiger seien. oder dass männer müll seien.
      19 2 Melden
    • Greet 09.09.2018 13:56
      Highlight Macke, das Einverständnis muss explizit und ausgesprochen sein. Nonverbales Einverständnis reicht nicht.
      10 1 Melden
    • Macke 09.09.2018 20:49
      Highlight @Kliby/greet: Doch, nonverbales Einverständnis gilt juristisch, auch in Schweden, by the way. Vielleicht solltet ihr zuerst recherchieren, bevor ihr solchen Stuss zusammenschreibt.
      @Kliby: Ich nehme an, dass du bei einem Feierabendbier erst fragst, was die Person trinken möchte und nicht einfach so ein Weissbier für die andere Person bestellst, oder? Weshalb ist es dir beim Sex egal, ob es ok ist, was du machst? Denn genau das besagt der Slogan 'nur Ja ist Ja'.
      1 13 Melden
    • kliby 09.09.2018 22:36
      Highlight macke, finde es etwas peinlich, wie du mir andauernd unterstellen willst, nur weil ich dieses extremistische feministische gesetz ablehne, sei ich ein irgendwie schuldig, gar ein vergewaltiger.

      da du aber generell ein sehr verächtliches männerbild vertrittst, nehme ich nicht an, dass du mich persönlich beleidigen wolltest. es ist einfach die klassische feministische rethorik, in der männer mit freuden als müll hingestellt werden.
      0 0 Melden
  • dan2016 09.09.2018 08:05
    Highlight Angenommen, der Dozent hätte abgebrochen und wäre mit der Aussage Frau Xy offeriert Sex für bessere Noten in die Öffentlichkeit gerannt. Beitrag zum Feminismus? Böswillige Unterstellung? Rufschädigung?
    60 0 Melden
  • Citation Needed 08.09.2018 18:36
    Highlight Drehen wir's mal um. Angenommen, es ginge um eine Dozentin und einen Studenten. Als Dozentin würde ich, nachdem ich merke, dass ich einen Studenten 'an der Angel' habe freundlich aber bestimmt abbrechen. Hat m.E. weder mit Geschlechterverhältnis, noch mit falsch verstandener Gleichstellung (Opferhaltung, bla bla) zu tun, sondern damit, dass nun mal ein Machtgefälle Studi-Dozentin besteht, zu Ungunsten Studi, und ich als Dozentin am längeren Hebel sitze. Schlicht unprofessionell, nicht abzubrechen, zumal zusätzlich noch Jünger-Älter reinspielt. Egal ob M oder F.
    17 87 Melden
    • axantas 08.09.2018 19:41
      Highlight Es findet also KEIN Dialog zwischen Stundent/en/innen und Dozent/en/innen statt. (ja, man kann Sprache auch unlesbar schreiben...)

      Man redet nicht miteinander ausserhalb des Hörsaals - auch nicht auf Facebook.
      19 1 Melden
    • Citation Needed 09.09.2018 22:32
      Highlight Axantas: wo sag ich, es fände kein Dialog statt? Ich würde, auch wenn mir jemand hierarchisch tiefergestelltes ermutigend antwortet, eben wegen dieses Gefälles die Finger davon lassen.
      Punkt.
      Miteinander reden, why not? Aber nicht auf Tinder, please!
      2 3 Melden
  • axantas 08.09.2018 16:36
    Highlight Das schwedische Formular bezüglich "einvernehmlichem Geschlechtsverkehr" sollte um ein "Vorformular" ergänzt werden. Da wird dann festgehalten, ob es adäquat ist, dass man jemanden daten darf/sollte.
    78 5 Melden
    • Schluch 09.09.2018 05:47
      Highlight Auf jeden Fall! Und auch um ein Vorformular-Formular, worin festgehalten werden kann, ob und inwieweit es adäquat ist die nachfolgenden Formulare ausfüllen zu wollen.
      18 1 Melden
  • JackMac 08.09.2018 14:36
    Highlight Meine Güte, wie ich diese Debatte satt habe.

    Ihr Feministinnen erweist den Frauen einen Bärendienst. Wie frustriert müsst ihr sein, so zu Handeln?

    Zieht doch kurze Tarnhosen an, macht einen auf Lara Croft und seid echte Weiber!
    Das Männer Bashing zieht nicht mehr! Heulsusen!
    169 37 Melden
    • koks 08.09.2018 15:54
      Highlight @Jack, das ist deine grösste Sorge? Dass diese Frau allenfalls anderen Frauen schadet?

      Ich findes viel erschreckender, dass Männer ohne Hemmungen (falsch) beschuldigt werden. Hier sind nicht Frauen die Opfer, sondern Männer, deren soziale oder berufliche Existenzen durch haltlose Beschuldigungen zerstört werden. Beispiele können zuhauf genannt werden.

