Schweiz
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Lieber Herr Hooligan-Staatsanwalt Lüscher...

Überfälle, Messerattacken, Entführungen – die Zürcher Stadion-Schläger sind sehr öffentlichkeitswirksam aktiv. Der zuständige Staatsanwalt der «Krawall-Gruppe» Edwin Lüscher hingegen weniger. Von wem er lernen könnte. 



Sehr geehrter Herr Lüscher 

Das Schweizerische Parlament diskutiert derzeit darüber, ob man Leute, von denen eventuell eine terroristische Gefahr ausgehen könnte, künftig auch ohne Urteil oder Anhaltspunkte für Straftatplanungen ein Jahr lang in Hausarrest stecken kann. 

Das neue Anti-Terror-Gesetz soll das möglich machen. Bereits jetzt stehen mit dem neuen Nachrichtendienstgesetz den Überwachungs- und Strafverfolgungsbehörden des Bundes mannigfaltige Möglichkeiten offen, ihre als terroristische Gefährder gelabelte Kundschaft zu akquirieren und zu betreuen: Phishing-Überwachung allen Datenverkehrs, Verwanzungen von Wohnungen, Computern, Handys und Autos, Observationen, Randdatenerhebungen und so weiter und so fort.  

Ich kann mir vorstellen, dass sie sich manchmal im Stillen wünschen, ebenfalls über ein solch hübsches Arsenal an Arbeitsinstrumenten zu verfügen wie der Bundesanwalt oder der Chef des Nachrichtendienstes. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit hätten sie eigentlich Anrecht darauf.

Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass in den vergangenen Jahren Terroristen in der Schweiz Journalisten tote Fische in die Briefkästen gelegt, Jugendliche mit Eisenstangen verprügelt und ihnen die Kleider geraubt, Menschen entführt oder Messerattacken verübt hätten. Die «Fussballfans» machen all das und noch viel mehr seit Jahr und Tag. In immer neuen Zusammensetzungen, ohne absehbares Ende und viel zu oft straflos. Auch weil Ihnen nicht die Instrumente zur Verfügung stehen, die Sie bräuchten, um innerhalb dieser anonymen Schlägermobs effektiv zu ermitteln.

In Ihrer Frustration haben Sie vergangene Woche das Video eines besonders perfiden Überfalls auf dem Zürcher Maag-Platz veröffentlicht, in der deklarierten Hoffnung, dass «so die Diskussion um Fangewalt entfacht wird». Von den FCZ-Fans beim «Tages-Anzeiger» haben Sie dafür mit der Schlagzeile «Staatsanwaltschaft heizt Fangewalt-Debatte an» aufs Dach gekriegt. 

Hooligan-Schlägerei auf dem Maagplatz in Zürich

Lassen Sie sich davon nicht beirren, Sie haben den richtigen Weg eingeschlagen. Bloss sind Sie noch viel zu zögerlich.

Was meinen Sie, was los gewesen wäre, wenn dieser Schlägertrupp vom Maag-Areal lange Bärte getragen, Korane dabei gehabt hätte oder aus einer Moschee gekommen oder auf dem Weg in eine gewesen wäre? Richtig: Es hätte einen stillen Terror-Alarm gegeben, es wäre kantonsweit in einem Grosseinsatz nach gefährlichen Individuen gefahndet worden und der Nachrichtendienst, die Bundesanwaltschaft mitsamt Bundeskriminalpolizei wären mit all ihren legalen, personellen und technologischen Ressourcen auf den Plan getreten.  

Und wissen Sie, woran das liegt? 

An der jahrelangen und konsequenten Dschihad-Vermarktung, die namentlich Bundesanwalt Michael Lauber, aber auch NDB-Direktor Markus Seiler via Öffentlichkeitsarbeit betrieben haben. Während deren Spindoctors verwirrte und manipulierte Jugendliche als «Dschihadreisende» aufs öffentliche Tapet gebracht und im nationalen Bewusstsein als Bedrohung verankert und damit verschärfte Überwachungsgesetze durchgebracht haben und durchbringen, lässt sich ihre Klientel immer noch mehr als bereitwillig als «erlebnisorientiert» und ihre lebensgefährlichen Aktionen als «Fangewalt» charakterisieren.

Sie sollten deshalb nicht «hoffen, eine Diskussion um Fangewalt» auszulösen, sondern diese durch öffentliche Wortmeldungen initiieren, prägen und mittels neuer Begrifflichkeiten ein angemessenes öffentliches Bewusstsein für das Problem schaffen.

Solange die steinzeitlich anmutenden Bestrebungen dieser Kreise, sich gegenseitig Stoffstücke zu rauben, mit so schönen Vokabeln wie «Erlebnis» und «Fan» geschmückt werden, bleiben Sie als Strafverfolger immer bloss der Spielverderber ohne Rückendeckung von Medien und Politik. 

