Schweiz
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An Airbus A330 from Swiss International Airlines lands on a foggy morning at Zurich Airport, on Friday, October 13, 2017, in Zurich, Switzerland. The high humidity renders the air vortex visible. (KEYSTONE/Christian Merz)

Die Luftfahrt soll in Klimaschutzmassnahmen miteinbezogen werden. Im Bild: Ein Airbus A330 der Swiss landet in Zürich. Bild: KEYSTONE

Darum könnte Fliegen bald teurer werden

Die Schweiz und die EU planen, ihren Emissionshandel zu verknüpfen. Obwohl dies neu auch den Flugverkehr mit einschliesst, lässt die Forderung nach einer Flugticketabgabe nicht nach.

Gabriela Jordan / ch media



Vor kurzem haben Schweizer Forscher die Klimaszenarien bis 2060 vorgestellt. Das Fazit: Gelingt es nicht, die weltweiten Treibhausemissionen rasch zu senken, werden die Sommer trockener, die Niederschläge heftiger, die Hitzetage zahlreicher und die Winter schneeärmer. Um ihren Kohlendioxid-Ausstoss zu verringern, setzt die Schweiz auf die CO2-Abgabe und auf das Emissionshandelssystem (EHS), das besonders energieintensive Unternehmen wie Kraftwerke zum Ausstoss einer bestimmten Menge CO2 berechtigt.

Mit diesem Handelssystem wird sich in der Wintersession nun der Nationalrat befassen: Er entscheidet im Rahmen der CO2-Gesetzesrevision als Erstrat über ein Abkommen, das die Verknüpfung des Schweizer EHS mit demjenigen der EU vorsieht. Die 54 Unternehmen, die bisher am Schweizer Emissionshandel teilnehmen, erhielten dadurch Zugang zum EU-Markt mit rund 11'000 Teilnehmern.

Folgen hätte das Abkommen vor allem für die schweizerische Luftfahrt, die so erstmals in den Emissionshandel einbezogen würde. Bislang kennt dieser Sektor keine Klimamassnahme, obwohl er für rund 18 Prozent des schweizerischen CO2-Ausstosses verantwortlich ist. Global sind es knapp 5 Prozent. Diese Emissionen sollen nun mit dem Zertifikathandel reduziert oder zumindest begrenzt werden. Die Wirkung ist allerdings umstritten.

Bei der vorberatenden Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) des Nationalrats wurde das Geschäft nur knapp mit 13 zu 12 Stimmen angenommen. Dagegen gestimmt hat unter anderem Grüne-Nationalrat Bastien Girod. «Im EHS wären erstens nur Flüge innerhalb von Europa eingeschlossen, nicht aber die klimaschädlicheren Kontinentalflüge», kritisiert er. «Zweitens schafft das System viel zu wenig Anreize, um überhaupt CO2 einzusparen.»

Zu viele Zertifikate am Markt

Das Problem beim Emissionshandel liegt im Konjunktureinbruch von 2008: Seither gibt es zu viele Zertifikate auf dem Markt, und diese sind dadurch zu billig. Für Unternehmen ist es somit günstiger, weiter Treibhausgase auszustossen und durch zugekaufte Zertifikate zu kompensieren, statt den Ausstoss durch Investitionen in klimaschonende Technologien zu senken.

Die EU plant deshalb, über eine Verknappung der Zertifikate eine Preissteigerung herbeizuführen. Aus Sicht von Bastien Girod reichen diese Bemühungen aber nicht. Sie würden viel zu spät greifen, sagt er und plädiert stattdessen für eine Umweltabgabe auf Flugtickets, wie sie in der Vergangenheit schon mehrfach gefordert wurde. Erst letzten Frühling gelangte die Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit (Klug), eine breite Allianz aus Verbänden, Stiftungen und Parteien, mit dem Anliegen an den Bundesrat. Am Dienstag weibelte sie im Bundeshaus erneut dafür.

