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«Sensationell niedriger Wert»: Zahl der Flugunfälle sinkt drastisch

A flight attendant serves breakfast during the flight to Zurich, pictured on April 12, 2013, in an Airbus A319. The Airbus A319, an aircraft of Swiss International Air Lines, flies from Zurich to Oslo ...
Fliegen ist so sicher wie noch nie.Bild: KEYSTONE

«Sensationell niedriger Wert»: Noch nie gab es so wenige Flugunfälle 

13.07.2017, 07:0213.07.2017, 07:11
Team watson
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Gute Nachrichten aus Hamburg. Das dort ansässige Flugunfallbüro JACDEC vermeldet, dass die Zahl tödlicher Flugunfälle drastisch abnimmt. Es spricht gar von einem «sensationell niedrigen Wert».

Seit Januar starben weltweit 16 Menschen bei einem Flugzeugabsturz. Diese kamen aber alle bei Fracht-, Demonstrations- oder regionalen Bedarfsflügen ums Leben. An Bord eines kommerziellen Linienflugs gab es im ersten Halbjahr gar keine Toten. Dies obwohl die Zahl Passagiere weiter zugenommen hat. 2016 reisten bereits 3,7 Milliarden Menschen pro Jahr mit dem Flugzeug.

«Diese Bestmarke ist umso beeindruckender, da im Durchschnitt der letzten zehn Jahre 286 Menschen in der ersten Jahreshälfte zu Tode gekommen sind», kommentiert JACDEC-Gründer Jan-Arwed Richter die Studienergebnisse gegenüber der Deutschen Presseagentur DPA. Jetzt bereits eine Prognose für das ganze Jahr zu machen, sei aber noch zu früh.

Richter zieht den Vergleich zum Strassenverkehr: «Allein die Toten im Reisebus in Bayern waren mehr als im gesamten Halbjahr des weltweiten Flugverkehrs.» 18 Menschen starben bei diesem Verkehrsunfall anfangs Juli.

Auch Markus Wahl von der Pilotenvereinigung Cockpit betont: «Die Statistik zeigt in der Tat, was wir schon seit Langem wissen: dass das Fliegen sicher ist.»

In ihren Analysen erfasst JACDEC alle Unfälle und schweren Zwischenfälle in der Zivilluftfahrt mit Flugzeugen, die schwerer als 5,7 Tonnen sind und mehr als 19 Sitze haben. Die Studie wurde im Luftfahrtmagazin «Aero International» veröffentlicht.

Gleich geht's weiter mit den Good-News, vorher gönnen wir uns eine kleine Erfrischung:

Gleich 3 gute Neuigkeiten!

Den Feierabend mit Somersby ausklingen zu lassen, bereitet fast so gute Laune wie die Good News von watson ;-) Nun gibt es sogar 3 Geschmacksrichtungen: Somersby Apple Original, Elderflower Lime und Red Rhubarb. Eisgekühlt eignen sie sich perfekt, um mit Freunden auf gute News anzustossen.

>>> Nachwuchs im Dom – bald fliegen die Jungfalken aus

Junge Falken im Aachener Dom
bild: Facebook/ Bistum Aachen

«Flausch fürs Wochenende <3 Unseren drei Jungs geht es blendend. In zirka zehn Tagen werden sie flügge», schreibt das Bistum Aachen stolz auf seiner Facebook-Seite und publiziert Fotos der jungen Turmfalken, die im Juni im Turm des Doms geschlüpft sind.

Das Bistum Aachen informiert in regelmässigen Abständen über die Jungtiere. Vom Eier legen, über das Brüten, bis hin zum ersten Flug. Alle Fortschritte werden auf der Facebook-Seite festgehalten.

Auf der Website der Dombauhütte kann man selber die Küken beobachten. Die zusätzliche Aussenkamera stellt sicher, dass der Vogelliebhaber auch live dabei sein kann, wenn die Jungtiere den Dom verlassen und zum ersten Mal in Aachen in die Lüfte steigen. Bereits 2016 konnte man bei den ersten Flugversuchen eines Falken dabei sein.

2016: Der Wanderfalke im Aachener Dom übt sich im Fliegen

Denn der Dom ist bei Falken als Nistplatz beliebt. Im vergangenen Jahr beispielsweise kamen vier weibliche Wanderfalken zur Welt.

