Schweiz
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Wir suchen die Königin oder den König der Pendler: Schlägst du 3 Stunden, 27 Minuten – PRO WEG?



Pendler ist nicht gleich Pendler. Es gibt die, die innerhalb der Gemeinde arbeiten, die, die in einem anderen Kanton ihren Lebensunterhalt verdienen und dann gibt es noch die Extrem-Pendler. 

Pendeln früher und heute

Einer, der zur letzten Kategorie gehört, ist M.H*. Fünfmal die Woche legte er mit dem Zug die Strecke Reichenbach im Kandertal – Zürich zurück. Die reine Fahrzeit für diese Strecke beträgt knapp zwei Stunden. Da M.H. aber in seinem Heimatort ein ganzes Stück gehen muss bis zur Haltestelle und sein Büro einiges entfernt vom Hauptbahnhof Zürich liegt, kommt er laut eigenen Angaben auf eine Reisezeit von 3 Stunden und 27 Minuten pro Weg. Über sieben Jahre lang nahm er diesen auf sich. 

NAHM. 

Offenbar ist die Mammut-Strecke sogar dem unverbesserlichen Optimisten auf die Länge zu anstrengend geworden. Dazu später mehr. Zuerst möchten wir aufzeigen, wie M.H. diese Strapazen bewältigt hat. In einem SRF-Interview redete er noch vor Kurzem über seinen Pendler-Alltag. 

Die Strecke

ZU DEN EIDGENOESSISCHEN WAHLEN VOM 18. OKTOBER 2015 STELLEN WIR IHNEN ZUM THEMA WAHLKAMPAGNE UND WAHLPLAKAT FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF UNSERER WEBSEITE

Bergpanorama in Reichenbach im Kandertal. Bild: KEYSTONE

Damit schlägt er die Zeit tot

A woman takes a film with her smartphone during a ice hockey U18 World Championships match between Switzerland and Finland, at the ice stadium Bossard Arena in Zug, Switzerland, Friday, April 17, 2015. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Mit dem Handy fühlt sich die Strecke viel kürzer an. Bild: KEYSTONE

Warum er nicht umzieht?

THEMENBILD ZU DEN BERATUNGEN UEBER GESETZGEBUNG BEIM BAU VON ZWEITWOHNUNGEN IM NATIONALRAT AN DER FRUEHLINSSESSION --- Geschlossene Fensterlaeden eines Hauses, aufgenommen am Donnerstag, 23. August 2012. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Wie M.H.s Haus aussieht, wissen wir nicht. Deshalb ein Symbolbild.  Bild: KEYSTONE

Weil er in Reichenbach im Kandertal ein Haus gebaut hat und die Berge mag. Weil seine Hobbys Bergsteigen, Skitouren und Gleitschirm sind und er diesen Aktivitäten in Zürich nur schwer nachgehen kann. In Zürich vermisst er zudem einen Gletscher.  

Was ihn nervt

Schotter wird entfernt bei Bauarbeiten an Gleisen in Fribourg am Montag, 6. Juli 2015. In einem ersten Schritt werden in der Nacht  Schwellen, Schotter und Sand ersetzt; in einem zweiten Schritt werden naechste Woche die Schienen ausgewechselt. Die Unterbausanierung zwischen Fribourg und Matran dauert von Juni 2015 bis November 2015. Pro Nacht werden 72 Meter Schienen bearbeitet. Der Unterbau haelt 35 Jahre, die Schienen fuenf bis sieben Jahre. (KEYSTONE/Thomas Hodel) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Gleisarbeiten können zu Verspätungen führen.
Bild: KEYSTONE

Renovationsarbeiten an den Gleisen. Weil diese zu Verspätungen führen. Und er wegen solchen Verspätungen seine Anschlüsse verpasst. Das kann dann rasch zu einer Gesamtverspätung von einer Stunde führen, was sogar für M.H. zu viel ist. 

M.H. verbrachte pro Woche über 30 Stunden mit pendeln, mehr als andere arbeiten. 

Damit ist nun Schluss. Wie M.H. gegenüber watson sagte, hat er seit Kurzem eine Stelle in der Nähe seines Wohnortes gefunden. 