Nationalrat Bastien Girod praesentiert sich der Mitgliederversammlung Gruene Stadt Zuerich im Kirchgemeindehaus Wipkingen in Zuerich am Dienstag, 4. Juli 2017. (KEYSTONE/Walter Bieri)

«Der Emissionshandel schafft falsche Anreize. Es braucht eine Flugticketabgabe»: Bastien Girod, Nationalrat Grüne. Bild: KEYSTONE

«Eine Flugticketabgabe braucht es unbedingt», ist Girod überzeugt. «Bisher blieb diese Forderung immer chancenlos. Dass das Geschäft in der Kommission jetzt nur hauchdünn durchgekommen ist, ist ein gutes Zeichen.» Gleicher Meinung ist SP-Nationalrat Eric Nussbaumer, der ebenfalls in der Kommission sitzt. Er wird in der Wintersession einen Minderheitsantrag für eine Flugticketabgabe stellen.

Anders als Girod sieht er diese Massnahme aber als Ergänzung zum Emissionshandel, welchen er durchaus als geeignetes Instrument beurteilt. «Es sind zwar zwingende Reformen nötig, damit die Preise der Zertifikate steigen. Klimapolitik muss aber global angegangen werden – wir sollten deshalb alles daransetzen, ein gemeinsames Emissionshandelssystem zu schaffen.»

Neben diesen Flugzeug-Passagiere willst du nicht sitzen

Flugticketabgabe nicht neu

Grosse Zweifel an der Wirksamkeit des EHS im Bereich der Luftfahrt hegen allerdings auch Experten. Florian Brunner, Projektleiter Fossile Energien und Klima bei der Schweizerischen Energie-Stiftung SES, weist dabei auf das immense Wachstum der Branche hin. «Es wird angenommen, dass sich die globalen CO2-Emissionen durch den Flugverkehr zwischen 2014 und 2030 verdoppeln werden. Selbst wenn die EU das EHS reformieren sollte, reicht diese Massnahme bei weitem nicht.»

Auch Brunner plädiert deshalb für eine Flugticketabgabe, die «rasch und unkompliziert» eingeführt werden könne. «Eine solche Abgabe gibt es bereits in zwölf anderen europäischen Ländern. Vor allem in Grossbritannien, wo sie mit bis zu 180 Euro am höchsten ist, sind die Passagierzahlen zurückgegangen», sagt er.

Florian Brunner, Projektleiter Fossile Energien und Klima bei der Schweizerischen Energie-Stiftung, spricht waehrend einer Medienkonferenz KLUG (Koalition Luftverkehr Umwelt und Gesundheit) ueber die Einfuehrung einer Flugticketabgabe in der Schweiz, am Dienstag, 27. November 2018, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

«In Grossbritannien, sind die Passagierzahlen dank Flugticketabgabe zurückgegangen»: Florian Brunner, Energie-Stiftung. Bild: KEYSTONE

Sowohl bei Behörden als auch bei Schweizer Fluggesellschaften hat die Flugticketabgabe einen schweren Stand. Letztere wehren sich mit dem Argument des Wettbewerbsnachteils. Sie warnen vor einem «nationalen Alleingang». Das Bundesamt für Zivilluftfahrt befürchtet zudem, dass Schweizer Passagiere auf Flughäfen im Ausland ausweichen könnten. Die erwartete Umweltwirkung könnte durch Umwegverkehr sogar zum Gegenteil führen. Dem widerspricht Brunner vehement: «In anderen Ländern gibt es die Abgabe ja bereits. Es wäre also kein nationaler Alleingang. Und da die Aviatik-Branche ein riesiger Wachstumsmarkt ist, würde eine solche Abgabe die Swiss nicht gleich in den Ruin treiben.»

