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Liveticker

Sehr tiefe Passagierzahlen am Flughafen Zürich ++ Spanien von Quarantäneliste gestrichen



Coronavirus-Zahlen Zum Daten-Dashboard
R-Wert
Positivitätsrate
7-Tage-Ø
Verstorbene
mit Covid
7-Tage-Schnitt Tägliche Hospitalisierungen
7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle 0–29 30–59 60–99
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Liveticker: Corona National+International 10.03.21

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22:01
Malta schliesst Schulen und Geschäfte
Malta schliesst im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen ab Donnerstag die Schulen sowie alle Geschäfte und Dienstleistungen, die nicht als systemrelevant gelten. Die Sperren gelten für rund einen Monat, kündigte Premierminister Robert Abela in einer Ansprache am Mittwoch an. Reisen auf Maltas Schwesterinsel Gozo würden eingeschränkt. Organisierter Sport ist künftig verboten. Hochzeiten dürften nicht mehr gefeiert werden.

Die Beschränkungen gelten den Angaben zufolge bis mindestens 11. April, wenn die Osterferien enden. Zuvor hatte das kleine EU-Land mit rund 500'000 Einwohnern einen Rekordwert von über 500 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden registriert. (sda/dpa)
20:08
Flughafen Zürich auch im Februar mit sehr tiefen Passagierzahlen
Der Betrieb am Flughafen Zürich hat auch im Februar unter der zweiten Coronawelle gelitten. Konkret flogen im Monat nur 192'558 Passagiere über den Flughafen Zürich, wie die Flughafenbetreiberin am Mittwochabend mitteilte.

Das waren 90,4 Prozent weniger als im Februar vergangenen Jahres. Damals hatte es lediglich erste Anzeichen für die Krise gegeben, die Passagierzahlen waren aber noch auf einem sehr hohem Niveau. Der grosse Einbruch folgte dann im März und vor allem April.

Die Anzahl Flugbewegungen lag mit 4'720 Starts oder Landungen um 74,7 Prozent unter dem Vorjahr, womit der Einbruch etwas weniger drastisch ausfiel als bei den Passagierzahlen. Entsprechend sank aber auch die Auslastung der Flugzeuge auf 44,2 Prozent. Durchschnittlich sassen 81 Passagiere in einer ankommenden oder abfliegenden Maschine. (sda/cma)
ARCHIVBILD ZU DEN UMSATZZAHLEN BEI SWISS --- Menschen bewegen sich am Check-In Schalter der Fluggesellschaft Swiss am Flughafen in Zuerich, aufgenommen am Donnerstag, 14. Dezember 2017. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
16:53
Schweiz passt Quarantäneliste an - Spanien und Portugal gestrichen
Die Schweiz hat ihre Quarantäneliste erneut angepasst. Ab 22. März müssen Personen aus 19 neuen Ländern oder Gebieten - darunter Belgien und das Kosovo - nach der Einreise in die Schweiz in Quarantäne. Spanien und Portugal sind nicht mehr auf der Liste.

Neu auf der Liste stehen ab 22. März auch die EU-Länder Bulgarien, Polen, Rumänien, Ungarn und Zypern, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch mitteilte. In den Nachbarländern Frankreich und Deutschland ist neu je ein Gebiet aufgeführt. In Frankreich ist es Korsika, in Deutschland das Bundesland Thüringen. In Italien sind neu die Regionen Basilikata, Latium und Venetien auf der Liste, in Österreich das Burgenland, Oberösterreich und Wien.

In Europa stehen auch Grossbritannien, Schweden, Litauen, Lettland, Luxemburg, die Niederlande, Slowenien, Tschechien, Kroatien, Serbien, Slowenien, Slowakei, Nordmazedonien (neu), Montenegro, San Marino, Monaco, Albanien und Andorra auf der Liste.

In Südamerika ist ab 22. März Uruguay auf der Quarantäneliste aufgeführt. Neu kamen auch Jordanien, Katar und Palästina dazu. Weiterhin auf der Liste sind unter anderem Brasilien, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate und Südafrika. Wer aus den aufgeführten Ländern in die Schweiz einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne.

Bis Ende Oktober 2020 befanden sich auf der Corona-Risikoliste über sechzig Länder sowie zahlreiche Gebiete in allen Schweizer Nachbarländern. Angesichts der hohen Fallzahlen in der Schweiz entschied sich der Bundesrat dann aber zu einem radikalen Kurswechsel.

Die Landesregierung setzt seither nur noch Staaten oder Gebiete auf die Risikoliste, deren 14-Tage-Wert pro 100'000 Einwohner um mehr als 60 höher liegt als in der Schweiz. Am Mittwoch lag dieser Wert in der Schweiz bei rund 171 Fällen. (sda)
15:51
Impfstoffstreit: Hersteller exportierten 34 Millionen Dosen aus EU
Pharmahersteller haben seit 1. Februar rund 34 Millionen Dosen Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union an etwa 30 Länder in aller Welt geliefert. Dies bestätigten EU-Kreise am Mittwoch in Brüssel. Davon seien allein 9 Millionen Dosen nach Grossbritannien gegangen und eine Million in die USA.

Hintergrund ist der Impfstoffmangel in der EU einerseits und andererseits die Kritik an einem EU-Exportstopp für 250'000 Impfdosen von Astrazeneca an Australien. Die britische Regierung hatte diesen Exportstopp kritisiert.
FILE - In this Monday, Jan. 4, 2021 file photo, frozen vials of the Pfizer/BioNTech COVID-19 vaccine are taken out to thaw, at the MontLegia CHC hospital in Liege, Belgium. The European Commission has secured an agreement with Pfizer-BioNTech for an extra 4 million doses of COVID-19 vaccines to tackle a surge of coronavirus clusters that have prompted border restrictions. The doses are expected to be delivered before the end of March. The EU's executive arm is worried by the worsening situation in several areas, mainly due to the spread of new variants. It also does not want virus clusters to prompt more border restrictions. The EU has cited Tyrol in Austria, Nice and Moselle in France, Bolzano in Italy and some parts of Bavaria and Saxony in Germany as places where COVID-19 hospitalizations have been on the rise. (AP Photo/Francisco Seco, File)
EU-Ratschef Charles Michel wies jedoch darauf hin, dass weiter Exporte aus der EU möglich seien, während die USA und Grossbritannien Impfstoffexporte faktisch gestoppt hätten. Darauf wiederum reagierte die britische Regierung empört mit dem Hinweis, alle Verweise auf ein Exportverbot oder Einschränkungen für Impfstoffe aus Grossbritannien seien komplett falsch. (sda/dpa)
15:42
Prostitution trotz Corona: Zürcher Gericht spricht Callboy frei
Obwohl Prostitution wegen der Corona-Pandemie verboten war, hat ein 30-jähriger Flugbegleiter im vergangenen Jahr als Prostituierter für Homosexuelle gearbeitet. Das Zürcher Bezirksgericht sprach ihn am Mittwoch nun aber frei, wegen eines Formfehlers.

Der Italiener hatte sich im Mai 2020 über eine Website für Homosexuelle mit einem vermeintlichen Kunden verabredet. Sein Pech war, dass es sich beim Kunden um einen verdeckten Polizisten der Stadtpolizei Zürich handelte.