Deshalb bist nun du gefragt. watson sucht die Königin der Pendlerinnen, den König der Pendler. 

Syria, Samira und Anja, von links, vom Blauring Steinen, sind als

Bist du der König der Pendler?
Bild: KEYSTONE

Beschreib uns deinen Arbeitsweg oder deine Strecke zur Schule, zum Studium und wir erzählen deine Pendler-Geschichte. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • cheeky Badger 28.06.2016 22:32
    Highlight Highlight Naja... bei 35 stunden reisezeit pro woche hat man dann wohl den ökologischen fussabdruck eines vielfliegers..
  • smoe 28.06.2016 14:58
    Highlight Highlight Bin selbst Jahrelang Luzern – Bern und dann Luzern – Zürich gependelt. Zuvor während der Lehre Thun – Bern. Überraschenderweise fand ich die längeren Strecken angenehmer, weil ich mich während 40-60 Minuten Zugfahrt sinnvoller beschäftigen kann, als während 20. Mehr als eine Stunde reine Fahrzeit würde ich aber nur längerfristig auf mich nehmen, wenn sie vollständig als Arbeitszeit gilt.

    Heute habe ich einen Arbeitsweg von 10 Minuten zu Fuss, was ohne Frage ein Luxus ist. Aber manchmal vermisse ich die gemütlichen Zugreisli mit Kaffee und teils interessanten, teils nervenden Unterhaltungen schon ein bisschen:)
  • Simon 28.06.2016 13:44
    Highlight Highlight Ich würde mir unter der Woche ein Zimmer nehmen. Von den ganzen Bergen usw. Hat man ja nix, wenn man um 5 losgeht un und um 9 zurück ist.
  • Micha Schläpfer 28.06.2016 13:16
    Highlight Highlight Ich pendle jeden Tag vom Himmel zur Erde und zurück, aber ich brauche dafür keine 3h 27min, und ich reise alleine
  • wololowarlord 28.06.2016 12:50
    Highlight Highlight Und ich beklage mich über 1.5h pro weg😄
  • emc2 28.06.2016 09:38
    Highlight Highlight Respekt!
    Zumindest darf er sich glücklich schätzen, dass er nur einmal umsteigen muss (abgesehen vom Tram). So reist man deutlich entspannter und die Gefahr, einen Anschluss zu verpassen, ist auch kleiner.
    • MacB 28.06.2016 10:48
      Highlight Highlight da lohnt sich wenigstens das GA :)
  • HotShot 28.06.2016 08:44
    Highlight Highlight 3Std 27min? Selbst Schuld... Ich hab für 30km max. 20min und das ist bei mir schon an der oberen Grenze.
    • HotShot 28.06.2016 10:38
      Highlight Highlight An die Blitzer, dass heisst ihr Pendelt gerne 7 std am tag zu den zusätzlichen 8.5 std arbeit? Ihr mögt also nur 10std pro tag schlafen inkl. Freizeit?
      Sry, das Leben besteht aus weitaus mehr als nur zu Arbeiten. Euer Körper wird es euch danken wenn Ihr älter werdet.
    • jazzie 28.06.2016 10:40
      Highlight Highlight Mit deinem 'selber schuld' machst du es dir etwas gar einfach. es gibt lebenslagen, in denen man gezwungen ist, weit zu pendeln... etwa, wenn zwischen den arbeitsorten eines paares 140km liegen und keiner von beiden einen job in der nähe in aussicht hat, weil in dem berufsfeld fast keine stellen angeboten werden. oder weil beide an ihrem arbeitsplatz 'hängen'...
    • Sundance Kid 28.06.2016 11:43
      Highlight Highlight Genau. Das selbstgefällige "selbst schuld" bringt die Blitze. Ich hatte auch 6 Jahre eine Arbeit die 3.5 Stunden hin- und zurück bedeutete. Umziehen kam für mich nicht in Fragem da Freunde und Familie nicht alle mitkommen wollten. Aber die Arbeit da war super. So eine Chance hatte ich sonst nirgends...
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Kommentar

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