Mit freundlichen Grüssen 

Maurice Thiriet 

Zur Person 

Staatsanwalt Edwin Luescher im Zuercher Bezirksgericht in Zuerich am Dienstag, 9. Dezember 2014. Karl Dall muss sich wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und der versuchten Noetigung vor dem Gericht verantworten. Dem 73-Jaehrigen wird vorgeworfen, in der Nacht zum 6. September 2013 mit einer Frau in seinem Hotelzimmer in Zuerich gegen deren Willen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Public prosecutor Edwin Luescher at the district court in Zurich, Switzerland, Tuesday 09 December 2014. The 73-year-old German actor and entertainer was accused of raping a woman in September 2013 in a hotel room in Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Edwin Lüscher leitet die «Krawall-Gruppe» der Zürcher Staatsanwaltschaft. Diese ist 2012 von der Oberstaatsanwaltschaft in Absprache mit der Jugendanwaltschaft, der Kapo Zürich, der Stadtpolizei Zürich und der Stadtpolizei Winterthur ins Leben gerufen worden. Die Abteilung ist auf Ermittlungen bezüglich Unruhestiftern und Gewalttätern im Umfeld von Sportveranstaltungen oder politischen Kundgebungen spezialisiert. Bild: KEYSTONE

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    Alle Leser-Kommentare
  • PUXXYDEZTROYER754 30.03.2018 19:06
    Highlight Highlight Wie schnell sich Fussballfans immer angegriffen fühlen, wird auch in den Kommentarspalten immer sofort klar. Wie leicht angestupste Fussballer. Die verbale Schwalbe. 😂
    • Kii 31.03.2018 10:19
      Highlight Highlight Irgendwie auch logisch, wenn man immer alle fussballfans in einen topf wirft.

  • Astrogator 30.03.2018 08:41
    Highlight Highlight Tatsächlich empfinde ich Fussballfans für die grössere Gefahr als islamistischer Terror.
    Ich bin grundsätzlich gegen das neue Antiterrorgesetz weil es rechtsstaatliche Prinzipen aushebelt. Aber wenn das Gesetz in der Form wirklich kommt wieso nicht auch auf den Abschaum anwenden den wir auch wirklich in der Schweiz haben? Sollte auch im Interesse der Fussballvereine sein.
  • Markus Zuercher 29.03.2018 19:48
    Highlight Highlight es gibt mir sehr zu denken wenn ein "Chef" Redaktor den überwachungsstaat herbeisehnt und Chaoten mit Terroristen gleichsetzen will
  • nödganz.klar #161 29.03.2018 18:22
    Highlight Highlight Ein Erfahrungsbericht zu unserem Rechtsstaat:

    Ein Brief, welcher mich beschuldigt, zwei Polizisten vor einem Match bedroht zu haben. Sofortiges Rayon- und Stadionverbot. Wohnort liegt im Rayon. Eröffnung eines Strafverfahrens, diverse Einvernahmen, auch mit den Polizisten, welche sich in Widersprüchen verstricken. Gott sei Dank eine Zeugenaussage zu meinen Gunsten eines SBB-Zugbegleiters. Nach einem Jahr vollumfänglicher Freispruch vor Gericht.
    Leider besteht das Rayon und SV bis heute, und schränkt mich massiv ein. Moll, mega fair, Matchbesucher unter Generalverdacht. Danke Konkordat.
    • nödganz.klar #161 29.03.2018 19:03
      Highlight Highlight Nachtrag:

      Problematisch finde ich die Aushebelung des Rechtstaates durch das Fehlen der Unschuldsvermutung. Rayons und SV werden am Laufmeter ausgesprochen, häufig ohne Grund, wie die darauf folgenden Verhandlungen zeigen. Allerdings sind diese teuer und zeitaufwändig.
      Ein Jugendlicher, welcher unbegründet SV kriegt, hängt ab diesem moment während dem Spiel mit den richtig „bösen“ Jungs in der Bar, und wird dadurch noch mehr radikalisiert. In diesen Kreisen versagt die kurveninterne Kontrolle ganz, man züchtet neue Gewalttäter heran. Ein Teufelskreis, begründet auf Ungerechtigkeit.
    • Paul Meier 29.03.2018 20:25
      Highlight Highlight Danke vielmals für deinen Erfahrungsbericht und für dein Beispiel. Genau darum bin ich gegen Stadion - und Rayonverbote. Wie du schön aufgezeigt hast, sind diese völlig kontraproduktiv
  • äti 29.03.2018 17:50
    Highlight Highlight Warum funktionierts in England?
    • greeZH 29.03.2018 18:44
      Highlight Highlight Weil du keine englische Zeitungen liest.
    • äti 29.03.2018 19:38
      Highlight Highlight Tue ich aber und konsumiere noch Live.
    • Luku luku 29.03.2018 20:24
      Highlight Highlight Weil die Hools jetzt in den Regionalligen ihr Spiel treiben.
  • Paul Meier 29.03.2018 13:29
    Highlight Highlight Ich bin sehr enttäuscht. Ich hätte mir gewünscht, dass sich Watson differenzierter und sachlicher mit der unzweifelhaft vorhandenen Gewalt rund um Fussballfans in Zürich auseinandergesetzt hätte.
    • dickmo 29.03.2018 13:35
      Highlight Highlight @Paul Meier: Wie meinen Sie das? Wie setzt man sich differenziert mit Gewalt auseinander? In dem man sogenannte Fangewalt von herkömmlicher Gewalt unterscheidet? Eben nicht.
    • Guy Incognito 29.03.2018 14:16
      Highlight Highlight du machst ja genau einen unterschied zu normaler gewallt, wo ist der unterschied ob sich 2 gruppen jugendlicher an der langstrasse prügeln oder 2 gruppen fussballclub anhänger beim primetower?

