Schweiz
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Du denkst, Mahnungen sind egal? Dann haben wir schlechte Nachrichten für dich



Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung glaubt, dass Mahnungen, Zahlungsbefehle und Verlustscheine für eine Beurteilung ihrer Kreditwürdigkeit egal seien. Dem ist aber gemäss dem Online-Vergleichsdienst Comparis nicht so: Unternehmen überprüfen die Zahlungsmoral ihrer Kunden durchaus.

Die Schweizer Bevölkerung habe wenig Ahnung bezüglich der Beurteilung ihrer Zahlungswürdigkeit, teilte Comparis am Freitag mit. Dies zeige eine repräsentative Umfrage.

So glauben 30 Prozent der Befragten, Betreibungen seien egal. Bei Kreditkarten-, Kredit- oder Leasinganträgen vermutet mehr als ein Fünftel der abgelehnten Antragsteller andere Gründe als eine ungenügende Bonität. Rund 13 Prozent haben schon mal einen negativen Kreditentscheid erhalten.

Gemäss Mitteilung wird bei jedem Kreditkarten-, Kredit- oder Leasingantrag die Kreditwürdigkeit geprüft, also eine so genannte Bonitätsprüfung durchgeführt. Die Zahlungswürdigkeit verschlechtert sich unter anderem durch wiederholte Mahnungen, Zahlungsbefehle, Verlustscheine und Betreibungen.

«Bezahlen auf Rechnung» nicht möglich

Dies wirkt sich etwa beim Online-Shopping aus. Unternehmen überprüfen anhand von Bonitätsdaten von Wirtschaftsauskunfteien die Zahlungsmoral. Ist diese schlecht, wird beispielsweise die Option «Bezahlen auf Rechnung» gar nicht erst angezeigt.

Die repräsentative Online-Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Comparis im Oktober 2018 unter 1047 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt. (sda)

Spesenritter Loro & Nicos Abrechnung unter der Lupe

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MilfLover 09.11.2018 17:20
    Highlight Highlight Wieso sieht jemand in der Bonitätsprüfung meinen Status? Datenschutz Pro-forma?
    10 0 Melden
  • schuldig 09.11.2018 13:39
    Highlight Highlight Weiss das jemand?
    Wenn ich Online einkaufe und während der Aktion die Zahlung auf Rechnung gar nicht angeboten wird, müsste die dahinterstehende Abfrage ja rasend schnell gehen?!
    9 4 Melden
    • Scenario 09.11.2018 15:18
      Highlight Highlight @schuldig:
      Ja das tut sie. In der Regel besteht eine Anbindung an einen Dienstleister, der die eingegebenen Daten überprüft und die Option "Auf Rechnung" freigibt, oder nicht.
      14 0 Melden
  • giguu 09.11.2018 12:18
    Highlight Highlight Es geht noch viel weiter. Meine Frau hat für eine Kundenkarte die Adressänderung vergessen durchzuführen, als wir zusammengezogen sind. Es ist also Werbung aufgrund der falschen Adresse retourniert worden.
    Ergebnis: Die Postfinance lehnt ihr jegliche Kreditkartenanträge ab und verweigert die Begründung
    1 27 Melden
    • Göönk 09.11.2018 14:11
      Highlight Highlight Was lernt man daraus? Um die Postfinance einen weiten Umweg zu machen... . Ging mir aus ähnlichen Gründen auch so. Lebe aber sehr gut mit Kantonalbank und Raiffeisenkasse!
      22 1 Melden
  • riqqo 09.11.2018 11:52
    Highlight Highlight Beim Online-Händler meines Vertrauens, wo ich schon mehrere Tonnen liegen lassen habe, wurde plötzlich der Kauf auf Rechnung verweigert. (Bei einem Betrag von 200.– und wegen fehlender Bonitätsprüfung)
    Beim klebrigen Konkurrenten konnte ich damals zeitgleich eine Kamera für 3000.– auf Rechnung bestellen, ohne jemals zuvor dort etwas bestellt zu haben. Irgendwie witzig.
    48 1 Melden
    • @cyclingsimon 09.11.2018 12:59
      Highlight Highlight Ohne genau zu wissen, welches dein Online-Händler deines Vertrauens ist: Zalando streicht bei zu höher Rücksendequote die Möglichkeit von Kauf auf Rechnung - egal wie hoch der Umsatz bisher war und wie hoch der Rechnungsbetrag effektiv ist.
      35 1 Melden
    • riqqo 09.11.2018 14:27
      Highlight Highlight Nein, es ist nicht Zalando – aber danke für deine interessante Antwort und äs schöns Weekend. ;-)
      8 0 Melden
    • Scenario 09.11.2018 15:22
      Highlight Highlight @Riqqo:
      Es gibt verschiedene Unternehmen in der Schweiz, die solche Dienstleistungen (Kauf auf Rechnung) anbieten.
      Die Bonität einer Einzelperson kann dementsprechend, je nach Anbieter, stark abweichen und je nachdem mit welchem Anbieter ein Onlinshop zusammenarbeitet, kann deine Bonität entsprechend unterschiedlich sein.
      5 1 Melden
  • 54er 09.11.2018 11:40
    Highlight Highlight Wiedermal einen super Titel für den Artikel ausgewählt.... hauptsache viele Klicks wird langsam wie auf 20min ider Blick. Das war hier vor ein paar Monaten noch nicht so.