In seinem Zimmer, in dem er jeweils seine Dienste anbietet, kam dann die böse Überraschung. Statt Sex gab es eine Kontrolle und eine Anklage wegen Übertretung des Epidemiengesetzes. Dafür sollte er eine Busse von 1000 Franken zahlen, zuzüglich Gebühren 1400 Franken.

Der Prozess am Mittwoch endete jedoch anders als die Staatsanwaltschaft es erhofft hatte: Das Gericht sprach den Mann frei, weil der Einsatz eines verdeckten Ermittlers nicht rechtens gewesen sei. So genannte V-Männer dürfen nur bei schwereren Straftaten eingesetzt werden. Bei Übertretungen wie im vorliegenden Fall ist der Einsatz von V-Männern nicht erlaubt.

Die ganze Anklage fiel damit in sich zusammen. Der Mann muss die Busse also nicht bezahlen. Als Sexarbeiter darf er allerdings nach wie vor nicht arbeiten. Im Kanton Zürich gilt wegen der Corona-Pandemie bis auf Weiteres ein Prostitutionsverbot.

Aktuell dürfen die Kantone selber entscheiden, ob sie Prostitution erlauben wollen oder nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft kann es noch ans Obergericht weiterziehen. (sda)
14:36
Im Baselbiet wird die nächste Bevölkerungsgruppe geimpft
Im Kanton Baselland sind ab Freitag auch Personen zwischen 65 und 74 Jahren zur Corona-Impfung zugelassen. Zudem steht die Impf-Warteliste ab diesem Zeitpunkt auch für Personen über 16 Jahren für eine Vorregistrierung offen.

Allerdings werde es aufgrund der beschränkten Impfstoffmenge Sommer oder Spätsommer, bis auch jüngere Personen ohne Risikovorerkrankungen einen Termin erhalten würden, teilte der Kantonale Krisenstab am Mittwoch mit.

Im Kanton Baselland sind gemäss Mitteilung momentan rund 5000 Personen über 75 Jahren oder mit chronischen Krankheiten des höchsten Risikos auf der Warteliste für einen Impftermin.
Diese beiden Gruppen würden bei der Zuteilung von Impfterminen weiterhin bevorzugt behandelt.
Der Impfstoff von Pfizer Biontech, aufgenommen in einem Altersheim in Gelterkinden am Dienstag, 29. Dezember 2020. Eine mobile Impf-Equipe ist im Einsatz im Kanton Basel-Land. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der Kantonale Krisenstab geht davon aus, dass Personen aus diesen beiden Gruppen im Verlauf des März ihre beiden Impftermine erhalten werden, weshalb gemäss Priorisierungsschema der Eidgenössischen Kommission für Impffragen ab Freitag die nächste Bevölkerungsgruppe - also Personen zwischen 65 und 74 Jahren - zur Impfung zugelassen wird.

Die mobilen Impf-Equipen werden nun prioritär in Institutionen der Behindertenhilfe zum Einsatz gekommen. Dies, nachdem die Impfungen in den in den Alters- und Pflegeheimen inzwischen abgeschlossen wurden.

Bis Dienstagabend wurden im Baselbiet 35'193 Impfungen durchgeführt, davon 10'523 Zweitimpfungen. (sda)
14:35
«Vier Pfoten» fordert Tierschutz in Pandemieplänen
Die Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» hat internationale Organisationen und Regierungen in einem offen Brief dazu aufgefordert, den Tier- und Umweltschutz in ihre Pläne zur Pandemieprävention aufzunehmen. Denn 75 Prozent neuer Infektionskrankheiten hätten laut dem Uno-Umweltprogramm (UNDP) ihren Ursprung in Tieren.

Statt sich auf pharmazeutische Probleme zu konzentrieren, sollten die eigentlichen Probleme rund um die Ausbeutung von Tieren angegangen werden, schrieb «Vier Pfoten» an die Weltgesundheitsorganisation WHO, die Uno-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO sowie an die Weltorganisation für Tiergesundheit OIE.

Es seien nachhaltige Lösungen nötig, angefangen mit dem Verbot von Pelzfarmen, Lebendtiermärkten, dem Wildtierhandel sowie dem Hunde- und Katzenfleischhandel. Lebendtiermärkte seien meist überfüllt und die Tiere würden unter unhygienischen Bedingungen gehalten. Das führe bei Tieren zwangsläufig zu einem geschwächten Immunsystem, zur Übertragung von Krankheitserregern und schlussendlich zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit, dass neue Infektionskrankheiten entstehen.
Ein Beagle wird am 22. Mai 1997 nach einer Versuchsreihe eines Basler Pharmakonzerns an den Tierschutzverein uebergeben. Die Tierversuche in der Schweiz sind 2002 erneut angestiegen. Abgenommen habe die Zahl der schwer belasteten Versuchstiere, teilte das Bundesamt fuer Veterinaerwesen (BVET) am Donnerstag, 26. Juni 2003 mit. Der Tierschutz sprach von einem Makel fuer den Forschungsplatz Schweiz. Laut Interpharma sind Tierversuche unverzichtbar. (KEYSTONE/Michael Kupferschmidt)
Die Tierschutzorganisation erinnerte daran, dass Wissenschaftler davon ausgehen, dass das neuartige Coronavirus von Wildtieren stammt und über einen tierischen Zwischenwirt, möglicherweise auf einem Lebendtiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan, auf den Menschen übergesprungen ist. (sda)
13:59
Israels nationale Lotterie droht Impfgegnern mit Entlassung
Immer mehr israelische Unternehmen und Einrichtungen planen Sanktionen gegen Mitarbeiter, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. Die nationale Lotterie wolle Angestellte feuern, die eine Impfung verweigerten, berichtete die israelische Nachrichtenseite ynet am Mittwoch.

Der Lotterie-Chef Avigdor Izchaki sagte dem Bericht zufolge: «Wer sich nicht impfen lässt, wird zunächst in den unbezahlten Urlaub geschickt und dann entlassen.» Kein Angestellter habe das Recht, andere Menschen zu gefährden. Die Lotterie Mifal Hapais hat demnach rund 300 Angestellte und mehrere Tausend freie Mitarbeiter.
epa09063610 A nurse prepares a shot of COVID-19 vaccine in downtown Jerusalem, 09 March 2021. Israeli government approved the easing of coronavirus restrictions allowing bars, restaurants, event halls, sporting events to re-open to the public on 07 March. Israel has so far vaccinated five million citizens with the first dose of the coronavirus vaccine and almost four million with the second dose.  EPA/ABIR SULTAN
Eine der grössten Supermarktketten des Landes, Schufersal, hatte ihre Angestellten nach Medienberichten vor die Wahl gestellt, sich entweder impfen oder mehrmals die Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen zu lassen. Dies löste bei Impfgegnern wütende Proteste aus, einige riefen zu einem Boykott der Kette auf und zerschnitten demonstrativ ihre Kundenkarten.

Das Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem hatte vor einer Woche mitgeteilt, nichtgeimpfte Mitarbeiter dürften nicht mehr direkt mit Patienten in Kontakt kommen. Allerdings seien bereits mehr als 95 Prozent des medizinischen Personals und der Verwaltungsmitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft.