      DAS ist inakzeptabel!
      147 12 Melden
    • Macke 09.09.2018 13:47
      Highlight Als Radikalfeministin bin ich entsetzt, wie etwas Harmloses medial aufgebauscht wird. Die Kontaktaufnahme ist m. M. n. völlig ok. Die Folgen sind schlicht unterste Schublade: Studizeitung missbraucht die Geschichte um einen Missbrauch zu konstruieren, den es nie gab; ein Prof schreibt eine übelst frauen- und opferfeindliche Replik, anderer Prof sagt behauptet, dass Männer nicht wissen, wann Sie eine Grenze überschreiten, obwohl mehrfach wissenschaftlich belegt wurde, dass Männer und Frauen dasselbe Verhalten als grenzwertig einstufen. Watson mischt mit und ihr beschuldigt die Frauen. Toll!
      3 22 Melden
    • koks 09.09.2018 17:30
      Highlight Macke, für dich als extremistische Feministin mögen Falschbeschuldigungen und Verleumdungen von Männer erwünscht und begrüsst sein - für 99% der Bevölkerung sind sie schlicht inakzeptabel und absurd.
      1 1 Melden
    • Citation Needed 10.09.2018 20:13
      Highlight koks: nicht bemerkt, dass Macke u.A. die Frau kritisiert (und die Studizeitung)? Macke schreibt GEGEN Falschbeschuldigung, wie kommst Du also drauf zu unterstellen, diese werde begrüsst? Lesen hilft.
      0 0 Melden
    • Citation Needed 10.09.2018 20:14
      Highlight Macke: sehe ich genauso.
      Die Geschichte ist definitiv auf mehreren Ebenen mies gelaufen.
      0 0 Melden
  • OttoM. 08.09.2018 14:08
    Highlight Danke watson für die vielen Artikel über Tinder, umso mehr Online Daiting als "macht man heute halt so" dargestellt wird, umso mehr freuen sich die Frauen wenn man Sie vernünftig anspricht.
    19 41 Melden
  • Waldorf 08.09.2018 13:44
    Highlight Wenn Gleichstellung falsch verstanden wurde...
    68 5 Melden
    • koks 08.09.2018 15:37
      Highlight @Waldorf, das hat doch nichts mit Gleichstellung zu tun. Diese Frau hat jederzeit mit einer ideologisch-politischen Absicht gehandelt, nämlich einen Mann (der sie nicht kannte, der von nichts ahnte) in die Pfanne zu hauen.

      Ich würde das klipp und klar als Hass auf Männer bezeichnen.
      107 6 Melden
    • Macke 09.09.2018 14:00
      Highlight @Koks: Nope, sie hat es der falschen Person erzählt, die das medial aufgebauscht hat.
      3 15 Melden
  • Karl33 08.09.2018 13:16
    Highlight Diese männerfeindlichen Feministinnen sind einfach nur peinlich.
    136 9 Melden
    • Garp 08.09.2018 16:24
      Highlight Die frauenfeindlichen Männer genau so!
      31 103 Melden
    • The IT Guy 08.09.2018 17:59
      Highlight Garps whataboutismus genau so!
      65 7 Melden
  • Snowy 08.09.2018 12:52
    Highlight Team Niggli.
    128 6 Melden
  • Hackphresse 08.09.2018 12:28
    Highlight Wie langs wohl noch dauert bis nur schon das reine Ansprechen von Frauen sexistisch ist... 🙄😒

    Langsam wirds pervers 😞😢

    247 9 Melden
    • Astrogator 08.09.2018 15:32
      Highlight Einen Artikel in die Richtung hatten wir ja schon "Hey ich habe Tattoos, zeige sie offen, aber du darfst weder hinschauen oder mich gar ansorechen"
      89 1 Melden
    • Garp 08.09.2018 16:29
      Highlight Von Typen, die in Selbstmitleid versinken, lass ich mich wirklich nicht gern ansprechen. Ich hab lieber Kontakt mit Männern, die wissen was sich gehört und wissen, dass Frauen nicht alle böse sind und sie schätzen.
      23 86 Melden
    • Hackphresse 08.09.2018 17:13
      Highlight Das hat nichts mit Selbstmitleid zu tun.
      Ich zum Beispiel bleibe wie ich bin aber wie das Beispiel im Artikel zeigt, kann das ganze zu einem Minenfeld werden, bei dem man nicht weiss ob man was falsches tut wenn man sich mit einer Frau unterhalten möchte. Ob jetzt mit oder ohne Sexuellen hintergedanken, scheint man mehr und mehr damit rechnen zu müssen, entweder am Pranger oder bei der Staatsanwaltschaft zu landen.

      Und das finde ich einfach schade.
      Darum meine genervten und traurigen/enttäuschten Emojies.
      39 5 Melden
    • Garp 08.09.2018 17:33
      Highlight Und von diesem Beispiel lässt Du Dir Dein Leben bestimmen? Dann kannst Du Dich gleich zu Hause einsperren. Du kannst auch überfahren werden, überfallen usw. . Nur weil es diese Möglichkeiten gibt nehme ich an, gehst Du trotzdem noch raus.
      11 38 Melden
    • Hackphresse 08.09.2018 17:59
      Highlight Wie ich schon im Kommentar über deinem geschrieben habe.

      Ich bleibe wie ich bin und war. Introvertiert selbstbewusst und halbwegs intelligent bzw verfüge über gesunden Menschenverstand.
      Und was (die meisten) Menschen über mich sagen kümmert mich mal mehr mal weniger.