      ahja der unterschied ist die gruppe an der langstrasse erhällt kein rayonverbot und die leute darum werden nicht unter generalverdacht gestellt.
    • Paul Meier 29.03.2018 14:20
      Highlight Highlight Nein, das sicher nicht. Aber man sucht nach den Ursachen, versucht zu erklären, was denn momentan schiefläuft. Man versucht nicht alle Fussballfans mit diesen Ereignissen in Verbindung zu setzen. Und man versucht Lösungen zu finden, die auch etwas bringen. Die ganze Hooligan Konkordate Sache halte ich für sehr kontraproduktiv. Verstehen Sie, was ich meine?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paul Meier 29.03.2018 13:29
    Highlight Highlight Was habe ich mich gefreut, dass Watson endlich zu der Veröffentlichung des Videos letzter Woche schreibt. Nicht ein normaler Artikel wie es zum Beispiel im Tagi gefühlte 10 (mit schön reisserischen Titeln natürlich) gab, um auch möglichst viele Klicks zu generieren. Ein subjektiver Kommentar, welcher sich vielleicht auch etwas kritisch zum Handeln der Staatsanwaltschaft äussert.
    Nach dem Lesen kam dann die Ernüchterung. Man hat das Gefühl, der Autor wünscht sich ähnliche, genauso fragwürdige Methoden in der Kommunikation wie es die Bundesanwaltschaft schon länger macht.
  • Zar Otti 29.03.2018 13:21
    Highlight Highlight Bei allem Respekt Mo, aber bei solch einem sackschwachen, boulevardmässigen Kommentar des Chefredakteurs muss ich mich ernsthaft fragen, ob ich Euch weiterhin unterstützen soll.
    Die Antwiot ist (vorläufig): ja. Aber bitte überlasst das künftig den Kollegen von der Zeitung mit den grossen Buchstaben, danke.
    Schöne Ostern!
  • Alterssturheit 29.03.2018 13:19
    Highlight Highlight Und ja - mir gefällt der Artikel. Man muss halt meist übertreiben, wenn man sich Gehör verschaffen will und das wurde erreicht. Man schaue sich nur die Anzahl der Kommentare an. Und das endlich mal was wirksames unternommen wird dürfte hoffentlich allen klar sein - ob man diesen Artikel mag oder nicht.
  • Gaterde 29.03.2018 12:23
    Highlight Highlight Wie ich solche minderwertigen, ungebildeten Menschen hasse.

    Zu 4t auf eine Person losgehen und dann noch weiter drauflos kicken, wenn die Person bewusstlos ist.

    Diese Kreaturen gehören hinter Gitter.
  • gecko25 29.03.2018 12:01
    Highlight Highlight Tote Fische im Briefkasten von gleichgeschalteten und tendenziösen Journalisten geht natürlich gar nicht. Komisch das nicht gleich die Todesstrafe gefordert wird
  • arthurshelby 29.03.2018 12:00
    Highlight Highlight Dass die Öffentlichkeit Fan-Auseinandersetzungen nicht tolerieren muss, steht ausser Frage. Ein Vergleich mit Terroristen bzw. Terroranschlägen zu ziehen, welche einzig auf das gezielte Töten von möglichst vielen Menschen auf möglichst brutale Weise ausgerichtet sind, ist schlichtweg jenseits und ein Hohn gegenüber Terroropfern und Angehörigen. Dieser Vergleich entbehrt jeglicher Grundlage und ist nicht akzeptabel.

    Insbesondere von einem Chefredaktor wäre eine differenzierte und dezidierte Meinungsäusserung zu heiklen gesellschaftlichen Themen zu erwarten und wünschenswert.
    • dickmo 29.03.2018 12:13
      Highlight Highlight @arthurshelby: Nochmal: Ich vergleiche nicht die Gefährdungsgrade der beiden Tätgergruppen, sondern die Framing-Strategien von Strafverfolgungsbehörden, um Überwachungs- und Verfolgungsmöglichkeiten zu erwirken. Beispiel: Jede zusätzliche Möglichkeit zur Überwachung wird derzeit öffentlich mit Terrorabwehr begründet. Eingesetzt wird die Überwachung aber hauptsächlich im Bereich des Drogenhandels und der Wirtschaftsspionage-Abwehr.
    • din Vater 29.03.2018 13:55
      Highlight Highlight @dickmo: Die Framing-Strategien der Behörden zum Thema Fangewalt hat dazu geführt, dass das Hooligan-Konkordat angenommen wurde (obwohl rechtlich sehr fragwürdig). Das Konkordat hat in den letzten Jahren zu einer Radikalisierung der Gewaltbereiten geführt, die immer mehr fernab von den Stadien passiert. Dafür bekommt man jetzt für jede lapalie im Stadion ein mehrjähriges Stadionverbot.
      Glücklich das Land, dass keine grösseren Probleme als Fussballfans hat.
    • arthurshelby 30.03.2018 11:03
      Highlight Highlight Doch, Sie vergleichen dies viel eindeutiger als Ihnen wohl bewusst ist. Die Verhältnismässigkeit und Angemessenheit der Strafverfolgung stellen Grundprinzipien des Rechtsstaates dar. Wenn Sie nun der Staatsanwaltschaft die gleichen Möglichkeiten wie der Bundesanwaltschaft und dem NDB zusprechen, stellen Sie sowohl die Tat wie auch das Gefahrenpotential auf die gleiche Stufe. Es gibt aber sehr gute Gründe, weshalb Terror, Drogenhandel und Wirtschaftsspionage massiv überwacht werden können und Schlägereien unter Fans eben nicht.
  • DrLecter 29.03.2018 11:38
    Highlight Highlight An alle welche sich über den Vergleich mit Terroristen stören:
    Zwei Synonyme für Terrorismus sind Radikalismus und Extremismus. Beide treffen den Nagel im Zusammenhang mit den beschriebenen Gruppen sehr wohl auf den Kopf. Danke für den Artikel!
    • durrrr 29.03.2018 13:01
      Highlight Highlight Doppelter Unsinn! Terrorismus bezeichnet die AUSFÜHRUNG einer Gewalttat. Radikalismus hat mit "ausführen" nichts tun, deine Synonymwörter taugen hier nichts. Und bei "Hooligans" geht es nur selten um Ideologie, deine angeführten Wörter treffen also auch dort nicht den Nagel....
    • DrLecter 29.03.2018 14:44
      Highlight Highlight @durrr
      Ich empfehle Dir einmal einen Duden aufzuschlagen...
  • Caere77 29.03.2018 11:38
    Highlight Highlight Herzliche Gratulation zum Artikel!👏👏👏
  • satyros 29.03.2018 11:37
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • Johnny Geil 29.03.2018 11:30
    Highlight Highlight Sie vergleichen die Strafverfolgung von Hooligans mit Terroristen? Als Chefredaktor? Das ich nicht lache!