Seit Beginn der Impfkampagne vor fast einem Vierteljahr haben mehr als fünf Millionen Israelis eine Erstimpfung und fast vier Millionen eine Zweitimpfung erhalten. Israel hat rund 9,3 Millionen Einwohner. Die Infektionszahlen fallen langsam, aber stetig, ebenso die Zahl der Schwerkranken. (sda/dpa)
13:34
1491 Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 1491 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 14 neue Todesfälle und 41 Spitaleinweisungen.

Am Dienstag waren 1378 neue Ansteckungen gemeldet worden sowie 13 neue Todesfälle und 61 Spitaleinweisungen.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 4,9 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 170,92 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,09.

Insgesamt wurden bis Montagabend 1'218'200 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 951'804 Dosen verabreicht. 332'585 Personen sind bereits vollständig geimpft. Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 5'319'389 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 567'903 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

Von den mutierten Varianten des Coronavirus sind in der Schweiz bisher 13'887 Fälle entdeckt worden. 4393 betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 178 die südafrikanische (B.1.351) sowie sechs die brasilianische (P.1). 9310 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.


Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) teilte am Mittwoch mit, aktuell sei zwar eine leichte Entlastung der schweizweit verfügbaren intensivmedizinischen Kapazitäten feststellbar, dennoch blieben die Intensivstationen und das gesamte Gesundheitswesen stark gefordert.
Dies einerseits durch Langzeit-Covid-19-Patientinnen und -Patienten, andererseits durch verschobene Eingriffe und Behandlungen, die nun nachgeholt werden müssten.

Die seit einem Jahr «äusserst stark beanspruchten und entsprechend müden» Behandlungsteams der Intensivstationen stünden also nach wie vor unter hohem Druck, schrieb die SGI. Es gelte die Auswirkungen der Lockerungen sorgfältig zu beobachten und die nationalen und internationalen Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, um einen erneuten Anstieg an Infektionen schnellstmöglich zu verhindern. Denn dieser würde verzögert zu einer weiteren Zunahme an kritisch kranken Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen führen. (sda)
13:21
EU-Kommission will wegen Corona mehr humanitäre Hilfe leisten
Angesichts der Corona-Pandemie will die EU-Kommission mehr und wirksamere humanitäre Hilfe leisten. Die EU soll auch direkt in Krisensituationen einschreiten – etwa um Lücken zu füllen, wenn ihre Mitgliedstaaten oder Hilfsorganisationen vor Ort nur unzureichend helfen können.

Die Kommission stellte Vorschläge dazu am Mittwoch in Brüssel vor. Die 27 EU-Staaten und das EU-Parlament müssen nun noch eine gemeinsame Linie finden.

Als Beispiel für Hilfe durch die EU nannte der für Krisenmanagement zuständige Kommissar Janez Lenarcic einen Einsatz im vergangenen Jahr: Als der internationale Flugverkehr im ersten Corona-Lockdown zusammengebrochen sei, seien viele Regionen der Welt für Helfer nicht mehr erreichbar gewesen. Die EU habe mit ihren Mitgliedstaaten Flüge organisiert – etwa, um medizinisches Material in hilfsbedürftige Länder zu transportieren.
epa08687956 European Commissioner for Crisis Management Janez Lenarcic speaks during an online media conference at the European Commission headquarters on the coronavirus pandemic, in Brussels, 22 September 2020.  EPA/Francisco Seco / POOL
Der Bedarf an Hilfe sei so hoch wie nie zuvor, sagte Lenarcic. Gleichzeitig gebe es nicht genug Spender. Die Kommission will daher um mehr Geld für humanitäre Zwecke werben. Die Europäische Union war nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit einem Anteil von insgesamt 36 Prozent weltweit grösster Geldgeber bei humanitärer Hilfe. Da es immer mehr Angriffe auf Zivilisten, Krankenhäuser und Schulen gebe, will die EU-Kommission ausserdem Verletzungen des Völkerrechts bei Hilfseinsätzen besser überwachen. (sda/dpa)
12:29
Höchste Tageszahl an Corona-Neuinfektionen in Polen seit November
epa09028343 Members of the Food Not Bombs distribute food and clothes to needy residents in Krakow, southern Poland, 21 February 2021, amid the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus. Food Not Bombs is a loose-knit group of independent collectives, sharing free vegan and vegetarian food with others.  EPA/Lukasz Gagulski POLAND OUT
In Polen sind an einem Tag so viele Corona-Infektionen festgestellt worden wie seit November nicht mehr. Das Gesundheitsministerium in Warschau meldete am Mittwoch 17 260 neue nachgewiesene Fälle innerhalb von 24 Stunden.

Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie stieg um 398 auf knapp 46 000. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Die Belastung für das Gesundheitssystem nimmt zu: Fast 18 400 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt. Davon mussten mehr als 1900 auf der Intensivstation beatmet werden. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich in Polen nach Berechnungen rund 240 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus an. In Deutschland lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 65,4.

Polen hatte zuletzt einzelne Schutzmassnahmen gelockert. In den meisten Teilen des Landes durften Hotels, Kinos, Museen, Kunstgalerien und Schwimmbäder mit begrenzter Kapazität wieder öffnen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums schloss angesichts steigender Infektionszahlen neuerliche Verschärfungen nicht aus. (sda/dpa)
12:10
Kanton Glarus lanciert Covid-19-Flächentests
Der Kanton Glarus lanciert flächendeckende Covid-19-Präventivtests. Die Regierung stellte am Mittwoch ein Konzept vor, das zur Eindämmung der Pandemie beitragen soll. Die Tests basieren auf Freiwilligkeit und sind kostenlos.

Die Glarner Regierung will mit den Schnelltests neue Corona-Hotspots verhindern. Die erweiterte Covid-19-Teststrategie des Bundes sieht vor, dass sich auch Personen ohne Symptome im Rahmen von Schutzkonzepten testen lassen können. Wie die Glarner Regierung am Mittwoch mitteilte, sollen damit lokale Infektionsausbrüche frühzeitig erkannt und eingedämmt werden.

Die für den Kanton verfügbaren Kapazitäten betragen in der ersten Phase 2800 Personen pro Woche. Ein Ausbau auf 8800 Personen pro Woche ist in Aussicht gestellt.

Das Konzept ist modular aufgebaut. Es umfasst Alters- und Pflegeheime sowie das Kantonsspital, dann die Spitex, die Schulen und die Betriebe. Laut Regierungsangaben ergeben sich im Maximalausbau etwa 13'200 zu testende Personen.

Die Gesamtkosten für drei der vier Module belaufen sich auf 140'000 Franken. Dazu kommen weitere 145'000 Franken für das Modul Betriebe. Die Tests sind freiwillig und bezahlt werden müssen sie nicht, denn der Bund übernimmt die Kosten. (sda)
11:59
111 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle im Kanton Bern
Der Kanton Bern hat am Mittwoch 111 neue Corona-Fälle vermeldet. Vier weitere Personen sind an oder mit der durch das Coronavirus ausgelösten Covid-19-Krankheit gestorben.

Dadurch ist die Zahl der dieser Krankheit erlegenen Personen auf 1005 angestiegen, wie am Mittwoch der Corona-Internetseite des Kantons Bern zu entnehmen war. Am Dienstag hatte der Kanton Bern 81 neue Corona-Infektionen gemeldet, am Mittwoch vor einer Woche deren 134.