Allgemein scheinen Vögel die Ruhe in den Gotteshäuser zu geniessen. So nistet auch im Freiburger Münster derzeit ein Turmfalke. «In fast jedem geeigneten Kirchturm in Freiburg sind Turmfalken angesiedelt. Und das sind viele, denn prinzipiell ist der Turmfalke relativ anspruchslos», sagt Matthias Schmidt, Experte für Gebäudebrüter beim Naturschutzbund Freiburg gegenüber der Badischen Zeitung. Die Turmfalken haben übrigens einen Vorteil: Sie schrecken Tauben ab.

Ein spezieller Fall ereignete sich im Frühjahr im Bistum Hildesheim. Hier schlüpften über dem Kreuzgang des Domes Uhus.

>>> Diese Superbanane kann Leben retten

Bild
bild: PAUL ET AL, PLANT BIOTECHNOLOGY JOURNAL/WILEY

Jährlich sterben 750'000 Kinder an Vitamin-A-Mangel. Während in vielen Weltgegenden in den letzten Jahren Verbesserungen erzielt worden sind, ist das Vitamin-A-Problem in Ostafrika noch immer virulent. Alleine in Uganda ist die Rate von Kindern, die an Vitamin-A-Mangel leiden, von 2006 bis 2011 um 18 Prozent gestiegen.

Wissenschaftler könnten nun aber ein Mittel gegen die Unterversorgung mit Vitamin A gefunden haben: Die Superbanane.

Mittels genetischer Anreicherung gelang es Forschern in Australien, eine Banane mit hohem Provitamin-A-Gehalt herzustellen. Dafür wurde eine in Papua-Neuguinea heimische Banane mit einer herkömmlichen Cavendish-Banane gekreuzt, wie es sie in jedem Lebensmittelgeschäft zu kaufen gibt.

Vitamin A hat mehrere vitale Funktionen und ist beim Menschen unter anderem verantwortlich für das Wachstum, die Sicht oder das Immunsystem. Provitamin A, eine Vorstufe, wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt.

Ein Meilenstein

10 Jahre lang forschten die Wissenschafter an der Queensland University of Technology in Australien an der Superbanane, unterstützt von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die 7.6 Millionen Dollar in das Projekt eingeschossen haben.

Typisch für die Superbanane ist das goldig-orange Fleisch, im Gegensatz zum hellen, cremefarbenen Fruchtfleisch der klassischen Banane. 

Professor und Forschungsleiter James Dale sagte gegenüber «Newsweek», dass die Entwicklung der Superbanane ein «Meilenstein in der Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten in einigen der ärmsten Gegenden Afrikas» bedeuten könnte.

In Uganda ist die Kochbanane eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Sie enthält viel Stärke, jedoch nur einen spärlichen Anteil an Vitamin A. Spätestens 2021 sollte die Superbanane dann in Uganda angepflanzt werden – und so Tausende Kinderleben retten.

>>> Bauernhoftiere könnten Schlüssel für Asthma-Prävention sein

ARCHIVBILD ZUR ABLEHNUNG DER HORNKUH-INITIATIVE DURCH DIE WAK, AM DIENSTAG, 27. JUNI 2017 - Die Braunvieh Kuh Seraina, links, mit Hoernern des Bio-Bauers Kari Haerri, aufgenommen in Oberwil-Lieli, Kan ...
Kühe und Co. leisten einen Beitrag zur Asthmaprävention.Bild: KEYSTONE

Kinder vom Lande haben weniger Asthma und leiden seltener an Allergien. Der Grund dafür ist nicht nur wie bisher angenommen auf Mikroben aus der Umgebung zurückzuführen, sondern auch auf ein Molekül der Bauernhoftiere.

Kühe, Schafe und Ziegen sind also ebenfalls für diese Resistenz verantwortlich. Das haben Forscher der Universität Zürich, des Kinderspital St. Gallen und des Allergy Research and Education (CK-Care) in Davos herausgefunden.

«Der frühkindliche Kontakt zu Tieren und auch der Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln scheint die Entzündungsreaktionen des Immunsystems zu regulieren», so Immunologe Remo Frei von CK-Care in einer Medienmitteilung.