      Ich selbst lass mir von fast nichts mein Leben bestimmen, von solchen Sachen wie im Artikel erst recht nicht.
      Aber wenn ich sehe wie sich solche Artikel in letzter Zeit häufen, find ich das einfach unschön, wenn so die Stimmung in unserer Gesellschaft 'vergiftet' wird.

      Liebt euch! Habt Spass zusammen! Wäre mein Motto
      34 1 Melden
    • Garp 08.09.2018 18:19
      Highlight Ja, ich finds auch unschön und unnötig die Stimmung zu vergiften. Da geh ich mit Dir vollkommen einig. Es ist schwierig die Balance und den richtigen Ton zu finden, damit man nochmal miteinander reden kann und wichtige Themen ansprechen darf. Medien sind da nicht immer hilfreich, mit ihrer Sensationslust und Ausreizung von Themen die zwar wichtig sind, aber dann alle über haben, weil ständig polarisiert wird. Zur Polarisierung tragen auch Nutzer und Herze und Blitze bei.
      Das Ansprechen von Frauen wird nicht pervers werden, da könntest auch Du Polarisierung vermeiden.
      7 5 Melden
    • Hackphresse 09.09.2018 14:55
      Highlight Die Formen und Züge die das langsam annimt ist pervers, nicht das ansprechen von Frauen.
      8 2 Melden
  • JoWu 08.09.2018 11:40
    Highlight Irgendwie scheinen mir in dieser Diskussion einige Blendgranaten involviert zu sein: Was hat eine Beziehung zwischen einem/r Studierenden und einem/r Lehrbeauftragten mit Sexismus zu tun und warum ist es relevant, dass diese über Tinder läuft oder hätte laufen können? Dass Beziehungen zwischen Lehrbeauftragten und Studierenden egal welchen Geschlechts aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses grundsätzlich problematisch sind, sollte aber eigentlich klar sein, selbst wenn nichts strafrechtlich Relevantes geschieht, und auch, dass dabei der/die Lehrbeauftragte eine besondere Verantwortung trägt.
    107 2 Melden
    • WhatsOnNow 08.09.2018 11:57
      Highlight Stimmt, aber an der Uni sind sowohl der Dozent oder die Dozentin Ü20, aber auch die Studentinnen und Studenten.
      Btw geschieht dies auch immer wiedermal im Berufsalltag wo sich Chefin/Chef und unterstellte näherkommen.
      74 3 Melden
    • Citation Needed 10.09.2018 20:21
      Highlight Meine Worte. Als hierarchisch höhergestellte Person muss man sich massiv zurücknehmen. Man sollte nicht so tun, als wär man auf Augenhöhe, wenn man's nicht ist.
      2 0 Melden
  • eBart is back 08.09.2018 11:30
    Highlight Leute wie diese Studentin schreien dann MeToo!!!!!
    Eine Schande für echte Opfer.
    182 9 Melden
    • Citation Needed 10.09.2018 20:27
      Highlight hat sie MeToo geschrieen? Nein.
      Sie hätte die Sache diskreter handhaben sollen, keine Frage. Aber von Übergriffen redet niemand.
      2 1 Melden
  • Gummibär 08.09.2018 10:59
    Highlight Es könnte ja sein dass auf Tinder ein Wohnungsvermieter eine Wohnungssuchende, eine Personalchefin einen Stellensuchenden, ein Kaminfeger eine Cheminee-Besitzerin trifft. Um ein mögliches Machtgefälle zwischen Kontaktsuchenden zu vermeiden hilft nur ein klar sichtbarer MGI (Machtgefälleindex) auf einer Skala 1-17.
    Ist der Unterschied zwischen Kontaktsuchenden >2 sofort abbrechen.
    Damit vermeiden wir eine unerwünschte Durchmischung der Gesellschaft. Studenten bleiben unter sich und Kaminfeger auch.
    257 3 Melden
    • chicadeltren 08.09.2018 16:07
      Highlight 😂 This
      35 1 Melden
    • Citation Needed 08.09.2018 18:39
      Highlight Witzig gemeint, aber hat was.
      15 3 Melden
  • Zeit_Genosse 08.09.2018 10:51
    Highlight Tinder = Sex ist die Annahme. Kommunikation auf FB = Sex ist eine Annahme. Studentin + Lehrbeauftragter = Sex ist eine weitere Annahme. Sex von Lehrbeauftragter mit Studentin = Skandal, ist eine Projektion. Bessere Noten wegen Sex ist eine weitere Projektion. Diese gefakete Honeytrap sollte zu einem Skandal führen wo keiner ist. Solche Spielchen wirken dem Feminismus entgegen. Und ja, der Lehrbeauftragte hätte sich geschickter verhalten können.
    163 4 Melden
    • Citation Needed 08.09.2018 18:41
      Highlight Finde, dass sie zu schnell auf Empörung schaltete. Aber finde ebenfalls, dass er sich super-ungeschickt verhielt. Er hockt am längeren Hebel und das muss er wissen. Nix von wegen Opferrolle Frau, es ist ein reales Machtgefälle (Studentin-Dozent) da.
      12 31 Melden
  • BigE 08.09.2018 10:31
    Highlight „Ich möchte Sex! Du auch?“
    „Ja, klar!“
    „Sexist!!!!!!!“
    259 9 Melden
  • AlteSchachtel 08.09.2018 10:26
    Highlight Es reicht!

