Schweiz
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Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen sind an Gymnasien und Universitäten heute deutlich untervertreten. (Symbolbild)  bild: shutterstock

Gymi-Verbot, weil die Eltern Sozialhilfe beziehen – jetzt ist der Bundesrat gefragt

Im Kanton Obwalden wollte das Sozialamt einer jungen Frau den Besuch der Fachmittelschule verbieten, weil ihre Eltern von der Sozialhilfe leben. Das ist laut der Sozialhilfe-Konferenz rechtens. Ein No-Go, sagt die grüne Nationalrätin Sibel Arslan. Sie bringt das Thema nun in Bundesbern auf den Tisch. 

Was tun nach der obligatorischen Schule? Ist die Berufslehre der Königsweg oder geht man lieber ins Gymnasium? Für Rahel* aus der Gemeinde Kerns im Kanton Obwalden war der Fall klar. Sie wollte nach den Sommerferien die Fachmittelschule besuchen. Ihr Weg dahin war jedoch alles andere als einfach.

Die Sozialbehörde in ihrer Wohngemeinde untersagte der 16-Jährigen den Besuch der Fachmittelschule, wie der «Beobachter» im Sommer 2018 schrieb. Der Grund: Rahels Familie bezieht Sozialhilfe

Klug, aber arm

Ein Kind von Sozialhilfebezügern müsse «mit der Ausbildung baldmöglichst ein existenzsicherndes Existenzminimum erzielen», teilte die Behörde der eritreischen Familie damals in einer schriftlichen Verfügung mit. Und legte Rahel nahe, eine Lehre als Kauffrau oder Fachfrau Gesundheit zu absolvieren. Für den Fall, dass sich das Mädchen widersetzt, sollten der Familie die monatlichen Gelder um 400 Franken gekürzt werden. 

Nachdem der «Beobachter» und watson über den Fall berichteten, wird nun die Politik aktiv. Die Basler Grünen-Nationalrätin Sibel Arslan reichte am Freitag im Parlament eine Interpellation mit dem Titel «Soziale Ungleichheit im Bildungswesen» ein. Darin will sie vom Bundesrat wissen, wie hoch der Anteil 20-jähriger Sozialhilfebezüger ist, die eine tertiäre Ausbildung verfolgen, und ob er ebenfalls zum Schluss kommt, «dass eine soziale Ungleichheit im Schweizer Bildungssystem besteht». Weiter fragt Arslan, «ob es im Lichte der Bundesverfassung und dem geltenden Gesetz gerechtfertigt sei, Unterschiede zwischen Familien mit Sozialhilfe und solchen mit gutem Einkommen zu machen.» 

Arslan sagt auf Anfrage: «Als ich auf watson von diesem Fall erfuhr, dachte ich: ‹Das kann doch nicht wahr sein›. Einen Unterschied zwischen Familien mit Sozialhilfe gegenüber privilegierten Familien zu machen, ist eines Rechtsstaates nicht würdig.» Sie habe sich daraufhin mit der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) sowie anderen Akteuren ausgetauscht. Das habe gezeigt: Es gibt Handlungsbedarf. Arslan will nun die Rückmeldung des Bundesrates abwarten und dann, je nach Ausgangslage, einen Vorstoss einreichen.

Gemeinden können selbst entscheiden

Tatsache ist, das Vorgehen des Kernser Sozialamts war wohl rechtens. Eine nationale Gesetzgebung existiert bisher nicht. Es liege im Ermessen der Gemeinde, zu entscheiden, ob die Sozialhilfe eine höhere Schulausbildung einer jungen Sozialhilfebezügerin finanzieren soll oder nicht, bestätige Corinne Hutmacher-Perret, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der SKOS in einem früheren Artikel auf Anfrage. Grundsätzlich stelle sich SKOS auf den Standpunkt, dass die höhere Schulbildung im Sinne der Chancengleichheit auch für Sozialhilfebeziehende offen sein muss, hält Hutmacher-Perret fest.



Eine Umfrage von watson bei den Sozialämtern verschiedener Städte zeigte, dass das Recht auf höhere Schulbildung für Sozialhilfebeziehende im Sinne der Chancengleichheit weitgehend unbestritten ist. In gewissen Kantonen kann das Studium jedoch mit Auflagen gekoppelt sein, wie einem bestimmten Notenschnitt, einer Studienwahl mit guten Zukunftsperspektiven oder einem schnellstmöglichen Abschluss.

Dass gewisse Sozialämter bei der Studienwahl ein Wörtchen mitreden wollen, hält Arslan für «skandalös»: «Wenn sich junge Menschen mit Potenzial weiterbilden wollen, sollte man sie unterstützen und nicht versuchen, zu steuern.»

Bildungspolitikerin Verena Herzog (SVP) sieht im Gegensatz zu Arslan keine soziale Ungleichheit im Schweizer Bildungssystem. Der finanzielle Hintergrund der Familien dürfe bei den Bildungsmöglichkeiten der Kinder grundsätzlich keine Rolle spielen, sagt sie, aber: «Kann ein Berufsziel durch eine Berufslehre mit Berufsmaturität ebenso erzielt werden wie durch den Besuch einer Fachmittelschule oder des Gymnasiums, ist es gerechtfertigt, wenn die Sozialbehörden die Berufslehre vorziehen.»

Welche Mehrkosten der öffentlichen Hand entstehen, wenn Schüler statt einer Lehre das Gymi machen und dadurch länger kein eigenes Einkommen erwirtschaften, lässt sich nicht beziffern. Denn die Sozialhilfeleistungen für junge Erwachsene unterscheiden sich von Kanton zu Kanton stark, genauso wie die Stipendienregelungen. 

Auf letztere haben Personen aus wirtschaftlich benachteiligten Familien oft Anspruch. Ob Rahel Stipendien erhält und auf welchen Betrag sich diese beziffern, ist nicht bekannt. Arslan sagt: «Stipendien gibt es oft nur an der Uni, vorher werden sie restriktiv gehandhabt.»

Zudem hätten gewisse Familien, die Sozialhilfe beziehen, auch mit den entsprechenden administrativen Hürden zu kämpfen. Herzog hält auch hier dagegen: «Das hiesige Stipendiensystem ist sehr grosszügig. Jeder Jugendliche erhält Stipendien, wenn er die Leistung bringt und die Familie die notwendigen Bedingungen erfüllt.» 

92 Prozent der Gymi-Schüler aus «privilegierten» oder «eher privilegierten» Familien

Fakt ist, dass Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen an Gymnasien und Universitäten heute deutlich untervertreten sind – unabhängig davon, ob ihre Eltern Sozialhilfe beziehen oder nicht.

