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Panne in Pöschwies: Häftlinge erhalten Einblick in sensible Kesb-Unterlagen

In der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf haben Insassen sensible Akten der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb eingesehen, die sie sortieren sollten. Die Gefängnisleitung gesteht Fehler ein.

Jürg Krebs / Nordwestschweiz



THEMENBILD ZUM VERSUCH RISIKOORIENTIERTER STRAFVOLLZUG --- Ein Gang der neuen forensisch-psychiatrischen Abteilung der Strafanstalt Poeschwies, am Mittwoch, 21. Oktober 2009, in Regensdorf. Die neue Abteilung wurde heute den Medien vorgestellt. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Strafanstalt Pöschwies bei Zürich. Bild: KEYSTONE

In der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH haben Inhaftierte Akten der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb sortiert. Brisant daran: Sie erhielten Einblick in sensible Daten. Das Zürcher Amt für Justizvollzug bestätigt entsprechende Recherchen von Tele M1.

Mediensprecherin Rebecca de Silva räumt schriftlich ein, dass Fehler passiert seien: 

«Die sensiblen Daten waren für eine Bearbeitung durch Insassen ungeeignet. Wäre der Auftragsprozess korrekt abgelaufen, hätte dies auf Seiten des Auftraggebers wie auch des Auftragnehmers bemerkt werden müssen.»

Wie Tele M1 am Donnerstag in seiner Sendung «Aktuell» um 18 Uhr berichtet, kam es in mindestens einem Fall vor, dass ein Häftling sogar Kesb-Unterlagen mit auf seine Zelle nahm. Da dies offenbar nicht unbemerkt blieb, wurde die betroffene Person in eine andere Abteilung verlegt.

Konsequenzen gezogen

Seitens der Gefängnisleitung will man aus dem Vorfall die nötigen Konsequenzen ziehen: «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass ein vergleichbarer Fall nicht mehr vorkommt.» Und weiter erklärt die Gefängnisleitung: «Wir haben den Anlass sofort dazu genutzt, unseren Auftragsprozess zu überprüfen, und werden keine Aufträge dieser Art mehr ausführen.»

7,1 Millionen Umsatz

Dass die Justizvollzugsanstalt Pöschwies den Gefangenen Arbeit anbietet, ist normal. Die Strafanstalt verfügt über 22 Gewerbe- und Versorgungsbetriebe, die mehr als 400 Gefangenen Vollzeitbeschäftigung bieten und ein Umsatzvolumen von 7,1 Millionen Franken erwirtschaften, wie Rebecca de Silva erklärt. (aargauerzeitung.ch)

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