    Ich bin zwar noch nicht so alt, wie Deneuve, Bardot etc., aber ich stehe immer mehr hinter ihrer Haltung zu "metoo" und diesem neofeministischen Theater.

    Der natürliche gesunde Umgang zwischen Mann und Frau scheint in dieser Tinder-Generation völlig vor die Hunde zugehen.

    PS: ja, es gibt Sexismus und Gewalt gegen Frauen auf der ganzen Welt, diesen gilt es zu bekämpfen. Das scheint aber nicht das Anliegen dieser egozentrischen Neofeministinnen zu sein, die jede Kontaktaufnahme gleich zu Skandal stilisieren.
    231 6 Melden
    • Gummibär 08.09.2018 11:56
      Highlight Zwei Pensionäre beim Pernod am Tisch vor dem Bistro. Der Eine: "Was starrst Du so auf das Hinterteil der jungen Dame die gerade die Strasse überquert ? Denkst Du etwa an Sex ?"
      "Ach was, ich träume von meiner Jugend, als ich im Zoo von Marseille Elefantenwärter war."
      86 8 Melden
  • Neruda 08.09.2018 10:23
    Highlight Ich finde es zwar unprofessionell von ihm den Kontakt nicht abzubrechen, nachdem ihm erläutert wird, dass sie seine Studentin sei, aber den Vorwurf er wolle Sex gegen gute Noten ist völlig haltlos. Eine Frechheit so etwas schon nur ohne irgendwelche Vorkommnisse jemandem vorzuwerfen. Genau so unprofessionell ist der tiefe Ausschnitt der anderen Studentin. Wenn sie nur für ihre Leistung benotet werden will, soll sie sich professionell anziehen. Im Geschäft läuft man ja auch anständig bekleidet rum und leider haben viele Menschen ihre Triebe noch nicht im Griff. Aber Hauptsache empören...
    199 9 Melden
    • MsIves 08.09.2018 11:16
      Highlight Ahhaaa, dann findest du auch das die mit dem zu kurzen rock selber schuld ist wenn sie vergewaltigt wird? denn genau das ist die basis deiner aussage bezüglich des ausschnittes.. anständig gekleidet?! siehst du was falsch ist?
      15 271 Melden
    • nick11 08.09.2018 12:03
      Highlight Jedes mal wen gesagt wird, eine Frau hätte sich unvorteilhaft angezogen, kommt ihr mit diesem Vergewaltigungsbeispiel, das ist sowas von Quatsch.
      Klar darf Mann eine Frau ansehen wenn diese aufreizend angezogen ist. Klar wirkt ein tiefer Ausschnitt auf einen Mann anders als ein zugeknöpfter. Wer das verdrängt, der lebt sowas von in einer Blase. Und es ist klar nicht fair von einer Frau zu versuchen, Männer damit zu beeinflussen. Und behaupte nicht, Frauen würden dies nicht tun.
      Daraus automatisch auf akzeptierte Sexuelle Belästigung zu schliessen ist Humbug und hilft keineswegs dem Feminismus.
      161 7 Melden
    • Bene_ 08.09.2018 12:07
      Highlight @Mslves: Du redest am Thema vorbei. Ich als muskulöser Mann ziehe auch kein hautenges T-Shirt für eine Präsentation an. Genauso wenig sollte eine Frau bei einer Präsentation ein Top mit viel Ausschnitt tragen.
      88 6 Melden
    • Forrest Gump 08.09.2018 12:07
      Highlight Das sagt sie mit keinem Wort, aber es gibt Kleidung, die für die Uni oder das Büro nicht angebracht ist. Als Mann gehe ich auch nicht mit Tanktop oder Badehosen zur Arbeit. Wer dann so rumläuft muss sich über Blicke nicht wundern.
      109 3 Melden
    • Ruggedman 08.09.2018 12:14
      Highlight @Mslves
      Kleider machen Leute. Rechtfertigt natürlich nichts aber wenn man ernst genommen werden will, sollte man sich evtl. etwas professioneller kleiden.
      57 2 Melden
  • LeChef 08.09.2018 10:20
    Highlight „Der Freiburger Dozent habe aus seiner Sicht zwar nichts falsch gemacht. Dennoch würde er ihm davon abraten, sich so zu verhalten. «Die Sexismus-Debatte bringt viele Männer in eine heikle Situation», meint er. Man müsse Problemen – auch wenn es nur vermeintliche seien – aus dem Weg gehen.“

    Ganz sicher nicht. Wir Männer haben auch unsere Rechte. Solange wir uns korrekt verhalten, müssen wir uns auch nichts vorwerfen lassen.
    170 4 Melden
  • DieFremde 08.09.2018 09:52
    Highlight Wurde nach einer Seminarsbesprechung auch auf ein Glas Wein eingeladen. Ein bestimmtes aber höfliches Nein klappt immer. Ich verstehe nicht wiso einige zu vergessen scheinen das Dozierende und besonders auch Assistenten (die zT. auch Noten verteilen) auch ein Liebesleben haben dürfen und auf Tinder sein können. Ich bin mir nicht sicher, welche Seite mehr Macht auf die andere ausüben könnte. Klar das mit den Noten ist blöd. Auf der anderen Seite kann aber auch schnell ein Ruf zerstört werden
    148 1 Melden
  • Jekyll & Hyde 08.09.2018 09:52
    Highlight Bin ich der einzige der das Ironisch findet ??