So kam eine Studie im Auftrag der Zürcher Bildungsdirektion 2013 zum Schluss, dass im Langzeitgymnasium 92 Prozent der Schüler aus «privilegierten» oder «eher privilegierten» Familien stammen. Aus «eher benachteiligten» Verhältnissen kommen 8 Prozent, Schüler aus «benachteiligten» Familien werden keine ausgewiesen. In der Sek B ist das Verhältnis beinahe umgekehrt.

Im Fall Rahel krebste die Behörde erst nach der Intervention eines Anwalts und einem monatelangen juristischen Hickhack  zurück und hob das Schulverbot auf, wie der «Beobachter» weiter schreibt. Rahel geht nun in die Kantonsschule in Sarnen. Denn ihre schulischen Leistungen reichten nicht nur für den Besuch der Fachmittelschule, sondern gar für den Übertritt ins anspruchsvollere Gymnasium.

Der Sozialdienst stellte sich indes auf den Standpunkt, dass Rahel ihren ursprünglichen Wunschberuf im Gesundheitsbereich mit einer Lehre erreichen kann und dafür keinen Abschluss an einer Fachmittelschule benötigt. Den Wunsch, ins Gymnasium zu gehen, habe das Mädchen zudem erst im Laufe des Verfahrens konkret geäussert, wie der Gemeindeschreiber von Kerns zu watson sagte. 

*Name geändert. 

Der Kanton will mit Sprachkursen bei der Sozialhilfe sparen

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Video: srf/SDA SRF

«Jesus ist aufgekreuzt» – Schüler über religiöse Feiertage

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    Alle Leser-Kommentare
  • Volkan Aydın 17.12.2018 12:30
    Highlight Highlight Bananenrepubluik, heucheln von gleichheit für alle, es sei den sie rentieren nicht. Aber wehe ein bartträger verbietet seiner Frau, seine töchter diese Schule. Wieso verbietet man den Schwarzen das Autofahren nicht? Sozialhilfebezüger haben auch kein recht aug ein Auto oder gar Brsitz? , na dann hau drauf!
  • Dogbone 17.12.2018 07:59
    Highlight Highlight Das ist eines Rechtsstaates tatsächlich alles andere als würdig und eine peinliche Vorstellung für die ganze Schweiz. Das wissen vermutlich alle Behörden hierzulande und würden wohl anders entscheiden. Dass die Sozialbehörde in Kerns von der Gemeinde in diesem Fall nicht zurückgebunden wurde, zeugt nicht gerade von Weitsicht. Kann man von da hinten offenbar auch nicht erwarten...
  • michiOW 17.12.2018 07:38
    Highlight Highlight Das Bildungssystem ist sehr durchlässig, sie könnt das Ganze auch über den Weg der Berufslehre erreichen. Ich finde, die Gemeinde hatte einen korrekten Satndpunkt.
  • DasEndeDerEwigkeit 17.12.2018 07:17
    Highlight Highlight Soviel zum Thema Chancengleichheit.....
  • wintergrün 17.12.2018 06:36
    Highlight Highlight Aus "Fördern und Fordern" wird in Obwalden "Behindern und Erpressen".
    Nicht grade eine sinnvolle Verwendung von Steuergeldern....
  • Iane 16.12.2018 15:49
    Highlight Highlight Mit mir hat einer studiert, der schon ziemlich alt war. Er hat mir erzählt, dass er damals in der DDR nicht studieren durfte, weil er kein Parteibuch hatte und ist daher Automech geworden. Nach dem Fall der Mauer hat er das Studium nachgeholt.
    Sind wir in der Schweiz genauso drauf wie die DDR?

    Wenn die Familie Schulden hat, wird das Recht auf freie Berufswahl ihrer Kinder eingeschränkt? Und damit die Grundrechte, die jeder Mensch haben sollte? Sind wir eine Zweiklassengesellschaft?
  • horst müller 16.12.2018 14:39
    Highlight Highlight 126 kommentate und eventuell 3-4 leute, welche die thematik verstanden haben. finde ich schon schokierend. bitte zuerst informieren, was eine mittelschule (fms, wms, ims) genau ist und was diese bringt. nur weil der unterricht an der kantonsschule/gymi stattfindet, darf man nachher trotzdem nicht studieren. ich persönlich rate jedem davon ab, eine mittelschule zu besuchen und sehe auch keinen sinn darin, wenn diese vom staat finanziert wird
    • Fabio74 16.12.2018 17:39
      Highlight Highlight Am Thema vorbei. Es geht den Staat schlicht nichts an welche Schule ein Kind besuchen will.
      Auch wenn die Eltern Sozialhilfe beziehen.
      Dieser Staat hat null aus der schmutzigen Vergangenheit à la Verdingkinder gelernt
    • michiOW 17.12.2018 07:39
      Highlight Highlight @horst
      Doch, man darf an eine FH studieren gehen.
    • The Hat Guy 17.12.2018 08:26
      Highlight Highlight «Es geht den Staat schlicht nichts an welche Schule ein Kind besuchen will.»

      Solange der Staat die Schulen finanziert, geht es in sehr wohl etwas an, wer die Schulen besucht.
  • kliby 16.12.2018 14:34
    Highlight Highlight Ob dann die Geringverdienereltern, die keine Sozialhilfe erhalten, auch Stipendien erhalten? Heute immer weniger. Wenns bei den Geringverdienern am Geld scheitert, könnte es genausogut bei den Sozialhilfebezügern am Geld scheitern.

