Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
[Themenbild Grippe, gestellte Aufnahme] Ein Mann, der erkrankt ist, liegt mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und haelt sich den schmerzenden Kopf, aufgenommen am 27. Oktober 2007 in Zuerich. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

[Themed picture of influenza, posed picture] A sick man lies with a cup of tea on a sofa and touches his aching head, pictured in Zurich, Switzerland, on October 27, 2007. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Die Grippe fesselt derzeit viele ans Bett. Bild: KEYSTONE

Lohnabzug oder Krankenbesuch vom Chef: So wollen Firmen die Grippe-Absenzen reduzieren

Arbeitgeber wollen, dass ihre Mitarbeiter möglichst wenig fehlen. Die Motivationsmethoden, die sie dazu anwenden, kommen auch beim Arbeitgeberverband nicht immer gut an.



Die diesjährige Grippesaison ist aussergewöhnlich lang und heftig. So bleiben immer noch viele Arbeitsplätze in Schweizer Unternehmen verwaist, die Mitarbeiter hüten stattdessen das Bett. Gemäss Schätzungen verursacht die Grippe in der Schweiz volkswirtschaftliche Kosten zwischen 100 und 300 Millionen Franken pro Jahr. Um die Ausfälle gering zu halten, wenden viele Arbeitgeber Kniffs an, teils zum Leid ihrer Mitarbeiter. 

Der Lohn wird gekürzt

Wer krank ist, erhält in den ersten drei Tagen keinen Lohn. Was für die meisten unvorstellbar ist, ist bei einigen Unternehmen gang und gäbe. Auch juristisch ist dies legal und wurde auch schon von der Rechtssprechung gestützt. 

Ein Unternehmen, das diese Praxis der sogenannten Karenztage seit Jahren anwendet, ist die EMS-Group, die von der SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geleitet wird. Wer beim Bündner Unternehmen arbeitet, kriegt im ersten Dienstjahr während den ersten drei Krankheitstagen keinen Lohn, im zweiten während zwei und im dritten wird der erste Krankheitstag nicht entlöhnt. Ab dem vierten Dienstjahr wird jeder Tag bezahlt. Diese Regelung habe sich bewährt, sagte Conrad Gericke, Generalsekretär der EMS-Chemie 2015 gegenüber dem Tages-Anzeiger. Auf Anfrage von watson meinte er nur, dass sich die Praxis seit dem Artikel nicht geändert habe. 

Hansjörg Schmid, Sprecher des Verbands Angestellte Schweiz, findet diese Regelung unsympathisch. «Diese Praxis führt dazu, dass die kranken Mitarbeiter doppelt bestraft werden. Sie sind krank und erhalten erst noch keinen Lohn.» Er empfiehlt Betroffenen, bei Möglichkeit den Arbeitgeber zu wechseln. 

Gesunde Mitarbeiter werden belohnt

Du warst im letzten Jahr keinen Tag krank? Wenn dies der Fall ist, würdest du in einigen Schweizer Firmen eine Belohnung kriegen. In Form einer Bonuszahlung oder von zusätzlichen Ferientagen.

«Wer krank ist, kommt nicht wegen 500 Franken zur Arbeit.»

Silvia Joos, Leiterin Personaldienste Eniwa

Eine Firma, die Mitarbeiter ohne Absenzen belohnt, ist die Eniwa in Buchs, die frühere IBAarau. Beim Energiedienstleister bekommen Mitarbeiter im ersten absenzenfreien Jahr 300 Franken, im darauffolgenden zweiten Jahr 400 Franken und im dritten 500 Franken. «Wir haben das System 2014 eingeführt, da die Kurzabsenzen zuvor enorm zugenommen hatten», sagt Silvia Joost, Leiterin Personaldienste bei Eniwa. Das Bonus-System habe sich bislang bewährt, ergänzt sie. Seit der Einführung  gibt es gemäss ihren Angaben rund 50 Prozent weniger Kurzabsenzen. Auch die Mitarbeiter würden das Belohnungssystem sehr positiv aufnehmen. «Es ist ja nicht so, dass wir jemandem etwas wegnehmen.»

Anderer Meinung ist Hansjörg Schmid, Sprecher des Verbands Angestellte Schweiz: «Dies ist eine unzulässige Ungleichbehandlung der Angestellten.» Zudem könne dies zur Folge haben, dass sich eine Krankheit verschlimmere, sich die Genesung verlangsame oder dass Arbeitskollegen angesteckt würden.

Die Ansteckungsgefahr sei seit der Einführung der Belohnung nicht gestiegen, ist Silvia Joost überzeugt. Denn: «Wer krank ist, kommt nicht wegen 500 Franken zur Arbeit.»

Der Chef macht einen Krankheitsbesuch

Stell dir vor, du liegst mit Fieber im Bett, als es plötzlich an der Tür klingelt. Es ist dein Chef, mit einem Blumenstrauss in der Hand. Er macht einen Krankenbesuch.

«Ich kenne einen Arbeitgeber, der schon am zweiten Krankheitstag mit einem Blumenstrauss vor dem Wohnsitz des betreffenden Mitarbeiters steht, um gute Besserung zu wünschen.»

Christoph Mörgeli

Von einer solchen Unternehmenspraxis berichtete einst der frühere Nationalrat Christoph Mörgeli in einem Gastbeitrag in der «Aargauer Zeitung». Er schrieb: «Ich kenne einen Arbeitgeber, der schon am zweiten Krankheitstag mit einem Blumenstrauss vor dem Wohnsitz des betreffenden Mitarbeiters steht, um gute Besserung zu wünschen. Ist der Angestellte wirklich krank, freut er sich über die Aufmerksamkeit. Ist er nicht zu Hause oder spielt er mit dem Modellflugzeug im Garten, wird er künftig weniger fehlen.»

