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A fisherman walks on the shores of the Arabian Sea, littered with plastic bags and other garbage, in Mumbai, India, Sunday, Oct. 2, 2016. India is scheduled to deposit the ratification instruments of the Paris Agreement on Climate Change with the United Nations on Sunday, the anniversary of Mahatma Gandhi's birth, who believed in a minimum carbon footprint. India accounts for about 4.5 percent of emissions. (AP Photo/Rafiq Maqbool)

Die ETH Zürich hat zusammen mit der Eawag den Abbau eines alternativen Kunststoffes nachgewiesen. (Symbolbild)  Bild: AP/AP

Durchbruch im Kampf gegen Plastikverschmutzung: So will die ETH das Problem lösen



In der Diskussion um die weltweite Plastikverschmutzung haben Forscher der ETH Zürich einen Lösungsansatz gefunden: Statt herkömmliche Gartenbaufolien könnten Bauern im Ackerbau Folien aus dem Kunststoff PBAT verwenden. Dieser wird im Boden biologisch abgebaut.

Plastik verschmutzt nicht nur die Weltmeere, sondern auch landwirtschaftlich genutzte Böden. Bauern decken Böden mit Mulch-Folien aus Polyethylen (PE) ab. Das ist ein Standard-Kunststoff, der auch für viele Verpackungen verwendet wird. Die Folien dienen dazu, entweder Unkräuter einzudämmen, die Temperaturen zu erhöhen oder den Boden feucht zu halten.

Nach der Ernte können die Bauern die Folien aber oftmals nicht restlos einsammeln, da die Folien zum Teil sehr dünn sind. Somit bleiben Reste im Boden, was die Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigt, den Wasserhaushalt im Boden stört und das Wachstum der Pflanzen einschränkt.

Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer

Nicht nur für Kompost

Forscher der ETH Zürich und dem Wasserforschungsinstitut Eawag haben nun in einer Studie aufgezeigt, dass es für das Problem eine Lösung geben könnte. Die Forscher konnten nachweisen, dass Bodenmikroben alternative Folien aus dem Kunststoff PBAT abbauen können. PBAT gilt bisher im Kompost als biologisch abbaubar. Die Forscher haben den Bioabbau nun auch in Böden untersucht.

Diese Erkenntnis ist zwar noch kein Heilsbringer für die weltweite Plastikverschmutzung, zumal sich das Ergebnis nicht auf andere Umweltsysteme wie Gewässer übertragen lässt. Aber ein erster wichtiger Schritt Richtung Abbaubarkeit von Plastik in Böden ist gemäss Mitteilung der ETH vom Mittwoch getan. Die Forscher erwarten, dass die Studie in der Industrie Beachtung findet. Der deutsche Chemiekonzern BASF hat die Studie unterstützt.

Eine einfache Alternative zu den problematischen, dünnen Folien gibt es übrigens bereits heute: Die Mulch-Folien müssen einfach etwas dicker sein. Dieses Material lässt sich dann nach Gebrauch einsammeln, wiederverwenden oder in der Kehrrichtverbrennung entworfen. (sda)

China ist nicht mehr die weltweite Müllkippe

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • droelfmalbumst 26.07.2018 15:02
    Highlight Highlight Heute im TV gesehen dass in Chile irgendwelche Forscher ein "Plastik" erfunden haben, was sich im Wasser umgehend auflöst und sogar trinkbar ist...

    Nur blöd wenn man einkaufen geht und der Sack nass wird...dann ist der Sack plötzlich weg *g*
  • ARoq 26.07.2018 10:55
    Highlight Highlight Bei uns in den Bergen wird oft mit Motorsensen gearbeitet, diese schneiden mit Nylonfäden, welche sich abnutzen und in der Landschaft liegen bleiben.

    Es gibt allerdings auch biologisch abbaubare Mähfäden, aber irgendwie scheint sich niemand dafür begeistern zu wollen, zumindest in meiner Umgebung.

