Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die erste Arena aus dem neuen Studio
v.l. Adrian Amstutz, Jokob Büchler, Moderator Jonas Projer, Tiana Angelina Moser und Jean Ziegler
17.4.2015
Copyright: SRF/Oscar Alessio
NO SALES
NO ARCHIVES

Die Veröffentlichung im Zusammenhang mit Hinweisen auf die Programme von Schweizer Radio und Fernsehen ist honorarfrei  und muss mit dem Quellenhinweis erfolgen. Jede weitere Verwendung ist honorarpflichtig, insbesondere auch der Wiederverkauf. Das Copyright bleibt bei Media Relations SRF. Wir bitten um Belegexemplare. Bei missbräuchlicher Verwendung behält sich das Schweizer Radio und Fernsehen zivil- und strafrechtliche Schritte vor.

Die Politiker im Scheinwerferlicht, die Bürger im Dunkeln: So präsentierte sich die Arena lange.
Bild:

Die «Arena» hat eine Chance, wenn sie die Bürger reden lässt – die Politiker sagen eh nichts

Das einstige Zugpferd von Fernsehen SRF schwächelt. Sein Service public ist veraltet. Das Rezept gegen die zunehmende Bedeutungslosigkeit heisst: Einbezug der Bürger und eine erfrischendere Debattenkultur.

robert ruoff / Aargauer Zeitung



In der «Arena» des Schweizer Fernsehens sitzt das Volk im Dunkeln. Als Dekor. Und «die im Dunkeln sieht man nicht», sagte Bert Brecht. Das wollte Jonas Projer ändern. Zumindest für zwei Sendungen sollte dieses Volk ans Licht gezogen werden. Der Service public ist doch, wenn man ihn ernst nimmt, nicht nur ein Angebot, sondern auch ein Gesprächsraum von Bürgern für Bürger. Nun sollte also das Volk zum Zuge kommen. In zwei Sendungen zunächst, als Experiment. Schweizerinnen und Schweizer, und auch ein paar nicht kriminelle Ausländer. Das Team um Jonas Projer hat dafür keinen Aufwand gescheut.

Volk ohne Gesicht

Für die erste Sendung, zur «2. Gotthardröhre», zeichnete die «Arena» im Vorfeld das Pro und Kontra der politischen Kaste auf, und die «normalen» Bürger konnten über die sozialen Medien ihre Fragen stellen. Es waren im Ergebnis um die 200 an der Zahl, und davon schafften es 4 (in Worten: vier) in die Sendung. In der Form von Schrifteinblendungen. Es war ein keimfreier Auftritt des «Volkes». Viel Aufwand für wenig Ertrag. Sterilisierte Fernsehdemokratie. Man darf sagen: Das Experiment war gescheitert. Das Volk hatte schlicht kein Gesicht.

So war es ganz im Sinne des «Arena»-Leiters, in der zweiten Sendung über die Durchsetzungs-Initiative echtes Volk in die «Arena» zu bringen. Die Schau der Machtverhältnisse Das Setting, die Aufteilung des Raums, blieb wie gehabt. Die Vertreter der offiziellen Politik hatten ihren Auftritt in der ersten Reihe. Mit Philipp Gut, stellvertretender Chefredaktor der «Weltwoche». Adrian Amstutz, Präsident der SVP-Fraktion in der Bundesversammlung, Daniel Jositsch (SP), Ständerat des Kantons Zürich, und Knackeboul (alias David Lukas Kohler), Rapper und Redaktor (watson.ch). Der frühere Fernsehmoderator («Zambo», «joiz») war in Denken und Sprache immerhin so etwas wie ein Vertreter des Volkes.

Wie das Setting blieb auch die etablierte Hierarchie: Politik ist im Fernsehen die Sache einer eigenen Kaste. Die erste Viertelstunde parlierte die Kaste unter sich, wandte dem «Volk» auf den hinteren Bänken den Rücken zu und verkörperte die Machtverhältnisse, die sich auch in den Service-public-Medien stetig reproduzieren. Eine gleichberechtigte Diskussion sieht anders aus – vom grossen Ideal des «herrschaftsfreien Dialogs» gar nicht zu reden. So schneidet – als eines von etlichen Beispielen aus dieser «Arena» – der SVP-Fraktionschef dem jungen Schweizer Sohn tamilischer Einwanderer das Wort ab, wenn dieser von den Ängsten seiner Eltern erzählt. Das könnte das Publikum vor den Bildschirmen zu Hause möglicherweise berühren. Bis der Moderator den Politiker einigermassen barsch zum Schweigen bringt.