Für Mörgeli eine sinnvolle Praxis, wie er im Artikel weiter schreibt. Ein Unternehmen, das tatsächlich auf Hausbesuche setzt, ist die EMS-Chemie in Basel, dies bestätigte Gericke gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Bei kürzeren Erkrankungen sei dies eine völlig abstruse Idee, so Schmid von Angestellten Schweiz. «Der Chef hat hoffentlich besseres zu tun.» Und auch Simon Wey vom Schweizer Arbeitgeberverband ist skeptisch: «Krankheitsbesuche sind eher heikel, da sie das Vertrauensverhältnis beeinträchtigen können.» Zudem sei ein Arzt besser dazu qualifiziert, den Gesundheitszustand von Arbeitnehmenden zu beurteilen.

Kranke können von Zuhause aus arbeiten

Nicht jeder ist der Meinung, man solle eine Grippe zuerst richtig auskurieren, bevor man wieder arbeitet. So sagte der Arbeitsmedizinier Claude Sidler zum Magazin «Astrea Apotheke»: «Manchmal ist ein reduziertes Pensum im Homeoffice eine gute Zwischenlösung, sofern dies der Arbeitgeber ermöglicht.» Und gegenüber von «20 Minuten» präzisierte er: «Die Arbeitgeber nützen die Möglichkeit viel zu wenig aus, Angestellten, die sich nicht 100 Prozent fit fühlen, eine sogenannte angepasste Tätigkeit vorzuschlagen.»

«Die Zeit zu Hause soll zur Erholung genutzt werden, um danach für den Arbeitgeber wieder vollumfänglich arbeitsfähig zu sein.»

Simon Wey, Fachspezialist Arbeitökonomie beim Schweizerischen Arbeitgeberverband

Simon Wey, Fachspezialist beim Schweizerischen Arbeitgeberverband, sieht dies etwas anders: «Die Zeit zu Hause soll zur Genesung genutzt werden, um danach für den Arbeitgeber wieder vollumfänglich arbeitsfähig zu sein.» Nur in begründeten Einzelfällen könne eine solche Home-Office-Lösung sinnvoll sein. Etwa dann, wenn der Arbeitnehmer zwar ansteckend sei, aber dennoch voll leistungsfähig.

Krankheitszeugnis ab dem ersten Absenztag

Arbeitgeber dürfen ab dem ersten Krankheitstag ein Arztzeugnis verlangen. Es ist in der Praxis aber die Ausnahme. Bei den meisten Arbeitgebern wird erst ab dem dritten Absenztag die Bestätigung durch einen Arzt verlangt. 

Arbeitnehmern sei ein Vertrauensvorschuss zu gewähren, sagt Simon Wey. Für Spezialisten des Arbeitgeberverbands gibt es aber Ausnahmefälle: «Dort, wo ein Missbrauchsverdacht besteht, kann ein Arztzeugnis bereits ab dem ersten Krankheitstag ein gangbarer Weg sein.»

Bestimmt hast auch DU einen dieser kranken Typen im Büro:

abspielen

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

Wie befriedigend es doch ist, wenn das eine Ding perfekt in das andere passt

Das könnte dich auch interessieren:

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

122
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
122Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sama 28.02.2018 23:13
    Highlight Highlight Oh...wie ich mich freuen würde, wenn mein Chef mich wach klingeln würde und ich ihm krank mit Fieber, verschlafen, stinkend und verschwitzt mit Triefaugen, im klebrigen Gammelpyjama mit Schäfchen drauf die Tür öffnen müsste....in dieser Situation würde ich mich nur knapp meinem Mann oder einer guten Freundin präsentieren wollen, aber nicht ausgerechnet dem Chef!

  • 336 Novi Luminis 28.02.2018 21:41
    Highlight Highlight Einfach nur krank...
  • dieliebemeli 28.02.2018 13:14
    Highlight Highlight Es wird immer Ausreisser geben die blau machen. Wenn man aber gern arbeiten geht und es einem gefällt im Geschäft dann macht man nicht krank. Der Arbeitgeber sollte im Allgemeinen die Arbeitsmoral hochhalten und für die Mitarbeiter da sein. Wenn ich dafür bestraft werde weil ich eine Grippe habe dann fühle ich mich nicht wertgeschätzt.
  • Maschinist460 28.02.2018 13:02
    Highlight Highlight Ich arbeite in einem Job, wo Sicherheit an oberster Stelle steht, da wird bei Anzeichen von Krankheit sogar seitens Arbeitgeber darauf beharrt, sich krank zu melden.
    Jeder ist ersetzbar und wenn er sich nicht gesund fühlt, soll er auch nicht die anderen Kollegen anstecken.
    Die "Bestrafung" durch Lohnausfall finde ich den wirklich Kranken gegenüber nicht fair. Damit werden falsche Anreize geschaffen.
  • Phrosch 27.02.2018 19:28
    Highlight Highlight Vielleicht müsste man hier an die Fürsirgeoflicht des Arbeitgebers erinnern. Die würde wohl beinhalten, dass Kranke daheim bleiben, um nicht noch die Gesunden anzustecken. Das zahlt sich am Schluss auch für die Firma aus.
  • Watson=Propagandahuren 27.02.2018 19:06
    Highlight Highlight Ein Chef der Zeit hat für einen Kontrollbesuch. Lustig, hat der nichts zu tun im Büro?
  • Zap Brannigan 27.02.2018 18:27
    Highlight Highlight Auch wenn das natürlich kein Grund ist, krank zu arbeiten: Am ansteckensten ist man zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit). Das ist ein "Trick" der Viren, um sich schnell weiter zu verbreiten. Und Grippeviren sind hochgradig ansteckend. Eine gemeinsam abgefasste Türklinke reicht. Und zwar bevor man sich selbst krank fühlt.
    • Fabio74 28.02.2018 07:30
      Highlight Highlight Das stimmt. Aber mit Fieber, Kopfschmerzen etc ist man nicht leistungsfähig und schadet nur sich selbst
  • Don Alejandro 27.02.2018 17:33
    Highlight Highlight Anstatt Strafe besser Anreize schaffen. Sonst bleiben diese Firmen auf den Arbeitnehmern sitzen, welche sich nicht bereits schon einen besseren Arbeitgeber gefunden haben.
  • a-minoro 27.02.2018 16:48
    Highlight Highlight Hinter diesen Vorschlägen steckt sicher wieder einmal der Bigler.
  • Siebenstein 27.02.2018 16:26
    Highlight Highlight Kniffs? 😂
  • Swizzi 27.02.2018 15:58
    Highlight Highlight Was sich gewisse Firmen erlauben ist Menschenverachtend. Miese Führungsleistung führt automatisch zu einem Mangel an Arbeitsmoral und innerem Ausstieg aus dem Unternehmen. Wohin das führt ist eigentlich klar und schadet grundsätzlich dem Unternehmen. Flucht in Krankheit ist nur ein Beispiel aus vielen. Unfähige Führungskräfte reagieren dann genau so wie hier aufgeführt.