Der rege Kontakt mit den Tieren hätte laut Frei also zur Folge, dass die Kinder Antikörper produzierten, die vorbeugend wirken. Dafür verantwortlich sei die Sialinsäure Neu5Gc. Diese werde aufgrund einer genetischen Mutation beim Menschen nicht mehr produziert.

Zu hygienische Umgebung

Diese Erkenntnis soll nun der Allergieforschung helfen: «Unsere Forschungsresultate eröffnen Möglichkeiten, wie der schützende Effekt des Bauernhofs auf alle Kinder übertragen werden könnte», so Frei.

Allergien und Asthma haben in den letzten Jahrzehnten in industrialisierten Ländern rasant zugenommen. Bis zu 30 Prozent der Kinder seien betroffen. Den Grund dafür sehen viele Forscher darin, dass die Umgebung, in der die Kinder aufwachsen, zu hygienisch sei.

>>> Drei Monate nach der Bein-Amputation: Billy Monger sitzt wieder im Rennboliden

Billy Monger musste nach seinem Rennunfall beide Unterschenkel amputieren. Dies hindert ihn aber nicht an der Rückkehr auf die Rennstrecke.
Billy Monger musste nach seinem Rennunfall beide Unterschenkel amputieren. Dies hindert ihn aber nicht an der Rückkehr auf die Rennstrecke.bild: Facebook/Billy Monger Racing

«Ich bin zurück», verkündet der 17-jährige Rennfahrer Billy Monger seinen Fans über die sozialen Medien. Dazu postet er ein Video, wie er aus seinem Rollstuhl in ein Rennauto einsteigt. Geschafft, er sitzt wieder auf dem Fahrersitz. Es sei zu lange her, schreibt der Teenager. Dabei sind erst drei Monate seit seinem schrecklichen Rennunfall im englischen Donington Park vergangen. 

Es passierte an einem Formel-4-Rennen am 16. April, am Ostersonntag. Das Auto seines Rennfahrkollegen Patrik Pasma verlor plötzlich an Geschwindigkeit, Billy Monger konnte nicht mehr bremsen und fuhr mit voller Geschwindigkeit in das Heck.

Der schreckliche Unfall von Billy Monger

Patrik wurde beim Unfall nur leicht verletzt, Billy hatte weniger Glück. Erst nach 90 Minuten konnten die Rettungskräfte ihn aus seinem zerstörten Boliden befreien und den Briten ins Spital in Nottingham bringen. Seine Verletzungen an den beiden Beinen waren so gravierend, dass die Ärzte ihm beide Unterschenkel amputieren mussten.

Seine jetzige Rückkehr in den Boliden soll nur der erste Schritt von vielen sein. Denn trotz des Unfalls: Monger will Rennfahrer bleiben. Dabei verfolgt der 17-Jährige grosse Ziele: Eines Tages will er das 24-Stunden Rennen von Le Mans gewinnen. 

Dabei kann er auf einen wichtigen Unterstützer zählen – Frédéric Sausset. Der sowohl arm- wie auch beinamputierten Franzose will beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2020 mit einem eigenen Team antreten. Dabei sollen drei Piloten mit einer körperlichen Behinderung eingesetzt werden. Darunter Billy. Dass es möglich ist, bewies Sausset im vergangenen Jahr gleich selbst, als er am berühmtesten Langstreckenrennen der Welt an den Start ging. Als erster vierfachamputierter Rennfahrer.

«Es war unglaublich, als Fred mich nach meinem Unfall kontaktiert hat und mich gefragt hat, ob ich Teil seines Projekts werden will, das behinderten Menschen Motorsport auf höchstem Level ermöglichen soll», sagte Billy Monger gegenüber dem Magazin «Autosport».

>>> Sexy Selfies: So genial trollt ein Vater seine Tochter auf Instagram

Links das Original, rechts das Remake.
Links das Original, rechts das Remake.Bild: shutterstock

So manch ein Vater schüttelt wohl den Kopf angesichts der Selfie-Fixiertheit seiner Kinder. Wenn dann die Sprösslinge auch noch versuchen, möglichst sexy in die Smartphone-Kamera zu blicken, läuten bei den Erziehungsberechtigten schnell einmal die Alarmglocken.

Chris Martin, ein US-amerikanischer Komiker, hält offenbar nicht viel von Alarmismus und Aufklärung über den Schutz der Privatsphäre im Netz. Stattdessen drehte der zweifache Familienvater den Spiess kurzerhand um.