    Sich über Sexismus aufregen aber ein Tinder-Profil haben.

    Für mich ist Tinder der Inbegriff für Sexismus, da hier eindeutig nur nach Aussehen bewertet wird.

    Aber ej, vielleicht bin ich einfach zu Alt um das zu verstehen.
    200 18 Melden
    • Sir_Nik 08.09.2018 11:15
      Highlight Sie verwechseln Sexismus mit Oberflächlichkeit
      38 16 Melden
    • Jekyll & Hyde 08.09.2018 11:45
      Highlight @ Sir_Nik
      Das eine Schliesst das andere nicht aus.

      Egal ob ich einer Frau unterstelle das Sie nur Karriere gemacht hat weil sie sich Sexy anzieht oder ich bei Tinder eine "Auswähle" weil ich Sie Sexy/ scharf,/geil etc. finde ist das gleiche

      Ich Reduziere Sie auf ihr aussehen und spreche ihr ab auch sonstige Relavante Fähigkeiten zu haben für den Job/Beziehung usw,

      Klingt komisch, aber ich hoffe ihr versteht was ich meine.
      28 9 Melden
    • Garp 08.09.2018 12:19
      Highlight Das ist nicht das Gleiche. Der Frau auf Tinder sprichst Du ja nichts ab, nur der Frau die Karriere gemacht hat. Man lernt sich ja noch persönlich kennen und da interessieren dann auch noch ganz viele andere Sachen.
      11 15 Melden
    • Jekyll & Hyde 08.09.2018 13:14
      Highlight Naja, wenn ich eine "Sexy-Angezogene" Frau an einem Meeting kennen lerne, weiss ich ja auch noch nicht viel mehr über Sie

      Item

      So unterschiedlich sind wir menschen (zum Glück).
      Sie und 17 andere finden es nicht Sexistisch, ich und 122 andere schon. (Soll keine Bewertung sein.)

      Stand 08.09.2018 13:13
      12 7 Melden
    • Garp 08.09.2018 15:06
      Highlight Ja, eben du weisst noch nichts und gibt's schon ein Urteil ab (beim Meeting) , dass die nur wegen dem Outfit so weit gekommen ist.

      Mir eine Person auszusuchen, weil sie mir gefällt auf Tinder, das muss nicht immer sexy heissen, kann auch einfach heissen, die oder der ist mir sympathisch, ist etwas anderes. Ob es passt, dazu trifft man sich ja dann persönlich.

      Vielleicht bist du zu alt um noch etwas dazu zulernen. Ja, ich weiss, der war nun sehr böse. Ich erlaube mir das, weil ich selber schon alt bin 🙃
      6 21 Melden
  • Basta 08.09.2018 09:49
    Highlight "Sie beklagt sich, wenn aus der Möglichkeit zum Geschlechtsverkehr eine unvorteilhafte Position entsteht"
    Aus meiner Sicht nicht ganz richtig: Die Frau daneben beklagt sich und wirft dem Mann Sexismus vor. Die Frau mit dem Ausschnitt handelt sehr bewusst im Sinne einer selbstbestimmten, erwachsenen Personen.
    99 1 Melden
  • philosophund 08.09.2018 09:49
    Highlight Einfach wegwischen, statt auswischen. Seltsames verhalten der Studentin.
    139 1 Melden
  • Borki 08.09.2018 09:39
    Highlight Es gibt Gesetze, welche definieren, wann ein Machtgefälle zu gross ist für eine Beziehung. So Schutzalter und so... Das sollte reichen.
    Wenn wir jetzt jede Beziehung bzw. sogar schon Flirtversuche zwischen Erwachsenen mit einem gewissen Machtgefälle auch noch kriminalisieren, endet das in einer Prüderie von historischem Ausmass!
    147 5 Melden
    • balzercomp 09.09.2018 13:42
      Highlight Oder da wo zumindest Teile der USA sind.
      1 0 Melden
  • EvilBetty 08.09.2018 09:20
    Highlight Ziemlich genau so wird auch die Verschleierung von Frauen gerechtfertigt... 🙄

    Was sind wir doch fortschrittlich!
    86 1 Melden
    • EvilBetty 08.09.2018 11:43
      Highlight Da hab ich doch das Zitat vergessen...

      «Man müsse Problemen – auch wenn es nur vermeintliche seien – aus dem Weg gehen.»
      27 0 Melden
  • Garp 08.09.2018 09:11
    Highlight Neugier sieht für mich anders aus. Das war ein unzulässiges Psychospiel, was die Studentin abgezogen hat.

    Was der Dozentin auf Facebook mit ihr bereden wollte, weiss sie auch nicht.

    Was Frau Studer darauf in der Studentenzeitung schreibt, ist reine Spekulation und eine Verurteilung ohne Tatsachen.