    Ich wünsche den Chefs, die aus unlauteren Gründen Krankenbesuche machen ein Besuch einiger Vieren des kranken Mitarbeiters. 😷
  • Nicklassix 27.02.2018 15:31
    Highlight Highlight mindesteinkommen, könnte helfen...
  • greenfields 27.02.2018 15:11
    Highlight Highlight Gesetzlich ist klar geregelt, dass wer krank ist nicht zur Arbeit erscheinen darf, resp. wenn doch, vom Arbeitgeber nach Hause geschickt werden muss. Leider wird dies in der Praxis aber weder von vielen Angestellten noch von den Arbeitgebern auch so gehandhabt. Dass sich Arbeitgeber aber wehren, kann ich auch verstehen. Denn auch in unserer Firma war es auffällig, dass meistens immer dieselben Frauen oder Männer wegen jedem Wehwehli usw. sofort krank waren und entsprechend mehr als "normal" wegen "Krankheit" jedes Jahr fehlten. Dass diesem Untreiben entgegengewirkt wird, ist auch verständlich.
  • randycandy 27.02.2018 14:18
    Highlight Highlight «Wer krank ist, kommt nicht wegen 500 Franken zur Arbeit.»
    Dass ich nicht lache. Die Leute gehen heute schon ohne Anreiz krank zur Arbeit, das verschlimmert sich mit solchen Aktionen nur noch.
  • Firefly 27.02.2018 12:52
    Highlight Highlight Nun die Wirtschaft versucht wieder einmal mehr Kosten auf den Staat abzuschieben. Die Konsequenzen sind bekannt... Auf Seiten des Staates entweder mehr Ausgaben oder höhere Steuern, auf Seiten der Wirtschaft höhere Managerlöhne.

    Die Wirtschaft als Teil der Gesellschaft hat auch eine soziale Verantwortung. Diese wird jedoch zusehends durch die neoliberale Effizenz- und Gewinn-Maximierung untergraben.

    Dabei ist ist in den letzten 40 - 50 Jahre die Effizenz alleine durch den technischen Fortschritt extrem gestiegen. Dies sollte allen zu gute kommen. Aber nur die Managerlöhne steigen.
  • Dewar 27.02.2018 12:26
    Highlight Highlight Hui, dann hab ich ja gleich doppelt Glück: Arbeitszeugnis ab dem ersten Krankheitstag und erst ab dem dritten 80% Krankentaggeld. Eine einfache Migräne kostet mich dadurch z.B. locker 400 Franken. Gehe dadurch auch mit Grippe zur Arbeit, pumpe mich dann einfach mit Medikamenten voll, erledige meinen Job nicht richtig und stecke meine Mitarbeiter an (und natürlich auch umgekehrt). Aber was will man machen? Wenn's mir schon beschissen geht, verzichte ich nicht freiwillig auf Lohn und bezahle dazu noch unnötige Arztrechnungen.
  • nakasara 27.02.2018 12:22
    Highlight Highlight und was wenn man trotz zeugnis zur arbeit delegiert wird und sich wehement dagegen wehren muss, dass man nicht arbeitsfähig ist (operation am kiefer) und das jedes mal wenn man krank geschrieben ist?

