DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild: KEYSTONE

Die Schweizerische Nationalbank verbucht einen Quartalsverlust von 6,68 Milliarden Franken

31.07.2017, 07:3431.07.2017, 09:08

Die Schweizerische Nationalbank schreibt im zweiten Quartal einen Verlust von 6,7 Milliarden Franken. Hauptgrund sind Einbussen auf den Dollarbeständen. Wegen des hohen Gewinns im ersten Quartal resultiert zum Halbjahr dennoch ein Plus von 1,2 Milliarden Franken.

Die wechselkursbedingten Verluste beliefen sich von Januar bis Juni auf insgesamt 11,8 Milliarden Franken. Die Gewinne auf dem Euro konnten die Verluste auf den anderen Anlagewährungen, insbesondere auf dem US-Dollar, nicht kompensieren, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Montag mitteilte.

So klingt die neue 20-Franken-Note

Video: watson/can & loro

Die US-Währung wertete gegenüber dem Franken von Anfang Januar bis Ende Juni um 6,4 Prozent ab. In der gleichen Zeitspanne legte der Euro um 2,3 Prozent zu.

Auf die europäische Währung entfallen gut 40 Prozent der Devisenreserven der SNB. Der Dollar macht rund einen Drittel aus. Kleinere Positionen hält die Notenbank auch im britischen Pfund, dem japanischen Yen und dem kanadischen Dollar.

Aktienkursgewinne helfen

Dank Zins- und Dividendenerträgen sowie Bewertungsgewinnen auf Aktien weist die Nationalbank auf den Fremdwährungspositionen trotz hoher Wechselkursverlusten einen kleinen Gewinn von 0,1 Milliarden Franken aus. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 0,3 Milliarden Franken. Der Gewinn auf den Frankenpositionen belief sich auf 0,9 Milliarden Franken, was insbesondere auf die erhobenen Negativzinsen zurückzuführen ist.

Um den Franken nicht zu stark werden zu lassen, hat die Nationalbank neben der Einführung der Negativzinsen vor allem ihre Euro- und Dollarbestände in den vergangenen Jahren stark erhöht und damit Anleihen und Aktien gekauft. Per Ende Juni betrugen die Devisenanlagen knapp 700 Milliarden Franken.

Den Grossteil ihrer Anlagen hält die SNB in Anleihen. Aktien machen rund einen Fünftel aus. Dazu hält die Nationalbank Gold im Wert von 40 Milliarden Franken.

Starke Schwankungen

Die aufgeblähte Bilanz hat dazu geführt, dass die Ergebnisse, je nach Kursentwicklung der Fremdwährungen und Wertschriften, starken Schwankungen unterworfen sind. So schrieb die SNB im ersten Quartal dieses Jahres einen satten Gewinn von fast 8 Milliarden Franken.

Zuvor hatte die Nationalbank bereits das Jahr 2016 mit einem Gewinn von fast 25 Milliarden Franken abgeschlossen. Dies ermöglichte ihr neben der ordentlichen Gewinnausschüttung für Bund und Kantone von einer Milliarde Franken eine Zusatzausschüttung von 700 Millionen Franken.

Ganz anders die Situation im Jahr des Frankenschocks 2015. Damals stand per Ende Jahr ein Verlust von 23 Milliarden Franken zu Buche. Wegen der Ausschüttungsreserve konnte die SNB die ordentliche Zahlung an Bund und Kantone dennoch leisten. Die Zuweisung für das laufende Geschäftsjahr wird Ende Jahr festgelegt. (nfr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Aargauer nur halb so gebildet wie die Zürcher? Was wirklich hinter der UBS-Studie steckt

Ein Indikator der Grossbank scheint nonchalant zu behaupten, dass ein tiefer Bildungsgraben durch die Schweiz verläuft. Doch bei näherem Hinsehen ist das nur die halbe Wahrheit.

Halb so gebildet wie die wenig geliebten Zürcher – oder noch deutlich weniger als das. So ist das etwa in Luzern, St.Gallen oder im Aargau. Das jedenfalls entnimmt man auf den ersten Blick dem Kantonsranking der Grossbank UBS.

Insgesamt 19 Kantone sind es, in denen der durchschnittliche «Ausbildungsstand der Bevölkerung» nicht einmal halb so hoch sei wie in Zürich. Zug und Basel-Stadt sind etwas besser als Zürich, wenn auch nicht viel. Ansonsten gilt angeblich landauf und landab, populär …

Artikel lesen
Link zum Artikel