Auf Instagram postete er Fotos, die denen seiner Tochter nachgestellt sind. 

Ob mit Lorbeer in den Haaren ...

... oder mit Rouge und Kayal im Gesicht ...

... Burr macht fast immer eine exzellente Figur.

Burr schreibt dazu: 

«Meine Tochter postet seit einiger Zeit sexy Selfies. Anstatt ihr zu sagen, sie soll damit aufhören, naja, dachte ich mir etwas Besseres aus.»

Er gibt sich aber auch alle Mühe, besser auszusehen. Als seine Tochter ein Selfie mit ihrem Freund postete, bastelte er sich flugs eine Puppe.

Das Ergebnis spricht für sich. 

Burr hat es aber nicht nur auf die Selfies seiner Tochter abgesehen, auch sein Sohn bekommt sein Fett weg. 

>>> Drohnen und Suchtrupp versagten – dank Wurstgeruch tauchen verschollene Hunde wieder auf

Es ist der Albtraum aller Hundehalter: Die beiden Zwergschnauzer Theo und Charlie liefen dem 21-jährigen John Hampson während eines Spaziergangs im dichten Nebel des nordenglischen Lake District National Park davon.

Miniatur Schnauzer
Bei diesen beiden Zwergschnauzern handelt es sich nicht um Theo und Charlie. Aber Würste mögen sie bestimmt auch.Bild: shutterstock

John informierte umgehend seine Eltern, Liz und Graham, die Besitzer der Hunde. Sie mobilisierten alle Kräfte, um die beiden verschollenen Hunde wiederzufinden und starteten eine Rettungsaktion. Gemeinsam mit Freunden, Familienangehörigen und Mitarbeitern des Nationalparks suchten sie während 96 Stunden nach dem siebenjährigen Theo und dessen einjährigen Sohn Charlie. Doch auch der Einsatz von insgesamt 120 Helfern und zwei Drohnen brachte kein Glück: Ihre Lieblinge blieben wie vom Erdboden verschluckt.

In this March 21, 2017 photo, a sample of wild boar sausage simmers in a frying pan at the Springfield Slaughterhouse in Springfield, La. The small Louisiana slaughterhouse has a big mission: getting  ...
Wie Charlies und Theos Lieblingswürste aussehen, ist nicht überliefert. Das hier ist ein Symbolbild.Bild: Gerald Herbert/AP/KEYSTONE

Doch bevor die Suche erfolglos abgebrochen werden musste, probierten die Hampsons auf Anraten eines Freundes noch einen letzten Trick aus: Exakt an der Stelle, an dem Theo und Charlie davonliefen, brieten sie über einem Feuer die Lieblingswürste der beiden Hunde.  

Nach wenigen Minuten tauchten die beiden Hunde wie aus dem Nichts auf. Besitzerin Liz Hampson erklärte gegenüber dem «Telegraph», dass Theo und Charlie die Würste, die sie wieder zum Vorschein brachten, jeden Sonntag zum Frühstück bekommen: Es ist ihr absolutes Lieblingsessen. Unterdessen kann sie mit Humor auf die bangen Stunden zurückschauen: «Sie haben wohl einfach ein Vatertagswochenende zusammen verbracht.»

>>> Deepwater-Horizon-Ölpest: Neu entdeckte Mikrobenart säubert Golf von Mexiko

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Eine Rauchsäule steigt von den Überresten der Ölbohrplattform Deepwater Horizon auf (April 2010) – die Ölpest gilt als eine der grössten Umweltkatastrophen der Neuzeit.Bild: Gerald Herbert/AP/KEYSTONE

Sieben Jahre ist es her, seit ein Brand auf der Ölplattform Deepwater Horizon zu einer der grössten Umweltkatastrophen der jüngeren Menschheitsgeschichte geführt hat. 11 Menschen wurden bei der Explosion auf der Plattform getötet, vier Millionen Barrel Rohöl in den Golf von Mexiko gespült. 

Das ausgelaufene Öl beeinflusste das Ökosystem im Golf von Mexiko erheblich. Nun hat ein US-Wissenschaftsteam eine Mikrobenart gefunden, die einen Gutteil des Öls verzehrte: Candidatus Bermanella macondoprimitus.

