Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hotellerie soll bei der Mehrwertsteuer privilegiert werden



Der Ständerat will ein neues Mehrwertsteuer-Privileg für die Hotellerie einführen. Er hat am Dienstag eine Motion des Bündner CVP-Ständerats Stefan Engler angenommen, die eine «Vereinfachung» bei Packages verlangt.

Dabei handelt es sich um Kombinationen von Leistungen oder Produkten, die zu unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen besteuert werden. Heute wird das gesamte Package vergünstigt besteuert, wenn mindestens 70 Prozent einem reduzierten Satz unterliegen.

Senkung auf 55 Prozent

Engler fordert, dass die Schwelle für Leistungen zum Hotellerie-Satz auf 55 Prozent gesenkt wird. 70 Prozent sind seiner Meinung nach zu hoch: In vielen Fällen könne so kein Package geschnürt werden, sagte er.

Für Engler geht es um mehr unternehmerischen Spielraum und um Abbau von Bürokratie. Das führe zu mehr Wachstum und Beschäftigung. Den Staat koste die tiefere Schwelle nichts, da die Kunden das eingesparte Geld anderenorts ausgeben würden.

Bundesrat ist dagegen

Der Bundesrat sprach sich gegen die Motion aus. Finanzminister Ueli Maurer wies auf die Ungleichbehandlung der Kunden hin: Wer in einem Hotel wohne, zahle weniger für gewisse Leistungen. Tatsächlich handle es sich um eine «zusätzliche Subvention für die Hotellerie.» Der Bundesrat möchte auch einen Wettbewerbsnachteil für andere Branchen verhindern. Der nächste Vorstoss, der ebenfalls Erleichterungen verlange, komme bestimmt, sagte Maurer.

Der Ständerat stimmte Englers Motion trotzdem mit 25 zu 18 Stimmen zu. Diese geht nun an den Nationalrat. Es ist nicht das erste Mal, dass die kleine Kammer Herz für die Bergregionen zeigt. Aus ihren Reihen stammte zum Beispiel ein Vorstoss, der Pistenfahrzeuge von der Mineralölsteuer befreit. Die Bergbahnen werden damit um 13 Millionen Franken entlastet. (whr/sda)

Darbellay zur Niederlage von Sion 2026

abspielen

Video: srf

Hier sind Europas Hotels am teuersten

Das könnte dich auch interessieren:

Anschuldigungen gegen Boeing und US-Flugaufsicht

Link zum Artikel

Boeing 737 Max 8: Diese europäischen Airlines setzen ebenfalls auf die Unglücksmaschine

Link zum Artikel

«Er hatte keine Zeit für mich» – Streit zwischen Federer und Djokovic eskaliert

Link zum Artikel

Mein Abstieg in die Finsternis – Wie ich zur Katzenfrau wurde

Link zum Artikel

So ticken die Putinversteher

Link zum Artikel

Es lebe die Superheldin! Steckt euch euren «Feminismusscheiss» sonstwohin

Link zum Artikel

5 Elektroauto-Gerüchte im Check: Ein paar sind richtig, ein paar aber kreuzfalsch

Link zum Artikel

Hat das Parlament gerade unser Internet gerettet? – Es soll kein Zwei-Klassen-Netz geben

Link zum Artikel

Kevin Schläpfer – Oltens verpasste «Jahrhundert-Chance» und Langenthals «Anti-Anliker»

Link zum Artikel

«Vielleicht sind die Regeln einfach falsch» – VAR-Penalty sorgt für hitzige Diskussionen

Link zum Artikel

«Doping ist wie beim Hütchenspiel. Du weisst, dass es Betrug ist. Aber du spielst mit»

Link zum Artikel

Man liebt den Verrat, aber selten die Verräterin – nein, Galladé verdient Lob

Link zum Artikel

Der EHC Kloten, die Hockey-Titanic – so viel Talent, so miserabel trainiert und gecoacht

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz! Heute mit einer Premiere!