    Diese Aussage von Herzog ist auf jeden Fall gelogen: "Das hiesige Stipendiensystem ist sehr grosszügig. Jeder Jugendliche erhält Stipendien..." Stimmt nicht.
  • Ursus der Rächer 16.12.2018 13:52
    Highlight Highlight Persönlich finde ich den Entscheid auch nicht richtig. Allerdings ist doch zu bemerken, dass bei den Flüchtlingen die Eritreer weit überdurchschnittlich Sozialhilfe beziehen. Ungefähr 10% der Eritreer hat nach 10-jährigem Aufenthalt in der Schweiz einen Job, was vermuten lässt, dass sie sich irgendwie der Integration widersetzen, oder dann die Statitik des Ybundes nicht stimmt, was ich persönlich bezweifle. Keine andere Bevölkerungsgruppe von Flüchtlingen zeigt nur ein annäherndes Verhalten. Da müssen Integrations-Massnahmen folgen oder die Konsequenzen gezogen werden.
    • mueggy 16.12.2018 18:58
      Highlight Highlight Doch ist es richtig, dass die Kinder die Konsequenzen tragen müssen?
  • Ueli Blocher 16.12.2018 13:46
    Highlight Highlight Habe einen guten Kumpel, ist Sozialfall. Würde gerne Arbeiten. Kann aber nicht. Da er von seiner Drogenzeit 40000 Fr. Schulden hat. Würde ihm sofort so viel abgezogen dass zu Arbeiten für 3-4 Jahre eine Verlustgeschäft wäre, Er also 200-300Fr. weniger hätte als mit Sozialhilfe. Scheinbar interessiert es da niemanden, diese Leute aus dieser Falle zu holen.
    Nee, es wird sogar so Argumentiert. Wenn man solchen Hilft. Dann will der Normalo mit Schulden doch auch Hilfe!
    Gute Nacht System!
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 16.12.2018 16:43
      Highlight Highlight Hatte auch schon 30000.- Franken Schulden.
      Staatliche Stellen wollten sich entweder nicht darum kümmern, oder versuchten mich zum Privatkonkurs zu drängen.
      Der einzige Weg da raus ist meist jemand dem man vollkommen vertraut und der sich mit dem ganzen auskennt.
      Ich hatte Lohnpfändung. Aber dank einer WG und jemandem der mir half, die ganze Rückzahlung zu organisieren, hab ich es innerhalb von zwei Jahren geschafft.
  • Stiffler 16.12.2018 10:00
    Highlight Highlight Wie immer hat das 2 Seiten: es gibt Leute die würden die Ausbildung (Gymi) gehen wollen um länger Sozialleistungen beziehen zu können. Ich kenne den Fall und die Familie nicht und möchte nichts unterstellen.

    Als Gemeinde ist das aber schwach - warum nicht Rahel das Gymi und ggf. Studium finanzieren, unter der Voraussetzung, dass sie a.) besteht - Etappenziele formulieren und b.) ein Teil des Geldes zurück bezahlt.
    Ist ja eine Art Investition.

    Das würde ich mir ggf. sogar als Privatperson überlegen etwas beizusteuern. Privatpersonen in der Crowd finanzieren Ausbildung - why not?
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 17.12.2018 10:42
      Highlight Highlight Bei Etappenziele und Darlehen stimme ich zu. Bei privatem Crowdfunding steuern wir auf US-amerikanische Verhältnisse zu. Das ist ungerecht, weil willkürlich (jung vs. alt, Bürger gegen Migrant, Mann vs Frau, weiss vor allen anderen).
  • Bielecec 16.12.2018 09:22
    Highlight Highlight Chancengleichheit ist erst der Afang - Chancengerechtigkeit sollte der Schluss sein
    • kliby 16.12.2018 14:41
      Highlight Highlight Was meinst du, wieviel Kinder es gibt, die gerne ans Gymi würden, könnten, aber die Eltern es sich nicht leisten können? Und dann Kinder und Eltern 'vernünftig' eine Lehre anstreben? Finde es echt nervig, dass solche Fälle den Medien erst immer wichtig genug sind, wenn sie die Sozialehilfe betreffen. Die arbeitenden Nichtakademikerfamilien, deren Zahl deutlich höher sind als die Sozialhilfebezüger, scheinen der Politik und den Medien immer mehr egal.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 17.12.2018 10:46
      Highlight Highlight Typisch "Da chönnt ja jedr cho". Bevor man daran arbeitet, dass alle eine Chance auf einen guten & passenden Abschluss erhalten, achtet man lieber darauf, dass keiner zum Zug kommt.
  • Fabio74 16.12.2018 08:59
    Highlight Highlight Sippenhaft wie in den guten altenZeiten wo man noch Kinder den Eltern wegnehmen durfte.
    Lernresisten und Ignorant dieser Staat
    • michiOW 17.12.2018 07:45
      Highlight Highlight ???
      Es geht nur darum, dass das Kind der Familie und dem Staat hilft, inDem es eine Lehre macht.
  • WID 16.12.2018 08:38
    Highlight Highlight Eine Sauerei.
  • Vanessa_2107 16.12.2018 08:24
    Highlight Highlight Leider ist es vor allem einer SVP, sicher auch FDP oder BDP zu verdanken, dass solche Fälle, wie von dieser Rahel überhaupt existieren. (Aber sicher auch der Spardruck in den Gemeinden.) Also Leute, bei den nächsten Wahlen, denkt daran, welcher Partei ihr den Vorzug geben werdet.
  • Iane 16.12.2018 07:32
    Highlight Highlight Kind von Sozialhilfeempfängern darf nicht aufs Gymi? Das nennt man Sippenhaft. Archaisch.....
  • Mia_san_mia 16.12.2018 07:18
    Highlight Highlight Das ist ja eine Riesen Sauerei!
  • Rosas Velo 16.12.2018 05:27
    Highlight Highlight Habt ihr einen Link zur erwähnten Studie der Bildungsdirektion? Als mein Lehrer mir das Gymnasium das erste Mal vorschlug, war meine Reaktion: "aber das ist doch nur für Reiche?" und seit damals interessiert mich diese Thematik sehr. Danke vorab.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 17.12.2018 10:49
      Highlight Highlight Das ist traurig. Ich hoffe, dass Sie sich von diesem ersten Eindruck nicht haben einschüchtern lassen ... wir brauchen mehr "jetzt erst recht!" statt "Da chönnt ja jedr cho".
  • E-Smoking 16.12.2018 03:06
    Highlight Highlight Die jungen Leute sollten irgendwann unsere AHV finanzieren. Lassen wir sie also nicht dumm sterben. Die Schweiz wird in der Schule verteidigt und nicht Amherd.
    • michiOW 17.12.2018 07:53
      Highlight Highlight Wow, das ist ja mal Arroganz pur. Wer nur eine Lehre hat, muss nicht dumm sein und wer im Gymi war, ist nicht unbedingt intelligent.
  • Juliet Bravo 16.12.2018 01:12
    Highlight Highlight Die Tochter wird also ihrer Möglichkeit zum gesellschaftlichen Aufstieg gehindert. Weil die Eltern Sozialhilfe benötigen? Wie krank? Sippenhaft.
    • michiOW 17.12.2018 07:54
      Highlight Highlight Ist man mit einer Lehre denn nur Bodensatz?^^
    • Juliet Bravo 17.12.2018 15:25
      Highlight Highlight Natürlich nicht! Man verdient ja sogar häufig mehr. Ich finde nur, dass man nich von „staatswegen“ jemandem wegen der finanziellen Lage seiner Eltern seine Zukunft einschränken sollte.
  • Lilamanta 16.12.2018 01:07
    Highlight Highlight Einige Kantone haben jetzt schon festgelegt, dass Studierende keine Sozialhilfeleistungen erhalten - der Kanton Zürich hat es im neuen Gesetzesentwurf auch so festgehalten...
  • Grabeskaelte 16.12.2018 00:34
    Highlight Highlight Solche Geschichten beschert uns die SVP mit ihrem Sparkurs bei der Bildung. Denkt mal darüber nach ihr "armen" die ihr euch immer übervorteilt fühlt. Der Migrant mit seinem "neuen" Smartphone ist es nicht der euch etwas wegnimmt.
  • In vino veritas 15.12.2018 23:50
    Highlight Highlight Dieses Regelwerk ist äusserst bedenklich. Schliesslich kann sie ja nichts dafür, dass ihre Eltern von der Sozialhilfe abhängig sind. Wenn ihre Noten ausreichend sind, sollte ihr diese Möglichkeit nicht verwehrt werden. Nach ihrem Studium wird sie ja sehr wahrscheinlich mehr verdienen als mit "nur" einer Lehre. Das würde im Gegenzug höhere Steuern generieren...