Der Sieben-Tages-Schnitt betrug am Mittwoch 86 Infektionen pro Tag - zehn weniger als am Mittwoch vor einer Woche.

71 Personen wurden am Mittwochmorgen in einem Berner Spital wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, drei weniger als am Montag. Am Dienstag wurde diese Zahl nicht aktualisiert. Die Zahl der Personen, die sich am Mittwochmorgen mit Covid-19 auf einer Intensivstation befanden, blieb bei 22. (sda)
11:32
Tessin: Lehrer nach illegaler Party in Schule entlassen
Der Lehrer, der vergangene Woche an einer illegalen Party in einer Schule in Locarno teilgenommen hat, ist mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Dies teilte am Mittwochmorgen das Tessiner Departement für Bildung, Kultur und Sport mit.

Der Lehrer hatte in der Nacht auf vergangenen Freitag mit anderen Personen in einer Locarneser Mittelschule ein illegales Fest gefeiert.
An diesem sei auch Alkohol konsumiert worden, wie das Tessiner Bildungsdepartement schreibt.

Der Lehrer war am Freitag suspendiert worden. (sda)
11:31
Kurzfristig vier Millionen Impfdosen mehr von Biontech für die EU
Die Hersteller Biontech und Pfizer wollen in den nächsten beiden Wochen vier Millionen Dosen Corona-Impfstoff zusätzlich an die Europäische Union liefern. Man habe das Zusatzpaket ausgehandelt, damit die EU-Staaten gezielt in Corona-Hotspots impfen und die Ausbreitung der gefürchteten Virusvarianten bremsen könnten, erklärte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel.

Die Kommission hofft, dass durch gezielte Impfungen in Hotspots verschärfte Kontrollen an den EU-Binnengrenzen unnötig werden. Das gilt etwa an der deutsch-französischen Grenze zum französischen Département Moselle, wo besonders viele Infektionen mit mutierten Viren nachgewiesen werden.
European Commission President Ursula von der Leyen addresses European lawmakers during a plenary to mark International Women's Day at the European Parliament in Brussels, Monday, March 8, 2021. (AP Photo/Francisco Seco, Pool)
«Durch die gezielte Nutzung dort, wo sie am meisten gebraucht werden, vor allem in den Grenzregionen, werden diese Dosen helfen, die Bewegungsfreiheit von Waren und Menschen zu sichern oder wiederherzustellen», betonte von der Leyen. «Diese sind entscheidend für das Funktionieren der Gesundheitssysteme und des Binnenmarkts.»

Die EU-Kommission erwartet für das erste Quartal bis Ende März insgesamt rund 100 Millionen Dosen der drei in der EU bisher zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Biontech/Pfizer sollte von dieser Gesamtmenge ursprünglich 62 Millionen Dosen liefern, nun also 66 Millionen. (sda/dpa)
11:29
Thurgauer Impfschiff bleibt noch bis Ende Mai in Betrieb
Das Thurgauer Impfschiff, das seit Anfang Februar auf dem Bodensee abwechselnd in Romanshorn, Arbon und Kreuzlingen anlegt, bleibt noch bis Ende Mai in Betrieb. Danach wird es durch ein stationäres Impfzentrum abgelöst.

Ab Juni soll die «MS Thurgau» wieder normal als touristisches Schiff auf dem Bodensee verkehren,
erklärte Gesundheitsdirektor Urs Martin (SVP) am Mittwoch im Grossen Rat. Der Ort des zusätzlichen stationären Impfzentrums sei noch offen. Auf dem Impfschiff werden derzeit täglich bis zu 170 Personen geimpft.
Blick auf das Impfschiff, aufgenommen am Dienstag, 2. Februar 2021, in Romanshorn. Hier sollen von der Privatklinikgruppe Hirslanden bis zu 170 Personen pro Tag an den Haefen von Kreuzlingen, Romanshorn und Arbon gegen das Coronavirus geimpft werden. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Weit mehr Impfungen sollen nach Ostern im geplanten Impfzentrum in Weinfelden verabreicht werden. Sobald der Kanton genügend Impfstoff erhalte, könnten in Weinfelden täglich über 2000 Personen gegen das Coronavirus geimpft werden, sagte Martin. Im Moment hapere es noch mit dem Impfstoff-Nachschub.

Die mobilen Impfteams haben laut dem Gesundheitsdirektor ihre Einsätze in den Thurgauer Alters- und Pflegeheimen abgeschlossen. Nun würden Bewohnerinnen und Bewohner der Behinderteninstitutionen geimpft.
11:20
Schaffhausen bewilligt bislang 7,2 Millionen Franken für Härtefälle
Der Schaffhauser Regierungsrat hat seit April 2020 Corona-Unterstützungsleistungen in Höhe von rund 7,2 Millionen Franken gesprochen. Die Bearbeitungszeit für die Gesuche beträgt zurzeit durchschnittlich 3,5 Wochen.

Seit Beginn der zweiten Welle wurden rund 150 Härtefallgesuche eingereicht, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. 90 davon hat der Regierungsrat bereits entschieden. Davon wurden 72 gutgeheissen, 18 Gesuche lehnte der Regierungsrat ab. In 20 weiteren Fällen bewilligte er eine Akontozahlung.

Aktuell werden rund 180 weitere Gesuche von den Antragstellern vorbereitet. Unterstützung erhalten sie dabei von der Wirtschaftsförderung. Die meisten der zurzeit eingehenden Gesuche betreffen Betriebe, die behördlich geschlossen wurden. (sda)
11:15
Alaska erlaubt Corona-Impfungen für Bewohner ab 16 Jahren
In Alaska dürfen sich alle Bewohner ab 16 Jahren von nun an gegen Corona impfen lassen. Damit sei Alaska der erste US-Bundesstaat, der die Zugangsvoraussetzungen für Impfungen bei Erwachsenen abschaffe, teilte Gouverneur Mike Dunleavy am Dienstagabend (Ortszeit) mit.

Der Impfstoff von Pfizer und Biontech sei für Bewohner ab 16 Jahren erhältlich, die Mittel von Moderna und von Johnson & Johnson für Menschen ab 18 Jahren.
Larry Daugherty, a musher from Eagle River, will carry empty packages of COVID-19 vaccine with him on the trail this year as mushers began the Iditarod Sled Dog Race from the start area at Deshka Landing in Willow, Alaska, Sunday, March 7, 2021. (Marc Lester/Anchorage Daily News via AP)
Der nördlichste US-Bundesstaat mit seinen rund 730'000 Einwohnern steht nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC landesweit mit rund 302'000 verabreichten Impfdosen an der Spitze. Knapp 120'000 Bewohner erhielten örtlichen Angaben zufolge bereits beide nötigen Impfungen.

USA-weit meldeten die Behörden am Dienstag knapp 56'000 neue Corona-Fälle und fast 1900 Tote, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. In dem Land mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern infizierten sich bislang mehr als 29 Millionen Menschen mit dem Virus, mehr als 527'000 starben.

