Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die legendäre Gorilla-Lady Goma ist im Basler Zolli hochbetagt gestorben



Goma, der erste in einem europäischen Zoo geborene Gorilla, ist am 7. Juni im Zoo Basel im Kreise ihrer Familiengruppe altershalber gestorben, teilt der Zoo am Freitag mit. Die betagte Dame, Liebling einer ganzen Generation Baslerinnen und Basler, kam 1959 im Zoo Basel zur Welt. Ihr hohes Alter  war Goma zwar schon lange anzusehen; ausser den üblichen Alterserscheinungen hatte sie aber keine gesundheitlichen Probleme.

Die Gorilla-Dame Goma im Zoo in Basel am Dienstag, 23. September 2014. Goma feiert ihren fuenfundfuenfzigsten Geburtstag. Als erster in einem europaeischen Zoo geborener Gorilla wurde Goma der Liebling einer ganzen Generation von Zoobesuchern. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Bis zuletzt war sie von ausserordentlich robuster Gesundheit. In den letzten Wochen wirkte sie aber zwischendurch abwesend und müde und ihr Appetit liess nach. Am Morgen des 7. Juni war sie sehr schwach. Sie ass noch eine Kleinigkeit, legte sich dann aber versteckt in eine Box und reagierte kurz darauf nicht mehr auf die Mitglieder der Gorillagruppe, die immer wieder zu ihr gingen und sie sanft anstupsten. Um 12.15 Uhr tat Goma ihren letzten Atemzug.

ARCHIV --- Am 26. September 1959 haelt der Basler Zoodirektor Dr. Ernst Lang das drei Tage alte Gorillababy Goma in der Hand - das erste in einem europaeischen Zoo und das weltweit zweite ueberhaupt in Gefangenschaft geborene Gorillakind. - Unterdessen ist Goma eine alte Dame und kann am 23. September 2004 ihren 45. Geburtstag feiern. Der fruehere langjaehrige Direktor des Zoos Basel, Ernst Lang, ist tot. Der Tierarzt verstarb kurz nach seinem 101. Geburtstag, wie am Donnerstag, 30. Oktober 2014 bekannt wurde. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte Lang bei der Aufzucht von Goma, dem ersten in einem europaeischen Zoo geborenen Gorilla-Baby. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str)     
DIESES BILD DARF NICHT ARCHIVIERT WERDE, ONE TIME USE ONLY

Als erster in einem europäischen Zoo geborene Gorilla wuchs Goma nach ihrer Geburt im Jahr 1959 in der Familie des damaligen Zoodirektors Prof. Dr. Ernst Lang auf. Auf dem Bild war Goma drei Tage alt. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Ein aussergewöhnlicher Lebenslauf

Über Gomas Geburt und ihre frühe Zeit bei Menschen haben die Medien damals weltweit berichtet. Etwa einjährig bekam Goma Gesellschaft vom gleichaltrigen Pepe. Mit ihm zusammen wurde sie später in ihre angestammte Familiengruppe zurückgebracht. Ihren 1971 geborenen Sohn Tamtam zog Goma ohne menschliche Hilfe gross, was sie erneut international ins Gespräch brachte: Tamtam war der erste Gorilla in zweiter Zoogeneration und das erste Gorillakind, das in einem Zoo vom ersten Tag an in Gesellschaft eines Silberrückens aufwuchs. Tamtam sollte Gomas einziges Kind bleiben.

ZUM TOD DER GORILLA DAME GOMA, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 8. JUNI 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Die Gorillafrau

Goma mit ihrem 1971 geborenen Sohn Tamtam. Bild: KEYSTONE

Zeitlebens bei bester Gesundheit

Zum 50. Geburtstag der weltberühmten Seniorin feierte der Zolli 2009 ein Fest. Im Jahr 2010 zog sie zusammen mit ihrer Gruppe wegen Umbauarbeiten für ein Jahr aus dem Affenhaus aus. Die bei Hin- und Rücktransport durchgeführten Gesundheits-Checks zeigten Gomas für ihr Alter ausserordentlich gute Gesundheit. Bei der Rückkehr ins umgebaute Haus sorgte Goma nochmals für eine Überraschung: Nach den Strapazen des Umzugs zogen sich ihre Artgenossen im neuen Gehege erst einmal erschöpft zurück, um sich zu erholen. Nicht so Goma: Mit grossem Appetit machte sie sich als einzige sofort über die bereit gelegte Mahlzeit her, so, als wäre sie nie fortgewesen.

Die Gorilla-Dame Goma im Zoo in Basel am Dienstag, 23. September 2014. Goma feiert ihren fuenfundfuenfzigsten Geburtstag. Als erster in einem europaeischen Zoo geborener Gorilla wurde Goma der Liebling einer ganzen Generation von Zoobesuchern. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ein Alter von 58 Jahren darf bei Menschenaffen als sehr hoch angesehen werden. Bild: KEYSTONE

Menschen prägten ihr Leben

Als Folge ihrer aussergewöhnlichen Kindheit war Goma ihr ganzes Leben den Menschen verbunden und war deshalb in ihrer Gruppe lange eine Aussenseiterin geblieben. In ihren beiden letzten Lebensjahrzehnten konnte sich Goma erfreulicherweise immer mehr ins Familienleben integrieren und war am Ende eine zufriedene und fürsorgliche Grossmutter. Ein Alter von 58 Jahren darf bei Menschenaffen als sehr hoch angesehen werden. (whr)

Dieses Gorilla-Baby versüsst Tausenden den Tag

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

59 Leichen in Massengräbern in Mexiko gefunden

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Muss Kesb auch Affen schützen? Basler Primaten-Initiative kommt vors Bundesgericht

Eine Volksinitiative, die Grundrechte für Primaten fordert, kommt vors Bundesgericht. Das Basler Parlament wollte die Initiative für ungültig erklären.

Grundrechte gelten für alle Menschen. Doch was ist mit den Affen, Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans? Eine kantonale Volksinitiative fordert seit 2016, dass über 300 Primaten-Arten ein «Recht auf Leben und auf körperliche und geistige Unversehrtheit» erhalten sollen. Hinter diesem ungewöhnlichen Vorschlag steckt die Stiftung Sentience Politics.

Ihre Begründung: «Nichtmenschliche Primaten sind hochintelligent, können mit Menschen in Zeichensprache kommunizieren, sind leidensfähig, empfinden …

Artikel lesen
Link zum Artikel