Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nach viel Regen und grossem Schneefall konnte man heute bei fruehlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein den Tag geniessen, so gesehen am Mittwoch, 24. Januar 2018, auf der Anhoehe St. Anton, Kanton Appenzell Innerrhoden. (KEYSTONE/Eddy Risch)

St.Anton, Appenzell Innerrhoden am 24. Januar 2018. Bild: KEYSTONE

Das war der wärmste Januar ever und schon fliegen die Pollen

Trotz grosser Schneemassen in den Bergen ist das Wetter im Flachland dieses Jahr bisher erstaunlich mild gewesen – so mild wie lange nicht mehr: Der Januar 2018 bricht Temperaturrekorde, die bis in das 19. Jahrhundert zurückreichen.

Charlene Kilthau / az



Schweizer Bergorte versanken vor etwas mehr als einer Woche in Weiss. Innert kurzer Zeit fiel tonnenweise Schnee. Die Lawinengefahr stieg auf die höchste Stufe, Orte wie Zermatt und Andermatt waren von der Umwelt abgeschnitten.

Schneechaos in Zermatt

Im Flachland sieht es komplett anders aus — Schneeschuhe sind überflüssig und die Temperaturen angenehm mild. Wie Meteonews-Meteorologe Stefan Scherrer auf Anfrage der AZ sagt, handelt es sich um einen Rekord-Januar. Es ist der wärmste, der jemals in der Schweiz gemessen wurde. Mit einem Rekord wurde schon Mitte des Monats gerechnet.

Gemäss seiner Aussage griffen Meteorologen beim Vergleich auf Temperaturtabellen zurück, die Daten seit dem 19. Jahrhundert enthalten. Dabei stiessen sie auf keine höheren Monatdurschnittstemperaturen für einen Januar.

Rekorde purzelten reihenweise

In den Städten purzelten die Rekorde reihenweise. So ist die Durchschnittstemperatur in Genf  1.2 Grad höher als 1834, dem Jahr mit dem zweitwärmsten Januar in der Stadt am Lac Léman. In Bern und Basel war 2007 bisher der wärmste Januar. In beiden Städten war die Durchschnittstemperatur dieses Jahr 0.5 Grad höher.

Bedenklich sei das aber nicht und auch mit der Klimaerwärmung könne man es nicht in Verbindung bringen, sagt Scherrer. Solche Ausnahmen würden immer wieder einmal vorkommen und seien erst dann kritisch zu betrachten, wenn sie vermehrt aufträten. 

Mildes Klima aufrgund von Warmfronten

Aber wie ist es möglich, dass in den Alpen so viel Schnee fällt und in den tiefer gelegenen Gebieten keine Spur davon zu sehen ist? 

Schweizer Alpen versinken im Schnee

abspielen

Video: srf

Scherrer erklärt, das sei vor allem auf die Warmfronten aus dem Südwesten zurückzuführen. Diese Strömungen erreichten die Schweiz im Januar fast unterbrochen und führten neben erhöhtem Niederschlag und den damit einhergehenden Überschwemmungen auch zu der stark erhöhten Monatsmitteltemperatur.

Die Südwestströmung drückte dabei vor allem viel Feuchtigkeit in die südlichen Gebiete. Während es im Flachland aufgrund des Temperaturüberschusses dabei zu warm für Schneefall wurde, blieb es in den höheren Gebieten kalt genug. In Folge der Wolkenstauung schneite es im Südwallis deswegen tagelang. 

Höhere Pollenbelastung

Bei diesem aussergewöhnlich milden Wetter könnte man fast meinen, es sei schon März und der Frühling beginne. Doch wie die Sprecherin von wetter.TV heute mitteilte, kommt mit dem Februar ein Wetterumschwung. Die Temperaturen werden wohl sinken. Der Winter ist noch nicht vorbei.

So schön sieht es aus, wenn es in der Sahara schneit

abspielen

Video: srf

Wenn auf diesen verhältnissmässig warmen Januar auch kein vorzeitiger Frühling folgt, so hat er eine andere Auswirkung, die für einige Allergiker sehr unerfreulich ist. Laut Bericht des Wetterstudios ist die Pollenbelastung durch das mildere Klima grösser. Haselpollen sind zum Beispiel schon jetzt sehr stark konzentriert.  

Schneechaos in der Schweiz

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

Themen
8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tzhkuda7 31.01.2018 02:13
    Highlight Highlight Zu milde Temperaturen die sich lange halten sind vor allem für mich aus einem Grund sehr beängstlich.

    Zu wenige Insekten der lästigen Sorte
    sind erfroren. Muss mir wohl für dieses Jahr zum ersten mal Moskitonetze anschaffen xD
  • Posersalami 30.01.2018 22:32
    Highlight Highlight Die Anhäufung von Temperaturrekorden in den letzten 10 Jahren ist rein zufällig!
  • Heimwerkerkönig 30.01.2018 20:01
    Highlight Highlight Alle Bienen meiner Völker tragen schon fleissig Polen ein und haben bereits Brut. Einzelne Völker sind gar nie aus der Brut gegangen diesen Winter. Ein untrügliches Zeichen, dass es warm ist.
  • morax 30.01.2018 19:18
    Highlight Highlight Jaaa, ich freue mich so sehr, dass die Pollen mich schon im Januar besuchen. -.-
  • Moudi 30.01.2018 18:43
    Highlight Highlight Pfff jedes Jahr irgendwelches "Rekord Wetter" Fakten? Ja, trau keinen Statistiken die du nicht selbst gefälscht hast😉
    • DanielaK 31.01.2018 05:44
      Highlight Highlight Ist mir eigentlich Wurst, ob Rekord oder nicht. Normal ist das auf jeden Fall nicht. Schneeglöckchen, ok, aber Märzenbecher sollten jetzt noch nicht blühen und Tulpen und Aaronstab sollten auch noch nicht wachsen.
  • Olmabrotwurst 30.01.2018 18:39
    Highlight Highlight Ich brauche Infos zu Birken, ach quatsch merke es schon selbst... ^^
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 30.01.2018 18:31
    Highlight Highlight Das ist wirklich krass. Ich merke bereits ein kratzen und jucken im Hals und musste bereits Antihistaminikum nehmen. Und das im Januar! Wenn Hasel und Birkenpollen verbotene Substanzen wären, ich wäre besser wie jeder Drogenhund der Polizei :))

Die 8 schönsten Schnappschüsse des Mond-Spektakels von letzter Nacht

Schaulustige konnten in der Nacht auf Mittwoch über der Schweiz wieder eine partielle Mondfinsternis beobachten - trotz teils Wolken. Zwischen 22 Uhr und 1 Uhr in der Früh lagen Teile des Erdtrabanten im Kernschatten der Erde und der Mond schimmerte rostrot am Himmel.

Während fast drei Stunden waren Teile des Mondes verdunkelt. Der Mond tauchte dabei laut der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft zu rund 65 Prozent in den Kernschatten der Erde eintauchen. Generell in voller Länge sichtbar …

Artikel lesen
Link zum Artikel