    Sie Fragen, was geschehen wäre, wenn diese Exemplare wie Jihadisten ausgesehen hätten? Ein Terrorist würde sofort töten wollen, Herr Chefredaktor. Mittels Bomben und Waffen, ohne Vorwarnung. Ein Hooligan möchte Leute aus dem anderen Fanlager verdreschen. Nur ein Bruchteil dieser Leute nehmen eine Tötung in Kauf (so wie dieser Typ im Video, oder die Messerstecher). Im Grundsatz sind dies schlicht Kriminelle. Nicht mehr oder weniger. Da haben Sie mit ihrem Brief ziemlich daneben geschossen.
    • teha drey 29.03.2018 16:26
      Highlight Highlight Also wenn ich das Video angucke, dann weiss ich nicht recht, ob die von Ihnen verteidigten Hooligans "Leute aus dem andern Fanlager verdreschen wollen". Nicht wenigen von diesen Typen wäre es doch scheissegal gewesen, wenn die Opfer an durch ihre Tritte geschädigten Hirnmassen gestorben oder lebenslang behindert wären. Sie nehmen hier die Falschen in Schutz, Johnny Geil!
  • durrrr 29.03.2018 11:28
    Highlight Highlight Menschen, die sich gegenseitig auf öffentlichen Plätzen die Birne einschlagen, nur weil sie "Anhänger" von verschiedenen Clubs sind, halte ich ja auch für minderbemittelt. Verstehe aber nicht genau auf was der gute Herr hier hinauswill. Extremistische Ideologen, welche die Grundzüge unserer freiheitlichen Gesellschaft abreissen wollen, sind doch eine Gefahr völlig anderer Dimension an sich? Warum hier solche Vergleiche bringen? Bei Terror steht das Verhindern von Anschlägen ganz klar im Vordergrund! Und da ist der BND nunmal essentiell. Gewaltbereite "Fans" haben damit null und nichts zu tun!
  • olmabrotwurschtmitbürli 29.03.2018 11:22
    Highlight Highlight Ein Staatsanwalt soll keine Politik machen.

    Nur weil die Bundesanwaltschaft es mit der Medienarbeit übertreibt, müssen andere den Unfug doch nicht nachmachen.

    Ausserdem misst sich die Wirksamkeit der Strafverfolgung auch nicht daran, welche medialen Debatten damit befeuert werden können.
  • pascii 29.03.2018 11:13
    Highlight Highlight Genau das. Nur weil das ganze im Fussballkontext passiert sind diese Typen keinen Dreck besser. Sogar die Strukturen ähneln der von Terrororganisationen.
    Zudem frage ich mich, weshalb jetzt gejammert wird, dass alle Fans in den gleichen Topf geworfen werden - das ist ja nicht der Fall. Wer mit Gewalt sympathisiert sollte csich mal hinterfragen, ob das das Richtige Mittel ist.
    • pascii 29.03.2018 14:36
      Highlight Highlight Nein, man kann an einen Match gehen und Freude am Fussball haben. Die meisten Fans tun das ja auch.

      Aber dieses sich aufgeilen von einigen Fans an der Hooligangewalt, dieses den harten Macker spielen und 'rumbrüllen ist wie bei den Gaffern vom 1. Mai – einfach nur ärmlich.

      Brutalos und Kopfkicker gehören in den Knast.
  • JoeyOnewood 29.03.2018 11:13
    Highlight Highlight Völlig daneben, dieser Kommentar!
  • pedronja 29.03.2018 11:08
    Highlight Highlight Übel wie die Damen oder Herren Murphy, Partisan, Pun, Tenno, Zaungast, Paddyh oder wie sie sich alle nennen, die "Fan"gewalt verharmlosen oder sogar idealisieren. Völliger Irrglaube, dass keine Unbeteiligten betroffen sind. Ich selbst wurde vor dem Cupfinal FCB - FCZ beim Verlassen eines Restaurants aus dem Nichts mit Stühlen beworfen und ins Restaurant zurückgeprügelt. Und wenn man die Bilder aus Zürich sieht, war das damals noch nichts zur feigen Gewalt und dem blinden Hass aus den Gruppierungen heute. Entweder seid ihr selber Hools oder sonst einfach die, die lieber wegschauen!
    • pun 29.03.2018 14:40
      Highlight Highlight Tut mir leid, was dir passiert ist. Solche Gewaltszenen lassen einen lange nicht los.
      Ich selbst bin weder Schläger noch Wegschauer sondern der, der dem 15-jährigen die Flasche aus der Hand nimmt, die er gerade auf die Robocops werfen will und ihm klar macht, dass er gerade im Begriff ist, eine der grössten Dummheiten zu begehen.
      Ich kritisiere nur dickmos Argumentation, weil sie aus meiner Sicht z.B. das "Hooligan-Konkordat" und die mediale Diskussion darum komplett ausser Acht lässt. Dabei haben genau diese dort getroffenen Massnahmen extrem viel mit der heutigen Eskalation zu tun.
  • Skater88 29.03.2018 11:08
    Highlight Highlight Mutig, mutig und nicht ganz falsch oder gar unüberlegt. Mit dem Terrorargument wurde das NDG an das Volk gebracht - im wissen das die Anschläge seit Jahrzehnten zurück gehen. Es wurde so Populär, dass das Volk zur eigenen Überwachung zustimmte, und so in Kauf nimmt einfach täglich bei allem überwacht zu werden.

