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Hey Dude, schon abgestimmt? Das sind die 10 faulsten Ausreden der Nicht-Abstimmer

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Am 25. November stimmt das Schweizer Stimmvolk über drei nationale Vorlagen ab. Von den rund 5,4 Millionen Stimmberechtigten werden aber leider auch dieses Mal einige im Bett bleiben und eine dieser Ausreden bemühen.
20.11.2018, 12:0320.11.2018, 16:45
Petar Marjanovic, Anna Rothenfluh

Selbstbestimmung, Hornkuh, Sozialdetektive – an brisanten und wichtigen Abstimmungsthemen fehlt es nicht, wenn am Sonntag die Stimmzettel ausgewertet werden. Dass jede Stimme zählt, haben in jüngster Vergangenheit einige Abstimmungen gezeigt. Darum gibt es auch keine Ausreden. Eigentlich. Doch die Stimmfaulen prokrastinieren die Stimmabgabe, bis es zu spät ist.

Das sind ihre zehn faulsten meistgehörten Ausreden:

«Ich mach' das immer am letzten Wochenende»

bild: shutterstock

Genau. Und dann ist per Zufall noch irgendein tolles Konzert und dann noch eine tolle Party. Ach, und dann hast du noch irgendeinen One-Night-Stand aufgegabelt. Seien wir ehrlich. Du vergisst es sowieso. Mach es jetzt.

«Ich bin nicht so der Politik-Typ»

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gif: giphy

Staubsaugen tut auch niemand gerne. Und trotzdem muss man es tun. Sonst bereut man es nachher. So auch in der Politik: Wenn du nicht abstimmst, entscheiden andere über dich. Du rauchst gerne in Clubs und Bars und regst dich übers Rauchverbot auf? Dir stinkt es, dass dein Lieblings-Barkeeper ausgeschafft wird? Voilà. Darüber haben wir abgestimmt. Also du nicht.

«Das ist zu kompliziert»

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gif: giphy.com

Kann es zu kompliziert sein, seinen Wünschen Ausdruck zu verleihen? Es geht darum, was DU willst. Schau dir die Videos des Bundes oder die Erläuterungen von votez.ch an. In wenigen Minuten wirst du wissen, worum es bei welcher Abstimmung geht. Und wenn du dann weisst, was für dich wichtig und richtig ist, dann überzeuge auch deine Freunde.

Gleich geht's weiter mit den typischen Ausreden, vorher ein kurzer Hinweis:

Deine Stimme zählt!
Am 25. November stimmt die Schweiz über die «Selbstbestimmungs»-Initiative (SBI) ab. Die Kernfrage: Soll Schweizer Recht immer absoluten Vorrang haben? Auch dann, wenn wichtige internationale Verträge gekündigt oder sogar gebrochen werden müssen – beispielsweise die Bilateralen oder die Menschenrechtskonvention? Die SBI schadet unserem Rechtsstaat, unserer Demokratie und unserer Wirtschaft. Sie verdient ein klares NEIN. Mehr Infos: www.neinzursbi.ch
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Und nun zurück zu den Selbstlügen ...

«Das Stimmcouvert ist bei meinen Eltern in Hinteroberhofen und ich komm' da jetzt nicht mehr hin»

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bild: giphy.com

Die Schweizer Post ist super. Wenn deine Eltern eine A-Postmarke für dich aufwenden mögen, geht das in 24 Stunden von Hinteroberhofen in den urbanen Zürcher Kreis 5. Wenn du die Abstimmungsunterlagen am Dienstag an deine Gemeinde zurückschickst, dann zählt deine Stimme garantiert. Einige Gemeinden zählen die Stimmabgabe auch, wenn du den Brief am Mittwoch abschickst (informiere dich).

Du redest nicht mehr mit deinen Eltern? Warum zum Teufel bist du dann noch bei ihnen angemeldet? Meld dich endlich dort an, wo du lebst und Luft verbrauchst, und lass dir das Couvert von Bruder oder Schwester nachsenden. 

«Meine Stimme fällt eh nicht ins Gewicht. Jeder Appenzeller ist achtmal so viel wert»

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bild: shutterstock

Die Masseneinwanderungs-Initiative wurde 2014 mit nur gerade 19'302 mehr Ja-Stimmen angenommen. Jede Stimme zählt. JEDE. Auch deine. Auch die von deiner Schwester oder deinem Bruder. Oder deiner Freundin. Wenn die Appenzeller eine andere Meinung haben, ist das ihr Ding. Es geht darum, dass auch DU abstimmen gehst. 

«Kommt doch nicht drauf an, was wir abstimmen, die Konzerne und gekauften Politiker machen eh, was ihnen gefällt»

Wenn Konzerne und gekaufte Politiker «eh machen, was ihnen gefällt», dann ist es genau an dir, dies zu ändern. Für Politiker gibt es nichts Nervigeres, als wenn sich die Basis meldet und mitentscheidet. 

«Mein Freund stimmt das Gegenteil, unsere Stimmen heben sich auf»

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gif: giphy.com

Darum geht es! Wenn du nicht abstimmen gehst, gewinnt die Meinung deines Freundes. Du verlierst. Wenn du abstimmen gehst, verhinderst du, dass etwas Schlechtes beschlossen wird – oder du gewinnst sogar, wenn dein Freund diesen watson-Artikel nicht gelesen hat.

Teilen könntest du ihn aber trotzdem ...

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«Bei mir hat's keinen Briefkasten in der Nähe»

bild: screenshot post.ch

Wohnst du im Zelt auf einer Alp? Wenn ja, was machst du gerade auf Facebook? Die Post zeigt dir, wo der nächste Briefeinwurfkasten in deiner Nähe ist. Geh auf Nummer sicher und wirf es am Dienstag ein. Oder mach es kreativ und lade am Samstagabend ein paar Freunde ein. Schaut Filme, trinkt etwas – und geht am Sonntagmorgen gemeinsam zur Gemeinde oder ins Abstimmungslokal.

«Ich mach's nachher»

bild: shutterstock

Nein. Jetzt. Das ist keine Seminararbeit, das ist ein simples Ja oder Nein in einer Box. Und deine Unterschrift. Und zehn Sekunden fürs Verschliessen des Couverts.

«Ich bin Ausländer»

Bild: KEYSTONE

Lass dich einbürgern. Oder teile diesen Artikel, damit deine stimmberechtigten Freunde auf Facebook und Twitter sehen, dass es beim Abstimmen keine Ausreden gibt.

Und? Hast du abgestimmt? Dann gibt's jetzt eine Belohnung: Viel Vergnügen!

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