«Die Wirtschaftsprognosen sehen wesentlich besser aus als die Wetterprognosen für Ostern»
Die Schweizer Wirtschaft befinde sich in einem Aufschwung, teilte die KOF am Mittwoch mit. Auf Konjunkturseite befeuert wird das Wachstum durch die bessere Entwicklung der Weltwirtschaft. Deshalb schraubte die KOF die Prognose für das Wachstums des Bruttoinlandprodukts (BIP) für dieses Jahr nach oben.
KOF-Ökonom Yngve Abrahamsens Fazit: «Die Wirtschaftsaussichten sehen wesentlich besser aus als die Wetteraussichten für Ostern.» Für einen länger anhaltenden Aufschwung spreche auch, dass die Zinsen noch länger tief bleiben dürften. Dem exportgetriebenen Aufschwung förderlich sei auch die Abschwächung des Frankens gegenüber den Euro seit letztem Sommer.
Nach 2.3 Prozent im Dezember erwarten die KOF-Ökonomen neu 2.5 Prozent Wachstum. Bereits die Ökonomen des Staatssekretariats für Wirtschaft (2.4 Prozent) und der Bak Economics (2.4 Prozent) waren in ihrer Frühlingsprognose optimistischer. Allerdings sind die Erwartungen der KOF am sonnigsten.
Sporteinnahmen beeinflussen Prognosen
Jedoch gibt die KOF zu bedenken, dass ein Teil (0.3 Prozent des BIP) des Anstiegs auf Lizenzeinnahmen aus Sportveranstaltungen zurückgehe, was wenig mit der Konjunktur zu tun habe. Als Wertschöpfung in der Schweiz schlagen sich heuer die Lizenzeinnahmen der Winterolympiade (1.8 Milliarden Franken) sowie der Fussballweltmeisterschaft nieder.
Laut KOF-Ökonom Yngve Abrahamsen dürfte die Fifa total 5.6 Milliarden an den WM-Lizenzen verdienen, davon 3 Milliarden Franken über TV-Lizenzen. Weil Sportveranstaltungen neu an den Hauptsitzen der Veranstalter verrechnet werden müssen, ist laut Abrahamsen auch künftig mit solchen BIP- Schwankungen von plus-minus 0.3 Prozent zu rechnen - je nach Sportjahr. (whr/sda)