Mehrkosten für Passagiere

Unabhängig von den ökonomischen Nachteilen für die Branche vertritt das Bundesamt für Zivilluftfahrt die Haltung, dass der Handel mit Emissionszertifikaten die besseren Anreize für die CO2-Reduktion setzt. Die Flugticketabgabe, wie es sie in anderen europäischen Ländern gibt, sei nämlich nicht zweckgebunden und käme daher einer Steuer gleich. «Das eingenommene Geld hat höchstwahrscheinlich keine lenkende Wirkung», so die Bundesbehörde. Wirkungsvoller als nur ein europäischer Emissionshandel wäre freilich ein globaler Markt. Ein solcher ist schon vorgesehen: Bis 2020 will die Internationale Zivilluftfahrtorganisation der UNO das Emissionshandelssystem «Corsia» einführen.

Wie die Fluggesellschaft Swiss auf Anfrage mitteilt, begrüsst sie «global orchestrierte Ansätze wie Corsia». Regionale Systeme hingegen würden zu Wettbewerbsverzerrungen führen.

Wie ein Zusammenspiel zwischen dem Emissionshandelssystem der EU und Corsia aussehen könnte, hängt von den Reformen seitens EU ab. So oder so dürften sich die Massnahmen aber bald auf die Flugpreise niederschlagen. Der Bund rechnet mit zusätzlichen Kosten, die durch den Zertifikatszukauf entstehen. Sie dürften «auf die eine oder andere Weise auf die Passagiere umgelegt werden».

CO2-Schleuder Flugverkehr: Kerosinsteuer und Biotreibstoffe

Zusätzlich zur Flugticketabgabe fordert eine Allianz aus Verbänden, Stiftungen und Politikern eine Steuer auf Kerosin. Laut dem Bundesrat fehlt dafür aber eine Grundlage in der Verfassung. Diese zu schaffen, sei für ihn wegen der geplanten Verknüpfung des Emissionshandels mit der EU nicht prioritär. Das ist einer Antwort auf eine Motion von GLP-Nationalrat Jürg Grossen zu entnehmen, welche eine Abgabe, Gebühr oder Lenkungsabgabe in der Zivilluftfahrt verlangt. Wann sie ins Parlament kommt, ist noch unklar.

Ein weiteres Thema sind Biotreibstoffe, welche von manchen Airlines derzeit getestet werden. Durchgesetzt haben sich diese aber noch lange nicht. Die Kosten sind weit höher und die Infrastruktur« »noch nicht vorhanden. Ausserdem ist Biosprit auch aus ökologischer Sicht fragwürdig: Er benötigt riesige Anbauflächen und verdrängt die Nahrungsmittelproduktion. Zudem würde der Umstieg vor allem auf dem billigen Palmöl basieren. (gjo)

(aargauerzeitung.ch)