    Der Vergleich mit den Hooligans stimmt. Sind sind bei uns Terrorattacken doch viel seltener als böswillige Hooliganangriffe welche zum teil nicht minder tragisch für die Betroffenen enden (Rollstuhl, Psychische Schäden). Der Staat sollte die Mittel haben dies auch zu verfolgen.
    • Guy Incognito 29.03.2018 12:32
      Highlight Highlight Der Staat hat die Mittel.
  • Driver7 29.03.2018 11:07
    Highlight Highlight Fussballfan-Gewalt kann ich mich leicht entziehen, da mich Fussball per se nicht interessiert, ist die Gefahr hier für mich extrem klein. Islamistischer Terror interessiert mich per se auch nicht so, doch dem kann ich mich nicht entziehen, auch wenn hier die Chance ein Opfer zu werden eher gering ist.
    • bibaboo 29.03.2018 12:47
      Highlight Highlight Müssen Sie auch nicht, da es in der Schweiz schlichtweg keinen Terror gibt. Oder kannst du mir ein Opfer nennen der letzten zehn Jahre?
    • Driver7 30.03.2018 00:10
      Highlight Highlight nein, aber eine gewisse "Drohung" gibt es. Ausserdem führt es zu einer Negativ-Spirale. (Anti-Islam-Stimmung, Überwachungsstaat)
  • AndreaHadorn 29.03.2018 10:53
    Highlight Highlight Nötiger Artikel. Gewalt an Fans ist eine strafbare Handlung und eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit. Es gibt keine Toten, das fehlte ja noch. Es fehlt ein geläufiges Wort für "Schlägerherrschaft". Eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit ist sie allemal; gegnerische Fans gehören zur Bevölkerung.
    • durrrr 29.03.2018 13:15
      Highlight Highlight Und was wollen Sie uns damit nun sagen? Werden diese Gewalttäter denn nicht bestraft, falls man sie identifizieren kann? Der Staat unternimmt mMn schon viel, um dagegen vorzugehen, was dem Steuerzahler und den Clubs einiges kostet. Schauen Sie sich mal besssr die Zahlen dazu an.
  • mogad 29.03.2018 10:43
    Highlight Highlight Die IS-"Gefährder" haben ja noch keine Gewalttat vollbracht. Da kann man als Behörde eine grosse Klappe schwingen, und so tun als würde man etwas Schlimmes "bekämpfen". Nachher muss man sich ja nicht durch hartes Handeln exponieren. Weil keine Straftat vorliegt. Anders bei den Hooligans. Die wurden schon gewalttätig. Da müsste man handeln, da geht grosse Klappe nicht mehr. Das wär ja wie Fasnacht an Ostern feiern. Grosse Klappe geht nicht mehr, handeln will man nicht, weil man lieber weiter eine ruhige Kugel schiebt. Bleibt nur noch die ixte Arbeitsgruppe.
  • Amadeus 29.03.2018 10:41
    Highlight Highlight Den Vergleich mit Terrorismus hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Terrorismus hat ja immer eine politische Komponente, und das scheint mir bei "Fangewalt" weniger der Fall zu sein.

    Allerdings bin ich ebenfalls der Meinung, dass unbedingt mehr getan werden muss gegen gewaltbereite "Fans". Das ist ja auch nicht nur ein Schweizer Problem, sondern passiert in fast jedem Land. Und wenn unbeteiligte verletzt werden wie an der Euro 2016, kann es nicht sein, dass man das Thema nicht ernst nimmt.
  • Kastigator 29.03.2018 10:40
    Highlight Highlight Kleingeschriebene Höflichkeitsform? Was sind denn bei euch die Anforderungen an einen Chefred? Und ans Korrektorat?
    • dickmo 29.03.2018 10:46
      Highlight Highlight @Kastigator: Das geht natürlich nicht. Sofort wird der Korrektor gemassregelt.
  • rauchzeichen 29.03.2018 10:40
    Highlight Highlight „Das Schweizerische Parlament diskutiert derzeit darüber, ob man Leute, von denen eventuell eine terroristische Gefahr ausgehen könnte, künftig auch ohne Urteil oder Anhaltspunkte für Straftatplanungen ein Jahr lang in Hausarrest stecken kann.“

    sorry, konnte nach dem anfang nicht weiterlesen. das was da anscheinend diskutiert wird, darf niemals geschehen! eine willkürliche festhaltung ohne anhaltspunkte auf eine straftat ist einer demokratie nicht würdig. mannomann, diese terrorverängstigten sind eine geössere bedrohung der freiheit, als der terror selbst...
    • Herr J. 29.03.2018 11:24
      Highlight Highlight Und wenn dann doch mal etwas passiert wegen eines solchen "Gefährders", den man hat machen lassen - ja dann werden Leute wie Sie die ersten sein, die Zetermordio rufen.
      Und man darf sehr davon ausgehen, dass niemand "ohne Anhaltspunkte" festgehalten wird. Ich bin jedenfalls froh, wenn Leute, die im Internet ihr Unwesen treiben ohne schon Bomben gebastelt zu haben, sehr genau überwacht werden.
    • rauchzeichen 30.03.2018 02:33
      Highlight Highlight bitte keine sie form, dafür bin ich zu jung und zu wenig autoritär.

