Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Versoffen, verspekuliert, verhaftet – das Pech der Schweizer Lotto-Millionäre

Ein Zürcher gewinnt 157 Millionen Franken bei Euromillions und stellt damit einen neuen Lotto-Rekord auf. Doch der plötzliche Reichtum hat längst nicht alle glücklich gemacht. 5 Beispiele.

Nicola Imfeld / Nordwestschweiz



Lottokugeln fallen fuer die Ziehung der Lottozahlen des Schweizer Zahlenlottos swisslotto am 20. Maerz 2007 im Studio des Schweizer Fernsehens SF in Zuerich von einer Roehre in die Lottomaschine. Swisslotto wird nebst anderen Lotteriespielen in der Schweiz von der Genossenschaft swisslos durchgefuehrt. Der Reingewinn fliesst in gemeinnuetzige Projekte. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Nicht selten klebt an den Glückskugeln auch eine Portion Pech. Bild: KEYSTONE

Hast du dir schon einmal überlegt, was du alles machen würdest, wenn du plötzlich Lotto-Millionär wärst? Eine Weltreise gönnen? Einen Ferrari kaufen? Ein Haus bauen? Oder doch eher das Geld in Wertschriften anlegen? 

Ein Zürcher hat bei Euromillions 157 Millionen Franken gewonnen – und könnte sich damit so ziemlich alles leisten.

Doch dass ein Lotto-Gewinn nicht immer glücklich macht, zeigen folgende Beispiele:

Der erste Lotto-Millionär

Es gibt nur ganz wenige Geschichten über Schweizer Glückspilze, die an die Öffentlichkeit gelangten. Der berühmteste Schweizer Lotto-Millionär war auch gleich der Erste: Werner Bruni gewann 1979 1.7 Millionen Franken. 

Der Berner Oberländer Installateur verspekulierte sich in der Folge mit einem Mehrfamilienhaus und war sieben Jahre später pleite. 2010 veröffentlichte Bruni das Buch «Lottokönig: Einmal Millionär und zurück». 2014 verstarb der erste Schweizer Lotto-Millionär – mehrheitlich verarmt.

Job gekündigt und untergegangen

Der Schwyzer Telefon-Monteur Dieter Heiniger war bei seinem Lottogewinn 39 Jahre alt. Er gewann 1.8 Millionen Franken, kündigte seinen Job und versuchte sich als Geschäftsmann. Heiniger kaufte einen unrentablen Nachtklub und versuchte sich als Bootsverleiher in Israel. Anstatt viel Geld zu verdienen, lief sein Boot auf ein Riff und ging unter. 

Im «Guinnessbuch der Rekorde»

Ein Tüftler aus der Ostschweiz wollte seinen Gewinn reinvestieren und steckte das ganze Geld in ein Kinderspiel-System aus Plastik-Klötzli. Mit einer 21 Meter langen Eisenbahn-Hängebrücke schaffte er es ins «Guinnessbuch der Rekorde». Später kam er mit den Steuerbehörden in den Clinch, was letztlich eine Gefängnisstrafe zur Folge hatte, wie die NZZ 2006 berichtete.

Abgestürzt

Auch dem Aargauer Leo Lüthi (†49) brachte das Geld kein Glück. Der Fabrikangestellte hatte 1986 im Deutschen Lotto 3.2 Millionen Mark abgeräumt. Statt das Geld sicher anzulegen, verfiel Lüthi dem Alkohol. 1995 starb er an einem Herzversagen. Sein restliches Vermögen (fast 900'000 Franken) vermachte Lüthi gemäss dem «Blick» dem Behindertenheim im aargauischen Bremgarten.

Zurückgezogen und bescheiden

Unter all diesen traurigen Geschichten gibt es aber auch ein positives Beispiel, welches öffentlich wurde. Im Jahr 1990 gewann der Solothurner Jakob S. 5.5 Millionen Franken und posierte im «Blick». Zu Beginn genoss der Maler den Medienrummel. 