    Beide Frauen, schaden den Frauen. Das sage ich als Frau.

    ProfessorInnen kann man nur raten die Finger von eigenen StudentInnen zu lassen. Genau, wegen der Noten!
    193 3 Melden
  • Conguero 08.09.2018 09:11
    Highlight Als Mann ist man inzwischen unter Generalverdacht. Ich gehe schon lange nicht mehr mit Arbeitskolleginnen zum Lunch, um zu vermeiden, dass man mir irgendwann unterstellt, ich würde sie anbaggern. Aber vermutlich wird mir dieses Verhalten dann auch wieder als Sexismus ausgelegt, ich diskriminiere dadurch ja die Frauen. Weit haben wir es gebracht...
    112 22 Melden
  • Ataraksia Eudaimonia 08.09.2018 08:42
    Highlight Weiß zwar nicht was alles vorgefallen ist aber es ist feige jemandem etwas unterzustellen nur weil es hypothetisch möglich war.
    Ich befürchte, es geht viel verloren an Vertrauen wenn man so vorgeht, aus erwünschten Sensibilisierung & Dialog werden abgehärtete Fronten wo man sich gegenseitig beschuldigt und anschwärzt. Heikel und destruktiv.
    212 0 Melden
    • ThomasHiller 08.09.2018 09:33
      Highlight Zu dem hypothetisch Möglichen fällt mir ein: Man traut anderen ja nur das zu, was man selbst in der Situation machen würde....
      80 7 Melden
    • Ataraksia Eudaimonia 08.09.2018 10:47
      Highlight @ThomasHiller:
      Hmm, die Projektion ist so ne Sache 😯)
      Will sie niemandem in den Schuh schieben...aber bin auch auf diese Idee gekommen)
      18 1 Melden
    • Pat the Rat (der Echte) 08.09.2018 10:48
      Highlight @Ataraksia Eudaimonia:

      Ja diese Geschichte erinnert mich ein bisschen an den Film "Minority Report". Dort werden auch Menschen aufgrund der Möglichkeit ein Verbrechen zu begehen vorverurteilt...
      46 0 Melden
    • Garp 08.09.2018 10:49
      Highlight Dein Kalenderspruch ist nun aber auch Käse, ThomasHiller.
      6 25 Melden
  • guby 08.09.2018 08:41
    Highlight Wäre Druck ausgeübt worden hätte die Studentenzeitung einen handfesten Enthüllungsartikel. So sind jegliche Unterstellungen einfach nur reisserisch und deshalb letztendlich der Sache nicht zutragend. Die Sache hat sich noch nicht einmal weit genug entwickelt, als dass sich der Dozent etwas zu schulden kommen lassen hätte können. Ich persönlich würde zwar der Kontakt mit der Studentin auch abbrechen, sobald sie sich zu erkennen gibt. Aber alle Beteiligten sind erwachsene Menschen und sollten - im normalen Rahmen - mit solchen Situationen umgehen können.
    205 0 Melden
  • Nevermind 08.09.2018 08:23
    Highlight Wieso hält man einen Vortrag in einem grosszügig ausgeschnittenen Top?
    Ich komme auch nicht ärmellos an Sitzungen. Macht man einfach nicht, wenn man halbwegs ernst genommen werden will.
    Und ja. Ich als Mann bin darauf programmiert auf Brüste anzuspringen und ich empfinde es als Belästigung wenn Frau mir die Dinger ins Gesicht hält und ich mich konzentrieren muss nicht hinzusehen, weil sie am Vortrag ein Top trägt, das schreit "sieh hin!"
    Das ist unprofessionell und unhöflich.
    365 26 Melden
    • lykkerea 08.09.2018 09:45
      Highlight Ich verstehe was du meinst, aber auch nur weil ich auch so erzogen wurde. Aber eigentlich zeigt das wiedermal schön auf, wie sexualisiert Brüste sind.. Ich würde auch nicht mit grossem Ausschnitt einen Vortrag halten aber irgendwie ist es doch auch schade, dass die Kompetenz einer Frau anhand der Sichtbarkeit zweier Fettgewebe die zur Sicherung der Nachkommen da sind, gemessen wird.
      19 92 Melden
    • schuldig 08.09.2018 10:05
      Highlight @iykkerea
      ich kann im Kommentar nichts finden, was das "Fettgewebe" mit der Kompetenz der Frau in Verbindung bringt
      67 4 Melden
    • Altweibersommer 08.09.2018 10:15
      Highlight Es gibtveinen Unterschied zwischen Sexismus und Sexualität. Hier steht der Mann auf Frauen und wird von Brüsten angezogen. Ist weder verwerflich noch sexistisch, sondern seine Natur. In diesem Fall kann es ja gut auch umgekehrt sein: Der muskulöse Student im Tank-Top lenkt die Dozentin zielgruppenorientiert ab und bekommt eine gute Note dafür. Wo ist hier der Sexismus?
      82 2 Melden
    • LeChef 08.09.2018 10:26
      Highlight Lykkerea, das ist nicht irgendwie eine „soziale Konstruktion“ jüngerer Zeit, sondern ein evolutionsbiologischer Trigger. Und nein, die Kompetenz wird nicht anhand der Brüste gemessen.
      59 4 Melden
  • AGirlisNoOne 08.09.2018 08:07
    Highlight Der Dozent hat nichts getan, ausser zu schreiben. Aber für den hypothetischen Fall das sie Sex gehabt *hätten* und der Studentin ein Nachteil entstanden *wäre* regt sich nun jeder auf? Was ist aus unserer Welt, der Selbstverantwortung und dem gesunden Menschenverstand geworden?
    258 2 Melden
  • N. Y. P. 08.09.2018 08:03
    Highlight Ich mag das Vorgehen dieser Studentin nicht.

