Schweiz
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Ein Zug passierte am Sonntagabend den Bahnhof Basel Richtung Rheintal facebook/Lars gubler

Freie Fahrt auf der Rheintal-Strecke: Züge rollen nach sieben Wochen Sperre wieder



Nach siebenwöchiger Sperrung der wichtigen Rheintalbahn-Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden (D) ist der Zugverkehr am Sonntag wieder angerollt. Als erster fuhr den SBB zufolge ein Personennachtzug von Zürich nach Hamburg kurz nach halb elf über die neuen Geleise.

Seit Mitternacht fahren alle Fern- und Regionalzüge wieder nach dem regulären Fahrplan. Das teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Internetseite mit. Auch erste Güterzüge konnten wieder über die Hauptlinie am Rhein rollen.

Die SBB hatte zuvor angekündigt, dass der Personenverkehr nach letzten Ersatzzügen am Montag wohl ab Dienstag ganz normal laufen werde.

Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr bedeutsame Nord-Süd-Verbindung war seit dem 12. August gesperrt gewesen. Damals hatten sich beim Tunnelbau bei Rastatt die Schienen gesenkt, nachdem Wasser und Erdreich eingedrungen waren.

Umwege für Personen und Güter

Die Ausweichroute via Stuttgart war weit, hatte weniger Kapazitäten und war auch durch Baustellen belastet. Nebenan im Elsass erforderte ein anderes Bahnstromsystem entsprechende Lokomotiven.

Normalerweise fahren jeden Tag 120 Personenzüge und bis zu 200 Güterzüge auf der Pannenstrecke bei Rastatt vorbei. Die international aufgegleisten Ausweichrouten schafften während des Unterbruchs nach einer längeren Anlaufzeit 84 Güterzüge täglich.

Während Bahnpendler und Reisende umständlicher und im Stundenbereich länger unterwegs waren, wich der auf der Schiene ausgebremste Güterverkehr auf die Strasse und den Rhein aus. Damit verlängerten sich Lastwagenstaus, stiegen Frachtkosten, und vieles war viel länger unterwegs.

Kosten in Millionenhöhe für SBB

Entsprechend stehen Entschädigungsforderungen in Deutschland im Raum - betroffenen Abokarten-Inhabern bietet die Deutsche Bahn eine hälftige Entschädigung an. Zur Klärung der Verantwortlichkeit für die folgenschwere Schienenpanne drohen lange Rechtsstreite. Ob die SBB ihrerseits Forderungen stellen will, ist gemäss einem Sprecher noch nicht entschieden.

Die SBB schreibt von «massiven Auswirkungen» wegen der Rastatt-Panne, darunter Einnahmeausfälle in Millionen-Höhe. Genau bezifferbar sind diese laut dem Sprecher noch nicht.

Daher ist für die SBB wichtig, nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen, sondern international Lehren zu ziehen punkto Ausweichrouten, Koordination, Daten- und Personalaustausch sowie Sicherheit. Die Schienenpanne zeige überdies die Notwendigkeit des geplanten trimodalen Güterterminals im Basler Rheinhafen. (sda/dpa)

Pascal über egoistische Pendler

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Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • zettie94 02.10.2017 08:18
    Highlight Highlight Der Zug vom Titelbild fuhr garantiert nicht Richtung Rheintal, der kann nur in der Schweiz verkehren.
    Der erste Zug in Süd-Nord-Richtung über die neue Strecke war der EN 470 nach Berlin - Hamburg.
  • Chäsraphel 02.10.2017 06:58
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung, dass die SBB eine Entschädigung verlangen sollten. Deutschland muss lernen seinen Job richtig zu machen und endlich die Schienenwege in die Schweiz korrekt auszubauen. Es darf nicht sein, dass die Schweiz unter der inkompetenz deutscher Regionalpolitik zu leiden hat und danach nicht entschädigt wird.
    • manhunt 02.10.2017 14:44
      Highlight Highlight der anschluss des deutschen ans schweizer schienennetz ist im zusammenhang mit huckepack und neat sogar vertraglich geregelt. bisweilen scheint das deutschland jedoch nicht sonderlich zu kümmern😡.
    • Fabio74 02.10.2017 17:29
      Highlight Highlight Was hat das Ganze mit Regionalpolitik zu tun? DB Netz ist Verantwortlich. In deren Auftrag wird der 4gleisige Ausbau voran getrieben.
      Hier hätte man sehr schnell bei Verkehrsminister Dobrindt vorstellig werden müssen und Forderungen stellen, um möglichst viel Verkehr bewältigen zu können.
      Hoffe man lernt draus, wenn es anderswo mal "klemmt"
    • Chäsraphel 02.10.2017 22:31
      Highlight Highlight @Fabio74 Es ist aufgabe der regionalen Politiker mit den betroffen Personen zu sprechen, auf ihre Probleme einzugehen und entsprechende Lösungen zu suchen, welche man dem Staat präsentieren kann. Nichts davon wurde anfangs gemacht, erst als es zu den ersten Klagen gekommen ist, hat die Politik reagiert. Aufgrund dieser Auseinandersetztungen stand bis vor wenigen Jahren noch nicht einmal der Streckenverlauf fest, während wird hier in der Schweiz beim GBT bereits im Endausbau waren. Die Strecke nach München ist bis heute nicht elektrifiziert, weil der Wille der lokalen Politik fehlt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 02.10.2017 05:44
    Highlight Highlight Ist die Schweiz auch haftbar für funktionierende Gotthardstrecken?

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