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Wo du in der Schweiz am meisten verdienst – und in welcher Branche

Die Löhne in der Schweiz variieren je nach Wirtschaftszweig und Region nach wie vor deutlich: Ein Blick in die Lohnabrechnungen von Schweizer Arbeitnehmenden.
29.03.2022, 11:1730.03.2022, 15:54
Lea Senn
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Lohnklassen in der Schweiz

Im Jahr 2020 belief sich der Medianlohn einer Vollzeitstelle in der Schweiz auf 6665 Franken brutto pro Monat. Der Medianlohn besagt, dass die Hälfte aller Arbeitnehmenden weniger, die andere Hälfte mehr verdient.

Teilt man alle Arbeitnehmenden in Lohnklassen von jeweils 1000 Franken ein, zeigt sich die folgende Verteilung. Das Bundesamt für Statistik berücksichtigt hier den Nettolohn nach allen Sozialabzügen. Die grösste Gruppe (rund 17 Prozent der Beschäftigten) fällt in die Nettolohnklasse 4001 bis 5000 Franken pro Monat.

Die Monatslöhne in allen Grafiken und Angaben beinhalten jeweils auch Anteile von einem allfälligen 13. Monatslohn, Bonus und Entschädigungen für Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeit.

Unterschiede nach Branche

In der Schweiz waren 2020 je nach Wirtschaftszweig grosse Lohnunterschiede zu beobachten. Deutlich über dem Medianlohn lagen die Löhne in Branchen mit hoher Wertschöpfung wie die Informationstechnologie (9206 Franken), die Pharmaindustrie (10'040 Franken) oder die Banken (10'211 Franken).

In der Mitte der Skala befanden sich Branchen wie der Landverkehr (ohne Schiff- und Luftfahrt, 6310 Franken), die Gesundheit (6821 Franken), die Maschinenindustrie (7141 Franken) und der Grosshandel (7145 Franken). Zuunterst in der Lohnpyramide waren der Detailhandel (4997 Franken), das Gastgewerbe (4479 Franken), die Beherbergung (4488 Franken) und die persönlichen Dienstleistungen (4211 Franken) angesiedelt.

Unterschiede nach Ausbildung und Geschlecht

Entscheidend ist neben der Branche auch die Ausbildung und das Geschlecht der Beschäftigten. So kommen Frauen mit universitärem Hochschulabschluss auf einen Medianlohn von 9071 Franken, Männer auf 11'002 Franken monatlich.

Die tiefsten Löhne werden Arbeitnehmenden ohne abgeschlossene Berufsausbildung ausbezahlt: Frauen erhalten 4552 Franken, Männer 5338 Franken.

Am ausgeglichensten sind die Löhne zwischen den Geschlechtern übrigens bei Personen mit dem Lehrerpatent. Das Bundesamt für Statistik dokumentiert jedoch generell eine allmähliche Schliessung der Lohnlücke zwischen Mann und Frau. 2020 belief sich das Lohngefälle auf 10,8%, gegenüber 11,5% im Jahr 2018 und 12,0% im Jahr 2016.

Erklärt werden die geschlechterspezifischen Lohnunterschiede unter anderem durch die unterschiedlichen Tätigkeiten und insbesondere durch das Verantwortungsniveau am Arbeitsplatz oder Wirtschaftszweig. Je höher die Hierarchiestufe der Stelle, desto grösser fällt der geschlechterspezifische Lohnunterschied aus. So verdienten beispielsweise Frauen in Stellen mit hohem Verantwortungsniveau 9249 Franken brutto pro Monat, während Männer auf derselben Stufe 11'116 Franken erhielten, was einer Differenz von 16,8% entspricht (2018: 18,6%).

Unterschiede nach Region

Bei den Löhnen nach Region bleibt Zürich an der Spitze. Insbesondere die Löhne für die oberen Kader sind in Zürich (11 475 Franken) und in der Genferseeregion (11 200 Franken) regelmässig am höchsten. Das Tessin liegt mit 8537 Franken für Stellen im oberen Kader und 5137 Franken für Stellen ohne Führungsfunktion unabhängig von der Hierarchiestufe am unteren Ende der Lohnskala.

Diese regionalen Lohnunterschiede lassen sich laut Bundesamt für Statistik durch die räumliche Konzentration von Wirtschaftszweigen mit hoher Wertschöpfung und durch strukturelle Besonderheiten der regionalen Arbeitsmärkte erklären.

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81 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bama
29.03.2022 12:08registriert Februar 2014
Der Unterschied nach Alter wäre noch interessant
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AFK
29.03.2022 12:29registriert Juni 2020
Weiss jemand wie das berechnet wird? Ist zum Bsp. der 13te einberechnete? (Also Jahreslohn /12). Die Berechnungsgrundlage ist nicht mal auf der BFS Seite, was ich schon sehr mies finde.
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Dini84
29.03.2022 14:05registriert April 2021
Warum wird in der ersten Analyse von Nettolohn und anschliessend von Bruttolohn gesprochen? Das macht doch keinen Sinn und erschwert das Verständnis. Zudem sind Monatslöhne nicht aussagekräftig da 13. und variable Bestandteile nicht klar ersichtlich sind. In der Regel wird mit Jahreslohn verglichen.
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