Schweiz
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Mängel an SBB-Doppelstock-Zügen: Fahrplanmässiger Einsatz verzögert sich



Zwischen Genf und St. Gallen verkehren zum Fahrplanwechsel am kommenden Wochenende noch keine neuen Doppelstockzüge des Typs «FV-Dosto». Der Hersteller Bombardier muss erst noch verschiedene Störungen bei Klimaanlagen und Kundeninformationssystemen beheben.

Deshalb nehmen die neuen Doppelstockzüge der SBB den fahrplanmässigen Einsatz vorerst nur schrittweise auf, wie es in einem Blogeintrag des Unternehmens heisst. Der «FV-Dosto» verkehrt wie geplant zwischen Chur, St. Gallen, Zürich und Basel, aber nicht auf der Hauptlinie IC1 zwischen Genf und St. Gallen, weil nicht alle Kompositionen betriebsbereit sind.

Immer wieder auftauchende Probleme und Einsprachen hatten den Einsatz der milliardenteuren SBB-Züge bereits um rund sechs Jahre verzögert. «Es handelt sich nicht um neue Probleme, das Rollmaterial ist einfach noch nicht zu hundert Prozent fertig», sagte SBB-Sprecher Daniele Pallecchi am Donnerstag auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA.

Klare Worte gegenüber Bombardier

Es komme für das Unternehmen nicht infrage, unfertiges Rollmaterial auf die Schienen zu setzen. «Das käme bei den Kunden nicht gut an.» Auswirkungen für Bahnbenutzer habe die erneute Verspätung nicht, sagte Pallecchi. «Die Züge fahren, die Kapazitäten bleiben gleich.» Zudem stehe zum Fahrplanwechsel am Sonntag die «Nagelprobe» für einen Teil der neuen Züge an.

«Voraussichtlich noch vor Weihnachten» sollen sie dann auch zwischen St. Gallen und Genf-Flughafen unterwegs sein. Ärgerlich ist die Verzögerung für die SBB aber dennoch - vor allem, weil es nicht die erste ist. Deshalb hat das Unternehmen den Ton gegenüber dem Hersteller verschärft.

«Die SBB erwartet von Bombardier, dass die Mängel umgehend behoben werden, damit die Züge wie geplant auch auf der IC1-Linie eingesetzt werden können», heisst es im Blogeintrag. Der Hersteller habe zugesichert, alles daranzusetzen, die Fahrzeuge auf den geforderten Stand zu bringen und werde dabei aktiv von den Spezialisten der SBB unterstützt. (whr/sda)

400 Meter lang, 1300 Passagiere, 4 Jahre Verspätung: Der neue Intercity der SBB ist da

So sehen die neuen SBB-Züge von innen aus

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Video: srf/SDA SRF

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44
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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 06.12.2018 18:54
    Highlight Highlight Vielleicht kann ja einer der Züge dann zur Eröffnung von BER nach Berlin fahren...
  • meliert 06.12.2018 18:28
    Highlight Highlight das wäre mit Stadler besser geworden! SOB sind schlauer, siehe neuen Voralpenexpress!
    Benutzer Bild
    • MrNiceGuy 07.12.2018 09:38
      Highlight Highlight hässliches Ding
  • Etap 06.12.2018 18:14
    Highlight Highlight Fortschritt?
    Bin heute erstmals im neuen Zug gefahren und etwas entäuscht. Optisch ansprechend und anmutend. Der Geräuschpegel (da war oft ein pfeifendes Geräusch) ist unangenehm. Die Sitze empfand ich als sehr hart. Bin gespannt auf die Kundereaktionen.
  • Ass 06.12.2018 17:21
    Highlight Highlight Aus meiner Erfahrung sind alle neuen Züge schlechter als die alten. Von dem her ist dies eine positive Meldung.
    • Güsäheini 06.12.2018 17:31
      Highlight Highlight Einheitswagen IV der Hohepunkt des Fahrkomforts bei der SBB. Grosse Fenster Passagiere nicht eingequetscht auf zwei Etagen grosse Sitze usw. Gebe dir volkommen Recht wobei der Giruno von Stadler (neu) sieht noch komfortabel aus!
    • Peldar 06.12.2018 21:10
      Highlight Highlight Hey, die Re 420 ist eine Lokomotive aus den 60ern, die fährt noch tiptop und zuverlässig. Zwar nur 140 km/h, gibt jedoch viele Strecken in der CH wo das völlig reicht:)
  • Goon 06.12.2018 16:57
    Highlight Highlight Das Problem ist ja dass die SBB die Beschaffung ausschreiben müssen und dann das billigste Angebot, was die Anforderungen erfüllt, muss genommen werden.