      nein, ich schreie nicht, wenn sich ein vollidiot in die luft sprengt oder in eine menschenmasse rast. wie ich es satt habe, diese unterstellung zu hören.


      die ideologische frage des 21 jahrhunderts lautet; wollen wir sicher sein, und dafür einen teil unserer freiheit aufgeben, oder wollen wir die freiheit als ziel ins auge fassen, und einige verluste im kampf gegen die alten weltbilder (zb religionen) in kauf nehmen. ich bin für zweiteres.

      definiere unwesen, und ich diskutiere gerne.
  • fandustic 29.03.2018 10:34
    Highlight Highlight Ich denke viele wären dafür, dass diese „Fan“-Deppen härter bestraft werden. Was nun aber der Vergleich mit dem Terrorismus soll!? Natürlich brauchte es dort schärfere Gesetze, wir haben leider genügend Anschauungsunterricht aus den Nachbarländern. Mit Vermarktung hat dies wenig zu tun, eher mit Verharmlosung des Kommentarschreibers.
    • Skater88 29.03.2018 11:10
      Highlight Highlight Ehm der Terror in Frankreich ist übrigens Hausgemacht. Dann wären da noch Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Italien. Bitte um Beispiele des Anschauungsunterrichts welche effektiv und Nachgewiesen auf eine Radikal islamische Gruppe zurückzuführen sind.
    • fandustic 29.03.2018 12:34
      Highlight Highlight @Skater88: Aha, Hausgemacht....dann ist es natürlich nicht so schlimm. Selberschuld die bösen Franzosen. Im Jahr 2016 gab es gerade in Deutschland mehrere Anschläge. Der Weihnachtsmarkt in Berlin zBsp., oder mit Messer und Axt in einer Regionalbahn und ein sich in die Luftsprengen an einem Musikfestival. Aus meiner Sicht reicht dies bereits, oder brauchst du noch mehr Anschauungsunterricht?
  • mogad 29.03.2018 10:27
    Highlight Highlight Seit mindestens 30 Jahren gibt's ein Hooligan-Problem.
    Die Behörden, die Justiz reagieren nach jeder Grossschlägerei mit noch mehr Bürokratie, sprich mit Arbeitsgruppen. Und dann bleibt alles beim Alten. Ausser Spesen nix gewesen.
  • Zaungast 29.03.2018 10:24
    Highlight Highlight Oh, hat man es wiedermal auf die Fussballfans abgesehen. Watson war bis anhin immer sehr differenziert, kann mich noch gut an Dutler's Artikel erinnern... und jetzt sowas.

    Der Vergleich kotzt mit Terroristen kotzt mich an, ist nicht besser als wenn jeweils mit irgendwelchen Nazivergleichen kommt bei anderen Themen!

    Lasst doch die reisserischen Artikel sein und überlasst das unseren peinlichen Boulevardblättern.
    • udiuke 29.03.2018 12:09
      Highlight Highlight @Zaungast: Nein, er hat es nicht auf die Fussballfans abgesehen. Er hat es auf die Chaoten-Deppen abgesehen. Bitte sag mir jetzt nicht, dass du damit das gleiche meinst und das eine halt zum anderen dazugehört.
      Der Vergleich mit dem Terror was blöd, richtig.
  • Rumbel the Sumbel 29.03.2018 10:23
    Highlight Highlight Über den Wortschatz und Zusammenhänge dieses Berichtes lässt sich streiten. Aber wenn sich Hooligans selber zum Streiten suchen, sich übelst auf die Birne geben wollen sind mir deren Folgen Wurst. Selber Schuld. Wenn es Unbeteiligte trifft, dann nicht.
    • Skater88 29.03.2018 11:12
      Highlight Highlight ... Sie bezahlen dies übrigens mit.... Steuern (Rettungsdienste), SBB (Zusatzzüge), Krankenkasse (Verletzungen), Versicherungen (Sachbeschädigungen)....

      Wenn Sie voriges Geld haben kann ich Ihnen auch meine Kontoangaben zusenden 😉
    • El Vals del Obrero 29.03.2018 11:13
      Highlight Highlight So einfach könnte man das Problem lösen: In der Nähe des Stadions einen Platz absperren. Dort darf jeder, der das will, Fight-Club-mässig mit anderen, die das wollen, kämpfen. Allenfalls noch ein Eintrittsgeld erheben, das allfällige Spitalkosten abdeckt.

      Dann darf dafür auch ausserhalb dieser Zone "hart durchgegriffen" werden. So wären ritualisierte Hooligankämpfe ungestört von der Polizei möglich, Unbeteiligte wäre geschützt und Idioten, die auf friedliche Besucher und Aussenstehende losgehen, könnten besser bekämpft werden.
    • Slavoj Žižek 29.03.2018 12:11
      Highlight Highlight @meine Senf Das könnten die lieben Hooligans ja selber organisieren, tun sie aber nicht. Wieso wohl?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pachyderm 29.03.2018 10:19
    Highlight Highlight Ich habe mit Fussball nicht viel am Hut, aber sich mit "Fussballfans" (auch wenn es in Anführungszeichen steht) auf die Hooligans zu beziehen wird der Sache glaub ich nicht ganz gerecht.
  • Hashtag 29.03.2018 10:18
    Highlight Highlight Guter Kommentar. Er zeigt schön auf, wie unter einem unterschiedlichen Framing ein Ereignis von der Öffentlichkeit verschieden bewertet wird.

