Schweiz
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ARCHIV – ZUM DROHENDEN KONKURS DER SEMPIONE FASHION, WELCHE DIE SCHWEIZER OVS-KLEIDERGESCHAEFTE BETREIBT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - A neon sign above the entrance area of the OVS flagship store at Sihlstrasse in Zurich, Switzerland, pictured on March 7, 2018. OVS is an Italian fashion chain that bought the Schwyz fashion company Charles Voegele with its 145 locations in Switzerland at the end of 2016. From Summer 2017 until the beginning of 2018, all Charles Voegele stores were renamed and redesigned into OVS. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Eine Leuchtschrift ueber dem Eingangsbereich des OVS Flagship-Stores an der Sihlstrasse in Zuerich, aufgenommen am 7. Maerz 2018. OVS ist eine italienische Modekette, die Ende 2016 das Schwyzer Modeunternehmen Charles Voegele mit seinen 145 Standorten in der Schweiz uebernommen hat. Ab Sommer 2017 bis Anfang 2018 sind saemtliche Charles Voegele Filialen in OVS umbenannt und umgestaltet worden. (KEYSTONE/Christian Beutler)

OVS steckt in der Schweiz in Schwierigkeiten. Bild: KEYSTONE

OVS kündigt Mitarbeitern per Brief Massenentlassung an 

Die Sempione Fashion AG eröffnet das Konsultationsverfahren. Die Schweizer OVS-Mitarbeiter haben per Brief erfahren, dass das Unternehmen eine Massenentlassung in Betracht zieht.



Beim in Geldnot steckenden Kleiderhändler OVS in der Schweiz kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu vielen Entlassungen. Die Charles-Vögele-Nachfolgerin OVS bzw. deren hiesiger Tochter Sempione Fashion steckt seit letzter Woche in einer provisorischen Nachlassstundung. Nun hat Sempione auch die offizielle Konsultation mit den Personalvertretern eingeleitet.

«Das Konsultationsverfahren ist die logische Konsequenz des laufenden Verfahrens. Es wird höchstwahrscheinlich zu Entlassungen kommen und dann muss dieses Verfahren eingeleitet werden», sagte ein Sprecher von Sempione gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Er bestätigte damit einen Bericht von «20 Minuten».

In einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kleiderkonzerns, schrieb das Unternehmen, dass es aufgrund der Umstände «leider unumgänglich» sei, eine Massenentlassung in Betracht zu ziehen. Die Angestellten können nun während der viermonatigen Frist der provisorischen Nachlassstundung Vorschläge machen, wie Kündigungen vermieden oder deren Zahl beschränkt sowie ihre Folgen gemildert werden könnten.

Gemäss eigenen Angaben sind aktuell rund 1'180 Mitarbeitende bei Sempione beschäftigt. Die italienische Modemarke OVS ist mit der Übernahme von Charles Vögele hierzulande gescheitert, wie sie letzte Woche eingestand: Die Umsätze seien anhaltend ungenügend, was zu massiven finanziellen Engpässen geführt habe, erklärte das Unternehmen, das Nachlassstundung beim Bezirksgericht Höfe beantragt hat.

OVS zieht Stecker

Nun ziehen die Italiener den Stecker: Mit der Nachlassstundung soll ein sofortiges Aus verhindert werden. Ziel sei, den Betrieb für eine beschränkte Dauer aufrecht zu erhalten. In dieser Zeit soll ein Liquidationsverkauf der Waren durchgeführt werden, um noch das bestmögliche Ergebnis für Gläubiger und auch die Mitarbeiter zu erzielen.

«Anschliessend ist geplant, das restliche Unternehmen geordnet zu liquidieren», schrieb Sempione weiter. Wegen der Geldnöte des Unternehmens könnten alle Mitarbeiter auch von Kündigungen betroffen werden. Insbesondere sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich abzuschätzen, ob und inwiefern bei einer allfälligen Übertragung eines Teils der Läden an Dritte eine Lösung für die Belegschaft gefunden werden könne.

«Vor diesem Hintergrund sieht sich die Sempione Fashion AG leider gezwungen, eine Massenentlassung sämtlicher Mitarbeiter in Betracht zu ziehen», heisst es im Brief an die Angestellten, der auch AWP vorliegt. Es bestehe keine Pflicht für einen Sozialplan. Zur Sachwalterin hat das Bezirksgericht die Kanzlei Holenstein Rechtsanwälte unter der Leitung von Franco Lorandi ernannt.

Die Italiener hatten im Dezember 2016 rund 140 Geschäfte in der Schweiz von Charles Vögele gekauft. Die Vögele-Läden wurden komplett umgebaut und in OVS umbenannt. (awp/sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dadaist 05.06.2018 22:14
    Highlight Highlight Oha, gerade im Detailhandel gibt es praktisch keine Gewerkschaft, deshalb auch keinen Sozialplan und eine Chance auf einen neuen Job ist sehr gering :(
  • Palatino 05.06.2018 21:42
    Highlight Highlight Wie mich OVS als Kunde verlor: ich wollte für meine kleinen Buben Pullis kaufen und begab mich in die sehr grosse Filiale in Bern. Leider gab es die Teile nicht in den benötigten Grössen. Auf die Frage, ob mit einer Nachlieferung zu rechnen sei, kam die Antwort: Der Kauf im Online-Shop sei zielführender! Erstens will ich „Offline-Shopping“ unterstützen und zweitens hätte OVS mit dieser Philosphie nie Personal anstellen und Ladenflächen mieten müssen.
  • Zeit_Genosse 05.06.2018 21:40
    Highlight Highlight Alle Mitarbeitenden sind somit von Arbeitslosigkeit bedroht was es ermöglicht, sich bereits beim RAV zu melden/anzumelden. Im Detailhandel herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit, dass die Stellenmeldepflicht greift und für beim RAV Angemeldeten ein Informationsvorsprung von 5-Tagen für gemeldete offene Stellen (ab 1.7.2018).
  • sowhat 05.06.2018 20:47
    Highlight Highlight Ich hasse es, wenn ich in solchen Fallen recht habe 😤😡
    Das hat OVS vor Jahren schon in D gemacht. Das hat System!
  • Grabeskaelte 05.06.2018 20:28
    Highlight Highlight Schweinerei sondergleichen ggü. den Mitarbeitenden... Ein Sozialplan sollte ab 10 MA Pflicht sein!
  • Frausowieso 05.06.2018 19:10
    Highlight Highlight Die Geschäftsleitung bitte die Mitarbeiter, meist Verkäufer, um Lösungsvorschläge? Ist das deren Ernst? Das ist peinlich und verwerflich. Es ist ihr Job, Lösungen anzubieten.
  • iNDone 05.06.2018 17:44
    Highlight Highlight Irgendwie ist die Geschichte seltsam...? Wäscht man so Geld?
    • MaxHeiri 05.06.2018 19:59
      Highlight Highlight Wie und wieso soll ein börsenkotierter Konzern Geld waschen?
    • Sheez Gagoo 05.06.2018 22:03
      Highlight Highlight Nein, so verlocht man es.

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