    • dan2016 06.12.2018 18:22
      Highlight Highlight und nach welchen Kriterien würdest du auswählen? das teuerste, welches die Anforderungen erfüllt? oder würdest du nicht eher sagen, dass die Anforderungen evtl. nicht korrekt waren?
    • Donald 06.12.2018 19:05
      Highlight Highlight Warum ist das ein Problem? Dann muss man halt die Qualitätsanforderungen in der Ausschreibung entsprechend festlegen...
    • Herr Ole 06.12.2018 19:12
      Highlight Highlight Ich kenne die Ausschreibungsregeln der SBB oder des Bundes nicht, aber bei Ausschreibungen von Gemeinden haben die Gemeindevertreter meistens ziemlich grossen Spielraum
    Weitere Antworten anzeigen
  • ralck 06.12.2018 16:34
    Highlight Highlight Die Schande am Ganzen ist, dass die Verzögerungen eigentlich ganz im Interesse von den SBB sind. Dadurch bezahlen sie ja immer weniger für die Züge…

    In Zürich wärs ja auch ein Wunder, wenn das Flexity tatsächlich Ende 2019 rollen wird. Geschmacklich hätte mir das Tango-Tram von Stadler oder das Avenio-Tram von Siemens mehr gefallen. Auch den Twindexx finde ich kein hübsches Ding…
    • Astrogator 06.12.2018 17:13
      Highlight Highlight @zettie94: Das ist nicht korrekt. Die Verzögerungen bedeutet für die SBB keinen finanziellen Mehraufwand. Sämtliche Kosten für den Einsatz von Ersatzrollmaterial, erhöhter Personalbedarf, Wartung etc. muss von Bombardier bezahlt werden.

      Der Auftrag ist für Bombardier ein gewaltiges Minusgeschäft u d führte zum Abbau in Villeneuve und dem Verkauf des Werks in Deutschland.

      Zudem erhält die SBB mehrere Züge gratis.
    • Fabio74 06.12.2018 17:19
      Highlight Highlight Was hat das ganze mit dem Tram zu tun? Nichts
    • ralck 07.12.2018 08:27
      Highlight Highlight @Fabio74 Jein. Die C-Series der Swiss waren ja ebenfalls von Bombardier und wurden verspätet geliefert und haben ja gewisse Mängel. Das Tram wird auch von Bombardier geliefert. Verzögert sich das Tram auch noch, hat Bombardier bei keinem Auftrag die Lieferzeiten einhalten können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sherpa 06.12.2018 16:30
    Highlight Highlight Plöder, schon mal die Unterlagen von Stadler Rail konsultiert? dort ist folgendes zu lesen:
    "Mit dem SMILE hat Stadler auf Basis des erfolgreichen FLIRT einen elfteiligen Hochgeschwindigkeitszug entwickelt. Der erste Hochgeschwindigkeitszug von Stadler wurde erstmals an der InnoTrans 2016 in Berlin vorgestellt "
    Weiß ja nicht, woher sie wissen wollen, dass Stadler keine Hochgeschwindigkeitszüge bauen soll.
    • Fabio74 06.12.2018 19:53
      Highlight Highlight Der Flirt ist eine S-Bahn
      Der KISS auch. Auch wenn dieser auf der Westbahn in Ö fährt. Aber so ein Zug ist und bleibt Regionalverkehr
    • sherpa 07.12.2018 10:29
      Highlight Highlight Hier sprich niemand vom Modell FLIRT oder KISS sondern vom Modell SMILE, welches im Stadler-Rail Profil klar als Hochgeschwindigkeitszug geführt wird.