Der CO2-Fussabdruck von Herr und Frau Schweizer ist massiv

abspielen

Video: srf

Die kleinen Freuden des Flugzeug-Reisens – in 12 Memes

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    Alle Leser-Kommentare
  • Butschina 28.11.2018 23:01
    Highlight Highlight Am Meisten ausrichten könnten wir Alle zusammen, indem wir uns fragen, müssen all die Geschäftsreisen bei den heutigen digitalen Möglichkeiten sein?
    Reicht es nicht privat innerhalb Europa Ferien zu machen? Beispielsweise mit dem Zug? Meine schönsten Ferien fanden in der Schweiz, Österreich und Italien statt. Brauchen die meisten wirklich ein Auto? Wäre es nicht möglich mit ÖV, Fahrrad und Carsharing? Ich bin überzeugt wir könnten es schaffen, wenn wir es dann wollten.
  • HPOfficejet3650 28.11.2018 15:11
    Highlight Highlight Wenn der Umwelt wirklich geholfen werden soll, dann muss eine *Globale* Limmitierung der Flugzeuge her. Alles andere hilft nur auf dem Papier was. Abgaben macht unseren Planeten nicht sauberer. Immer geht es um Geld.🙈
    das ist ja nicht zum aushalten
  • IMaki 28.11.2018 13:52
    Highlight Highlight Ticketabgabe, Emissionshandel, Kerosensteuer - alles dasselbe: Ablasshandel. Dieses Geschäftsmodell sollte man - wie schon die letzten 500 Jahre - der katholischen Kirche überlassen. Dort bringt es dem Zahlenden auch nichts, aber es beruhigt das Gewissen. Wie wäre es erstens mit einer Aenderung unseres individuellen Lebensstils und dem Verzicht auf Wochenendtripps nach Mallorca oder Weihnachtsshopping in New York? Mit einem Lande-Verbot für Billig-Airlines in der Schweiz? Uebrigens ein Geheimtipp: Schlafwagenreisen sind imfall obergeil. Vor allem zu zweit. So oder so, Leute, die Party ist aus.
  • Supertiar 28.11.2018 12:00
    Highlight Highlight Klar ist das Fliegen viel zu billig und mit der heutigen Preispolitik auf Flugtickets wird ein massiv verfälschtes Anreizsystem geschaffen. Weihnachtsshopping in New York übers Wochenende? Kein Problem, der Flug kostet ja fast nix. Doch brauchen wir das wirklich um glückich zu sein?
    Über den Preis alleine wird das Problem jedoch nicht gelöst. Es wären viel drastischere Massnahmen nötig, damit wir das im Artikel erwähnte 2° Ziel noch erreichen und zwar bald! Man müsste sich einmal generelle Gedanken übers Fliegen (und auch andere Dinge) machen. Aber wir bauen ja lieber unsere Flughäfen aus...
  • inmi 28.11.2018 11:41
    Highlight Highlight Reichte Typen wie der Griod können sich dann immer noch das Fliegen leisten. Assoziale Elitenpolitik unter dem Deckmäntelchen der Klimapolitik.
    • JoeyOnewood 28.11.2018 13:11
      Highlight Highlight Frag Girod mal, wann er zum letzten Mal geflogen ist, bevor du hier Vermutungen anstellt. ich bin mir ziemlich sicher, dass er für einen Schweizer einen sehr vorbildlichen Fussabdruck hat, was bedeuetet, dass er so gut wie nie oder gar nie fliegt.
    • Fabio74 29.11.2018 21:51
      Highlight Highlight ALternative? Nichts tun?
  • Cybot 28.11.2018 10:42
    Highlight Highlight Leider reine Symptombekämpfung, die aber mangels Lösungen dennoch gemacht werden muss. Die meiner Meinung nach richtige Frage hat bis jetzt nur Ecopop gestellt, jedoch einen unglücklichen Lösungsansatz gewählt. Der "Heisse Härdopfel" - die Überbevölkerung - und die damit einhergehende Frage einer Geburtenkontrolle wird bewusst umschifft. Ist aber auch verständlich: Denn derjenige, der diese Frage aufwirft, wird von Links bis Rechts politisch massakriert werden. Ich denke aber, dass wir um genau diese Frage längerfristig nicht herumkommen. Wie wir es lösen werden, das ist in der Tat schwierig.
    • sottosopra 28.11.2018 11:13