Die aufgeklärte Debatte

Wenn jemand zu einer aufgeklärten Debatte in dieser «Arena» beigetragen hat, dann waren es in der Tat immer wieder die «ganz normalen Bürger». Es war der Busfahrer, der von den Ansprüchen, die er an sich selber stellt, persönlich und beruflich, die Ansprüche an die Ausländer ableitete, die bei uns leben, wohnen und arbeiten. Das macht ihn zum Befürworter der Initiative. Und auf der Gegenseite war es der italienische Secondo mit dem breiten Berndeutsch, der nach 50 Jahren nun doch den Antrag auf einen Schweizer Pass gestellt hat, weil er nicht nur mitreden und mitarbeiten, sondern auch mit abstimmen möchte. Und der über die Angst sprach, ohne jede kriminelle Absicht erfasst zu werden von den Ausschaffungsgründen, zum Beispiel durch Verkehrsdelikte.

Der vorgefertigte, vorgestanzte Stehsatz der Politik ist dem gegenüber nur noch von begrenztem Interesse. Bewegend und spannend wird die «Arena» – und das hat diese Sendung klar gezeigt –, wenn wir den Menschen im Studio zusehen können beim Verfertigen der Gedanken. Wenn die Menschen auch und gerade in der Polit-Diskussion zuhören, vielleicht sogar nachdenken und in ihrer Rede eingehen auf die Argumente der Gegenseite, kurz: wenn sie bereit sind, ein echtes Gespräch zu führen. Es gibt kaum etwas Spannenderes und Anregenderes.

So gesehen, war das «Arena»–Experiment verdienstvoll. Es hat zumindest angedeutet, was die Konfrontation der Kasten mit den «normalen Bürgern» bringen könnte – die in unserem Land übrigens nicht nur alle vier Jahre der Souverän sind. Auch dieses Bewusstsein könnte eine solche Sendung wieder reaktivieren. Das braucht allerdings eine neue «Arena». Vielleicht sogar eine neue SRG.

Ein zeitgemässer Service public

Wenn das Modell der Publikumsbeteiligung tragfähig werden soll, muss sich die «Arena» – und die Medienarbeit der SRG insgesamt – stark und stetig vernetzen mit der Bevölkerung, die sie tragen soll. Sie kann nicht von Aufrufen zur Mitwirkung leben wie in dieser «Arena». Das Risiko der Mobilisierung von Parteigängern ist schon bei diesem Experiment spürbar geworden. Sie muss in der Lage sein, Bürgerinnen und Bürger beizuziehen, die nicht schon mit festgezurrten Parteimeinungen antreten. Menschen mit gesellschaftlichem Engagement und mit eigenständiger Fachkenntnis und der notwendigen Ausdrucksfähigkeit.

Muss die Arena bürgernäher werden?

Das Schweizer Fernsehen hat im Wahlkampf 2015 mit der «politbox» gezeigt, dass solches «Community Building» auch für das Fernsehen geht und wie es geht. Das Format, das junge Menschen und alte Menschen, Frauen und Männer, Eingeborene und Eingewanderte zur Information und zur Debatte zusammenbringt, ist entwicklungsfähig. Wenn es nicht zu langeeingemottet, sondern zügig weiterpraktiziert wird, zum Beispiel mit der «Arena», entsteht bei den Gebührenzahlern und den Bürgerinnen und Bürgern vielleicht sogar die Idee, dass die SRG tatsächlich ihr Medienhaus ist.

*Robert Ruoff war von 1981 bis 2004 beim Schweizer Fernsehen, u.a. bei der «Tagesschau». Heute ist er freier Publizist.