    Wir sollten aufhören im Zusammenhang mit solchen Personen von Fangewalt zu sprechen, dann würde es auch mehr Personen bewusst werden, wer das Problem lösen kann. Dies ist der Staat und nicht private Vereine. Diese Leute verfügen doch ihre kriminelle Energie nicht weil sie am Wochenende an ein Fussballspiel gehen.
  • Gar Manarnar 29.03.2018 10:12
    Highlight Highlight Sehr guter "offener Brief". Frage mich auch immer, wieso in anderen Bereichen immer sofort das Strafverfolgungs- bzw. Zwangsmassnahmenarsenal ausgeweitet wird aber bei den Fussball-Hools heisst es immer "man kann nicht mehr machen". Lebt sich offenbar relativ unbeschwert als Hooligan-Gang in der Schweiz...

    Der Vergleich mit den Terroristen ist zwar etwas überspitzt, hat aber etwas. Das sind trotz allem Leute, die Delikte begehen. Leider ist das Verhalten dieser Leute viel zu sehr zur Normalität verkommen, was erklärt, wieso kaum etwas wirksames unternommen wird.
    • pun 29.03.2018 10:23
      Highlight Highlight Habt ihr alle schon das "Hooligan-Konkordat" und seine Grundrechtsbeschneidungen für ALLE Fans vergessen? Come on! Das ist jetzt wirklich noch nicht lange her und wir friedfertigen Fans haben die Öffentlichkeit mehrmals darauf hingewiesen, dass das nichts bringt und die Radikalisierungsspirale eher noch anheizen wird...
    • durrrr 29.03.2018 11:46
      Highlight Highlight @Aaarghh
      Ich empfehle Ihnen, sich erst (wenigstens etwas) über das Thema zu informieren, bevor Sie ihre Finger in die Tasten hauen. Wissen Sie überhaupt wie viele Verschärfungen es rund um den Fussball in den letzten Jahren gab? Wissen Sie wie viele Polizisten an RisikoSpielen jeweils für Sicherheit sorgen und wie viel das dem Steuerzahler kostet?
      Und nein der Vergleich zum Terrorismus hat nicht "etwas". Er ist viel eher ungeheuerlich, weil jemand der mit einer Kalaschnikow Konzerthallen angreift, eine völlig andere Gefahrensdimension darstellt als Bekloppte, die sich gegenseitig vermöbeln!
  • Dinolino 29.03.2018 09:59
    Highlight Highlight seit wann braucht es Rückendeckung von Medien und Politik um Straftaten zu verfolgen?

    Ob es nun um Dschihadisten oder Hooligans geht, ist doch einerlei. Bei Gefahr gegen Unschuldige, hoffe ich das unser Staat keinerlei Unterschiede macht und uns beschützt.
    Benutzer Bild
  • Goon 29.03.2018 09:54
    Highlight Highlight Wird wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen oder saisongerecht eher auf den Osterhasen?
  • winglet55 29.03.2018 09:52
    Highlight Highlight Ein haushohes Bravo und mehr davon, dieser Artikel ist etwas vom Besten das Watson in dieser Hinsicht je veröffentlicht hat.
    • Valon Gut-Behrami 29.03.2018 12:43
      Highlight Highlight Nein, da nicht differenziert.
  • Paul_Partisan 29.03.2018 09:49
    Highlight Highlight Ehm ist das dein ernst? Vergleichst du tatsächlich Gewalt unter rivalisierenden Fangruppen mit islamistischem Terror? Ausserdem: Gewalt rund um Fussballspiele gibt es seit 100 Jahren und wird es auch immer geben. Die Gründe dafür sind vielschichtig und durchaus interessant. Aber es ist natürlich einfacher, in plumper stammtischrhetorik Repressions- und Überwachungsfantasien von sich zu geben, anstatt sich eingehend mit dem Thema zu befassen.

    und nun blitzt mich weg, ihr Wutbürger :D
    • dickmo 29.03.2018 10:10
      Highlight Highlight @Paul_Partisan: Ich vergleiche nicht die Gewalt. Ich vergleiche die kommunikativen Ansätze verschiedener Strafverfolgungsbehörden zur Verbesserung ihrer Ausgangslagen.
    • x4253 29.03.2018 10:38
      Highlight Highlight "Terror gibt es seit Jahrtausenden, und wird es immer geben. Die Gründe dafür sind vielschichtig und durchaus interessant. Aber es ist natürlich einfacher, in plumper Stammtischrhetorik Repressions- und Überwachungsfantasien von sich zu geben, anstatt sich eingehend mit dem Thema zu befassen."