Link zum Artikel

«Rape Day»: Gaming-Plattform bringt Vergewaltigungsgame raus – und löst Shitstorm aus

Link zum Artikel

Schär ist der beste Verteidiger in England – nach dem Supertor dreht sogar Shearer durch

Link zum Artikel

Warum die FDP (vielleicht) gerade unsere Beziehung zu Europa gerettet hat

Link zum Artikel

Erleuchtung für 190 Franken: Ist diese 17-Jährige die neue Uriella?

Link zum Artikel

10 Schauspieler, die ihre grössten Rollen nicht mehr leiden können

Link zum Artikel

Papst Franziskus – der Reformer, der keiner ist

Link zum Artikel

Stellt das Popcorn bereit: Trumps Anwalt Michael Cohen will auspacken

Link zum Artikel

Samsung hat das Galaxy Fold enthüllt, das unsere Smartphones für immer verändern könnte

Link zum Artikel

Im Juni wurde «The Beach» geschlossen – jetzt zeigt sich, wie gut dieser Entscheid war

Link zum Artikel

Warum der Schweizer Klubfussball auf dem absteigenden Ast ist

Link zum Artikel

5 Promi-Seitensprünge und ihre Ausgänge (und was diese Dame damit zu tun hat)

Link zum Artikel

9 Grafiken rund um das Elektroauto in der Schweiz

Link zum Artikel

Zwangsschulfrei wegen Masern: Schon 12 Fälle an Steiner-Schule – warum das kein Zufall ist

Link zum Artikel

Ihr spinnt! Wieso trinkt ihr im Restaurant kein Leitungswasser?

Link zum Artikel

Diese Schweizerin trug 365 Tage lang dasselbe Kleid

Link zum Artikel

Hinter den Kulissen von «Game of Thrones» haben sich alle lieb. Hier 15 Beweis-Bilder!

Link zum Artikel

Und jetzt: Die fiesen Sex-Fails der watson-User! 🙈

Link zum Artikel

Hier kommt ein Feel-Good-Dump für alle, die ein bisschen Aufmunterung gebrauchen können

Link zum Artikel

27 Sprüche, die zeigen, dass wir unbedingt auch Jahrbücher in den Schulen brauchen

Link zum Artikel

«Breaking Bad» kommt zurück – dazu die 10 besten Zitate von Jesse Pinkman

Link zum Artikel

Die Post lässt sich ein bisschen hacken – und macht sich zum Gespött der Hacker

Link zum Artikel

Sorry, aber wir müssen wieder über Trump und Faschismus reden

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pointer 12.06.2018 17:17
    Highlight Highlight Die armen Hoteliers sollen mal nach Dubai. Da kommen noch 20 % an Steuern und Gebühren sowie eine weitere Abgabe von mehreren Franken hinzu.
  • JackMac 12.06.2018 15:08
    Highlight Highlight Warum? Warum sollen gewisse Bereiche bevorzugt behandelt werden?
    • Der Bojenmensch 12.06.2018 15:23
      Highlight Highlight Weil sich irgendwann die ganze Lobbyarbeit ja auch mal rechnen muss *gg*.