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu den Co2-Emissionen, die zunehmen, sinkt die durchschnittliche weltweite Fertilitätsrate, was dazu führen wird, dass sich die Weltbevölkerung bis 2100 bei rund 10 Mia (wahrscheinlich weniger) stabilisiert.
    • dorfne 28.11.2018 12:00
      Highlight Highlight Mehr als 10 Milliarden kann die Erde auch gar nicht tragen. Die Zahl haben wir aber schon fast erreicht. Da nützt es nicht mehr viel, wenn sich das Bevölkerungswachstum verlangsamt. In 20 Jahren sind wir bei 13, 14 Milliarden. Und dann werden die Naturgesetze des Planeten uns wegfegen von seinem Grund und Boden. Das wird ein langer, schmerzhafter Prozess sein. Wir werden uns gegenseitig die Köpfe einschlagen im Kampf um Ressourcen. Neue Krankheiten werden uns dahinraffen, usw..
    • Gustav.s 28.11.2018 13:06
      Highlight Highlight Die Zahlen werden so falsch sein wie alle in den letzten hundert Jahren. Immer wurden die Voraussagen übertroffen und neue werden mit dem Argumenten die Techniken der Voraussagen sei nun besser, mehr Daten seien vorhanden usw als zuverlässiger angepriesen.
  • Nick Name 28.11.2018 10:38
    Highlight Highlight Höchste Eisenbahn!
    • dorfne 28.11.2018 12:02
      Highlight Highlight Der Artikel zeigt aber auf, dass nix passieren wird. Die Schweiz wartet auf das Emissionshandelsabkommen "Corsio", im Wissen dass auch dies nur reiner Aktivismus sein wird, ohne einschneidende Wirkung. Die Menschheit ist ums Verrecken dem Wirtschaftswachstum und dem kurzfristigen Denken verfallen.
    • Cybot 28.11.2018 14:04
      Highlight Highlight Bin da voll bei @mogad:
      Ein Wirtschaftssystem, welches auf Wachstum ausgelegt ist auf Nachhaltigkeit trimmen, grenzt an Utopie. Jeglicher nachhaltige Gedanke arbeitet aus meiner Sicht gegen das System selbst. Wir sehen es ja immer wieder: Jegliche Bestrebungen in diese Richtung werden im Keim erstickt. Gehen die Argumente aus, kommt am Schluss noch das Killerargument: Arbeitsplätze gehen verloren und ganze Wirtschaftszweige würden wegrationalisiert. Und damit hat derjenige IMMER recht. Ich glaube wir müssen zuerst lernen, dass wir Geld nicht fressen können. Könnte aber noch dauern :)
  • Influenzer 28.11.2018 09:41
    Highlight Highlight Emissionshandel ist wie Abfallexport eine moderne Form des Kolonialismus und führt letztlich dazu dass unsere klimaschädliche Lebensweise sich in der ganzen Welt ausbreiten wird.
    • dorfne 28.11.2018 12:03
      Highlight Highlight Genau. Das Mittelalter lässt grüssen mit seinem Ablasshandel!
  • T13 28.11.2018 09:31
    Highlight Highlight Dann fliegen die leute halt noch mehr im ausland.
    Wir bezahlen jetzt schon mehr als beispielsweise die deutschen und italiener für flüge.
    Es ist billiger nach mailand zu fahren und dann da den flieger zu nehmen.
    Sinn? 🤷🏻‍♂️
    • dorfne 28.11.2018 12:04
      Highlight Highlight Nach dem Motto, die andern machens schlecht, also brauchen wir nicht besser zu werden.
    • T13 28.11.2018 12:36
      Highlight Highlight Ne ich seh einfach keinen sinn wiso es billiger ist nach milano zu fahren was ökologisch schlimmer ist als fliegen und das dann immer noch billiger ist.
      Inkl. Parking für die ganze woche.
      Ich sag nicht das wir nix tun müssen. Nur das eine generelle erhöhung der preise keinen sinn ergibt, da das oben genannte beispiel dann genau so weiter funktionieren wird.
  • chraebu 28.11.2018 09:27
    Highlight Highlight Mobilität ist allgemein zu billig. Dank dem Internet könnte jeder von seinem Wohnort arbeiten. 1-2 Tage vor Ort für persönliche Meetings würden für die meisten Jobs ausreichen. Ausserdem würden die Kosten für unnötig gewordene grosse Büroflächen massiv sinken. Es gäbe viele kleinere Arbeitsplätze in der Aglo.