      ...
      Also ist Fussball-Gewalt sowas wie ein Gewohnheutsrecht, weil es seit vielen Jahren existiert? Interessante Ansicht.
    • pedronja 29.03.2018 10:48
      Highlight Highlight noch einfacher ist es einfach zu schreiben: Gewalt hat es immer gegeben und wird es immer geben. Das ist Stammtisch-Rhetorik, werter Paul Partisan!
      Oder ist das ihr Fazit, wenn man sich "eingehend" mit dem Thema befasst hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pedronja 29.03.2018 09:43
    Highlight Highlight Danke Maurice Thiriet für diesen offenen Brief. Für mich unverständlich, dass solche Daten nicht konsequenter verfolgt werden und meist unter dem Deckmantel "Fussballfan" - was diese Chaoten und Schläger in Wirklichkeit gar nicht sind - geschönt und verharmlost werden. Schwach auch wie sich die Klubs nicht öffentlich und bestimmt gegen diese "Fans" und die Gewalt wehren und sich davon distanzieren.
  • Kieran Murphy 29.03.2018 09:42
    Highlight Highlight Werter Herr Thiriet: Terror, bedeutet die systematische Verbreitung von Angst in der Bevölkerung. Dies trifft auf den Jihad zu, da er jederzeit jeden treffen kann (Paris, Nizza, Brüssel, Berlin...). Wie sie selbst schreiben, geht es den Fussballdeppen hingegen nur darum, sich gegenseitig Stoffstücke zu klauen. Ihr Vergleich ist ein Affront für alle Opfer terroristischer Gewalt und eines Chefredaktors nicht würdig.
    • dickmo 29.03.2018 10:07
      Highlight Highlight @Kieran Murphy: Schauen Sie sich das Video an und stellen Sie sich mal vor, jemand würde ihnen auf diese Art und Weise ein "Stoffstück klauen".
    • Tenno 29.03.2018 10:16
      Highlight Highlight Dem kann man aber aus dem Weg gehen, keine Storfstücke tragen, nicht an solchen Veranstaltungen teilnehmen etc..
      Dem unvorhersehbaren Terroranschlag kann man aber nicht aus dem Weg gehen.
    • dickmo 29.03.2018 10:25
      Highlight Highlight @Tenno: Einem solchen Überfall wie demjenigen auf dem Maagplatz kann man nicht aus dem Weg gehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 29.03.2018 09:40
    Highlight Highlight Genau, Fangewalt kam die letzten Jahre zu kurz in den Medien und diese nicht existenten Medienaufbauschungen wurden auch nicht dazu benutzt, ein neues Konkordat mit unverhältnismässigen Massnahmen (die ganz offensichtlich nicht funktionieren, sondern zur Radikalisierung beigetragen haben und nur die nicht-gewaltbereiten Fans schikanieren) durchzukriegen. 🙄

    Wenn du die ohne Frage grenzdebilen Gewalttäter, mutmasslich keiner Älter als 25, mit Terroristen vergleichst, wird die friedfertige Gruppe Fans niemals kooperieren.
    Ich verstehe diesen Kommentar des Chefredakteurs überhaupt nicht.
    • Caere77 29.03.2018 11:24
      Highlight Highlight Also ich würde nach jeder Gewalttat die auf Fussballfans zurückzuführen ist eine Ligarunde für alle Teams ausfallen lassen. Vielleicht würden dann mal die Vereinsverantwortlichen, die am liebsten nichts damit zu tun haben, die Stadionverantwortlichen, die Fangruppen usw. sich zusammensetzen und sich sagen, so kanns nicht weitergehen!
  • iHero 29.03.2018 09:40
    Highlight Highlight Da hat die USA wenigstens mal etwas im Griff: Was das Thema angeht wird dort extrem hart durchgegriffen und dementsprechend gibt es so gut wie keine Probleme. Sehr oft sitzen die Fans da sogar bunt gemischt auf den Tribühnen.
  • Tatwort 29.03.2018 09:36
    Highlight Highlight Klare Worte und gute Einordnung der Situation (en). Merci!
  • Ohniznachtisbett 29.03.2018 09:34
    Highlight Highlight Der Unterschied: Terroristen aller Couloirs greifen irgendwelche Menschen an. "Fans" gehen aufeinander los. Meinetwegen könnnen die sich alle gegenseitig vermöbeln bis keiner mehr steht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • paddyh 29.03.2018 09:33
    Highlight Highlight Macht ihr jetzt einen auf Weltwoche um dem Law and Order Teil der Gesellschaft auch ein bisschen zu gefallen? Ich verstehe nicht ganz, was der Artikel will. Findest du die Befugnisse des Nachrichtendienstes übertrieben? Willst du das der Staat mit voller Härte gegen die paar Krawallbrüder vorgeht?
    • dickmo 29.03.2018 10:03
      Highlight Highlight @paddyh: Ich will überhaupt nichts. Ich rate Herrn Lüscher nur zu einer effizienteren Öffentlichkeitsarbeit, um wirksamere Mittel zur Unschädlichmachung dieser Schlägertrupps zu erlangen.
    • lucamaf 29.03.2018 10:11
      Highlight Highlight Das mit dem „gegen die paar Krawallbrüder vorgehen“ wäre schon mal ein guter Anfang, ja.

«Lieber Herr Köppel, berichten Sie noch oder gehören Sie schon dazu?»

SVP-Nationalrat und Journalist Roger Köppel berichtet von den Demonstrationen in Chemnitz und vergisst dabei, Angriffe auf Berufskolleginnen und -kollegen zu vermelden. Ein grober handwerklicher Fehler.

Lieber Herr Köppel 

Nachdem Sie am Wochenende bei den rechten Demonstrationen in Chemnitz Feldforschung betrieben haben, bezeichnen Sie die Sachsen nun als «intellektuelle Avantgarde eines weitverbreiteten Deutschen Unbehagens». 

Ich musste sehr lachen, als ich das gelesen habe, weil das Attribut «intellektuelle Avantgarde» in Zusammenhang mit Hitlergruss zeigenden und «Ausländer raus!» schreienden Hooligan- und Neonazi-Mobs eine wirklich gute Pointe ist. 

Nach dem Lachen habe ich …

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