    Ich selber verbrauche ungefähr 60m davon pro Jahr für mein Grundstück. Wären es Nylonfäden, würden diese während vieler Jahre das Grundwasser mit Mikroplastik versorgen.
    • Astrogator 26.07.2018 22:08
      Highlight Highlight @ARoq: Mit welchen hast du gute Erfahrungen und wo kriegt man die?
    • CaptainLonestarr 28.07.2018 08:24
      Highlight Highlight Weil die Biofäden im Vergleich nichts taugen. Da muss noch viel Forschung rein.
    • ARoq 28.07.2018 10:11
      Highlight Highlight Ich verwende die Biotrim von Oregon, habe sie bei Hornbach gekauft. Ich weiss nicht, ob es noch andere Hersteller gibt.
      Sie nutzen sich gefühlt etwas schneller ab als die Nylonfäden, bin aber trotzdem zufrieden damit.
  • fischbrot 26.07.2018 07:44
    Highlight Highlight Ich möchte hier jetzt nicht 'rumstänkern, aber inwieweit ist das ein "Durchbruch"? Die Entwicklung solcher Lösungen ist löblich, aber realistisch betrachtet nur ein Tröpfchen auf den heissen Stein..
    • Merida 27.07.2018 08:46
      Highlight Highlight Viele Tröpfchen machen irgendwann auch eine „Glungge“ oder gar einen See... 😉
  • Cevianer 26.07.2018 07:05
    Highlight Highlight Toll gibt es eine Erfolgsmeldung!
    Auf mich wirkt jedoch der Titel: "Durchbruch..." etwas übertrieben. Nicht zuletzt, weil es ja bereits vorher einen Lösungsvorschlag gegeben hat. (Wie ganz unten im Artikel beschrieben). Ich verstehe unter einem Durchbruch eher, wenn sich z.B. die ökologische Lösung durchgsesetzt hat. Alleine das existieren eines Lösungsweg hilft m.M.n. noch nichts.
  • lilie 26.07.2018 05:58
    Highlight Highlight Was nun noch wichtig wäre: Welche Stoffwechselprodukte fallen denn beim Abbau von PBAT an? Wenn der Boden danach übersäuert oder sonstwie einseitig belastet ist, ist auch niemandem geholfen.

    Grundsätzlich aber sind diese Mulchfolien sowieso problematisch. Die darunter entstehende Hitze tötet einen Grossteil der Bodenmikroben ab, die gesunde Muttererde ausmachen.

    Besser wäre Pflanzenmulch oder - noch viel besser - bodendeckende Mischkulturen. Leider ist beides arbeitsintensiver als die umweltschschädlichen Plastikfolien.
    • trudi 26.07.2018 08:08
      Highlight Highlight gibt auch viele Bauern die Folien aus Maisstärke verwenden, die können dann problemlos untergegraben werden !
    • Astrogator 26.07.2018 22:10
      Highlight Highlight @lilie: Gründüngung, über den Winter abfrieren lassen und der Acker ist gemulcht:
      https://bit.ly/2Om82l9

      Funktioniert auch im Hobbygarten, wobei ich zusamnen mit Kompost untergrabe und mit Rasenschnitt mulche.
  • BRO 26.07.2018 04:34
    Highlight Highlight Ich war so eben im "Pão de Açúcar"einkaufen hier in Brasilien. Ich wollte eine solide Tasche, jedoch nicht verfügbar. Alles wird in dünne Plastiksäcke verpackt.
    • Miikee 26.07.2018 07:10
      Highlight Highlight Danke für die Info.
    • Paddiesli 26.07.2018 11:26
      Highlight Highlight Mein Tip: Ich hab halt immer eine dabei. Ob im In- oder Ausland.
  • eysd 26.07.2018 01:01
    Highlight Highlight Und was ist mit dem Ansatz zur bisherig angesammelten Problem?! http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/forscherin-entdeckt-zufaellig-plastik-fressende-raupe-a-1144619.html
    • Bodicore 26.07.2018 04:58
      Highlight Highlight Hat man wohl aufgegeben da es keinen Sinn macht grosse Plastikteile in Bestandteile (Kot) zu zerlegen der Plastik soll ja weg und nicht einfach unsichtbar werden.
    • Sarkasmusdetektor 26.07.2018 08:12
      Highlight Highlight Dazu kam mal eine Meldung, dass die Raupe das Plastik eben doch nicht wirklich verdaut. Damit hat sich das dann erledigt.
    • Paddiesli 26.07.2018 11:27
      Highlight Highlight Es hat sich als Fehler herausgestellt. Die Raupen hatten nichts abgebaut.
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