    Mich würde es dazu noch interessieren, ob das Verhalten der Gemeinde nicht gegen die Verfassung verstösst.
  • Ass 15.12.2018 23:17
    Highlight Highlight Gute Schulbildung ist der Weg aus der Sozialhilfe! Nun wird Bildung verwehrt? Einige Herren sollten wohl nochmals die Schulbank drücken!
  • Domino 15.12.2018 22:18
    Highlight Highlight Wenn jemand aus einer Sozialhilfefamilie ausbrechen will, ist das zu begrüssen.
    • michiOW 17.12.2018 07:57
      Highlight Highlight Das ist auch mit einer Lehre möglich...
  • KasparS 15.12.2018 22:09
    Highlight Highlight Nur so zur info: die iv macht das genau gleich....
    • Juliet Bravo 16.12.2018 01:13
      Highlight Highlight Was für ein Land sind wir eigentlich!?
  • LeChef 15.12.2018 22:02
    Highlight Highlight Um das mal richtig zu stellen: Das Mädchen wollte ursprünglich via FMS einen Pflegeberuf lernen und darauf bezog sich auch der Entscheid des Sozialdienstes. Diplome der Höheren Fachschulen stehen Lehrabgängern ohne BMS offen, solche der Fachhochschulen mit BMS. Selbst für den höchstmöglichen Abschluss im Pflegebereich sind also weder Gymnasium noch FMS nötig. Es ist absolut verhältnismässig, die Mittelschule nicht zu finanzieren, wenn diese für den Berufswunsch nicht nötig ist.

    Dass das Mädchen plötzlich das Gymi machen wollte, änderte die Ausgangslage und wurde ja letztlich auch bewilligt.
    • Marcipedia 16.12.2018 09:59
      Highlight Highlight Das ändert nichts an der Tatsache, dass reingequatscht wird. Ein No-Go bei einem SVP Kind ist auch ein No-Go bei JEDEM anderen Kind. Diese würden sich das garantiert auch nicht bieten lassen....
  • Dark Circle 15.12.2018 21:42
    Highlight Highlight Mit einer guten Ausbildung ebnet sie sich den Weg für eine finanziell stabile Zukunft. Ich verstehe nicht, wie so etwas willkürlich verhindert wird. Ihre finanzielle Unabhängigkeit kommt schlussendlich auch der Gemeinde und dem Kanton zu Gute.
  • Pafeld 15.12.2018 21:25
    Highlight Highlight Frau Herzog, jemandem die Gymnasialstufe zu verweigern, weil es ja den zweiten Bildungsweg gibt, ist nicht nur bevormundend, sondern auch dumm. Denn wie soll sich die junge Dame denn das spätere Studium finanzieren, wenn sie wegen der vorhandenen Erstausbildung (praktischerweise) keine staatliche Unterstützung mehr erhält?!?

    Und ich weiss, wovon ich rede. Ich schreibe grad an meiner Dissertation, nach abgeschlossener Berufslehre. Die Studienfinanzierung befindet sich in der Schweiz dank Leuten ohne Ahnung (wie Frau Herzog) in einem grotesk-peinlichen Zustand. Ohne Aussicht auf Besserung.
    • Juliet Bravo 16.12.2018 01:15
      Highlight Highlight Viel Erfolg dir für die Diss!
    • kliby 16.12.2018 14:45
      Highlight Highlight @Pafeld, ganz deiner Meinung. Was die Frau Herzog von sich gibt, ist schlicht gelogen. Es dient aber der Beruhigung der linken Akademikerelite, wenn man sagen kann, alle haben denselben Zugang zu Bildung. Dabei weiss man seit Jahrzehnten, dass Stipendien immer spärlicher ausgezahlt werden.
  • _W_ 15.12.2018 21:22
    Highlight Highlight Eine Fachmittelschule ist nicht gleich das Gymnasium. So gesehen kann sie auch eine Lehre mit BMS abschliessen und ihr stehen die gleichen Türen offen wie mit der Fachmittelschule. Ich kann den Entscheid der Sozialhilfe insofern nachvollziehen. Hätte sie sich jedoch für das Gymi entschieden und es wäre ihr verwehrt gewesen, hätte ich diesen Entscheid ebenfalls nicht verstehen können - Bildung ist die Zukunft!
    Benutzer Bild
    • Pafeld 16.12.2018 02:00
      Highlight Highlight Und wie soll sie sich das Studium auf dem zweiten Mittelweg denn bitte sehr finanzieren, wenn sie keine Unterstützung von den Eltern erhalten kann aber gleichzeitig durch die abgeschlossene Erstausbildung kein Anrecht mehr auf Stipendien hat? Die ganze Reaktion der Behörde ist nur eine dumme Ausrede, die vermeintlich Sozialgelder einspart. Langfristig lohnt sich die Vorfinanzierung von Bildung für den Staat immer, da gebildete Leute am Ende wesentlich mehr Steuern bezahlen. Aber kurzfristig-denkende Politiker wie die Herzog interessiert das natürlich nicht.
    • Iane 16.12.2018 07:35
      Highlight Highlight Wer Gymi kann soll Gymi machen. Digitalisierung macht auch vor der Gesundheitsbranche nicht halt.
    • sowhat 16.12.2018 08:59
      Highlight Highlight Genau da ist anzusetzen. Ihr ursprüngliches Ziel wäre mit diesem Weg erreichbar gewesen.
      Meiner Meinung nach hat hier die beratende Stelle, sprich die Lehrkraft versagt. Sie / er hätte sehen müssen, dass das Mädchen mehr kann und hätte Rahel den weiterreichenden Bildungsweg vorher schon aufzeigen müssen. Hätte sie sich nämlich von Anfang an für den Weg entschieden, den sie jetzt gehen will, wäre das Vorgehen der Behörde nicht rechtens gewesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kramer 15.12.2018 20:31
    Highlight Highlight Genau mit dieser Denkweise wird Armut zu einem strukturellen Problem. Arme Leute schaffen es nicht aus der Armut, weil ihnen die nötige Ausbildung verwehrt wird.
    Ich wundere mich, dass wir in der Schweiz nicht so weit sind, dass jeder eine Ausbildung entsprechend seinen Fähigkeiten machen kann, sondern dass es noch immer soziale Barrieren gibt.
  • Tom Scherrer (1) 15.12.2018 20:18
    Highlight Highlight Sorry, diskriminierung aufgrund des sozialen status muss bekämpft werden - und wenn die gemeinden nicht spuren, dann via eugh - auch für flüchtlinge.