    Nochmal einen grossen Unterschied ob es eine Mahnung ist oder eine Betreibung.
    84 3 Melden
  • Philboe 09.11.2018 11:34
    Highlight Highlight Faktisch gibt es private Firmen die diese Daten speichern. Intrum Justizia oder auch andere Inkassounternehmen. Diese legen nicht transparent dar wann die Daten gelöscht werden. Somit kann sich Fehlverhalten auch Jahre danach noch auswirken. Krankenkasse das gleiche mit der schwarzen Liste. Somit wer brav bezahlt dem geht es gut und wer Schwierigkeiten hat der wird Jahrelang sanktioniert
    26 1 Melden
    • Pisti 09.11.2018 12:46
      Highlight Highlight Intrum Justizia sind sowieso der Knaller! Jeder selbst schuld der diesen Banditen noch etwas zahlt. Inkassogebühren von solchen Firmen müssen nicht durch den Schuldner bezahlt werden.
      Die schicken mir seit bald 5 Jahren alle 3 Monate eine Gebührenrechnung von ca. 100.- man kann es ja versuchen. Das Spitäler, KK usw.. noch mit solchen Firmen zusammenarbeiten zeigt wie krank das Gesundheitssystem ist.
      30 2 Melden
    • @cyclingsimon 09.11.2018 13:01
      Highlight Highlight Wurde mal von x-Jahren einer Krankenkasse betrieben (sie hatten intern meinen Wohnortswechsel nicht in allen Systemen sauber gespeichert). Kurzes Telefon, Betreibung zurückgezogen.

      Dank Intrum Justizia und Konsorte (und dessen Intransparenz) kann ich heute noch bei vielen Onlineshops nicht auf Rechnung einkaufen...
      26 2 Melden
  • dä dingsbums 09.11.2018 11:33
    Highlight Highlight Es kommt darauf an.

    Ein Eintrag im Betreibungsregister ist nicht sehr aussagekräftig, weil ja jeder gegen jeden ohne Gründe eine Betreibung einleiten kann in der Schweiz.

    Ich hatte einen Eintrag im Register (mit Rechtsvorschlag) und wurde eingebürgert und habe auch die Wohnung gewechselt. Kein Problem.

    Aber ja, wenn im Register Betreibungen vom Sozialamt oder Steueramt drin sind, kann man die Einbürgerung vergessen und Betreibungen von Vermieter dürften bei der Wohnungssuche auch nicht gerade hilfreich sein.
    31 1 Melden
    • Paesq 09.11.2018 11:59
      Highlight Highlight Wenn du ein rechtsvorschlag gemacht hast und dich mit dem gläubiger geeinigt hast ohne dass die betreibung weiter geführt wurde, gibts auch keinen (für Aussenstehende sichtbaren) eintrag ins register.
      2 24 Melden
    • dä dingsbums 09.11.2018 12:15
      Highlight Highlight @Paesq: Richtig.

      Früher konnte man selber nur Rechtsvorschlag erheben und wenn es keine Einigung gab, lag es am Kläger weiterzumachen. Der Eintrag blieb so markiert im Register (max. der 5 Jahre).

      Mittlerweile hat der Betriebene die Option auf ein Festellungsklage.

      Bin aber kein Jurist, kann sein dass es im Detail etwas anders ist als ich es in Erinnerung habe.
      10 0 Melden
    • ScottSterling 09.11.2018 12:22
      Highlight Highlight @Paesq: Doch. Der Eintrag ist drin, sobald die Betreibung eingeleitet wurde. Erst wenn der Gläubiger die Betreibung offiziell zurückzieht, verschwindet der Eintrag.
      24 0 Melden
  • RichPurnell 09.11.2018 11:12
    Highlight Highlight Ich frage mich ja immer, woher diese Bonitätsauskünfte eigentlich all diese Informationen haben?
    Datenschutz anyone?
    40 1 Melden
    • dickmo 09.11.2018 11:26
      Highlight Highlight Wer beim Betreibungsamt nachweisen kann, dass ein potentieller Vertragspartner mit ihm einen Vertrag eingehen will, der kriegt den Betreibungsregister-Auszug. Wie hoch die Hürde für den Nachweis ist, hängt ein wenig vom Betreibungsamt ab.
      33 0 Melden
    • Hierundjetzt 09.11.2018 12:02
      Highlight Highlight Rich: Die hast Du Dir bei den AGB wegbedungen. Sprich, die Daten können frei ausgetauscht werden.