Die exakte Menge des von den Mikroben abgebauten Öls sei zwar nicht zu beziffern, sagte Gary Andersen, Ökologe an der Universität von Kalifornien gegenüber CNBC. Auch ist unter Wissenschaftlern unklar, wie viel Öl sich noch im Golf von Mexiko befindet. 

Laut Andersen habe sich das Meeresleben aber insgesamt gut von der Ölpest erholt, ein Zeichen dafür sei, dass in der Region wieder gefischt wird. 

Die Entdeckung der Mikrobenart räumt auch mit der Befürchtung aus, dass das kurz nach der Katastrophe eingesetzte Öldispersionsmittel, das den Ölteppich auf der Wasseroberfläche auflösen sollte, den Abbau verzögerte. Im Gegenteil sorgte das «Einschliessen des Öls» in kleine blasenartige Körper dafür, dass die Mikroben das Öl besser abbauen konnten. 

>>> Neuer Guinness-Rekord – 1,5 Millionen Inder pflanzen 66'750'000 Bäume in 12 Stunden

Der Bundesstaat Madhya Pradesh im Zentrum Indiens darf sich seit dem Sonntag mit einer Auszeichnung der ganz besonderen Art schmücken: 1,5 Millionen Beteiligte trugen dazu bei, dass innerhalb von nur 12 Stunden über 66 Millionen Baumsetzlinge gepflanzt wurden.

Damit schaffte die es beteiligte Bevölkerung – von Hausfrauen über Studenten bis hin zum Regierungsangestellten – den nördlichen Nachbarstaat Uttar Pradesh als Rekordhalter abzulösen. Dort waren im letzten Sommer innerhalb weniger Stunden 50 Millionen Bäume gepflanzt worden, wie das Digital Journal berichtet. 

Der Chefminister des Bundesstaates sagte, dass die Bevölkerung Madhya Pradesh damit ein konkreter Schritt im Kampf gegen den Klimawandel unternommen habe, während andere bloss darüber sprechen würden.

Indian para-military force soldiers plant saplings on the outskirts of Allahabad, India, Monday, July 11, 2016. Hundreds of thousands of people in India&#039;s most populous state Uttar Pradesh are jo ...
Soldaten helfen 2016 bei einem Wiederaufforstungsprojekt in Uttar Pradesh.Bild: Rajesh Kumar Singh/AP/KEYSTONE

Die grossangelegten Aufforstungsinitiativen sollen helfen, ein ambitioniertes Ziel der indischen Regierung breiter abzustützen und schneller zu erreichen: Der zweitbevölkerungsreichste Staat der Erde hat anlässlich der Abschlusskonferenz des Pariser Klimaabkommens das Versprechen abgegeben, bis ins Jahr 2030 95 Millionen Hektaren Land wieder aufzuforsten. Dafür hat die Regierung 6,2 Milliarden US-Dollar budgetiert.

>>> Er läuft täglich 10 Kilometer Arbeitsweg zu Fuss – bis er von Wildfremden ein Auto bekommt

Andy Michtchell (rechts) war dermassen beeindruckt von Justin Korvas Geschichte, dass er mit Freunden zusammen Geld für ein Auto für Korva sammelte
Andy Michtchell (rechts) war dermassen beeindruckt von Justin Korvas Geschichte, dass er mit Freunden zusammen Geld für ein Auto für Korva sammelteBild: facebook.com/andy.mitchell.90813

Andy Mitchell hatte nur Bewunderung für den jungen Mann in Arbeitsuniform übrig, dem er bei 35 Grad Hitze am Strassenrand in der texanischen Stadt Rockwall begegnete und eine Mitfahrtgelegenheit anbot.

Sein Fahrgast, der 20-jährige Justin Korva, erzählte ihm, dass er die drei Meilen zwischen seinem Wohnort und seinem Arbeitsplatz im Fastfood-Restaurant «Taco Casa» täglich zweimal zurücklege – insgesamt rund zehn Kilometer. Sein Ziel: Genug Geld zu sparen, um sich ein eigenes Auto leisten zu können.

Andy Mitchell war laut CBS News von Korvas Geschichte und seiner Entschlossenheit dermassen beeindruckt, dass er seine Begegnung auf Facebook teilte. Hunderte von Bewohnern von Rockwall sahen den Post, darunter auch Samee Dowlatshahi, der Besitzer eines lokalen Restaurants. 