    gilt das noch als absurdistan?
  • p4trick 27.02.2018 12:18
    Highlight Highlight Zum Arzt gehen für ein Arztzeugnis ist sowas von hirnamputiert.
    "Hallo Doktor ich bin krank".... "Ja Sie sind krank, wie lange wollen Sie krank sein"
    Sorry aber ich brauche keine Bestätigung, dass ich krank bin, das weiss ich selber und ich weiss auch sehr genau selber wie ich wieder gesund werde: 3 Wochen Joghurt Essen, dann ist jede Grippe weg.
  • satyros 27.02.2018 12:12
    Highlight Highlight Dass viele Arbeitgeber geistig in den Fabriken des 19. Jh. stehen geblieben sind und "führen" mit "befehlen" und "kontrollieren" verwechseln, ist ja nichts neues. Dass aber der Gewerkschafter nichts besseres zu raten weiss, als den Arbeitgeber zu wechseln, ist beschämend. Man könnte ja politischen Druck aufbauen, um solche Praxen (die ersten drei Tage unbezahlt) zu verbieten.
  • Frausowieso 27.02.2018 12:00
    Highlight Highlight Wenn man ab dem ersten Krankheitstag ein Arztzeugnis verlangt, verlängert man so die Dauer der Absenzen. Wenn ein Mitarbeiter eh zum Arzt muss, und die Rechnung zahlen muss, dann lässt er sich i.d.R. auch gleich ein paar Tage länger krank schreiben. Abgesehen davon, dass man oft gar nicht am gleichen Tag einen Termin erhält und ein Arzttermin meistens gar nicht nötig ist. Arztzeugnis ab dem 1. Tag ist eine der dümmsten Ideen überhaupt. gruss aus der Personalabteilung
  • badbart 27.02.2018 11:56
    Highlight Highlight Krank sein ist nun mal menschlich, nur leider unser System nicht mehr! Arbeitnehmer sind nur noch Material das billig, willig und austauschbar ist, wenn kaputt....
    • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 27.02.2018 12:32
      Highlight Highlight Deswegen heisst es ja schon lange Human Rescource (HR). Man ist nur noch eine Ressource in einer Firma und kein Mensch mehr.
  • mein Lieber 27.02.2018 11:50
    Highlight Highlight Mein Chef darf mich gerne zuhause besuchen wenn ich krank bin, ich mache das dann auch an seinem Home office Tag... 🙄
    • Saraina 27.02.2018 12:17
      Highlight Highlight Kräftig anhusten wäre auch eine gute Idee, dann kann man ihm alsbald auch ein fröhliches Krankenbsüechli abstatten.
  • Baeri19 27.02.2018 11:21
    Highlight Highlight Bei uns werden auch die ersten 3 Tage nicht bezahlt. Leute haben über 300h plus auf Ihren Gleitzeitsaldi, können diese aber dann nicht einsetzen. Gibt einfach sofort weniger Lohn. Dazu wollen Sie noch vom ersten Tag an ein Zeugnis. Leute mit einer Lungenentzündung haben sich auch bereits gegen eine Lohnkürzung entschieden und sind bei der Arbeit erschienen. Lieber nach 2 Wochen wieder einen gesunden Mann, als einen der sich über Monate schlecht fühlt. Finde ich. Traurige Welt
  • Corahund 27.02.2018 11:17
    Highlight Highlight Es ist wieder bezeichnend: als einzige Furma, die im ersten Dienstjahr bei Krankheit in den ersten 3 Tagen den Lohn nicht zahlt, wird die EMS Chemie genannt. Dabei ist es in Graubünden der grösste, fairste und bestzahlende Arbeitgeber. Es ist eine der besten Firmen der Schweiz . Aber WATSON
    passt das nicht, da die CEO NR für die SVP ist.
    • BetterTrap 27.02.2018 11:29
      Highlight Highlight Öhm.. äähm... wie bitte? Als Bündner muss ich dem widersprechen: fairste und bestbezahlende? Definieren sie das persönlich nach ihren eigenen kriterien?

      Und ja, Martullo-Blocher, die ihre eigenen Kanton immer und immer wieder verraten hat, unter anderem mit dem Geld der EMS-Chemie.. und googlen sie mal die Begriffe Steuern und EMS-Chemie.. 😉
    • Fabio74 27.02.2018 11:47
      Highlight Highlight Tatsachen sind halt mühsam zu ertragen. Wenn einmal mehr die sauber SVP nichts FÜR aber GEGEN die Arbeitnehmer macht. Und dann noch ein Unternehmen dem es bestens geht.
      Die Frage ist wann merkt der hinterletzte SVP-Fan, dass der Arbeitnehmer mit der SVP immer verliert?
    • piedone lo sbirro 27.02.2018 11:51
      Highlight Highlight Corahund

      als es der ems-chemie mal nicht so gut ging, schickte martullo ihre angestellten in die kurzarbeit. die mitarbeiter sind mehrheitlich ausländer.

      während der staat diese leute unterstützen musste, kriegten die aktionäre (vorwiegend die blochers) die volle dividende - ganz nach dem rechtsnationalen gerechtigkeitsempfinden: gewinne für mich, verluste für dich!