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Trump schürt weiter Zweifel an Machtübergabe

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
25
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Unkalmar 22.02.2016 22:43
    Highlight Highlight Die "Arena" war vor vielen Jahren eine Diskussionsrunde. Jetzt ist ein Marktplatz für politische Marktschreier jeder Couleur, mit einer Moderation, die sich auf das Soufflieren von Stichwörtern beschränkt, statt nicht stichhaltige Argumente zurückzuweisen, unzulässige Schlussfolgerungen aufzudecken, falsche Aussagen mit Fakten zu entlarven, bei ausweichende Antworten hartnäckig zu bleiben, oder auch mal vom Skript vorgefertigter, genehmer Fragen abzuweichen und situationsgerechte, harte und unangenehme Fragen zu stellen. Es ist keine Frage von mehr oder weniger "Volk", sondern der Moderation.
  • Palatino 22.02.2016 11:36
    Highlight Highlight Viele Diskussionssendungen im In- und Ausland leiden unter den (zu) gut vorbereiteten Diskussionsteilnehmern, die ihre Sätzli auswendig gelernt haben und so geschult sind, dass sie nicht von ihrem Mantra abweichen. Wer als Diskussionsteilnehmer die Phrasendrescherei der Gegenseite denunziert, verliert Zeit, die er für die Übermittlung der eigenen Botschaft einsetzen könnte, also wird es nur in Ausnahmefällen gemacht. Der Ball würde also bei der Moderation liegen.
  • Patrick Felder 22.02.2016 10:17
    Highlight Highlight Amstutz war mit der Situation schlicht überfordert. Das ist jetzt aber keine exklusive Kritik an ihm. Die meisten Politiker können sich nur noch unter ihresgleichen für ihre letzten Parolen flattieren lassen. Verantwortung für die eigene Politik braucht man ja nie zu tragen, erst recht nicht vor Betroffenen. Wenn die Arena eine Zukunft haben soll, dann genau so. Bereits in den letzten Sendungen wurden die geladenen Politiker vermehrt mit früheren Aussagen und den tatsächlichen Fakten dazu konfrontiert. Ich kann diese Entwicklung gegen das PR-optimierte Berufsschwätzertum nur begrüssen.
  • amore 22.02.2016 10:02
    Highlight Highlight Die SVP müsste eigentlich immer "nur" normale Stimmberechtigte in die Arena schicken. Dann würde wirklich das "Volch" diskutieren und nicht der Parteiapparat.
  • barbarodastice 22.02.2016 09:43
    Highlight Highlight Danke für den guten Kommentar. Etwas stört mich allerdings: Der ewige konstruierte Gegensatz zwischen "Politkerkaste" und "normalen Bürgern", welcher vor allem von der SVP, aber auch in diesem Artikel bearbeitet wird, zielt an der Realität vorbei. Die Schweiz ist eine parlamentarische Demokratie, in der das Volk seine Stellvertreter (Parlamentarier=Politiker) wählt, welche wiederum im Sinne der Wählenden politisieren. So funktioniert ein repräsentatives demokratisches Staatswesen; eine schweizweite Landsgemeinde irgendwo auf einer riesigen Wiese im Aargau dürfte schwierig durchführbar sein...
    • Evan 22.02.2016 10:18
      Highlight Highlight Die Schweiz ist eben mehr als das, und das ist auch gut so.
  • Raembe 22.02.2016 09:24
    Highlight Highlight Also Knack (obwohl ich Ihn gut finde) als Vertreter des Volkes hinzustellen ist bisschen heftig. Aber sonst sehr guter Artikel.
    • FrancoL 22.02.2016 14:37