    Das muss doch eigentlich klar sein!
    Keine diskriminierung aufgrund von rasse, alter, religion, validität, herkunft und sozialem status!! Donnernocheins!
    • Ziblizabli 16.12.2018 04:51
      Highlight Highlight Leider ist das Leben selten fair. Ich habe einige jungen Leute beruflich ausgebildet. Unter anderem ein junger und intelligenter Mann welcher sich das Studium nicht leisten konnte weil ihm jegliche Stipendien verwehert wurde und er keinen genügend lukrativen Teilzeitjob gefunden hat. Eine andere, sehr motivierte Mitarbeiterin welche einfach nicht die nötige Denkweise hat, bekomt ihr Studium vom Schweizerischen Roten Kreuz bezahlt. Sie kriegt selbst nach einer "Pause" ein zweiter Versuch das Studium wieder auf zu nehmen bezahlt.
  • zoobee1980 15.12.2018 19:53
    Highlight Highlight WTF!?!?? GAHT'S EI'CH NA!??!!
  • Butschina 15.12.2018 19:13
    Highlight Highlight Vieleicht hat sie den Wunsch Medizin zu studieren. Da wäre es der logischste Weg das Gymnasium zu machen. Zudem, was kann sie dafür, dass die Eltern Sozialhilfe beziehen?
  • Herbert Anneler 15.12.2018 19:08
    Highlight Highlight Vielleicht ist es rechtens, was hier abgeht, aber bestimmt nicht gerecht. Wo wären unsere Mittel besser investiert als in junge Menschen? Nirgendwo sonst! Sie sind unsere Zukunft... Aber eben, wenn es immer mehr Dumpfbacken und Dödel gibt, welche die Schlacht bei Sempach feiern und von Marignano labern und die Vergangenheit zurückholen möchten, muss man sich nicht wundern, dass sie nicht in die Zukunft investieren. Es sind übrigens diejenigen Polit-Deppen, die auch dafür sorgen, dass 60% der MigrantInnen - wenn sie es überhaupt dürfen - in Jobs arbeiten, die unter ihrer Qualifikation liegen...
    • Hierundjetzt 15.12.2018 19:34
      Highlight Highlight Blödsinn, jeder „Migrant“ (was auch immer das ist) mit Arbeitserlaubnis darf arbeiten.

      Scheitern tuts in unserer Hochleistungsgesellschaft an der extrem schlechten Bildung der Zuwanderer.

      5 Jahre Grundschule in Mosul reichen bei uns einfach nicht.

      Da brauchts erst eine Vorlehre, dann evtl. ein EBA und danach gibts mit viel viiiiel Anstrengung eine Lehre (EFZ), danach kannst Du arbeiten in der Schweiz.