      die dividenden fliessen nach luxemburg und werden kaum versteuert, genauso wie die gewinne der ausländischen niederlassungen - während der klamme kanton graubünden am tropf des kantonalen finanzausgleichs hängt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • azoui 27.02.2018 11:08
    Highlight Highlight Unser Arbeitgeber fordert uns auf, bei Krankheit zuhause zubleiben, erstens sei die Leistung nich zu 100% vorhanden, 2. stecken wir die Anderen Mitarbeiter an.
    Arztzeugnis ab 3 Tagen.
  • zialo 27.02.2018 11:08
    Highlight Highlight Das diskiriminiert Eltern mit kranken Kindern. Als ob die Schweiz nicht schon genug Druck auf doppelverdienende Eltern ausübte.
    • Frausowieso 27.02.2018 11:52
      Highlight Highlight Pflegeurlaub ist anders geregelt, als eigene Krankheit.
  • Gwaggli 27.02.2018 11:08
    Highlight Highlight Es soll auch Arbeitnehmer geben, die trotz Karenztagen um die Lohnkürzung herumkommen, indem man Gleitzeit oder sogar Ferien opfert und dafür hergibt.
    Ich sage nicht, dass das legal ist oder dass die Arbeitnehmer dies so wollen. Fakt ist, es passiert und oft weil der betroffene Arbeitnehmer glaubt, dass dies so gehandhabt wird / werden muss und der Arbeitgeber geniesst und schweigt.
    Zum Kotzen sowas ( z.T. auch wortwörtlich).
  • aberneiau 27.02.2018 11:05
    Highlight Highlight Es passt in unsere aktuelle Landschaft. Der Mitarbeiter hat zu beweisen, dass er ehr und redlich ist.
    Und übrigens, eine Grippe ist kein Grund von der Arbeit fernzubleiben. Wer soll denn seine Arbeitskollegen sonst anstecken? Es ist durchaus sinnvoll etwas zu unseren Krankheitskosten beizutragen und die Aerzte zu subventionieren. Dann haben die Krankenkassen auch einen Grund die Prämien zu erhöhen.
  • Karl33 27.02.2018 10:52
    Highlight Highlight der blocher ist der inbegriff des räuberischen neoliberalen abzockers. in den 90er jahren hat er gesunde schweizer firmen zerschlagen und lukrativ ins ausland verschleudert, vorbild für jeden hedgefond heute.
    und nun auch die versuche, die arbeitnehmer seiner firma auszupresessen wos geht. keine lohnzahlungen bei krankheit. am liebsten würde die svp-blochers auch noch das gesetzliche minimum von ferien und sonstige arbeitnehmerrechte bodigen, wie in den usa oder sonstigen angelsächsischen ländern heute üblich. aber hauptsache, der milliardär ist volksnah, eine vo eus...
    • TheMan 27.02.2018 11:37
      Highlight Highlight Falsch die Offenen Grenzen. Den somit können Firmen machen was Sie wollen. Sie haben nun X Millionen Arbeitskräfte die sie Hollen kann. Und diese Offenen Grenzen haben wir dank SP. Und der SP ist dieas was du aufzählst egal. Hauptsache es geht in die EU.
    • Fabio74 27.02.2018 13:14
      Highlight Highlight Hör auf zu lügen the man. Die SP hat NICHT 51% Wähleranteil. Ohne Mehrhrit geht es nicht. Mir schon klar dass man als SVP-Groupie die Wahrheit nicht ertragen kann.
      Es ist die SVP zusammen mit FDP und CVP, die am Arbeitsgesetz rumschrauben.
      Es sind SVP, FDP und CVP die das Mietgedetz aushöhlen wollen.
      Aber als gut dressierter SVPler ist der gezüchtete Hass auf die bösen Linken so gross, dass man im Stechschritt mit der SVP Richtung rechtlosen Sklaven in den Abgrund geht
    • karl_e 27.02.2018 13:53
      Highlight Highlight The Man, wie viele Arbeitskräfte aus dem Ausland haben die Blockers in die Schweiz geholt? Blochers sind wohl kaum in der SP.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lily.mcbean 27.02.2018 10:46
    Highlight Highlight Im Detailhandel(wo ich einen kleinen Abstecher gemacht habe vor einigen Jahren)war es am schlimmsten.Wenn man sich krankmelden wollte hiess es:egal was du hast,du musst kommen.Also ging ich-mit akuter Magendarm Grippe.Eingeteilt war ich in der Metzgerei am Buffet.Auch nachdem ich nach Stunden der Quälerei hinten im Waschbecken erbrechen musste wäre niemand aufdie Idee gekommen mich nach hause zu schicken.Also bin ich einfach gegangen und habe mir direkt beim Arzt ein attest geben lassen wobei er fast vom Stuhl gefallen wäre als ich ihm die Story erzählt habe.Es war aber auch dumm von mir.
    • manhunt 27.02.2018 11:30
      Highlight Highlight und welcher detailhändler war das? denn dort werde ich bestimmt nie (wieder) einkaufen.
    • x4253 27.02.2018 11:51
      Highlight Highlight Hättest das dem Lebensmittelinspektorat stecken können, der macht dann sicherlich eine unangekündigte Stichprobe.
      Manche Arbeitgeber lernen es leider nicht anders.
    • lily.mcbean 27.02.2018 12:18
      Highlight Highlight @manhunt: Das war beim Coop.
      @x4253 : ja ich weiss da hätte man noch allerhand sachen machen können aber wenns hinten und vorne gleichzeitig rauskommt denkt man in diesen Moment einfach nur ans überleben ;) dazu kommt das ich erst anfang 20 war und sehr schüchtern und unsicher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 27.02.2018 10:45
    Highlight Highlight Wer im vergangenen Jahr nie krank war kriegt einen Bonus? Das find ich genau so schlecht wie das Modell der Ems-Chemie. Doppelt belohnen: Gesundheit und mehr Geld; doppelt bestrafen: Krankheit und weniger Geld. Idee: Die Personalabteilung kontrolliert den Krankenstand. Die techn. Möglichkeiten sind vorhanden. Der Rest ist ein gewisses Grundvertrauen in den Mitarbeiter. Die Chefin/der Chef sollte seine Mitarbeiter soweit kennen, dass er ungefähr weiss, wer die Schlitzohren sind. Arztzeugnis erst nach einer Woche Krankheit. Resultat: Tiefere Gesundheitskosten.
    • Yelina 27.02.2018 19:08
      Highlight Highlight Wir müssen tatsächlich erst ab dem 6. verpassten Arbeitstag ein Zeugnis bringen.
  • Florian Harold 27.02.2018 10:43
    Highlight Highlight Ich frage mich, ab wann vom Arbeitnehmer ein Arztzeugnis unaufgefordert vorzulegen ist? Müsste dies im Arbeitsvertrag geregelt werden? Vgl. https://www.beobachter.ch/arbeit/arbeitsrecht/arbeitsrecht-krankgeschrieben-was-heisst-das und http://www.anwalt-zuerich.attorney/arbeitsrecht/#content-content-inner
    • Yelina 27.02.2018 19:11
      Highlight Highlight Genau, oder im Arbeitszeit-Reglement als Bestandteil des Arbeitsvertrages.
      Grundsätzlich entspricht es einer Vertragsänderung, wenn im Reglement 3. Tag steht und man plötzlich ab dem 1. ein Zeugnis bringen soll. Hab ich aber auch schon erlebt, während der Anstellung hiess es, ich müsse neu ab dem 1. Tag eins bringen. Wurde dann gleich 2 Wochen krank geschrieben statt drei Tage zu fehlen. Tja.
  • Kuba 27.02.2018 10:20
    Highlight Highlight Das einzig kranke sind die oben genannten Ideen....
  • Goon 27.02.2018 10:17
    Highlight Highlight Wir müssen auch ab dem ersten Tag ein Zeugnis bringen. Was passierte? Anstatt ein Tag krank was ab und zu vorkommen kann wird man direkt 3 krankgeschrieben, anstatt 3 Tage eine Woche....