Doch dann wurde dem damals 46-jährigen Junggesellen, der noch bei seiner Mutter wohnte, alles zu viel. Er zog sich zurück und kündigte seinen Job. Ansonsten lebte Jakob S. ganz normal weiter. Nur ein Haus und ein teures Rennvelo leistete er sich bis zu seiner Pensionierung. 

Info

Dieser Artikel erschien erstmals im November 2016 anlässlich des damaligen Rekord-Jackpots von fast 50 Millionen Franken im Schweizer Zahlenlotto. (meg)

 

Auf diese Liste reichts dem Zürcher mit seinem Gewinn noch nicht ...

Die Reichsten in der Schweiz

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Empörung nach Landung am Mont-Blanc

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Khashoggi-Mord: Hinweise belasten Saudi-Kronprinz

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

 

Abonniere unseren Newsletter

32
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 21.12.2017 06:56
    Highlight Highlight Da kämpfen wir politisch für eine gerechtere Einkommensverteilung. Dann bejubeln wir die Lotto-Könige. Wir sollten die meist ärmliche Bevölkerung, welche Lotto spielt, aufklären, wie gering die Chancen für einen solchen Gewinn sind. Diese täte besser daran, in Aktien zu investieren. Dort sind die Chancen für einen Gewinn weit höher.
  • sheimers 20.12.2017 14:46
    Highlight Highlight Lotto ist Umverteilung von vielen Armen zu wenigen nachher Reichen, und das auch noch mit negativem Erwartungswert, also im Durchschnitt zahlen alle Teilnehmer mehr ein, als die Gewinner bekommen. Eigentlich ist es total bescheuert da mitzumachen.
  • Gender Bender 20.12.2017 14:35
    Highlight Highlight Lieber im Jacuzzi unglücklich als auf der Strasse!
  • The Real Deadpool 20.12.2017 13:01
    Highlight Highlight Angeblich ist es rein statistisch wahrscheindlicher, dass man Astronaut wird, denn im Lotto zu gewinnen.
    • Flötist 20.12.2017 13:31
      Highlight Highlight Statistisch ist es auch wahrscheinlicher im Lotto zu gewinnen, als dass du bei deiner Zeugung die erste Samenzelle warst...
    • Okabe Rintarou 20.12.2017 16:56
      Highlight Highlight @flötist:

      Made my day XDDDD
  • Kunibert der fiese 20.12.2017 12:15
    Highlight Highlight Ok, zu werner bruni muss gesagt werden:

    Er verspekulierte sich nur indirekt, vielmehr war es sein damaliger arbeitgeber hauenstein (auch heute noch eine grosse nummer in thun) der ihm zu diesen immobilien geschäften "geraten" hat. Bruni wurde über den tisch gezogen.
  • ARoq 20.12.2017 10:05
    Highlight Highlight Lotto, eine Steuer für Menschen die nicht rechnen können.
  • winglet55 27.11.2016 13:54
    Highlight Highlight Ich möchte eigentlich nur anmerken, dass der erste lottogewinner von seinem Chef über den Tisch gezogen wurde; hätte der Bruni sein Einfamilienhaus gekauft und Ende Box, wie er das eigentlich wollte, wäre der nie Pleite gegangen.
    • Kunibert der fiese 20.12.2017 12:16
      Highlight Highlight Genau. Währenddessen hauenstein heute noch im geld schwimmt.
  • E. Regiert 26.11.2016 16:59
    Highlight Highlight Geld allein macht nicht glücklich.
    Aber es hilft dabei.
  • rodolofo 26.11.2016 15:44
    Highlight Highlight Das kritisiere ich am Lotto:
    Du kannst nicht beeinflussen, wer den Hauptgewinn abräumt!
    Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird es einer sein, den Du aus Deinem Arbeits-Alltag kennst, nämlich einer von denen, die sich laut plagörend mit folgendem Spruch ins Wochenende verabschieden: "Am Määntig chumi dänn nöd cho schaffe!"
    Und dann kommen sie doch wieder zur Arbeit, wie jedes Mal...
    Doch irgendwann nach vielen Wochenenden, die vergangen sind, wie Wasser den Rhein hinunter fliesst, fehlt doch einer!
    Und gleichzeitig fehlt er überhaupt nicht.
    Er war ein Arsch, und jetzt ist er ein Super-Arsch.
    • Hölzig 27.11.2016 11:08
      Highlight Highlight Hä?
    • Asmodeus 20.12.2017 10:00
      Highlight Highlight Rodolfo versucht sich selbst zum Lottogewinner zu schreiben :)
    • chnobli1896 20.12.2017 10:07
      Highlight Highlight Würde ich vielleicht genauso sehen, wenn ich verstehen würde was du uns sagen willst ;-)
  • G. Schmidt 26.11.2016 14:34
    Highlight Highlight Das Geld würd ich dennoch nehmen....
  • jones 26.11.2016 10:50
    Highlight Highlight ich glaub, das risiko gehe ich ein. hat mir jemand die heutigen zahlen?
    • Der Tom 26.11.2016 11:19
      Highlight Highlight 1, 2, 3, 5, 8, 13 sehr wahrscheinlich
    • N. Y. P. D. 26.11.2016 12:04
      Highlight Highlight 2 7 14 33 41 42
      7 Super
    • esmereldat 26.11.2016 13:50
      Highlight Highlight 4, 8, 15, 16, 23, 42
    Weitere Antworten anzeigen
  • robi roesti 26.11.2016 10:34
    Highlight Highlight Bin 85 Jahre alt ! Was noch??
    • zombie woof 26.11.2016 12:30
      Highlight Highlight Ein Rollator aus Titan und mit Diamanten besetzt? Macht den Girls im Altersheim mächtig Eindruck
    • Hier könnte Ihre Werbung stehen 26.11.2016 23:59
      Highlight Highlight Den Rollator tieferlegen kommt auch immer gut an.
      Coole Spinner würden das Ganze abrunden.
    • Nuka Cola 20.12.2017 09:14
      Highlight Highlight Und RGB Lichter anbringen lassen
  • Gigi,Gigi 26.11.2016 10:15
    Highlight Highlight Okay, das sind 4, 5 negative Beispiele von in diesem Zeitraum geschätzten rund 500 Lottomillionären. Offenbar kommen 99 Prozent ganz gut mit dem plötzlichen Reichtum zurecht.
    • Ökonometriker 20.12.2017 10:24
      Highlight Highlight Über die anderen liegen keine Infos vor, da sie nicht an die Öffentlichkeit gegangen sind... wie gut es ihnen geht ist unbekannt.

      Aber es gibt psychologische Untersuchungen die zeigen, dass die meisten Menschen 6 Monate nach einem Lottogewinn wieder gleich glücklich oder unglücklich sind wie vorher. Man kann wohl nicht vor sich selbst davonlaufen.
    • Flötist 20.12.2017 13:33
      Highlight Highlight Ja, das ist so, das Glücksempfinden bleibt über das Leben hin immer gleich. Ausser man tut aktiv was um das Leben positiver zu sehen.

Frauen in der Teppich-Etage – deine Vorstellung vs. Realität

Noch immer sind Frauen in Politik und Chefetagen untervertreten. Das soll sich ändern. Am 14. Juni rufen deshalb unzählige Gruppierungen zum Frauenstreik auf. Bis es so weit ist, bist du dran: Beweise in unserem Quiz, wie gut du die aktuellen Frauenanteile kennst.

Seit 1981 ist die Gleichstellung der Geschlechter in der Bundesverfassung verankert. Seither ist viel passiert – doch noch immer sind Frauen in politischen Ämtern und wirtschaftlichen Gremien untervertreten.

Wir beginnen mit der Politik. Weisst du, wie viele Frauen in den politischen Ämtern unseres Landes sitzen?

Gib mit dem Schieberegler deinen Tipp ab und überprüfe die Antwort. Der Anfang macht der Bundesrat.

Nicht nur in der Politik sind die Mehrheit Männer, sondern auch in der Wirtschaft. …

Artikel lesen
Link zum Artikel