    Steuerfreies Kerosin ist dabei klar das grösste Problem und somit zuerst anzugehen. Würde man die indirekten Kosten effektiv bezahlen, wäre es plötzlich möglich viele Meetings per Videocall zu machen.

    Effizienter für den Arbeitgeber und Angenehmer für die Arbeitnehmer wäre es auch.
    • flying kid 28.11.2018 09:38
      Highlight Highlight Jeder könnte von zu Hause aus arbeiten? 🤦🏼‍♂️
      Hört mal auf mit diesem bullshit. Ja, einige Bürojobs könnten das, der grösste Teil jedoch muss für die Arbeit das Zuhause verlassen. Und nein, Mobilität ist definitiv nicht zu günstig. Das fliegen vieleicht, aber der Rest ganz sicher nicht.
    • Käsebrötchen 28.11.2018 10:44
      Highlight Highlight Was wohl für die Bürogummis mit einem Weitblick bis zur Flaschenbodenbrille gilt.

      Mein Vermieter hätte aber sich was dagegen, wenn ich für mir MEINE Arbeit eine Halbleiterbeschichtungsanlage mit mehreren lauten 6kW Kompressoren und einer entsprechenden USV ins Wohnzimmer stellen würde und meine Küche zum Reinraum umbauen würde. Ebenso müsste er Anschlüsse für flüssigen Stickstoff nachrüsten und akzeptieren, dass ich meinen Abfall mit Arsenbrösel in den Gemeinschaftscontainer vorm Haus entsorge.
      Würden sie mich als Nachbarn heben wollen? Eben.
    • ghawdex 28.11.2018 10:45
      Highlight Highlight *lol* chraebu lässt den defekten Wasserhanen in der Küche seiner Wohnung per Internet reparieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 28.11.2018 09:08
    Highlight Highlight Die Europäer bezahlen und die Amis mit einem doppelt so hohen pro-kopf-Ausstoss lachen und verpesten die Luft weiter.
    Lieber ein anständiges Hochgeschwindigkeitszugnetz auf Kontinentaleuropa bauen. Wenn ich von Zürich nach Prag will braucht der Zug 10h. Wenn ich dieselbe Strecke in China zurücklegen will, brauche ich mit dem Zug 4h.
    • 7immi 28.11.2018 09:26
      Highlight Highlight in china enteignet man halt schnell jemanden, wenn ein haus im weg steht, oder ein dorf 😉
    • HabbyHab 28.11.2018 09:30
      Highlight Highlight China ist aber auch nur ein Staat mit sehr viel Macht. In Europa ist das schwieriger. Aber stimme dir zu, es wäre definitiv von Vorteil, ein gut ausgebautes Hochgeschwindigkeitsnetz zu haben.
    • Borki 28.11.2018 09:40
      Highlight Highlight Nur weil es noch schlimmere Klimasünder gibt auf unserer Kugel sich unschuldig fühlen, ist billig. Vergleiche einmal deinen ökologischen Schuhabdruck mit dem von einem Inder, wenn du schon am vergleichen bist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asparaguss 28.11.2018 09:05
    Highlight Highlight Do. Nun wird die Mobilität teurer. Treffen wird dies mal wieder nur die unteren Einkommen.
    • dorfne 28.11.2018 12:12
      Highlight Highlight Genauso wie der Klimawandel die unteren Einkommen schon jetzt am härtesten trifft.
  • Butschina 28.11.2018 08:50
    Highlight Highlight Es ist auch richtig, dass der Passagier die Mitverantwortung trägt und somit die Preise etwas steigen. Deshalb fände ich eine Flugticketabgabe besser. Oder beides.
    • dorfne 28.11.2018 11:49
      Highlight Highlight Flugticketabgabe UND eine Kerosinsteuer, bitte. Und wenn die Verfassung Letztere nicht erlaubt, sollte halt die Verfassung geändert werden. Verstehe nicht, warum GLP, Grüne und Linke nicht schon längst eine entsprechende Initiative gestartet haben. Der Klimawandel tut offenbar noch nicht richtig weh, man findet Ausreden und wartet bis die EU 2020 mit dem Emissionshandelssystem "Corsio" kommt. Das wird aber nur nützen wenn die Interkontinentalflüge einbezogen und die Zertifikate massiv teurer werden. Besser die SWISS geht pleite (wär ja nicht das erste Mal) als das Klima.