    Sie hat aus Gwunder einer Kontaktaufnahme zugestimmt. Und rennt nachher zu ihrer Kollegin.
    Und die Kollegin schreibt hyperventilierend einen Sexismus - Artikel. Das ist alles reichlich konstruiert. Es ist zum gähnen.

    Die Studentinnen können ja, wenn sie einen Dozenten auf Tinder entdecken, ihn wegwischen und fertig ist.
    294 2 Melden
  • StillerLeser 08.09.2018 08:03
    Highlight Natürlich ist der Artikel etwas übereifrig, vor allem mit dem Titel und wenn es wie beschrieben weniger um die von der Studentin als unangenehm empfundene Situation und mehr ein abstraktes Gedankenspiel geht.

    Dennoch finde ich die Antwort des Dozenten jenseits. Die betroffenen Parteien waren nie gleichberechtigt, ein Lehrbeauftragter steht immer in einem Machtverhältnis zu den Lernenden, deshalb gibt es auch Regelungen für so etwas.
    Bedenklich, wie viele Kommentarschreiber grad wieder dankbar ins "gsehsch, heute darf man ja nichts mehr, diese pösen, hysterischen Frauen" einstimmen.
    21 282 Melden
    • phreko 08.09.2018 08:37
      Highlight Worin besteht denn bei einem tinder swipen, wo sich die Beteiligten nicht mal kennen, ein Machtverhältnisp
      185 7 Melden
    • Malin. 08.09.2018 08:58
      Highlight Die Beteiligten haben sich gekannt. Er war/ist ihr Dozent und du erkennst das Machtverhältnisp nicht? Srsly?
      9 109 Melden
    • Waldorf 08.09.2018 09:00
      Highlight Deine Aussage, dass man in den Tenor "gsehsch, heute darf man ja nichts mehr..." einstimmt, ist in etwa so undifferenziert wie eben diese. Was die Studentin gemacht hat ist dumm und dem feminismus (im übrigen ein sehr sexistischer Begriff) abträglich. Selbstverständlich sollte der Dozent dennoch nicht seine Studentin daten. Und diese sollte es selbstverständlich nicht darauf anlegen und ihm noch einen Strick daraus drehen wollen!
      54 8 Melden
    • BossAC 08.09.2018 09:10
      Highlight Kenne ja nicht alle Details. Als Dozent eine volljährige Studentin kennenzulernen ist kein Delikt. Und selbst wenn gestanden wäre, dass sie in Fribourg studiert, heisst das noch nicht, dass sie bei ihm in einem Modul eingeschrieben ist. Falls doch, kann es sein, dass er die Studentin gar nicht erkannte und wenn doch, muss es trotzdem nicht gleich zu einem Machmissbrauch führen - gerade da sich die mündige Studentin selbst bewusst (!) darauf eingelassen hat und nicht vom Dozenten initiiert wurde...
      140 3 Melden
    • Thomas_v_Meier 08.09.2018 09:15
      Highlight Der Dozent hat die Studentin höchstwahrscheinlich nicht erkannt auf Tinder.
      Die Studentin den Dozenten aber schon.

      Wo ist jetzt ist das Machtverhähltnis?

      Sie hätte ihn von beginn an wegwischen können. Die Sache wäre beendet gewesen.

      Aber Sie entschied sich ihn ihm das grüne häckchen zu geben.
      Daraus entstand ein Match und der Dozent hat jetzt erst den direkten Kontakt aufnehmen können.
      113 4 Melden
    • Oban 08.09.2018 15:04
      Highlight Auch aus meiner Sicht handelt es sich um 2 Menschen die beide erwachsen sind und entscheidungen selbst treffen können.
      Auch ein Dozent an einer Uni oder ein Kadermitglied hat anrecht auf ein Privatleben/Liebesleben. In meinem Unternehmen arbeiten sicher 200 Frauen, soll ich jetzt auf einem PartnersuchePortal im Zweifelsfall jede ablehnen aus der Gegend nur weil es ein Machtgefälle geben könnte zwischen meiner Position und der der angeschriebenen Person. Vorallem wenn sie ja eine „seiner“ Studentinnen ist, dann ist es einfacher für sie ihn zu erkennen als für ihn sie.
      21 0 Melden
  • NikolaiZH 08.09.2018 07:55
    Highlight Die haben wohl in den Ferien nix besseres zu tun
    73 11 Melden
    • weachauimmo 08.09.2018 08:51
      Highlight War genau mein Gedanke auch. Danke.

