Schweiz
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Kahlschlag bei Rockwell Automation in Aarau: 250 Arbeitsplätze in Gefahr



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Rockwell-Hochhaus in Aarau.

Im Aargau droht rund 250 Angestellten der Verlust des Arbeitsplatzes. Der Arbeitnehmerverband Angestellte Schweiz meldet, die Firma Rockwell Automation überlege sich, rund die Hälfte der etwa 500 Stellen in der Schweiz abzubauen.

Rockwell selber will diese Zahlen vorerst nicht bestätigen. Man plane zwar Änderungen der Produktionsstrategie, schrieb das Unternehmen am Dienstag in einer Mitteilung. Teil dieser Anpassung sei die schrittweise Verlagerung der Produktion von Aarau an andere Standorte.

Man sei in einer sehr frühen Planungsphase. Deshalb könne Rockwell noch keine Details kommunizieren. Das Unternehmen werde eng mit den betroffenen Mitarbeitern zusammenarbeiten und regelmässig über die Entwicklungen kommunizieren. Ziel dieser Änderungen ist es laut Rockwell, dem globalen Kostendruck standzuhalten und die globale Kundennachfrage erfüllen zu können.

Der Schweizer Hauptsitz und die Produktion von Rockwell Automation befinden sich in Aarau. Weitere Standorte hat das Unternehmen in Landquart GR, Manno TI, Renens VD, Root LU und Wil SG.

Gewerkschaften sind in Sorge

Die Angestellten Schweiz fordern das Management von Rockwell auf, in einer ersten Phase zusammen mit der Arbeitnehmervertretung und den Verbänden alle Möglichkeiten zu prüfen, um den Produktionsstandort und damit die Stellen in der Schweiz zu sichern.

Weiter fordern die Angestellten Schweiz ein klares und langfristiges Bekenntnis zum Standort Schweiz. Gefordert sei nun auch die Politik des Kantons Aargau und der Stadt Aarau. Sie müsse sich aktiv für den Werkplatz in der Hauptstadt einsetzen.

Die Gewerkschaft Syna bezeichnete den drohenden Stellenabbau in einer Mitteilung als «unverschämte Gewinnmaximierung auf dem Buckel von treuen Mitarbeitenden.» Auch sie erwartet, dass sich die Behörden einschalten.

Auch die Unia fordert Rockwell Automation auf, den Erhalt der Produktion am Standort Aarau erst ernsthaft zu überprüfen, anstatt zur Gewinnoptimierung kurzerhand Stellen in Billiglohnländer zu verlagern. Der angekündigte Schritt zur Modernisierung der Produktionsanlagen entbinde die Geschäftsleitung nicht davon, eine sozialverträgliche Personalpolitik zu betreiben. (sda)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 21.09.2017 06:45
    Highlight Highlight Ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland wirklich so schlimm?

    Ist es wirklich so schlimm, wenn in der Schweiz Arbeitsplätze, die überwiegend von Ausländern besetzt werden, ins Ausland verlagert werden? Das Ausland ist doch heute mehr auf Arbeitsplätze angewiesen als die Schweiz. Einfache Industrieproduktion hat in der Schweiz kaum noch Chancen
    • dorfne 21.09.2017 09:21
      Highlight Highlight Die Schweiz deindustrialisiert sich laufend und die Aufhebung des Frankenmindestkurses im Jahr 2015 hat diesen Prozess noch beschleunigt.
      Da frag ich mich ernsthaft, wo die jährl. ca. 60´000 Einwanderer aus der EU arbeiten, wenn es immer weniger Industrie gibt. Im Gesundheitswesen, beim Staat? Solche Werkschliessungen produzieren immer soziale Härtefälle, weitere Ü50, die kaum noch einen andern Job finden werden. Während fleissig die saftigen Weiden in der EU abgegrast werden. Besser, jünger, schöner, billiger.
    • Schneider Alex 22.09.2017 06:19
      Highlight Highlight Der Staat muss einen sekundären Arbeitsmarkt aufbauen für Leute, die aus dem primären Arbeitsmarkt rausgefallen sind. Sinnvolle Arbeit, die heute nicht gemacht wird (z.B. in Bildung, Pflege, Umweltschutz), gibt es genügend.
  • TheMan 20.09.2017 08:53
    Highlight Highlight Sie machen das, weil Sie es durch die PFZ und Bilateralen können. Outsourcen heisst dies. Kommt Billiger so. Duch die Offenen Grenzen, werden Firmen immer mehr verschwinden. Man nennt das auch funktionierende Wirtschaft nach Linker Seite.

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Die Grossbank Credit Suisse verkleinert ihr Filialnetz auf 109 statt wie bisher 146 Standorte. Die Hälfte der Schliessungen betreffen dabei den Aargau. Das Geschäft der Neuen Aargauer Bank (NAB) soll mit jenem der Credit Suisse zusammengeführt werden - die grösste Regionalbank der Schweiz verschwindet.

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