    Mol, hat es gebracht.
  • Vanessa_2107 27.02.2018 10:15
    Highlight Highlight Das kann ich fast nicht glauben, was ich gerade gelesen habe. Wenn man dann aber liest WER die drei ersten Tage nicht bezahlt, dazu die Aussage von "Schauder über den Rücken" Mörgeli, ist alles wieder klar. Kein Wunder präsentiert Frau Martullo so gute Resultate. Sicher macht sie dann nach Genesung den Arbeitnehmer noch zur Schnecke. Wie sie mit ihren Angestellten umgeht, sah man ja einmal in einer Doku, omg.
  • Bunnymommy 27.02.2018 10:14
    Highlight Highlight Bei uns gibt es so einen Bonus von wegen "keine Absenzen". Deswegen kommen bei uns alle krank zur Arbeit das sie nicht fehlen und den Bonus kassieren. Danke das ihr alle ansteckt.
  • Nico Rharennon 27.02.2018 10:09
    Highlight Highlight Unter Punkt 2 heisst es :"Hansjörg Schmid, Sprecher des Verbands Angestellte Schweiz: «Dies ist eine unzulässige Ungleichbehandlung der Angestellten.» "
    Bedeutet unzulässig, dass es illegal ist oder wie muss ich das verstehen?
    • dorfne 27.02.2018 10:47
      Highlight Highlight Würde mich auch interessieren. Wenn die EMS auf der sicheren Seite ist mit ihrem Modell, müsste etwas Anderes wahrsch. in einem GAV geregelt werden?
  • gecko25 27.02.2018 10:09
    Highlight Highlight Krankheitszeugnis ab dem ersten Tag und wir fragen uns warum die Gesundheitskosten explodieren.
    • dorfne 27.02.2018 10:50
      Highlight Highlight Heute muss jeder Stellenbewerber ein Assessment bestehen, und 3 Mal zum Vorstellungsgespräch antraben. Die Mitarbeiter sind handverlesen. Warum misstraut der Arbeitgeber seinen eigenen Personalentscheiden? Woher kommt eigentlich dieses Misstrauen der Arbeitgeber gegenüber den Mitarbeitern? Ein Arbeitgeber, der das Personal fair behandelt wird auch weniger betrogen mit Blaumachen usw.. Und die wenigen schwarzen Schafe sind schnell identifiziert.
  • Frances Ryder 27.02.2018 10:08
    Highlight Highlight Lohn kürzen damit die Halbtoten doch noch bei der Arbeit auftauchen (obwohl sie sowieso total unproduktiv sind) und dann ihre Bazillen schön überall am Arbeitsplatz und im ÖV verteilen. Sehr gut für die Wirtschaft...
    • INVKR 27.02.2018 10:26
      Highlight Highlight Seven sinking steps halt.
    • Heiniger(s) 27.02.2018 17:31
      Highlight Highlight Abgesehen von der Ansteckungsgefahr, ist auch das Sicherheitsrisiko z.B. In Handwerksberufen gross.
      Wer krank und erschöpft arbeitet ist unkonzentriert und stellt eine Gefahr für sich und andere dar.
    • dath bane 27.02.2018 18:28
      Highlight Highlight Nehmen wir an Sie haben Recht: Dann hätten ja Firmen mit restriktiven Regelungen irgendwann mehr Krankheitstage in der Gesammtbelegschaft. Und wenn alle krank und unproduktiv am Schreibtisch (oder zuhause) sitzen, würde sich der Einbruch der Produktion auch irgendwann in den Zahlen bemerkbar machen. Tut er aber scheinbar nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 27.02.2018 10:02
    Highlight Highlight Wer krank in die Firma geht, steckt Kolleginnen und Kollegen an. An Orten, wo sich gesundheitlich angeschlagene und ältere Menschen aufhalten, sind vergrippte Mitarbeitende sogar eine lebensgefährliche Bedrohung. Wenn schon, dann sollten die sanktioniert werden, die krank zur Arbeit gehen.