      Und nein, wir haben bei uns schon lange keine Fliessbänder mehr 😂

    • Hierundjetzt 16.12.2018 13:22
      Highlight Highlight Weil deren „Studium“ vielleicht dem Niveau einer 9 Klasse entspricht. Darum gibts auch keine anerkennung. Schau mal ein Ägyptisches oder ein Irakisches Englisch-Studium an 😂😂😂😂
    • Herbert Anneler 16.12.2018 14:20
      Highlight Highlight @ Hierundjetzt. Ach, lieber Freund, du kommst mir vor wie derjenige, der mir einmal gesagt hat: „Marlboro sind die besten Zigis - ich habe noch nie andere geraucht!“ Toll, dass du alles über den Bildungsstand aller MigrantInnen weisst!
    Weitere Antworten anzeigen
  • electron@home 15.12.2018 18:54
    Highlight Highlight Wenn sie die Voraussetzungen bringt, müssen sie zahlen. Wenn sie das nicht müssen, stimmt mit dieser Vorschrift etwas nicht. Dann muss die Vorschrift geändert werden.
  • olmabrotwurschtmitbürli 15.12.2018 18:47
    Highlight Highlight Chancengleichheit - nochmal zum Mitschreiben für den Kanton Obwalden.
  • OSB1 15.12.2018 18:41
    Highlight Highlight Das Problem an der SKOS ist, dass es nur Richtlinien und keine Gesetze sind. Die Gemeinden haben letztendlich Narrenfreiheit und genau so benehmen sie sich auch. Insbesondere in konservativ geprägten Kantonen wie Ob- und Nidwalden spielt auch der politische (Spar)Druck eine grosse Rolle. Von den unqualifizierten Mitarbeitern auf dem Sozialamt möchte ich gar nicht erst reden. Das ganze System ist der Schweiz nicht würdig und das meiste Geld versickert an ganz anderen Orten, als bei den Sozialhilfeempfängern. Es besteht tatsächlich dringend Handlungsbedarf!
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 15.12.2018 21:03
      Highlight Highlight Ich hatte einmal das zweifelhafte Vergnügen, aufs Sozialamt zu müssen.
      Der Grad an Inkompetenz ist erschreckend.
      Was die Sachbearbeiterin über andere ihrer Klienten abgeflucht hat, war unter dem Sauhund. Mir gegenüber machte sie auf nett und verständnisvoll, zuerst. Zwei Tage später das komplette Gegenteil und machte mir Vorwürfe und drohte mir.
      Auf die Frage ob ich ihren Vorgesetzten sprechen könne, erwiderte sie, dass sich ihr Chef nicht für Schmarotzer interessiert.
      Mein Glück war, dass ich direkt am nächsten Tag eine Stelle fand. Ich hätte sie gerne aufgenommen und verpfiffen.
  • Lucida Sans 15.12.2018 18:37
    Highlight Highlight Es war etwa 1930, als man einem jungen, aus ärmsten Verhältnissen stammenden Mädchen verbot, die Sekundarschule zu besuchen. Grund: ihre Bestimmung sei es, Dienstmädchen zu werden, da genüge die Realschule. Offenbar war das vor rund 90 Jahren durchaus üblich.
    Umso mehr schockiert es mich, dass sowas heute noch vorkommt, im 21. Jahrhundert! Ein Skandal sondergleichen!
    Ich verstehe das nicht!
    Ich wünsche dem Mädchen viel Erfolg und eine glückliche Zukunft.
  • Linus Luchs 15.12.2018 18:37
    Highlight Highlight Einen vergleichbaren Fall habe ich im Bekanntenkreis erlebt. Familie aus Afrika, Sozialhilfe, Sohn hier aufgewachsen, hoch motiviert in der Schule, super Noten, die ihn locker fürs Gymnasium qualifiziert hätten, aber die Klassenlehrerin empfiehlt ihn für eine Lehre. Er solle erst mal arbeiten und seine Familie unterstützen. Diese Zurückweisung, obwohl er doch die Anforderungen erfüllt hat, hat den Jungen geknickt. Die Motivation ist dahin und er ist zum Problemkind geworden. Die Lehrerin fühlt sich sehr wahrscheinlich noch bestätigt. Traurig, aber so geschehen im Kanton Baselland.
    • sowhat 16.12.2018 09:07
      Highlight Highlight Das ist genau der springende Punkt. Die Lehrkräfte sind hier gefragt. Mir scheinen da ein paar wenige ihrer Verantwortung und Wirkung nicht bewusst zu sein.
      Ich denke auch hier hat die Lehrkraft ihren Beratungsauftrag verpatzt. Rahel hätte von Anfang an in die jetzige Richtung unterstützt werden sollen, dann hätte sich die Behörde wohl auch nicht quergelegt.
  • Tom5562 15.12.2018 18:26
    Highlight Highlight Unglaublich, dass es sowas immer noch gibt! Ich habe das in den 80ern selber erlebt. Mein damaliger Primarlehrer wollte mich nicht in die Kantonsschule lassen, weil ich aus einer Arbeiterfamilie komme - trotz eines Notenschnitts von 5.75. Soviel zur Chancengleichheit in der Schweiz 😒
    • pali2 15.12.2018 20:31
      Highlight Highlight Tut mir leid für dich. Ich habe immer gedacht, dass in der Schweiz den Jungen heute mehr oder weniger alle Türen offen stehen...Traurig, dass einige nicht ihrem Wunsch nachgehen können.
    • Astrogator 15.12.2018 20:33
      Highlight Highlight Bei mir dasselbe, Mutter Hausfrau, Vater Hilfsarbeiter. Lehrer wollte mich nicht ans Gymi lassen, schlussendlich haben wir es durchgeboxt und ich war der einzige aus der Primarklasse der die Matura schaffte.
    • The Destiny // Team Telegram 15.12.2018 21:34
      Highlight Highlight Wird eine Empfehlung der Lehrkraft, nebst dem guten Notenschnitt benötigt, um ans Gymi zu kommen ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr Noergler 15.12.2018 18:11
    Highlight Highlight Sowas geht nicht. Ändern.
  • Thom Mulder 15.12.2018 17:53
    Highlight Highlight Schon wieder ein Fall der beweist dass die Schweiz eine Banenrepublik ist. Unglaublich sowas!
  • Thomas Bollinger (1) 15.12.2018 17:48
    Highlight Highlight Ich spende sofort 400, wenn noch 11 andere mitmachen. Bis in einem Jahr ist das hoffentlich geklärt.
    • Saraina 15.12.2018 18:21
      Highlight Highlight Bin dabei
    • olmabrotwurschtmitbürli 15.12.2018 18:39
      Highlight Highlight +
    • p4trick 15.12.2018 19:08
      Highlight Highlight Wir hatten eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um einer Flüchtlingsfamilie die Sozialhilfe zurückzuzahlen, damit sie arbeiten durften. Unglaublich, dass das überhaupt nötig ist in gewissen Kantonen. Der Kanton hatte es wenigstens gewürdigt und einen Teil der Schuld erlassen. Also ja, Hilfe aus der Bevölkerung hilft in solchen Fällen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vinnie 15.12.2018 17:46
    Highlight Highlight Wow, in einem reichen Land wie die Schweiz... Ist ja unglaublich
    • Kramer 15.12.2018 20:36
      Highlight Highlight Ja genau, für alles mögliche gibt es Geld, aber für die Schule unterhalb eines Fachhochschulniveaus ist wenig da.
      Begabtenförderung, Kleinklassen für Kinder mit speziellen Bedürfnissen auf Grundstufe, alles Fehlanzeige.
  • MeNaBe 15.12.2018 17:46
    Highlight Highlight War bei mir auch so. Ich wollte Studieren durfte aber nicht da ich so schnell wie möglich Geld verdienen musste um meine Mutter zu unterstützen.
    Tja Schweizer System.. was erwartet man mehr?
    • Triple A 15.12.2018 18:15
      Highlight Highlight Zeit, dass das ändert!
  • alessandro 15.12.2018 17:42
    Highlight Highlight Nur weil es rechtens ist, ist es noch lange nicht fair.
  • horst müller 15.12.2018 17:39
    Highlight Highlight ziel des sozialamtes ist es, die kosten möglichst gering zu halten. wichtig ist: eine fachmittelschule sowie eine wirtschatfsmittelschule oder eine informatikmitzelschule sind in etwa gleichwertig wie eine lehre ( sogar noch etwas schlechter da keine berufserfahrung). ich finde somit die begründung des sozialamtes nachvollziebar. wenn es natürlich um die matura oder ein studium geht, ist es eine andere sache.
    • G. Schmidt 15.12.2018 21:26
      Highlight Highlight Sorry, dies ist falsch.
      Eine Lehre kann nicht die Grundlagen ersetzen, die man auf einer Fachmittelschule erlernen und anschliessend auch schneller anwenden kann.
      Die Geschichten vom Bänkerlehrling zum CEO hat noch mit der letzten Generation geklappt.
      Die Anforderungen an junge Arbeitskräfte ist inzwischen um einges gestiegen und bei einem tiefen Einstieg ist es fast nicht mehr möglich schneller als Personen mit höherer Ausbildung aufzusteigen.
    • nst 15.12.2018 23:26
      Highlight Highlight also, zumindest nach der Fachmittelschule macht man (meistens) auch ein Studium, verstehe also nicht, wieso dies eine „andere Sache“ sein soll.. ausserdem ist es sehr schade und unnötig, etwas als besser oder schlechter abzustempeln.
    • horst müller 16.12.2018 14:24
      Highlight Highlight bitte zuerst mal über unser bildungssystem informieren. nach einer fms muss man ein praktikum absolvieren, um überhaupt für eine fh zugelassen werden. ergo hat man durch eine fms weniger als mit einer lehre wo man eine bm macht. einziger sinn für die mittelschulen ist meiner ansicht nach ein übertritt an die kantonsschule oder eine beschäftigung für leute die zu faul waren, eine lehrstelle zu suchen/keine finden konnten. als ziel in dem sinne "hey ich will die fms" abschliessen ist einfach sinnfrei
  • leu84 15.12.2018 17:37
    Highlight Highlight Es ist eine Chance, aus der Sozialhilfe zu entkommen. Indirekt kann auch die Familie profitieren und wenn das "Kind" im Berufsleben steht, wird den Anteil mit den Steuern zurückgezahlt haben. Tendenziell bleiben Kinder aus sozial schwachen Familien eher in der Sozialhilfe stecken. Es mag rechtlich korrekt sein, aber ethisch nicht, weshalb man es ändern sollte...
    • Frausowieso 15.12.2018 19:01
      Highlight Highlight Eine Lehre ist also kein Ausweg aus der Sozialhilfe?
    • Kramer 15.12.2018 20:40
      Highlight Highlight Die Frage ist, welchen Zeithorizont man setzt. Mit dem Lehrlingslohn kommt die Familie nicht von der Sozialhilfe weg; aber mit einer Akademikerausbildung bezahlt die Tochter das später wieder mit ihren Steuern zurück. Wer immer nur den Spatz in der Hand haben will, anstatt auch mal nach der Taube auf den Dach zu greifen, wird langfristig stehen bleiben.
    • leu84 16.12.2018 08:39
      Highlight Highlight Nichts gegen die Lehre (habe selber eine Lehre absolviert). Es gibt junge Erwachsene, die mit 15/16 noch nicht bereit für eine Berufslehre sind oder sehr gute Schüler sind, welche Potenzial für ein Hochschulstudium haben. Es mag vielleicht interessante Ausbildungen geben, welche aber in der Innerschweiz/Luzern sind. Es soll den jungen Menschen nicht verwehrt bleiben, einen eigenen Weg zu gehen, auch wenn die Eltern wegen was auch immer Sozialhilfe beziehen. Calvin pflegte zu sagen, wer arm geboren wurde, soll auch arm sterben.
  • Beat Galli 15.12.2018 17:37
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Astrogator 15.12.2018 17:51
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Follower 15.12.2018 17:32
    Highlight Highlight Ganz traurig! Geht gar nicht. 😡
  • kaderschaufel 15.12.2018 17:31
    Highlight Highlight Wenn Rahel von Anfang in den Gymer hätte gehen wollen, wäre das erlaubt gewesen? Das wird aus dem Artikel nicht ganz klar (vermutlich ist das schwierig herauszufinden), aber gleich von einem Gymi-Verbot zu reden finde ich übertrieben, wenn es ja eigentlich um die FMS gegangen ist.