      Zahlungsausfälle müssen zudem ZWINGEND dem ZEK (Zentralstelle für Kreditinformation) gemeldet werden. Jeder Shop bezieht danach die Daten von dort....
      21 1 Melden
    • Angelsshare 09.11.2018 13:20
      Highlight Highlight @Hierundjetzt:

      Nicht jeder Shop, nur diejenigen die kreditkartenähnliche Kundenkarten anbieten. Ein normaler Shop mit 'Kauf auf Rechnung' kann nicht auf ZEK und IKO zugreifen.
      8 0 Melden
  • Don Alejandro 09.11.2018 11:06
    Highlight Highlight Ein Verlustschein bedeutet, dass alle anderen betreibungsrechtlichen Vorgänge nicht gefruchtet haben und stellt somit ein relevantes Bonitätsdatum dar. Eine Mahnumg hingegen ist, z..B. durch Ferienabwesenheit sicherlich nicht relevant für die Einschätzung der Bonität. Da ist ein grosser Unterschied.
    48 1 Melden
  • Jockerman 09.11.2018 10:53
    Highlight Highlight Das ist komisch da wird ein rummel um Datenschutz gemacht , aber anscheinend kann jeder doch meine Daten einsehen.
    30 7 Melden
    • Don Alejandro 09.11.2018 11:39
      Highlight Highlight Die Wirtschaftsauskunfteien sind stark reguliert. Nur ein Vertragskunde mit Interessennachweis kann solche Daten einsehen. Kurzum; deine Daten sind dort sehr gut geschützt. Da würde ich mir mehr Sorgen machen bei Google & Co.
      10 13 Melden
  • MaskedGaijin 09.11.2018 10:40
    Highlight Highlight Ich war in jungen Jahren so dumm die Steuern nicht zu bezahlen. Merke ich leider noch 20 Jahre später. Etwas auf Rechnung bestellen usw. ist unmöglich. Also bezahlt immer brav eure Rechnungen und Steuern.
    37 13 Melden
    • Don Sinner 09.11.2018 13:22
      Highlight Highlight Unglauwürdiger Kommentar.
      16 14 Melden
  • RASL 09.11.2018 10:36
    Highlight Highlight Wohin melden Firmen denn eine verschickte Mahnung und wer kann dann diese Info wo abrufen? Oder geht es lediglich um Betreibungen und Verlustscheine? Ich kenne das ZEK, aber dort wird nur gespeichert, wer einen Kredit, ein Leasing oder eine Kreditkarte (je nach Anbieter) hat. Ein Mobilfunkanbieter oder eine Krankenkasse kann jedoch keine Meldung ans ZEK liefern, wenn sie einen Kunden mahnen mussten.
    21 0 Melden
  • Mitsch 09.11.2018 10:11
    Highlight Highlight Das ist zum Glück eine der Fehleinschätzungen, bei denen man relativ rasch lernt dass man falsch liegt... und das meist so schmerzhaft dass man es sich auch für‘s nächste Mal merken wird.
    84 5 Melden
  • Elendil91 09.11.2018 10:05
    Highlight Highlight Also eine Mahnug macht sicherlich wenig aus, ist ja quasi eine Erinnerung.
    Aber Betreibungen oder gar Verlustscheine, da bin ich etwas überrascht, dass gar 30% glauben dies sei eine Bagatelle.
    265 4 Melden
    • Bruno Meier (1) 09.11.2018 18:39
      Highlight Highlight Ein Kontoauszug ist eine Erinnerung. Eine Mahnung ist im wahrsten Sinne eine Mahnung und zumindest aus meiner Sicht "eine eindeutige Aufforderung den geschuldeten Betrag nun endlich zu bezahlen". Leider müssen immer häufiger Mahnungen versandt werden, da gewisse Personen eine Rechnung zuerst einmal ignorieren. So wird das bequeme System der Rechnung, das wir noch in der Schweiz haben, immer mehr in Frage gestellt.
      1 1 Melden
  • Paesq 09.11.2018 09:50
    Highlight Highlight Da fragt man sich doch, wer befragt wurde. 30% denken Betreibungen sind egal? Wohl noch nie ne Wohnung gesucht?!

    Zudem find ich den Titel etwas reisserisch.. eine Mahnung ist wohl nicht mit einem Zahlungsbefehl oder sogar einem Verlustschein zu vergleichen.
    435 3 Melden
    • FloW96 09.11.2018 10:58
      Highlight Highlight Richtig, z.B. Kreditkartenbetreiber kümmert die Mahnung kaum - gibt ja lukrative Verzugszinsen. Das Betreibungsregister hingegen wird genau betrachtet
      26 1 Melden
    • Don Sinner 09.11.2018 13:24
      Highlight Highlight Wobei bei der Wohnungssuche Betreibungen - momentan - kein so wichtiger Faktor mehr sind.
      1 3 Melden

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