      Highlight Highlight Rhabarber; Du willst damit sagen dass die "Personal"-Wahlen keinen Sinn machen, denn alle 4 Jahre werden die Parlamentarier gewählt. Und Wahl erfolgt mit der Stimme eines jeden einzelnen wählenden Bürgers. Wenn also diese Damen und Herren nicht das Volk vertreten und das Volk wählen geht, wieso werden dann diese Politiker gewählt? Ich gehe auch davon aus dass keine Wahlbetrügereien in der Schweiz zu verzeichnen sind, somit werden Politiker gewählt die im Volk eine Mehrheit haben. Ich verstehe das Bashing gegen Politiker die redlich gewählt wurden und abgewählt werden können nicht so richtig!
    • FrancoL 22.02.2016 17:40
      Highlight Highlight @Rhabarber; Da gebe ich Dir völlig recht. Allerdings steht das Volk am Pranger; wer wählt hat die Wahl und damit DIE PFLICHT diese Wahl auch durch Kontrolle zu stützen und gegebenenfalls abzuwählen, sonst macht die Wahl keinen Sinn.
      Aus Erfahrung muss ich aber auch erkennen, dass von aussen vieles (nicht alles) ganz anders aussieht. Wenn man man gewählt ist bekommt man neue Einsichten und Zwänge zu spüren die das gesteckte Ziel (das Versprechen an den Wählenden) plötzlich schlechter und weniger gut erreichbar machen. "Regieren" kann häufig auch mit bestem Willen verdammt schwer sein.
    • FrancoL 22.02.2016 18:32
      Highlight Highlight @Rhabarber;
      Das ist mir mehr als klar.
      Ich bin Gestalter und somit ist das Kreieren, Verändern und wenn immer möglich das Verbessern gleich welcher Dinge meine tägliche Aufgabe.
      Aber im heutigen Zeitalter wo nun jede und jeder weiss dass das Aussehen gut gepimpt werden kann, sollte es doch möglich sein etwas neutraler ein Wahlversprechen beurteilen zu können. Alles wird x-mal geschrieben, Leitideen x-fach schriftlich hervorgehoben, nur wenige sprechen direkt mit den Politikern und sollten wohl etwas die Plakatfigur in den Hintergrund stellen können. Wenn nicht macht das Wählen keinen Sinn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Statler 22.02.2016 09:20
    Highlight Highlight Hmm - weil also die Moderatoren ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen, kritische Fragen zu stellen, müssen nun die Zuschauer her?
    Es wäre die Aufgabe der Presse, die Politiker und ihre hohlen Phrasen zu hinterfragen und ggf. aufzudecken. Stattdessen können die Parteifunktionäre ihre Parolen ungehindert zig-fach repetieren.
    Dabei wäre es ein Leichtes, die Phrasendrescher zu wirklichen Aussagen zu bewegen: Man frage die Befürworter einer Sache was dagegen spricht und die Gegner, was dafür spricht. Und schon wären die vorgefertigten Parolen für die Katz.
    • kurt3 22.02.2016 11:15
      Highlight Highlight Genau in der DIS- Arena 2 durfte WW- Gut etwa dreimal behaupten , dass die Zahl der Kriminalfälle in den letzten paar Jahren gewaltig zu genommen hätte . Keine Sau hat ihn nach Zahlen , Vergleichen oder sontswas gefragt .
  • Dr. B. Servisser 22.02.2016 09:05
    Highlight Highlight Ich möchte in der Arena in erster Linie diskutierende Politiker sehen. Natürlich ist es mühsam, wenn diese nur ihre Wahlkampfphrasen runterbeten.
  • Madison Pierce 22.02.2016 08:59
    Highlight Highlight Die Argumente kann ich auch im Internet lesen, egal ob sie von Politikern oder Bürgern kommen. Für mich wäre eine Wahrheitsprüfung eine Dienstleistung, die das Fernsehen bringen könnte. Evtl. die Sendung aufzeichnen und bei der Ausstrahlung einblenden oder kommentieren, ob ein Argument wahr ist oder nicht.