      «Müßiggang ist aller Laster Anfang.»
      47 10 Melden
    • AenduF 08.09.2018 09:44
      Highlight Echt jetzt?!
      Finden Sie nicht, dass ein solcher Kommentar, anstatt sich zum Thema zu äussern, einfach nur polemisch ist.
      Ich gehe einfach mal davon aus, das es Ihnen nicht darum geht Tinder als Freizeitmedium anzuprangern, sondern darum Ihre Abneigung gegen Lehrbrauftragt (komische Betitelung) zum Besten zu geben...

      Find ich irgendwie schade 🤔
      2 58 Melden
  • Imfall 08.09.2018 07:51
    Highlight Diese "Journalistin" probiert gerade aus einer Fruchfliege einen Elefanten zu machen!

    Diese Art von Sexismus den Männern gegenüber ist extrem gefährlich! Es ist noch nichts!!! passiert, und sie schreibt schon "sex gegen sechs?" ich finde sowas zum kotzen!

    ich würde übrigens ihren namen aus dem artikel nehmen...
    194 5 Melden
  • wickedmovies 08.09.2018 07:48
    Highlight Und wie verhält es sich bei lehrbeauftragten Damen? Als Frau muss ich sagen, dass ich mit Niggli einer Meinung bin. Ich bin nicht auf Tinder aber so lernt man sich heute kennen, wieso nicht. Und es gibt nun mal nichts, was es nicht gibt. Jeder kann doch frei entscheiden, mit wem man sich einlässt inkl. aller Konsequenzen. Was ich nicht tun würde (mich mit einem Lehrbeauftragten einlassen, aber wo die Liebe od. Anziehung hinfällt, wer weiss das schon wenn die Sehnsucht...) heisst ja nicht, dass es andere auch nicht tun sollten. Muss jeder selber wissen. Ab 18 J. ist man doch erwachsen genug.
    109 3 Melden
    • DichterLenz 08.09.2018 09:58
      Highlight Anscheinend nicht. Einige sehen sich viel lieber in der Opferrolle, dann kann man die Verantwortung abschieben.
      50 3 Melden
  • Barsukas 08.09.2018 07:47
    Highlight Warum nimmt die Studentin Kontakt auf? Danach rennt sie zur Studentenzeitung. Hä? Und jetzt ist der Dozent der Bölimaa?
    Gehts noch?
    Tönt für mich nach Verschwörung, sorry.
    1358 20 Melden
  • gusg 08.09.2018 07:42
    Highlight "Der Freiburger Dozent habe zwar nichts falsch gemacht. Dennoch würde er davon abraten, sich so zu verhalten. Die Sexismus-Debatte bringt viele Männer in eine heikle Situation. Man müsse Problemen – auch wenn es nur vermeintliche seien – aus dem Weg gehen."

    Ist leider so, schöne neue Welt. Eine Folge der Identitätspolitik wie Sie von links und rechts kultiviert wird.
    600 22 Melden
    • Eine_win_ig 08.09.2018 10:28
      Highlight Jap. Und Grossfirmen raten den männlichen Mitarbeitern an, dass sie aus dem Lift aussteigen, falls sie und eine Frau alleine drin wären... super Welt die wir hier kreiert haben.
      45 4 Melden
  • Phrosch 08.09.2018 07:40
    Highlight Danke für einen differenzierenden Bericht, den ich sehr interessant und bedenkenswert finde.
    Der letzte Satz zeigt, dass wir Gleichberechtigung erreicht haben. Wenn man Männern rät, „man müsse Problemen – auch wenn es nur vermeintliche seien – aus dem Weg gehen“, ist das genau das, was man Frauen auch immer wieder geraten hat. Bloss: wollen wir das so haben?
    115 3 Melden
  • Evan 08.09.2018 07:34
    Highlight Aus auf Facebook schreiben wird Sex gegen Sechs... Wow
    892 8 Melden
  • Redly 08.09.2018 07:33
    Highlight Oder kurz: der Mann macht immer alles falsch, ist immer schuld und wird schon für blosse Möglichkeit einer Tat verurteilt.
    ...da haben einige komische Vorstellungen, was Emanzipation sein soll.
    117 8 Melden
    • Waldorf 08.09.2018 09:04
      Highlight So gieng es früher den Frauen. Frauen, welche nun anstreben, Männer in dieselbe Situation zu bringen, sind schlicht keine Feministinnen.
      39 4 Melden

Lieber Röbi Rapp, leb wohl! Als Queer-Pionier bleibst du unsterblich. Merci!

Röbi Rapp und Ernst Ostertag lebten 62 Jahre lang die vielleicht grösste Liebesgeschichte der Schweiz. Ein Nachruf.

Es gibt Menschen, denen verdanken viele andere unendlich viel. So viel, dass es gerade schwer fällt, diesen Nachruf zu schreiben. Trauer ist eine besonders gründliche Form der Überwältigung.

Röbi Rapp war einer dieser Verdienstvollen. Der zarte Coiffeur aus Zürich, der sich in Jahren, als dies gefährlich war, auf der Bühne zur Frau verwandelt und singt, dass alle betört sind. Der 1956, im Alter von 26 Jahren, einen schönen Lehrer namens Ernst kennenlernt. 2003 lassen sie sich als erstes …

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