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Knall in der Ostschweiz: Jets auf «Hot Mission», weil es keinen Kontakt zu Verkehrsflugzeug gab

31.08.2016, 16:2631.08.2016, 17:06

Zwei laute Knalle haben heute Nachmittag über Rorschach, St.Gallen und Romanshorn für Aufregung gesorgt. Ein Leser berichtet, dass Wände und Boden geschüttelt hätten. Ein anderer Leser berichtet von zwei Knallen.

Laut einem Tweet der Stadtpolizei handelt es sich um Überschallknalle.

Die Luftwaffe bestätigte auf Nachfrage von watson: Es habe eine luftpolizeiliche «Hot Mission» gegeben, weil zu einem Linienflugzeug kein Funkkontakt hergestellt werden konnte. Sobald der Pilot des Verkehrsflugzeuges Sichtkontakt zu den F/A-18 der Luftwaffe hatte, wechselte er auf die Frequenz, womit die Situation bereinigt war.

Auch Anfang Juni gab es eine «Hot Mission» der Schweizer Luftwaffe. Damals waren die Überschallknalle in einem Grossteil der Deutschschweiz zu hören. Zwei Schweizer Kampfjets hatten ein Flugzeug der israelischen Gesellschaft El Al an der Schweizer Grenze bei Schaffhausen wegen einer Bombendrohung abgefangen und durch den Luftraum begleitet.

«Live Mission»

Auch im April knallte es im Grossraum Zürich/Aargau. Damals handelte es sich um eine sogenannte «Live Mission» der Schweizer Luftwaffe. Dabei werden ausländische Staatsluftfahrzeuge – die etwa Diplomaten oder Staatsoberhäupter transportieren und Überflugrechte besässen – routinemässig überprüft. Aufs Jahr umgerechnet, findet durchschnittlich täglich ein solcher Einsatz statt. Der Einsatz sei von zwei F/A-18-Jets durchgeführt worden.

Warum aber wird der Überschallknall so selten von der Bevölkerung registriert? David Marquis, Mediensprecher der Schweizer Luftwaffe, erklärte beim letzten Vorfall im Oktober 2015: «Die meteorologischen Bedingungen spielen eine Rolle und natürlich auch die Flughöhe. Und wenn sich das Ganze im Alpenraum abspielt, ist die Resonanz natürlich auch ungleich kleiner als in bevölkerungsreichen Gebieten wie dem Mittelland.» 

(whr)

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