Insgesamt wurden nach Angaben der CDC rund 93,7 Millionen Dosen verabreicht.
Mehr als 61 Millionen Menschen erhielten demnach bereits die erste Dosis, rund 32 Millionen bekamen beide nötigen Impfungen.
(sda/dpa)
11.08
Greenfield-Festival abgesagt
Das Greenfield-Festival in Interlaken findet 2021 definitiv nicht statt. Wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten, wird die Ausgabe auf 2022 verschoben. Das Greenfield hätte vom 3. bis 5. Juni 2021 stattfinden sollen. Weiter trifft es die vom gleichen Veranstalter organisierten «Rock am Ring», «Rock im Park», «Hurricane Festival» und «Southside».
Findet das Greenfield Festival statt? Coronavirus
11:12
Parlament bewilligt Nachtragskredite in Milliardenhöhe
Das Parlament will zur Bewältigung der Corona-Pandemie weitere 14,375 Milliarden Franken an Bundesgeldern zur Verfügung stellen. Nach dem Nationalrat hat am Mittwoch auch der Ständerat entsprechende Nachtragskredite zum Budget 2021 bewilligt.
Ein vermeintlicher Postchef hat einem Rentner in Basel rund 265'000 Franken abgekn
Dabei fallen die Erhöhung des Bundesbetrags für die kantonalen Härtefallmassnahmen (6,3 Milliarden Franken) und der Beitrag an die Arbeitslosenversicherung zur Deckung der Kurzarbeitsentschädigung im Jahr 2021 (6 Milliarden Franken) am meisten ins Gewicht.

Die Kredite waren sowohl in der vorberatenden Finanzkommissionen als auch in den Räten weitgehend unbestritten. (sda)
11:11
Onlinehandel erlebt dank Corona Wachstumssprung
Die Schweizer Konsumenten haben im Coronajahr online geshoppt wie noch nie. Von diesem Boom profitierten insbesondere einheimische Anbieter.

Insgesamt nahmen die Einkäufe via Internet um 27,2 Prozent auf 13,1 Milliarden Franken zu, wie eine Gesamtmarkterhebung des Marktforschungsunternehmens GfK in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband und der Post ergab. Laut den Angaben nahmen dabei die Einkäufe bei Schweizer Anbietern (+32%) deutlich stärker zu als jene bei ausländischen (+5%). Die Schweizer Anbieter kommen nun auf einen Anteil von über 80 Prozent am gesamten Onlinehandel.
FILE - In this Dec. 12, 2016 file photo, a person in Miami searches the internet for sales. Online shopping scams are on the rise as thieves look to take advantage of the increase in people shopping online during the pandemic.  (AP Photo/Wilfredo Lee, File)
Beliebt ist das Einkaufen via Internet vor allem bei Non-Food-Waren. Laut den Angaben macht hier der Onlineabsatz 18,9 Prozent des Gesamtabsatzes aus, in einigen Bereichen wie der Heimelektronik sind es sogar noch deutlich mehr.

Im Food-Bereich kommen die Onlineeinkäufe hingegen nur auf einen Anteil von 3,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr, als der Anteil noch bei 2,8 Prozent gelegen hatte, bedeutet dies jedoch ein Wachstumssprung.

Es sei «offensichtlich», dass sich die Präferenzen jedes Jahr weiter in Richtung online und weg vom Einkaufen im Laden verschieben würden, meinen die Studienautoren. Das sei eine Entwicklung, die auch nach Corona anhalten dürfte. (awp/sda)
10:47
Neue Runde im Patentstreit bei Corona-Impfstoffen in der WTO
Im Streit um Patente auf Corona-Impfstoffe verhandeln Mitgliedsländer der Welthandelsorganisation (WTO) am Mittwoch wieder in Genf. Mehr als 100 Länder wollen die Patente aussetzen, damit mehr Firmen in mehr Ländern Impfstoffe herstellen können. Länder mit Pharmaindustrie sowie die Industrie blockieren das bislang.

Es geht um das Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS-Abkommen). Mit diesen und anderen Vereinbarungen will die WTO den freien Handel in geordneten Bahnen regeln. Der TRIPS-Rat wollte am Mittwoch und Donnerstag beraten.

WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala kritisierte Exportkontrollen und Regierungen, die im Gerangel um noch mehr Impfdosen die Preise in die Höhe trieben. Vor der Sitzung des TRIPS-Rats forderte sie Hersteller auf, die Fabrikation in Entwicklungsländern anzukurbeln.
New Director-General of the World Trade Organisation Ngozi Okonjo-Iweala adjustes her facemask as a preventive measure against the Covid-19 coronavirus during a session of the WTO General Council upon her arrival at the WTO headquarters to take office in Geneva, Switzerland, Monday, March 1, 2021. Nigeria's Ngozi Okonjo-Iweala takes the reins of the WTO amid hope she will infuse the beleaguered body with fresh momentum to address towering challenges and a pandemic-fuelled global economic crisis. (Fabrice Coffrini/Pool/Keystone via AP)
Sie sprach am Dienstag bei einem virtuellen Treffen von Pharmavertretern und UN-Organisationen zur Lösung der Impfstoffengpässe. Dort hiess es, es fehle an vielem, etwa Bioreaktorbeuteln für Zellkulturen, fötalem Kälberserum als Medium für Zellkulturen, Glasfläschchen und Nanopartikeln, in die manche Impfstoffe eingelagert werden müssen.

«Wir müssen sicherstellen, dass wir erfolgreich sind, so dass Millionen Menschen die mit angehaltenem Atem warten wissen, dass wir an konkreten Lösungen arbeiten.» Auch, wenn die TRIPS-Diskussionen andauerten, müsse gehandelt werden. «Tatsache ist, dass jeder weitere Tag mit Impfstoffengpässen bedeutet: Menschen sterben.»

Auch die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen machte Druck: «Die Aufhebung der Monopole einiger Unternehmen würde Impfstoffe, Tests und Behandlungen für mehr Menschen zugänglich machen», sagte der Präsident der Organisation, Christos Christou.
(sda/dpa)
9:23
Die Schweiz hat noch mehr Impfstoffe gekauft
Die Schweiz hat weitere drei Millionen Impfdosen der Hersteller Pfizer/Biontech gekauft. Eine Million davon werde den Kantonen bereits im April, Mai und Juni zur Verfügung stehen, kündigte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch auf Twitter an.

Damit stärke die Schweiz ihre Impfkampagne gegen das Coronavirus weiter, schrieb Berset. Insgesamt hat die Schweiz damit Verträge für 35,8 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Neben den mittlerweile 6 Millionen Dosen von Pfizer/Biontech hat sie sich 13,5 Millionen Dosen des US-Pharmaunternehmens Moderna gesichert.


Dazu kommen 5,3 Millionen Dosen von Astra/Zeneca, das auf die Zulassung wartet und 11 Millionen Dosen der beiden bisher ebenfalls nicht zugelassenen Impfstoffe von Curevac und Novavac. (sda)
6:33
Proteste und Alarmstufe Rot in Paraguay
Inmitten der Proteste gegen den Umgang der Regierung mit der Corona-Krise hat das paraguayische Gesundheitsministerium Alarmstufe Rot angesichts des anhaltendes Anstiegs der Corona- Infektionen erklärt. «Die Generaldirektion für Gesundheitsüberwachung ist besorgt, dass der hohe Grad an Ansammlungen und die geringe Einhaltung der Hygienemassnahmen sich negativ auf die Gesundheit auswirken können und das Gesundheitssystem zum Kollaps bringen», heisst es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Dienstag (Ortszeit). In dem südamerikanischen Land kam es am Dienstag den fünften Tag in Folge zu Demonstrationen gegen die Regierung.