  • Knety 28.11.2018 08:39
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man sich mal die Bonussysteme vorknöpfen. Was bringt den eine Preiserhöhung wenn man dank Meilen sowieso gratis fliegt?
    • suchwow 28.11.2018 09:40
      Highlight Highlight Wat.
  • TheDude10 28.11.2018 08:20
    Highlight Highlight Der Emisssionshandel ist reine Augenwischerei, die Belastungen wird nicht verkleinert, sondern nur verlagert.
  • ubu 28.11.2018 08:19
    Highlight Highlight Ganz ehrlich: Mir ist egal, warum Fliegen teurer wird. Hauptsache es wird teurer!
  • joe155 28.11.2018 08:10
    Highlight Highlight Gut kommt endlich Bewegung in die Sache - Fliegen ist um mindestens 50% zu billig! Aber ich verstehe Herrn Girod nicht: Der Emissionshandel ist eine einfache und mächtige Lösung für die Zukunft. Nur weil es seiner Meinung nach nicht die beste Lösung ist, muss man sich ja nicht gleich sperren? Schlussendlich ist jede auch nur halb funktionierende Lösung gut, damit CO2 eingespart werden kann.
  • wolge 28.11.2018 08:02
    Highlight Highlight Die Überbevölkerung ist doch das eigentliche Problem, alles andere sind nur Symptome. Doch wer würde sich schon getrauen eine rigorose, weltweite Familienplanung zu fordern? Wer würde sich getrauen Spendegelder der 3. Welt in eine Altersvorsorge für Personen die auf Kinder verzichten zu investieren? Wer würde sich getrauen Subventionen für Familien zu streichen, da sie falsche Anreize setzen? Stattdessen werden hungernde Kinder aufgepäppelt auf dass sie danach noch mehr hungernde Kinder zeugen und Familien subventioniert damit sie die Welt noch mehr übervölkern können... Macht dies Sinn?
    • Herbert Anneler 28.11.2018 09:16
      Highlight Highlight Hi wolge - warum hat die Menschheit gerade dich aufgepäppelt, wo du so rigoros für ein paar lumpige Flugmeilen den Tod anderer in Kauf nimmst? Wie wäre es, wenn du ein junges Kid wärest, das man nicht aufpäppeln möchte, damit ein anderer nach Belieben durch und in die Luft furzen kann? Sozialdarwinisten wie du sind das Übel der Welt. Gier und Selbstgerechtigkeit. Gäbe es auf der Welt nur Sozialdarwinisten wie dich - wir hätten noch nicht einmal das Rad erfunden, geschweige denn die Demokratie, Penicillin oder das wasserspülende Klosett... Mach es wie die Affenuhr - zähl die Bananenstunden nur!
    • Leider Geil 28.11.2018 09:35
      Highlight Highlight Die Welt ist keineswegs überbevölkert, das Problem ist eher, dass die Resourcen völlig falsch verteilt und eingesetzt werden. So leben die einen wie die Maden im Speck auf Kosten der anderen. Klar will die Made nicht verzichten und schreit dann schnell mal Überbevölkerung!
      Oben drauf kommt das kaputte System, dass die falschverteilung und das Verschwenden noch belohnt.
      Der Ablasshandel mit Zertifikaten ist eune Symptombekämpfung, beseitigt nicht die Ursachen des Problems und treibt komische Blüten, die noch Schaden anrichten und weitere Maden fett macht. Aber der Zahlende hat ja ein reines...
    • Borki 28.11.2018 09:50
      Highlight Highlight Im wohlgenährten Europa über den Sinn schwadronieren, ob man hungernde Kinder aufpäppeln soll. In der Kommentarspalte eines Beitrages darüber, dass wir unser Flugverkehr einschränken sollten, weil es eine der grössten Quelle an Treibhausgasen ist...
      Sorry, aber das ist so zynisch, dass ich mein Frühstück rückwärts essen möchte!

      Das Bevölkerungswachstum in der 3. Welt könnte man übrigens auch anders bremsen, als indem man Kinder verrecken lässt. Bildung für Frauen zum Beispiel. Kostet halt etwas...
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