    Wenn es nämlich nur um die FMS geht, dann kann ich die Sozialbehörde noch eher nachvollziehen. Ich war nie in der FMS und kann das nicht abschliessend beurteilen, aber ich habe den Eindruck, dass man nach einer FMS nicht so viel besser da steht, als nach einer KV-Lehre mit BMS.
    • Matti_St 15.12.2018 18:15
      Highlight Highlight @kaderschaufel. Spielt keine Rolle, wann die Idee kam. Es spielt eine Rolle, die Drohung 400 Franken abzuziehen, wenn sie die Schule macht. Und da ist es egal welche Schule sie gehen will.
      Der Druck, eine Berufslehre zu machen ist gegeben.
  • Jungleböy 15.12.2018 17:23
    Highlight Highlight Es gibt in der schweiz kaum mechanismen die es armen menschen ermöglicht aus der armut auszubrechen. Das ist meiner meinung nach das grösste problem von allen. Darum bleiben arme menschen in der regel auch arm.
    • zombie woof 15.12.2018 17:38
      Highlight Highlight Ist auf der ganzen Welt so
    • Jungleböy 15.12.2018 18:14
      Highlight Highlight Hmm jaein

      Zum beispiel gibt es in deutschland die möglichkeit, eine mini gmbh zu gründen, wo man nicht 20'000 fr stammkapital braucht. Aber ansonsten hast du recht, es gibt kaum mechanismen.
    • Frausowieso 15.12.2018 19:07
      Highlight Highlight Ich lese hier nichts von einem Ausbildungsverbot. Das Mädchen kann eine Lehre absolvieren und wenn es will, anschliessend studieren. Wie es viele Kinder aus Familien mit wenig Geld machen müssen. Mit eine Lehre entkommt man der Armut. Es wäre einfach unfair gegenüber Kindern, deren Eltern einkommensschwach sind, die jedoch ohne Sozialhilfe durchkommen. Diesen Kindern wird auch keine Luxusausbildung vom Staat finanziert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 15.12.2018 17:18
    Highlight Highlight Geht es eigentlich noch? Was sind das für Holzköpfe? Ich könnte schreien ob soviel Blödheit!
  • Posersalami 15.12.2018 17:17
    Highlight Highlight Ich glaube es hakt!

    Unfassbar, wie in einem Entwicklungsland! Es darf nicht sein, dass ein Kind wegen des Status der Eltern Bildung verweigert wird.
  • karl_e 15.12.2018 17:15
    Highlight Highlight Frau Verena Herzog (SVP natürlich) scheint nicht von dieser Welt zu sein, sonst würde sie nicht behaupten: «Das hiesige Stipendiensystem ist sehr grosszügig. Jeder Jugendliche erhält Stipendien, wenn er die Leistung bringt und die Familie die notwendigen Bedingungen erfüllt.»
    Das "hiesige Stipendiensystem" gibt es nicht, denn es ist erstens kantonal und zweitens vielerorts mehr als nur knickerig.
    • Ungläubig 15.12.2018 21:50
      Highlight Highlight Verena Herzog absolvierte nach der Matura das Kindergärtnerinnenseminar. Ihr Schwerpunkt ist die Familien- und Bildungspolitik.

      Herzog vertritt ein konservatives Familienbild. Sie ist Mitglied im 2015 von konservativen und kirchlichen Kreisen gegründeten Verein «Für eine traditionelle Familie». Dieser will die traditionelle Familie stärken und die gleichgeschlechtliche Ehe in der Schweiz verhindern.