Dowlatshahi bot an, in seinem Lokal eine Spendenkasse einzurichten, um Geld für Korvas Traum eines eigenen Autos zu sammeln. In weniger als 48 Stunden kamen über 5500 Dollar zusammen.

Garagist steuert günstiges Auto bei

Zu diesem Zeitpunkt vernahm Danny Rawls, Verkaufsleiter bei einer ortsansässigen Toyota-Garage, von Korvas Geschichte. Er überzeugte seinen Chef, einen Occasionswagen zu einem reduzierten Preis springen zu lassen. 

Mit dem gesammelten Preis kauften Andy Mitchell und Restaurantbesitzer Samee Dowlatshahi nicht nur das Auto, sondern gleich auch Versicherungsschutz für ein Jahr und Gutscheine für Ölwechsel und Benzin.

Am Freitag vor einer Woche überraschten sie Justin Korva an seinem Arbeitsplatz. Der ahnungslose Korva konnte sein Glück kaum fassen. Mit Tränen in den Augen umarmte er die Wohltäter, die er vorhin nicht gekannt hatte.

Der berührende Moment, in dem Justin Korva sein neues Auto bekommt

>>>Forscher entdeckt in Mexiko eine neue Papageien-Art, die wie ein Falke singt

blue-winged amazon, blauflügliger Amazonas, neu entdeckter Papagei auf der Yucatan Halbinsel in Mexiko
Der neu entdeckte Papagei.bild: TONY SILVA

Seit langer Zeit bereisen Vogelliebhaber die Halbinsel Yucatan im Osten von Mexiko, um seltene Spezies in freier Natur zu beobachten. Jetzt kommt heraus, dass sie all die Jahre ein besonders schönes Papagei-Exemplar ständig verpasst und vor allem überhört haben. 

Die neu entdeckte Papagei-Art nennen die Forscher den «blauflügligen Amazonas». Er hat ein strahlend buntes Federkleid und das erstaunliche ist: Sein Ruf klingt wie jener eines Falken. 

Der Ruf des «blauflügligen Amazonas»

Das macht den Vogel zu einer Besonderheit. Denn neu entdeckte Papageienarten, die in den letzten Jahren erforscht wurden, waren in der Regel immer Unterarten von bereits bekannten Vögeln. Dieser hingegen scheint eine völlig neue Art zu sein. 

Für die Ornithologen ist das ein Phänomen. Der erste, der ihn erblickt hatte, ist der Tierarzt Miguel Gómez Garza von der Autonomen Universität Nueva León. Gegenüber dem Magazin «National Geographic» sagt er: «Das ist für mich der Beweis dafür, dass wir noch immer in einer Zeit leben, in der wir ornithologische Entdeckungen machen können. Wir müssen nur unsere Augen genug weit offen halten.»

blue-winged amazon, blauflügliger Amazonas, neu entdeckter Papagei auf der Yucatan Halbinsel in Mexiko
bild: TONY SILVA

Garza fing ein männliches und ein weibliches Exemplar der neuen Papageienart ein und erforschte sie. Aufgrund des unverwechselbaren Verhaltens der beiden Vögel, ihrem Gefieder und der DNA erklärten er und sein Forscherkollege das Tier zu einer neuen Art, der «Amazona gomezgarzai».

Papagei-Experten hingegen sind noch zögerlich, den Vogel zu einer neuen Art zu erklären. Sie wollen zuerst die genetische Analyse der Vögel studieren. 

>>> Mandalas statt Hass: Kölner verschönert Quartier auf eigene Faust

Mitte Mai hatten Unbekannte in Köln-Dünnwald Verteilerkästen der Verkehrs-Betriebe mit politischen Hassparolen verschmiert. Viele Anwohner ärgerten sich über die Verunstaltung. Besonders genervt war aber Anwohner Florian Pape. So sehr, dass er sich Ende Mai Pinsel und Farbe schnappte und die Schmierereien mit Mandalas übermalte.

Sein Motto war im Gegensatz zu den vorherigen Schmierereien Liebe, Hoffnung und Verstand. «Weitblick und Toleranz sollten für jeden drin sein», sagt der 25-Jährige zum Kölner Stadt-Anzeiger.