      Sonst müsste man ja plötzlich grössere Beträge einsparen als ein bitzeli MwSt... was die Lobbyisten wohl eher uncool fänden ;-)...
  • Der Bojenmensch 12.06.2018 12:22
    Highlight Highlight Genau, und die paar Prozent sind dann sicher das Zünglein an der Waage um unsere Hotellerie zu retten. Wenn das Problem „ein paar Prozent“ wären...
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 12.06.2018 11:59
    Highlight Highlight „Den Staat koste die tiefere Schwelle nichts, da die Kunden das eingesparte Geld anderenorts ausgeben würden.“
    Was für ein Unsinn!
    Mit diesem Argument könnte jede Steuer in allen Bereichen gegen Null gesenkt werden.
    Sind Hoteliers bessere Menschen? Nein? Dann braucht‘s auch keine tieferen Steuern.
  • Ökonometriker 12.06.2018 11:23
    Highlight Highlight Die Hotellobby so: "weil Arme ja ständig in Hotels absteigen, muss man schon nach Möglichkeiten suchen, die Preise zu senken"
    Die MWSt.-Erleichterung für Luxusgüter wie Ferien gehört ganz abgeschafft.
    • Knety 12.06.2018 15:59
      Highlight Highlight Es gibt auch viele Businessgäste. Da kann man meinetwegen schon eine Ausnahme machen.
    • Ökonometriker 12.06.2018 23:59
      Highlight Highlight @Knety: bei Businessgästen macht es keinen Unterschied. Wenn sie für Hotels keine MWSt. bezahlen müssen, fallt für ihr Endprodukt am Ende mehr MWSt. an. Daher das 'M' in MWSt. Der Gewinn des Unternehmens bleibt gleich.
    • Knety 14.06.2018 13:55
      Highlight Highlight Ich ckeck jetzt gerade die Logik hinter deiner Aussage nicht. Kannst du ev. Literatur dazu empfehlen? Würde mich schon noch noch interessieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 12.06.2018 10:16
    Highlight Highlight Den meisten Hotels in der Schweiz, also mehrheitlich den kleinen, geht es einfach sehr schlecht. Zu viele Abgaben, Gebühren, alles ist Teuer im Einkauf. Immer mehr BnB und Airbnb die ohne Patent machen was sie wollen. Wenn man umbauen will gibt keine Bank mehr einen Kredit also verliehrt man auch immer mehr Gäste. Am Ende wird es nicht mehr viele Hotels geben ausser grosse Ketten oder 4-5 Sterne Hotels. Und dann kommt der Bundesrat, der in 5* Hotels schläft und hat angst um ein paar Franken die er weniger an Steuern einnimmt.
    • Astrogator 12.06.2018 11:09
      Highlight Highlight Vielen Hotels in der Schweiz geht es schlecht weil sie lausig geführt wurden und man teilweise Jahrzehnte nicht investiert hat.

      Tragisch, man predigt Marktwirtschaft aber in immer mehr Branchen nähert man sich kommunistischen Modellen: Landwirtschaft, Glücksspiel, Hotellerie... und immer sind bürgerliche Parteien wie FDP und SVP die treibenden Kräfte. Aber flankierende Massnahmen um unsere Löhne zu schützen sind dann wieder Teufekswerk und der Untergang des Landes.

      Gleichzeitig bürdet man dem Mittelstand mehr Gebühren auf und wundert sich über zunehmenden Einkaufstourismus.
    • Simon Probst 12.06.2018 11:20
      Highlight Highlight airbnb kann ja jetzt verboten werden :)
    • winglet55 12.06.2018 11:29
      Highlight Highlight Der Hotellerie geht es nicht wegen ein paar
      MwSt % schlecht. Schauen Sie nur mal beim Service- Personal vorbei, kaum gelerntes Personal, kaum Personal das neben der lokalen Sprache auch eine, geschweige denn 2 Fremdsprachen auch nur rudimentär versteht. Zudem wird häufig mit Teilzeit Personal gearbeitet, auf Abruf notabene. Bei solchen Voraussetzungen ist es auch fast unmöglich, motiviertes, freundliches Personal zu bekommen. Damit hat man die einmalige Chance verpasst, den ersten Schritt zur Kundenbindung herzustellen. Aber in Bern jammern ist halt einfacher, wie bei den Bauern abgeschaut.
    Weitere Antworten anzeigen

Keine Lohnerhöhung für UBS-CEO Ermotti (Ok, 14 Millionen sind auch nicht ohne)

UBS-Konzernchef Sergio Ermotti hat im vergangenen Jahr wie schon im Vorjahr knapp über 14 Millionen Franken verdient. Konkret betrug die Gesamtentschädigung 14,1 Millionen nach 14,2 Millionen Franken für 2017.

Die Entschädigung setzt sich aus einem konstant gebliebenen Grundgehalt von 2,5 Millionen Franken und weiteren fixen Entschädigungen von 0,3 Millionen zusammen. Dazu kamen variable Vergütungen in Höhe von 11,3 Millionen (Vorjahr: 11,4 Mio), wie dem am Freitag veröffentlichten …

Artikel lesen
Link zum Artikel