    Solche totalitäre Kontrollmethoden sind ein Eingeständnis der eigenen Führungsinkompetenz. Mitarbeitende, die gut geführt werden, ernst genommen werden und Wertschätzung erhalten, sind in der Regel loyal und ehrlich. Aber dass SVP-Exponenten auf schwarze Pädagogik setzen, ist ja absolut keine Überraschung.
    • dorfne 27.02.2018 10:51
      Highlight Highlight Danke. Besser kann mans nicht sagen.
  • Midnight 27.02.2018 09:55
    Highlight Highlight Und wie kümmern sich die Firmen um die Absenzen von Lohnerhöhungen wie z.B. dem Teuerungsausgleich?
  • Ökonometriker 27.02.2018 09:55
    Highlight Highlight Ich würde es eigentlich noch schön finden, wenn mich mein Chef besuchen kommt wenn ich krank bin. Nur hat der irgendwie besseres zu tun als mit mir einen Tee zu trinken - besonders, da er ja dann meine Arbeit auch noch machen muss.
    • who cares? 27.02.2018 19:09
      Highlight Highlight Same. Ich kämpfe um jeden halbstündigen Termin bei ihm, den ich haben kann. Beim Krankentee könnten wir endlich mal die Sachen sauber durchbesprechen, aber das gibt's leider nicht :(
  • hektor7 27.02.2018 09:52
    Highlight Highlight Die Seven-Sinking-Steps beim Lesen dieses Artikels:

    1. Methode zur Reduktion der Absenzen lesen

    2. Die Methode doof finden

    3. Feststellen, dass das bei EMS so gehandhabt wird

    4. Sich nicht darüber wundern, dass das bei EMS so gemacht wird

    5. EMS noch unsympathischer finden als sowieso schon

    6. Sich nicht darüber wundern, dass EMS noch unsympathischer sein kann, als bisher gedacht

    7. Prozedere beim nächsten Abschnitt wiederholen
    • Pierre Beauregard 27.02.2018 10:55
      Highlight Highlight We are sinking , we are sinking!
      Hello this is ze german coastguard, what are you thinking about?
  • Ass 27.02.2018 09:52
    Highlight Highlight Ich habe mal mit jemandem gearbeitet der war von 8h deren 5h auf dem Scheisshaus. Aber nach Hause wollte er wegen den Kosten fürs Arztzeugnis nicht. Jedes Unternehmer muss für sich selber rechnen was für sie am wirtschaftlichsten ist!!!
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 27.02.2018 09:51
    Highlight Highlight Mich nervt vor allem das Gegenteil. Leute die trotz Erkältung ins Büro kommen und mit ihrem rumgehuste und niessen alle anderen anstecken.

    Diese sogenannten Motvationsmethoden werden die Situation bestimmt nicht verbessern.
    • DerElch 27.02.2018 11:52
      Highlight Highlight Ich habe seit 10 Tagen einen fiesen Reizhusten. Sonst nichts, kein Fieber - nada. Soll ich mir wirklich ein Arztzeugnis für 2 Wochen holen, obwohl ich sonst fit und munter bin?
      Ich denke, es ist auch ein Abwägen Seitens des Arbeitsnehmers: wann ist krank krank? Muss ich wegen eines Schnupfens eine Woche zuhause sein?
    • Fabio74 27.02.2018 13:16
      Highlight Highlight @elch. Es geht um Leute die mit Fieber ubd Grippe zur Arbeit kommen
  • DailyGuy 27.02.2018 09:51
    Highlight Highlight Ja, machen wir weiter so. Dann kommen wir alle mit der Grippe ins Büro und alle werden krank. So geschehen dieses Jahr in unserer Produktion. Wir werden extra entlöhnt wenn wir in einem Quartal nicht krankheitshalber fehlen. Was war das Resultat? Plötzlich war die halbe Produktion krank daheim und die Manager verstanden die Welt nicht mehr, wenn wir die Termine nicht mehr einhalten konnten.
  • Pafeld 27.02.2018 09:51
    Highlight Highlight Huch, die EMS hat also branchenweit nicht nur die tiefsten Löhne und die höchste Fluktuationsrate, sondern auch noch die traurigsten Arbeitsbedingungen? Ob da wohl ein Zusammenhang besteht?
  • Evan 27.02.2018 09:49
    Highlight Highlight Ganz einfach. Wer nie krank war, bekommt einen Bonus. Ist halt nicht so attraktiv wie den Lohn zu kürzen.
  • Thurgauo 27.02.2018 09:47
    Highlight Highlight Naja, ich empfinde ein bisschen Vertrauen gegenüber dem Arbeitnehmer als angebracht. Das System mit dem Bonus für "gesunde" Mitarbeiter hört sich aber gut an, jeder kennt doch einen Arbeitskollegen, der wegen jeder Nichtigkeit krankt macht. In drei Jahren habe ich keinen einzigen Tag gefehlt, da würde ich zu einem kleinen Dankeschön nicht nein sagen.
    • satyros 27.02.2018 12:08
      Highlight Highlight Sei doch einfach froh, dass Du drei Jahre lang nie krank warst. Ist auch ein schöner Bonus.
    • Sama 28.02.2018 23:22
      Highlight Highlight Und was hast du genau dafür getan, nicht krank zu werden? ich rede nicht von leichtsinnigem Verhalten, sondern von Alltäglichem.
      Belohnungen und Dankeschöns sollte es geben, wenn man etwas geleistet hat.
      Das einem ein grassierender Virus nicht erwischt hat, man nicht zur Migräne neigt, nicht von einem versoffenen Autofahrer angefahren wurde, keinen entzündeten Blinddarm hatte oder an einer chronischen Erkrankung leidet beruht nun wirklich nicht auf eigene Leistungen.
      Eine Belohnung dafür ist letztlich diskriminierend.
  • Radesch 27.02.2018 09:45
    Highlight Highlight Absolut unverständlich jemanden fürs "nicht krank sein" zu belohnen... Und was ist mit jemandem der dss Geld braucht? Der kommt dann krank zur Arbeit und steckt alle anderen an... Tolle Idee wirklich.

    Menschen sind keine Roboter und die meisten Firmen machen mehr als genug Asche um das problemlos auszugleichen, aber es muss ja immer mehr Gewinn sein...