Die Nachbarschaft nahm seine Stadtverschönerung hauptsächlich positiv auf. Er sei von vielen Passanten angesprochen worden und die Besitzer des muslimischen Restaurants, vor dem die Kästen stehen, luden ihn zum Essen ein. «Ich habe lange nicht mehr so viele nette Begegnungen auf der Strasse gehabt», so Pape zur Zeitung.

Trotzdem gefiel der Neuanstrich nicht allen. Papes Mandalas wurden der Polizei gemeldet. Er habe unerlaubt Eigentum der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) bemalt. Dem Weltverbesserer drohte eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Doch die Polizei half ihm.

Die Beamten hätten Pape Tipps gegeben, wie er einer Anzeige entgehen könne. Pape hat sich mittlerweile offiziell bei den KVB entschuldigt und will die Verteilerkästen ein weiteres Mal, diesmal mit offizieller Erlaubnis, umgestalten. Mittlerweile hatten andere Vandalen die Mandalas erneut mit Hassbotschaften überzogen. 

Nun werden die KVB die Kästen neu grundieren. Dann soll Pape sie erneut bemalen. Schliesslich soll eine Schutzschicht aufgetragen werden, damit das neue Kunstwerk vor weiteren Schmierereien geschützt ist. Für das neue Kunstwerk hat sich Pape mit seinen Nachbarn und den Restaurant-Besitzern abgesprochen. Dieses Mal wird jeder seinen Teil dazu beitragen.

>>> Und die Aargauer so? Halten am Turnfest um die Hand ihrer Freundin an

Janine hat Ja gesagt – Matthias fällt ein Stein vom Herzen.
Janine hat Ja gesagt – Matthias fällt ein Stein vom Herzen.Bild: screenshot/telem1

Es ist nicht die klassische Kulisse für einen Heiratsantrag: Turngeräte, Rasen, im Hintergrund Hunderte verschwitzte Turner und bierselige Zuschauer. Doch Matthias liess sich davon nicht abschrecken. Kein Wunder, Matthias ist seit Jahren Mitglied des Turnvereins Muri. Ebenso wie Janine.

Eigentlich also naheliegend, dass Matthias am Kantonalen Aargauer Turnfest im Freiamt um die Hand seiner Freundin anhielt.

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bild: screenshot/telem1

Als der Moderator Janine auf den Platz holte, und einen grossen Moment ankündigte, ahnte sie vielleicht schon, was auf sie zukommen würde. Als dann auch noch Matthias auftauchte und vor ihr auf die Knie ging, gab es keinen Zweifel mehr. Matthias hielt um die Hand seiner Freundin an, und Janine sagte Ja – vor gut 13'000 Turner und Turnerinnen. 

Im Interview mit TeleM1 sagte Matthias später: «Sie hatte ja gar keine Wahl, vor so vielen Leuten.» Janine hätte wohl so oder so Ja gesagt, schliesslich sind die beiden seit zehn Jahren ein Paar. Matthias habe «alles richtig gemacht», sagte Janine später gegenüber dem Fernsehsender.

>>> Lebenslang gratis fliegen? Jep, Luftgeburten machen's möglich

Für immer gratis fliegen? Das bleibt für die meisten von uns ein Traum. Nicht so für Sam, der mit richtigem Namen anders heisst. Sams Mutter bekam auf einem Flug der indischen Jet Airways überraschend ihre Wehen. Mithilfe von Passagieren, der Crew und eines Arzthelfers, der zufällig an Bord war, gebar sie den Jungen 35'000 Fuss über Meer. Der Pilot steuerte daraufhin ausserplanmässig Mumbai an, wo die Mutter und das Baby in ein Krankenhaus gebracht wurden, wie CNN schreibt. Mutter und Kind gehe es gut, wird die Fluggesellschaft zitiert.

Geburten in Flugzeugen sind selten, kommen aber immer wieder einmal vor, wie die Zeitung weiter schreibt. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung sind Personen, die in Flugzeugen auf die Welt kommen, aber nicht automatisch dazu berechtigt, lebenslang gratis zu fliegen. Gut ein Dutzend Fluggesellschaften bieten dieses «Geburtstagsgeschenk», darunter etwa Thai Airways oder Air Asia.