Das Gesundheitswesen steht vor dem Zusammenbruch. Es fehlt an wichtigen Medikamenten für die Behandlung von Covid-19-Patienten, fast alle Betten auf den Intensivstationen der öffentlichen Krankenhäuser sind belegt. Gesundheitsminister Julio Mazzoleni trat aufgrund des öffentlichen Drucks am Freitag zurück. Nach Krawallen am Freitagabend forderte Präsident Mario Abdo Benítez alle Kabinettsminister zum Rücktritt auf, woraufhin das Ministerkarussell sich zu drehen begann.

Bislang haben sich in Paraguay nachweislich 171 985 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Neuinfektionen - für das südamerikanische Land ungewöhnlich - überstieg zuletzt 1000 am Tag. 3 360 Patienten sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben. Paraguay ist etwa so gross wie Deutschland und die Schweiz zusammen, hat aber nur gut sieben Millionen Einwohner. Gerade im ländlichen Raum ist die Gesundheitsversorgung oft schlecht. (sda/dpa)
Bild: Proteste am 9. März in Asuncion (Keystone)
epa09064612 Demonstrators protest against the government in Asuncion, Paraguay, 09 March 2021. Protesters gathered in smaller numbers compared to previous days, to call for the resignation of President Mario Abdo Benitez, criticizing his management of the COVID-19 pandemic and the collapse of the health system, as he continues to make changes in his Cabinet to calm the public.  EPA/Nathalia Aguilar
6:03
Schweizer Grossveranstalter hoffen auf rasche Entscheide
ARCHIVBILD ZUR ERLAUBNIS VON VERANSTALTUNGEN MIT MEHR ALS 1000 PERSONEN AB OKTOBER DURCH DEN BUNDESRAT, AM MITTWOCH, 12. AUGUST 2020 - Fans enjoy the concert with Macklemore at the Zuerich Openair in Glattbrugg near Zurich, Switzerland, Saturday, August 24, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)
Veranstalter von Festivals und Konzerten haben vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie einige Hunderttausende, wenn nicht Millionen Tickets verkauft. Bei diesen Tickets kann im Nachhinein keine Impfpflicht als Bedingung für eine Teilnahme eingeführt werden. Die Branche hofft nun auf eine Regelung durch die Behörden.

Für bereits verkaufte Tickets könnten die Organisatoren privatrechtlich die Spielregeln nicht einfach ändern, zitieren die Tamedia-Zeitungen Thomas Dürr, Geschäftsführer des auf Grossanlässe spezialisierten Veranstalters ACT Entertainment. Das sei lediglich bei neuen Shows und neu verkauften Tickets möglich.

Dürr sieht die Behörden in der Pflicht, über Rahmenbedingungen wie etwa ein Impfpflicht oder einen Testnachweis zu entscheiden. Denn nur wenn der Zutritt zu Veranstaltungen gesetzlich geregelt sei, könnten die Veranstalter ihre Bedingungen anpassen. Ansonsten seien sie an die Bedingungen zum Zeitpunkt des Ticketkaufs gebunden.

Explizit gegen eine Impfpflicht für Grossveranstaltungen spricht sich der Verband der professionellen Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstaltungen aus, so deren Geschäftsführer Stefan Breitenmoser. Es bleibe abzuwarten, wie sich der Bundesrat zu den längst fälligen Auflagen für grössere Veranstaltungen äussere.

Viele Organisatoren hoffen bis spätestens 22. März auf konkrete Weichenstellungen. Denn den Betreibern grosser Festivals läuft die Zeit davon, wie es in den Tamedia-Zeitungen weiter heisst. Sie benötigen für die Organisation mehrere Monate Vorlauf. Ansonsten dürften Veranstaltungen 2021 kaum mehr möglich sein. (sda)
3:38
Brasilien meldet weiteren Tagesrekord an Corona-Toten
A healthcare worker arrives in an ambulance bringing a patient suspected of having COVID-19 to the public HRAN Hospital in Brasilia, Brazil, Monday, March 8, 2021. (AP Photo/Eraldo Peres)
Nach der bisher tödlichsten Woche in der Pandemie hat Brasilien einen weiteren Höchstwert bei den an einem Tag erfassten Corona-Toten registriert. 1972 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Dienstagabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben.

Der bisherige Höchstwert lag am vergangenen Mittwoch bei 1910 Toten nach 1641 am Dienstag. Insgesamt sind damit in Brasilien über 268'370 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 70'764 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem grössten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,1 Millionen stieg.

Die Situation auf den Intensivstationen für Covid-19-Patienten ist extrem kritisch, wie die Nachrichtenagentur «Agência Brasil» unter Berufung auf die Forschungseinrichtung «Fundação Oswaldo Cruz» (Fiocruz) berichtete. In 15 Hauptstädten und 13 Bundesstaaten liege deren Belegung bei über 90 Prozent.

Präsident Jair Bolsonaro, der das Coronavirus von Anfang an verharmlost hatte und mittlerweile auch den Sinn einer Impfung in Zweifel zieht, lehnt Einschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen weiter ab. Lokale Politiker haben den Ernst der Lage erkannt und die Massnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus verschärft. (sda)
1:34
Hilfsorganisationen beklagen Impfengpässe in armen Ländern
Hilfsorganisationen haben erneut vor Engpässen bei Corona-Impfungen in Ländern mit niedrigem Einkommen gewarnt. Weltweit habe die Mehrheit der ärmsten Länder noch keine einzige Impfung verabreicht, teilte Oxfam gemeinsam mit einer Allianz anderer Hilfsorganisationen in der Nacht zum Mittwoch mit. Bis Ende 2021 könnten demnach bestenfalls nur gut 20 Prozent der Bewohner in Ländern der Südhalbkugel auf eine Impfung gegen das Coronavirus hoffen.

Die Allianz warnte vor einem Machtmonopol der Pharmaunternehmen. Wirtschaftlich privilegierte Staaten würden den globalen Gesundheitsnotstand verlängern, sagte Gabriela Bucher, Geschäftsführerin von Oxfam International, der Mitteilung zufolge. «Indem sie einer kleinen Gruppe von Pharmaunternehmen erlauben, zu entscheiden, wer lebt und wer stirbt», so Bucher.

In den USA, Frankreich, Deutschland und Grossbritannien sind einer Umfrage zufolge mehr als zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass Regierungen dafür sorgen sollen, Impfstoff-Technologien mit anderen Ländern zu teilen. Die Befragung hatte die Allianz im Auftrag des Meinungsforschungsinstituts YouGov Ende Februar durchgeführt. (sda/dpa)
0:52
Impfstoff-Streit: EU-Vertreter ins Londoner Aussenministerium zitiert
In einer neuen Eskalation des Impfstoff-Streits zwischen Brüssel und London ist am Dienstagabend ein Vertreter der EU ins britische Aussenministerium zitiert worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsquellen. Grund soll eine Äusserung von EU-Ratspräsident Charles Michel zu einer angeblichen Sperre für Impfstoff-Exporte des Landes sein.

«Die britische Regierung hat nicht einmal den Export einer einzigen Covid-19-Impfung blockiert», teilte ein Downing-Street-Sprecher am Dienstagabend mit. Alle Verweise auf ein britisches Export-Verbot oder jegliche Einschränkungen für Impfstoffe seien komplett falsch. Ein gleichlautendes Schreiben soll Raab zudem an den EU-Ratspräsidenten geschickt haben.

«Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten haben eine regelrechte Sperre verhängt für den Export von Impfstoffen oder Impfstoff-Komponenten, die auf ihrem Gebiet produziert werden», schrieb Michel in seinem Newsletter am Dienstagabend. Später legte er sogar noch nach. Er legte dabei nahe, Grossbritannien habe die Exporte auf indirektem Wege gestoppt. «Froh, wenn die britische Reaktion zu mehr Transparenz und erhöhten Exporten in die EU und Drittländer führt», schrieb er auf Twitter und fügte hinzu: «(Es gibt) verschiedene Wege, um Sperren oder Beschränkungen für Impfstoffe/Medikamente einzuführen.» (sda/dpa)
22:45
Drei Milliarden Impfdosen von Biontech
Drei Milliarden Impfdosen: So viel stellt der Impfstoffhersteller Biontech bis im Jahr 2022 in Aussicht. Das sagte Biontech-Chef Ugur Sahin gegenüber Bloomberg.

21:10
Chile löst Israel vom Impfthron ab
Chile ist das Land mit den weltweit meisten innerhalb der letzten sieben Tage gegen das Coronavirus geimpften Menschen pro 100 Einwohnern und hat Israel damit überholt. «Heute haben wir einen neuen Grund, stolz zu sein: Chile hat den ersten Platz im weltweiten Ranking der (innerhalb der letzten sieben Tage) verabreichten Dosen pro 100 Einwohnern eingenommen», schrieb die Regierung des südamerikanischen Landes am Dienstag auf Twitter, nachdem die Daten des Statistikportals «Our World in Data» bekanntgeworden waren.

Demnach hat Chile im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage 1,08 Dosen am Tag pro 100 Einwohnern geimpft, Israel 1,03. Insgesamt hat das 18-Millionen-Einwohner-Land seit Beginn seiner Impfkampagne im Dezember 4 176 094 Millionen Menschen mindestens eine Impfstoff-Dosis verabreicht. Das entspricht mehr als 21 Prozent der Bevölkerung. Am Montag registrierte Chile einen Tagesrekord mit 319 014 Geimpften, wie die Zeitung «La Tercera» berichtete. Chile hatte zusammen mit Mexiko und Costa Rica zu den Ländern in Lateinamerika gehört, die als erste mit der Impfung der Bevölkerung begannen und hatte frühzeitig wegen des Erwerbs von Impfstoffen verhandelt. So gelang es, 35 Millionen Dosen zu garantieren, von denen 10 Millionen bereits eingetroffen sind. Die meisten stammen von dem chinesischen Unternehmen Sinovac. Trotz der vergleichsweise erfolgreichen Impfkampagne verzeichnet das Land hohe Infektionszahlen - zuletzt mehr als täglich 5000 neue Infizierte - und das an mehreren Tagen hintereinander. Insgesamt 864 064 Menschen in Chile haben sich nach den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 21 182 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (sda/dpa)
Alicia Martinez gets her second dose of China's Sinovac COVID-19 vaccine in the outdoor patio of a home for the elderly in Santiago, Chile, Friday, March 5, 2021. (AP Photo/Esteban Felix)
20:11
Österreich testet in Vorarlberg ab Montag Lockerungsschritte
Das österreichische Bundesland Vorarlberg wird nächste Woche zur Testregion für Corona-Lockerungen. Ab Montag sollen Gastronomie, Veranstaltungen und Jugendsport unter vielen Auflagen wieder möglich werden, kündigte Landeschef Markus Wallner am Dienstagabend in Bregenz an.

In dem kleinen westlichen Bundesland steht die Sieben-Tages-Inzidenz bei 73, weit unter dem österreichweiten Wert von 184. «Von dieser Lage heraus kann man gut begründen, einen verantwortungsvollen Schritt zu setzen», sagte Wallner nach Verhandlungen mit der Regierung in Wien. «Aber die Eigenverantwortung ist auch gefragt», betonte der konservative Politiker.

Gastronomiebetriebe dürfen ab Montag drinnen und draussen Gäste bewirten. Zudem werden Veranstaltungen mit halber Sitzplatzbelegung bis zu 100 Personen erlaubt. Kinder- und Jugendgruppen können wieder kleine Treffen und Sporttrainings ohne engen Kontakt veranstalten. Mit Zutrittstests, Abstand, Masken, Besucherregistrierung und Schutzkonzepten sollen Ansteckungen vermieden werden.

Im Rest Österreichs bleiben Restaurants, Bühnen und Jugendtreffs vorerst weiter zu. Die Regierung in Wien will nächste Woche über mögliche landesweite Lockerungen beraten. Angesichts steigender Infektionszahlen hängen diese Pläne jedoch am seidenen Faden. (sda/dpa)
19:50
Britische Regierung: Haben kein Exportverbot für Impfstoffe
Die britische Regierung hat mit deutlichen Worten einer Äusserung von EU-Ratspräsident Charles Michel zu einer angeblichen Sperre für Impfstoff-Exporte aus ihrem Land widersprochen. «Die britische Regierung hat nicht einmal den Export einer einzigen Covid-19-Impfung blockiert», teilte ein Downing-Street-Sprecher am Dienstagabend mit. Alle Verweise auf ein britisches Export-Verbot oder jegliche Einschränkungen für Impfstoffe seien komplett falsch.

Michel hatte zuvor in seinem Newsletter das Programm zu Impfstoffbeschaffung der EU-Kommission verteidigt. Behauptungen, die EU betreibe Impf-Nationalismus seien schockierend, schrieb er. Beispielsweise stamme der grösste Teil des in Israel verabreichten Impfstoffs aus Belgien. Die EU habe nie aufgehört zu exportieren. Anders sei das in den USA und Grossbritannien. «Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten haben eine regelrechte Sperre verhängt für den Export von Impfstoffen oder Impfstoff-Komponenten, die auf ihrem Gebiet produziert werden», schrieb Michel in seinem Newsletter am Dienstagabend.

London hatte Brüssel kürzlich wegen des Stopps einer Lieferung von Astrazeneca-Impfstoff an Australien kritisiert. Die EU hatte einen Export-Kontrollmechanismus eingeführt, nachdem das britisch-schwedische Unternehmen seine Lieferzusage erheblich gekürzt hatte. Grossbritannien ist von den Lieferproblemen Astrazenecas aber nicht betroffen. (sda/dpa)
19:31
Kantone unterstützen Massentests
Die Mehrheit der Kantone steht hinter der Teststrategie des Bundes. Das schreibt die Gesundheitsdirektorinnen- und direktorenkonferenz (GDK) auf Twitter.


18:40
Ackermann zollt Politikerinnen Respekt
Er habe grossen Respekt vor der Politik und den Entscheiden, die Politiker fällen müssten, sagte Martin Ackermann, Präsident der Covid-19 Science Task Force, am Dienstag gegenüber der «Tagesschau» von Schweizer Fernsehen SRF.

Den Parlamentsentscheid vom Montag, dem Task Force keinen Maulkorb zu verpassen, interpretiere er als Respekt vor der Wissenschaft.