      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Verena_Herzog
  • Imfall 15.12.2018 17:12
    Highlight Highlight bildung muss für alle erreichbar sein! unabhängig vom budget!
  • s_rosenthaler 15.12.2018 17:06
    Highlight Highlight Tja, demzugrunde liegt leider ein einfaches Problem: der Grossteil des weltweiten Vermögens ist auf einen kleinen Prozentsatz der Weltbevölkerung konzentriert. Dies führt zu mangelnden Aufstiegschancen, sozialer Benachteiligung, Wirtschaftsflüchtlingen, Gewalt, Ängsten vor Veränderung und vielem mehr. Solange nicht endlich ein globaler, philosophischer Diskurs über den Wert des Menschen geführt und hier eine Verbesserung erzielt wird, ändert sich daran nichts. Leider scheinen in der Politik wirtschaftliche Themen wichtiger zu sein. Global vernetzt, aber keinen Deut intelligenter...
    • wasps 15.12.2018 17:21
      Highlight Highlight Sorry, aber das ist viel zu theoretisch und abgehoben! Im Kleinen lässt sich sehr viel bewegen. Man muss nur wollen! Die Sünnelis haben entscheidende Abstimmung wie die Masseneinwanderungsinitiative gewonnen, weil die intellektuelle Elite an den Unis es nicht für nötig empfunden hat, massenweise an die Urne zu gehen!
    • AlteSchachtel 15.12.2018 17:32
      Highlight Highlight "Leider scheinen in der Politik wirtschaftliche Themen wichtiger zu sein."

      ist doch praktisch für Vermögende und vermögenden Politiker, wenn möglichst viel Fussvolk "ausbildungshierarchisch" (und somit auch finanziell) unten bleibt. So können die Auserwählten das titellose Volk viel besser ausbeuten und manipulieren.

    • s_rosenthaler 16.12.2018 02:29
      Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht. Wollte dies noch weiterführen, aber wir sind ja in unserern Auführungen auf eine gewisse Anzahl Zeichen beschränkt. @Watson mehr Zeichen für Kommentare, we want more;-)
  • Theor 15.12.2018 17:05
    Highlight Highlight Unter aller Kanone! Wo kann man die Integration bitte besser anpacken als bei den begabten Migrantenkindern??
    • redeye70 15.12.2018 17:27
      Highlight Highlight Betrifft nicht nur Kinder von Migranten. Es gibt auch CH-Familien die nicht privilegiert sind.
  • AlteSchachtel 15.12.2018 17:02
    Highlight Highlight Wie vor ca. 120 Jahren als die Kinder der einfachen Büetzer auch möglichst schnell aus der Schule und in die Fabrik mussten.

    Dachte, die Schweiz sei zwischendurch mal ein Sozialstaat gewesen. Das muss ich wohl geträumt haben.

    ich bin total schockiert.
    • amore 15.12.2018 18:29
      Highlight Highlight Ja, in den 1960er und 1970er Jahren war die CH noch ein Sozialstaat, in dem die Solidarität zwischen Armen und Reichen selbstverständlich war.
  • smoking gun 15.12.2018 17:01
    Highlight Highlight Eine intelligente Schülerin darf also nicht ans Gymnasium, weil die Eltern Sozialhilfe beziehen.

    Die Kinder aus "privilegierten Familien" schaffen das Gymi oft nur, weil sie "Hirndopping" betreiben. Ritalin vom befreundeten Arzt verschrieben und schon wird ein durchschnittlicher Schüler zu einem passablen.

    Alle anderen dürfen in die Röhre gucken oder sich das Zeugs illegal besorgen.

    Von daher hat sie vielleicht Glück gehabt, nicht mit den Drogenproblemen der Kinder aus privilegierten Familien konfrontiert zu werden.
  • Triple A 15.12.2018 17:00
    Highlight Highlight Sind die denn vom Wahnsinn umzingelt? Brainpower ist die einzige Ressource der Schweiz und dieses Verhalten ist Ressourcenverschwendung vom Absurdesten. - Nicht zu reden von gesellschaftlichen Zusammenhalt, der verloren geht. Der „swiss dream“ ist nämlich, dass alle eine Ausbildung gemäss ihrer Fähigkeiten und unabhängig vom Portemonnaie erhalten!
  • I.t 15.12.2018 16:54
    Highlight Highlight Soviel zu alle haben die gleichen Bildungschancen in der Schweiz.
  • scarnuz 15.12.2018 16:50
    Highlight Highlight Wieder einmal Fremdschæmen angesagt...
  • The Destiny // Team Telegram 15.12.2018 16:45
    Highlight Highlight Jetzt sind also Normalverdiener bereits "privilegiert" wow, wie abgehoben ist denn das.
    • victoriaaaaa 15.12.2018 16:57
      Highlight Highlight Nun ja wenn man es mit dem rest der Menschheit vergleicht sind wir eigentlich alle „sehr privilegiert“, und wenn man am ende des monats noch alle mahlzeiten gut bezahlen kann als normalverdiener, dann sollte man sich doch auch glücklich schätzen können - ist keine selbstverständlichkeit
    • ingmarbergman 15.12.2018 17:06
      Highlight Highlight Wenn man zu den reichsten 1% der Erde zählt, dann ist das schon privilegiert. Und dazu gehört man nun mal als Normalverdiener in der Schweiz.
    • Xapillon 15.12.2018 17:17
      Highlight Highlight Da in der Sek B das Verhältnis beinahe umgekehrt ist wie im Artikel steht, zeigt, dass nicht alle privilegiert sind. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Personen alle weniger Intelligent sind, weist das eher auf den grossen Handlugsbedarf hin.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus97 15.12.2018 16:43
    Highlight Highlight Das ist ganz bestimmt nich rechtens...
    • Astrogator 15.12.2018 17:33
      Highlight Highlight Doch, ist es leider. Und wie man dem Artikel entnehmen kann findet die SVP das gut...
    • balzercomp 15.12.2018 18:12
      Highlight Highlight Und es würde vermutlich in einer Volksabstimmung bestätigt. Falls die Regelung nicht schon so zustande gekommen ist.
    • Lamino 420 15.12.2018 19:28
      Highlight Highlight Rechts ist es mit Bestimmtheit.
  • Lamino 420 15.12.2018 16:40
    Highlight Highlight Das darf wirklich nicht wahr sein. Kurzfristig gedacht und so unfair gegenüber Rahel. Was kann sie dafür?

Ja, Herrgott nochmal, man darf fürs Klima streiken und in die Ferien fliegen!

Liebe Klima- und Umweltaktivisten-Kritiker, dieser Text ist für euch. Denn man kann sehr wohl für Klimaschutz kämpfen, ein Smartphone besitzen und in ein Flugzeug steigen.

Liebe User, wir müssen reden. Es gibt da etwas, das macht mich richtig wütend.

Da ist zum Beispiel die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik gegen den Klimawandel Schüler auf der ganzen Welt inspiriert und politisiert. Thunberg reiste im Februar 65 Stunden von Schweden nach Davos, um das World Economic Forum zu besuchen. Während die schwedische Aktivistin Stunden auf Schienen durch vier Länder fuhr, wurde sie in den sozialen Medien kübelweise mit Häme überschüttet. …

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