    Bei so einem Arbeitgeber würde ich nicht arbeiten wollen. Ich bin ein Mensch, keine Arbeitsmaschine. Ich arbeite um zu leben und lebe nicht um zu arbeiten. Und ich hoffe die meisten sehen das auch so!
    • Baccaralette 27.02.2018 10:16
      Highlight Highlight Ich glaub, du hast das Prinzip nicht ganz verstanden - dem kranken Mitarbeiter wird ja nicht etwas weggenomme, was er zugute hat. Er bekommt einfach etwas nicht, womit er nicht zu rechnen hat.

      Ganz einfach und ich finde, fair.
    • MacB 27.02.2018 10:17
      Highlight Highlight sieh mal über den Tellerrand. Es gibt genug, die fehlen immer mal motags oder freitags und jeder in der Firma weiss warum. Es sind nicht alle vorzügliche MItarbeiter. Und diejenigen, die es sind, werden mit 500.- belohnt. Ich finds gut, bei uns machen wir's auch so.
    • Kii 27.02.2018 11:20
      Highlight Highlight Seh ich auch so.

      Bei uns bekommt man auch einen „boni“ fürs nicht fehlen (ganzes jahr). Es wurde auch gesagt: anstelle einen krankentag zu beziehen, können wir auch einen ferientag nehemen um den „boni“ zu bekommen.

      Und alle jubeln🤦‍♂️

      Ps: ich wird keinen bekommen, da ich krank und zu hause bin, haha.

    Weitere Antworten anzeigen
  • HubiNZ 27.02.2018 09:45
    Highlight Highlight Hier in NZ gibt's gesetzlich 5 Tage pro Jahr, grössere Unternehmen haben 10 Tage, dann gibt's nur noch unbezahlt oder Ferienabzug. Konsequenz: Jeder, der im Bett liegen müsste, kommt zur Arbeit, teilt kräftig Bakterien und statt einem für 5 Tage fehlen 10 für 3 Tage.
    • Bunnymommy 27.02.2018 10:14
      Highlight Highlight *Viren
  • nicbel 27.02.2018 09:44
    Highlight Highlight Das nächste mal wenn mein Chef krank ist, gehe ich ihn auch besuchen. Nur um sicher zu gehen...
  • Madison Pierce 27.02.2018 09:40
    Highlight Highlight Das sind alles untaugliche Massnahmen:
    - Lohnkürzung => unfair bei wirklich Kranken
    - Belohnung für Gesunde => unfair gegenüber wirklich Kranken
    - Hausbesuch vom Chef => zu aufwendig
    - Arztzeugnis vom 1. Tag an => gibt es per Telemedizin, jeder kann ins Telefon husten

    Nichts ersetzt eine gute Partnerschaft von Arbeitgeber und -nehmer. Wenn man das Gefühl hat, der Arbeitnehmer mache blau, muss man ihn auswechseln, denn dann stimmt grundsätzlich etwas nicht mit dem Arbeitsverhältnis.
    • MacB 27.02.2018 10:18
      Highlight Highlight - Belohnung für Gesunde => unfair gegenüber wirklich Kranken

      warum? Sieh es mal aus der Arbeitgeber-Brille. Jemand, der dir 5 Tage im Jahr mehr zur Verfügung steht, kann auch 5 Tage mehr fürs Unternehmen tun. Wieso soll das unfair sein? Überstunden werden ja auch ausbezahlt und sind nicht unfair.
    • Kronrod 27.02.2018 10:27
      Highlight Highlight Ist es wirklich fair, wenn ein gesunder, der entsprechend mehr leistet, den gleichen Lohn hat wie ein chronisch kranker? Ich finde nicht, denn zu einem gewissen Grad sind wir selbst für unsere Gesundheit verantwortlich.
    • almlasdn 27.02.2018 10:44
      Highlight Highlight Stimme überall zu, ausser beim 4. Ich muss immer zum Arzt bevor ich ein Arztzeugnis erhalte. Da reicht nicht einfach ein Anruf... o
    Weitere Antworten anzeigen
  • aglio e olio 27.02.2018 09:36
    Highlight Highlight Zielführender wäre m.E. ein Arbeitsumfeld welches der Gesundheit und dem Wohlbefinden nicht abträglich ist.
    Das einige Arbeitgeber aber lieber die Peitsche knallen lassen ist wohl Tatsache.
    • Baccaralette 27.02.2018 10:16
      Highlight Highlight Ich liebe aglio e olio - sowohl im Teller wie auch hier im Beitrag!
    • almlasdn 27.02.2018 10:45
      Highlight Highlight Ist halt zu teuer und nicht gut für die Wirtschaft ;)
    • Dominik Treier 27.02.2018 10:53
      Highlight Highlight Ich kenne viele Chefs. Viele sind gute Geschäftemacher aber trotzdem oder gerade deswegen miserable Führungskräfte...

Deutsches Versuchslabor lässt Tiere qualvoll verenden – Spuren führen in die Schweiz

In einem deutschen Labor sterben junge Hunde, Affen und Katzen einen qualvollen Tod. Was eine Schweizer Pharma-Firma damit zu tun hat.

Ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Soko Tierschutz und Cruelty Free International hat sich als Pfleger in das Tierversuchslabor LPT nahe Hamburg eingeschleust. Von Dezember 2018 bis März 2019 dokumentierte der Tierschützer die zahlreichen brutalen Tierversuche an jungen Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen.

Der Bericht sorgte in Deutschland in den letzten Tagen für viel Empörung.

Bei LPT handelt es sich um ein Familienunternehmen. Das Versuchslabor ist eine der grössten Einrichtungen für …

Artikel lesen
Link zum Artikel