Ackermann betonte einmal mehr, dass die Task Force Handlungsoptionen offeriere, von denen sie wisse, dass sie im Kampf gegen die Pandemie wirksam seien. Er rate aktuell zu vorsichtigen und kleinen Öffnungsschritten. (sda)
Martin Ackermann, Praesident National COVID-19 Science Task Force, spricht neben Monika Buetler, Vizepraesidentin National COVID-19 Science Task Force, waehrend einer Medienkonferenz zur aktuellen Situation des Coronavirus, am Donnerstag, 14. Januar 2021 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
17:18
Russischer Impfstoff Sputnik V soll in Italien produziert werden
Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V soll von Juli an an auch in Italien produziert werden. Das teilte die italienisch-russische Handelskammer am Dienstag in Rom mit. Die Firma Adienne Srl. in der Lombardei – eine Tochter des Schweizer Pharma-Unternehmens Adienne Pharma & Biotech – solle den Impfstoff herstellen. Der Handelskammer zufolge wurde eine entsprechende Vereinbarung mit dem staatlichen russischen Direktinvestitionsfonds RDIF geschlossen, der an der Sputnik-Entwicklung beteiligt ist - die erste mit einem europäischen Partner.

Den Angaben zufolge könnten bis Ende des Jahres in Norditalien zehn Millionen Dosen produziert werden. Die italienische Botschaft in Moskau sei in die Verhandlungen eingebunden gewesen. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa zitierte den Präsidenten der Handelskammer, Vincenzo Trani, mit der Aussage, dass die Produktion nicht gleichbedeutend mit der Verteilung des Impfstoffs im Land sei. Italien wende sich nicht von der EU ab. Auch andere europäische Firmen würden sich in diese Richtung bewegen.

Bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA läuft die Prüfung über die Zulassung des russischen Impfstoffs noch. Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte nach einem Ansa-Bericht am Wochenende gesagt, er sei «offen für den russischen Sputnik-Impfstoff», wenn die Kontrollen der zuständigen Agenturen ein positives Ergebnis brächten. (sda/dpa)
16:56
Zürich will den Böögg in Uri verbrennen
Am 19. April hätten die Zürcherinnen und Zürcher auf dem Sechseläutenplatz den Böögg verbrennt. Hätten. Doch das Coronavirus macht dem Volksfest auch dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung. Nun teilte das Zentralkomitee der Zünfte Zürichs (ZZZ) mit, dass man trotz allem den Böögg verbrennen möchte – einfach ohne Zuschauer und live übertragen im Fernsehen. «Da keine oder nur sehr wenige Zuschauer erlaubt sind, kommt allerdings der traditionelle Zürcher Sechseläutenplatz als Durchführungsort nicht in Frage», zitiert die Basler Zeitung das ZZZ. Weil Uri dieses Jahr Gastkanton gewesen wäre, habe das ZZZ in Uri nachgefragt, ob sich dort womöglich ein Ersatzstandort für das Böögg-Verbrennen finden würde.
Der Boeoegg brennt und explodiert teilweise, anlaesslich des traditionellen Sechselaeutens am Montag, 13. April 2015, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza) 

The head of the "Boeoegg" burns on the Sechselaeuten place in Zurich, Switzerland, pictured on April 13, 2015. The Sechselaeuten (ringing of the six o'clock bells) is a traditional end of winter festival with a parade of guilds in historical uniforms on horseback and the burning of the Boeoegg, a symbolic snowman, at 6 pm. The faster the Boeoegg explodes, the hotter the summer will be according to traditional weather rules. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
15:49
Viel weniger Corona-Härtefallgesuche im Glarnerland als erwartet
Die Glarner Regierung schätzt, dass sich bei den Unternehmen im Kanton im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie mittlerweile ein Anspruch auf Härtefallentschädigungen von insgesamt 20 bis 25 Millionen Franken aufaddiert hat. Effektiv beantragt wurde bisher aber nur ein kleiner Teil davon.

Bei ihrer Schätzung geht die Regierung von der Annahme aus, dass die aktuellen Lockdown-Einschränkungen im März aufgehoben werden. Sollte das nicht der Fall sein, müsste eine Neubeurteilung der potentiellen Härtefall-Ansprüche vorgenommen werden. Das schrieb die Exekutive in einer am Dienstag publizierten Antwort auf eine dringliche Interpellation des SVP-Landtagsfraktion.

Von Corona-Massnahmen finanziell betroffene Firmen können seit Anfang Januar Anträge auf eine Härtefallunterstützung einreichen. Bisher sind beim Kanton um die 130 Gesuche eingegangenen. Erwartet worden waren aber etwa 550 Anträge. Die Beiträge an die Unternehmen werden darum nicht mehr stufenweise und hälftig ausbezahlt, sondern vollständig. Damit will der Kanton eine «maximale Wirkung» erzielen.

In einem weiteren Schritt werden die Beiträge angehoben, um eine genügende Unterstützung zu ermöglichen. Die vorhandenen Mittel würden diese Vorgehensweise erlauben, schrieb die Regierung.
Vom kantonalen Fonds für Härtefälle von 21,5 Millionen Franken sind bis Anfang März 4,8 Millionen Franken beansprucht worden. Die noch nicht ausgeschöpften Gelder beliefen sich damit auf 16,7 Millionen Franken. (sda)
15:28
Entwickler von Astrazeneca-Impfstoff bitten um Vertrauen
Die Entwickler des Astrazeneca-Impfstoffs haben um Vertrauen für in die in Europa verfügbaren Impfstoffe geworben.

«Öffentliches Vertrauen ist entscheidend. Wissenschaft und Politiker müssen klare Botschaften vermitteln», sagte Andrew Pollard von der Universität Oxford, der die klinischen Studien mit dem Präparat betreut, am Dienstag. «Impstoffe haben keine Wirkung, wenn sie im Regal herumliegen.»

In Deutschland blieb in den vergangenen Wochen eine Vielzahl von Astrazeneca-Impfdosen ungenutzt - unter anderem, weil frühere Berichte über eine geringere Wirksamkeit sowie Nebenwirkungen die Skepsis gegenüber dem Impfstoff erhöht hatten. Zudem empfahl die Ständige Impfkomission (Stiko) das Präparat zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren. Mittlerweile rät sie, das Vakzin für alle zu verwenden.
epa09063119 A medical worker holds a vial of the AstraZeneca COVID-19 vaccine at Thanh Nhan hospital in Hanoi, Vietnam, 09 March 2021. Vietnam launched its COVID-19 vaccination campaign on 08 March, after receiving the first batch of AstraZeneca vaccine which were manufactured in South Korea and imported by Vietnam Vaccine Company (VNVC) in February.  EPA/LUONG THAI LINH
Daten aus England und Schottland, wo bereits Millionen Menschen geimpft sind, bescheinigen dem Impfstoff eine sehr hohe Wirksamkeit gegen schwere Verläufe von Covid-19 in allen Altersgruppen.

«Wir haben sehr hart daran gearbeitet, diesen Impfstoff für die Welt zu entwickeln», sagte die Immunologin Sarah Gilbert, die die Entwicklung des Mittels an der Universität Oxford geleitet hat. «Wir müssen nun hart an dem Prozess arbeiten, dass der Impfstoff auch genutzt wird.» Nur so könne die Pandemie beendet und der Tod Tausender Menschen verhindert werden.
(sda/dpa)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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