    In der Politik im allgemeinen und wie mich dünkt bei der DSI im speziellen wird so unglaublich viel Unsinn erzählt, dass ein "Faktencheck" ein echter Mehrwert wäre.
  • fuegy 22.02.2016 08:53
    Highlight Highlight Mir gefällt des Konzept der BBC mit der Sendung Free Speech. Ein Panel mit Politikern, Wirtschaftsleuten, Juristen, Journalisten oder Wissenschaftlern Diskutiert ein aktuelles Thema. Das Publikum kann zum jeweiligen Thema Fragen direkt stellen und mitdiskutieren. Per Twitter und Facebook kommen stetig Fragen und Kommentare, welche direkt an die entsprechende Partei gerichtet werden. Für mich eine gute Idee, um den Puls des Volkes zu spüren und nicht die interpretierte Meinung der Parteien, welche meisst realitätsfremd sind, zu wiederholen.
    Play Icon
  • unejamardiani 22.02.2016 08:49
    Highlight Highlight Ich weiss zwar nicht ob das bereits gemacht wird, aber Input des "Volkes" über Social Media (Twitter, Facebook und co.) wie es in anderen Ländern bereits gemacht wird währe doch interessant.
    Ich glaube das schon in der einen oder anderen deutschen Sendung gesehen zu haben. Sportsender z.b. Sky machen das schon länger sehr erfolgreich :)
  • LeChef 22.02.2016 08:21
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass man mit vielen Leuten einfach nicht fernsehtauglich disktutieren kann. Oft fehlt das Fachwissen, das sich Politiker erst mühsam erarbeiten müssen. Wenn, dann müssen die Leute vor der Sendung eine Art Auswahlverfahren durchlaufen (wie auch für die letzte Arena) und selbst dann wird es nicht reichen, um die Leute in die erste Reihe zu stellen. Sogar Politiker, die sich Fernsehauftritte gewohnt sind und sich mit dem jeweiligen Thema auskennen, "schwimmen" öfters in solchen Diskussionen. Leute, die sich nicht den ganzen Tag mit Politik beschäftigen, würden völlig überfahren.
    • Evan 22.02.2016 10:18
      Highlight Highlight Also di Politiker denen ich letztes mal in der Sendung zugehört habe haben auch nicht wirklich viel Ahnung. Sollte also kein allzu grosses Peoblem sein.
    • Unkalmar 22.02.2016 22:28
      Highlight Highlight "Fachwissen, das sich Politiker aneignen": habe herzhaft gelacht über diesen gelungenen Witz! Politiker wissen nichts, sie sind bloss die Sprechpuppen der sie aushaltenden Lobbyisten und widergeben die von denselbigen vorgegebenen, auswendig gelernten Sprüche, sobald ein Mikrofon vor ihrer Nase ist.
  • Zeit_Genosse 22.02.2016 07:40
    Highlight Highlight Man kann es auch übertreiben mit dem Volk. Nicht überall muss das Volk und Bürger mittun. Es kann auch nur eine Debatte unter Politikern sein, damit das Volk beim Zuschauen diese in ihren Positionen besser fassen kann. Der Titel heisst "Arena" und spiegelt eher Kampfeslaune, die man dort erwartet. Aber ein neues, frisches, modernes Format wo Bürger und Politik sich kreuzen, wäre zu begrüssen. Nur würde ich das nicht mit dem Gefäss "Arena" tun, das dann damit sterben würde. Ein "Forum" schaffen wo Politik und Bürger diskutieren.
  • dracului 22.02.2016 06:40
    Highlight Highlight Ein Repetitionsdetektor wäre hilfreich! Jedes Mal, wenn das gleiche Argument oder die gleichen Parolen wiederholt werden, müsste es einen Stromschlag geben, der immer stärker würde. Gerade bei den kommenden Abstimmungen hätten da viele vor Schmerzen schreien müssen in der Arena!
  • giguu 22.02.2016 06:22
    Highlight Highlight es war einfach herrlich, die politiker im dialog mit dem volk zu sehen. grosses kino. die beste arena, die ich je gesehen habe!
  • Herbert Anneler 22.02.2016 05:57
    Highlight Highlight Gut gebrüllt, Löwe! Von der Kunst des Verführens zwecks Quotenmaximierung zur Kunst des Dienens zwecks Qualität i.S. eines ehrlichen Dialogs mit dem a propri mündigen Publikum - Service pour le public!

Klima-Aktivisten besetzen Bundesplatz ++ Stadt will Protestcamp vorerst nicht räumen

In den frühen Morgenstunden sind hunderte Personen mit Sack und Pack auf den Bundesplatz geströmt. Nun bauen sie ein illegales Zeltcamp auf, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu protestieren. Eine Räumung kommt für den Berner Stadtpräsidenten noch nicht infrage.

Achtung, fertig, los: Um 4.40 Uhr strömen rund 200 Aktivistinnen und Aktivisten von allen Seiten auf den Bundesplatz. Die Klimabewegung geht auf Konfrontationskurs.

«We want Climate Justice, now», skandieren sie. Dann legen sie sich mit ihren Schlafsäcken und Rucksäcken in einer Menschenkette auf den Boden und besetzen das politische Zentrum der Schweiz.

Es geht Schlag auf Schlag. Lieferwagen und Traktoren mit Bootsanhängern fahren vor. Innert Minuten wird das Material für eine ganze …

Artikel lesen
Link zum Artikel