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US-Justiz an der Nase herumgeführt: Bank Vontobel lässt indischen Betrüger Millionen verstecken



Die Panama Papers schlagen weiterhin hohe Wellen. Wie die «Sonntagszeitung» enthüllt, hat ein 42-jähriger Inder mit Hilfe der Bank Vontobel und der in Panama ansässigen Kanzlei Mossack Fonseca während Jahren die US-Justiz ausgetrickst. Chetan Kapur, wohnhaft in New York, gründete gemäss der «Sonntagszeitung» eine Schein-Stiftung in Panama, die das Geld bei der Schweizer Bank anlegte. 

ZU DEN NEUESTEN ZAHLEN DER PRIVATBANK VONTOBEL STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Logo am Hauptsitz der Bank Vontobel in Zuerich, aufgenommen am Dienstag, 26. Februar 2008. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Schweizer Bank Vontobel: Panama Papers decken Geldwäscherei auf. Bild: KEYSTONE

Kapur arbeitete in New York als Hedgefonds-Manager und verwaltete auf dem Höhepunkt seiner Karriere über 500 Millionen Dollar. Doch die Investoren irrten sich: Der Inder vermehrte ihr Geld nicht, sondern fälschte Gewinnaussichten und betrog sie.

2009 verklagten ihn Geldgeber wegen Betrugs und verlangten 3,7 Millionen Dollar. Kurz darauf gründete Kapur bei Mossack Fonseca in Panama eine Stiftung mit dem Namen «Family and Children Charitable Foundation».

Doch die Stiftung hatte nicht zum Ziel Kindern und Frauen zu helfen, sondern Geld in der Schweiz zu bunkern, damit Kapur sein Vermögen vor den Gläubigern verstecken konnte. 

Obschon es mehrere Hinweise gab – die Klagen gegen Kapur wären für Vontobel in der US-Gerichtsdatenbank zugänglich gewesen – verzichtete Vontobel darauf, eine Meldung bei der Schweizer Geldwäscherei-Meldestelle zu machen. 

Die Bank Vontobel «verwahrt» sich gegen diesen Vorwurf. Wie sie gegenüber der «Sonntagszeitung» sagt, sei sie ihren Pflichten in Sachen Geldwäscherei stets nachgekommen. (cma)  

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