  • Kaleani 06.12.2018 16:16
    Highlight Highlight Und schon wieder keine Stromanschlüsse in der 2.Klasse😭
    • amIsanta 06.12.2018 16:40
      Highlight Highlight Doch, gibt's im IC2000 schon lange.
    • Was ist das 06.12.2018 16:48
      Highlight Highlight https://company.sbb.ch/de/medien/dossier-medienschaffende/faktenblatt-fv-dosto.html
    • leu84 07.12.2018 06:32
      Highlight Highlight Gibt es schon. Nur doof wenn zwei Leute gleichzeitig Strom benötigen. Zwischen den Sitzen.
  • Joe Smith 06.12.2018 16:14
    Highlight Highlight Die rüttelnden Züge sind für die für die Ost-West-Strecke unzumutbar, aber für Basel sind sie gut genug? Das Schlimme daran ist, dass mich das nicht einmal mehr wundert.
    • Merida 06.12.2018 18:24
      Highlight Highlight Auf der Bözberg Strecke rüttelt wohl jeder Zug...
  • sherpa 06.12.2018 15:45
    Highlight Highlight hätten die SBB den Auftrag damals an Stadler Rail vergeben, würden die Züge bereits seit 2 Jahren verkehren. So aber setzt die SBB nun weiter auf die Sparte Hoffnung, dass alles irgendwann mal doch noch gut zu einem einigermaßen vernünftigen Abschluss kommt.
    • 7immi 06.12.2018 15:55
      Highlight Highlight sagt dir slm etwas? die schweizer lokomotiven und maschinenfabrik? es gab viele aufträge, die firma aufgeblasen und dann nach abschluss der aufträge kollabierte sie. diesen fehler wollte man nicht nochmals machen. die kapazität von stadler hätte nicht geereicht, man hätte den gleichen fehler wie damals bei der slm gemacht. abgesehen davon wurden viele komponenten in der schweiz gefertigt, zb die drehgestelle.
    • Plöder 06.12.2018 16:14
      Highlight Highlight Wieso sind alle so Fans von Stadler?
      Stadler produziert keine Hochgeschwindigkeitszüge und nach den damaligen Kriterien fand man Bombardier besser...
      Im Nachhinein ist man immer schlauer.
      Ob Stadler diesen Auftrag ohne grössere Probleme zustande bringen hätte können, bleibt spekulativ
    • Güsäheini 06.12.2018 16:16
      Highlight Highlight Leider sagt mir SLM etwas, die Politik machte diese Firma kaputt, indem SLM alle Lok 2000 auf einmal liefern mussten und später daher keine Aufträge mehr hatten. :(. Schweizer Poltik ist halt auch nicht immer überlegt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • haegipesche 06.12.2018 15:36
    Highlight Highlight Guter Änderungswunsch. Meine anfängliche Euphorie wurde wortwörtlicj etwas durchgeschüttelt. Hell und geräumig sind sie ja, Schüttelbecher aber auch. Erinnert mich etwas an die damals neuen Combino Trams in Bern
  • Posersalami 06.12.2018 15:10
    Highlight Highlight Wie viel Strafe muss Bombardier eigentlich bezahlen? Das ist ja jetzt nicht die erste Verzögerung!
    • Alnothur 06.12.2018 15:57
      Highlight Highlight Ist aber irgendwie auch komisch, dass man das jetzt erst merkt... Die SBB hat ja nicht erst seit gestern die ersten Fahrzeuge der Serie. Oder hatte Bombardier gedacht, sie könnten die späteren Exemplare einfach etwas schludrig bauen?
    • Joe Smith 06.12.2018 16:32
      Highlight Highlight Wenn mich mich richtig erinnere, so bekommt die SBB wegen der Verzögerung zwei Züge gratis.
    • amIsanta 06.12.2018 16:41
      Highlight Highlight Die liefern drei zusätzliche Zuge und müssen eine Konventionalstrafe unbekannter Höhe zahlen.
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