Welche Nationalität das Kind hat, hat Jet Airways nicht bekanntgegeben. Laut internationalem Zivilluftfahrtsabkommen hat jeder Staat über seinem Hoheitsgebiet die ausschliessliche Lufthoheit – diese greift auch bei Geburten im Flugzeug. In Ländern mit Bodenrecht (wie etwa den USA) wäre das Kind also automatisch US-Staatsbürger. Anders sieht es bei Ländern mit Blutsrecht aus.

Auf extraterritorialem Gebiet, also etwa über dem Atlantik, gilt, dass das Kind die Staatsbürgerschaft des Landes hat, in dem das Flugzeug registriert ist. 

>>> Good News aus Aarau: Wie zwei Söhne ihren Vater aus der Arbeitslosigkeit retten

Giuseppe Melina, 58, hat schwierige Jahre hinter sich. Wegen einer Allergie musste er vor zwei Jahren seine langjährige Stelle bei Novartis aufgeben, einen neuen Job fand er nicht mehr.

Seither ist der im Kanton Aargau wohnhafte Italiener arbeitslos, schreibt die Zeitung «Schweiz am Wochenende». Doch statt dem gefürchteten Gang zum Sozialamt, verwirklicht sich nun sein grosser Traum: Melina wird voraussichtlich ab August in Aarau seine eigene Gelateria betreiben. 

Nach den Söhnen benannt

Möglich wird das neue Geschäft dank seinen zwei Söhnen Fabio und Gian-Marco. Sie eröffnen eine Gelateria, um ihm eine Arbeit und Aufgabe zu verschaffen. Vater Giuseppe war so berührt als er das erfuhr, dass er darauf bestand, den Take Away nach seinen beiden Söhnen also «Fab and John» zu benennen. 

Damit das kleine Geschäft rentiert, soll es auch im Winter laufen. In dieser Jahreszeit seien wohl Waffeln und Donuts eher gefragt, prognostiziert Fabio Melina. Das Baugesuch für die Gelateria liegt derzeit bei der Stadtverwaltung Aarau auf. Mit ein bisschen Glück sollen bereits im August die ersten Glacés über die Theke, sagt Giuseppe Melina.

>>> Wegwerfen war einmal: Seegras hält jetzt Häuser warm

Seegras am Strand – das nervt. Zumindest die Urlauber, die ihre Badetücher lieber im Sand als auf Seegras ausbreiten. Darum werden die Pflanzen tonnenweise weggekarrt. Weniger Seegras gleich mehr Touristen, so die Logik. Dabei geriet in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit: Seegras wurde einst geschätzt - als Polstermaterial für Kutschen, für Dacheindeckungen und zum Dämmen.

Die Dämmfunktion von Seegras wurde jetzt wiederentdeckt. Gleich zwei deutsche Unternehmen versuchen mit dieser recycelten Idee durchzustarten. Dies sind Neptutherm und Seegrashandel. Dabei wird Seegras eingesammelt, anschliessend gereinigt und in kleine Stücke geschnitten. Abschliessend wird das Material während dem Hausbau in die Zwischenräume geschüttet. 

Seegras ist ein optimales Dämmmaterial, weil:

  • Es ist schwer entflammbar
  • Verrotet nicht
  • Bindet überschüssiges Wasser
  • Ist resistent gegen Schimmelbildung
  • Ist ökologischer als viele Alternativen
  • Speichert im Sommer Wärme, so dass es kühl bleibt – im Winter verhindert das Seegras, dass Wärme nach draussen fliesst

Dämmen mit Seegras

Das Material ist aber nicht gerade eben günstig. Eine 20 Zentimeter dicke Dämmung kostet beispielsweise bei Neptutherm 28 Euro pro Quadratmeter. Und ist somit viel teurer als viele Dämmstoffe aus Kunststoff. Darauf angesprochen sagte der Geschäftsführer Richard Meier zum deutschen Online Portal «Wirtschaftswoche»: «Wenn man berücksichtigt, dass bei einem Abbruch später keinerlei Entsorgungskosten entstehen, ist es eine hervorragende Investition in die Zukunft.»

>>> US-Familie nutzt Lotto-Gewinn, um armen Kindern die Ausbildung zu bezahlen

Die Familie Smith aus Trenton baut mit ihrem Lottogewinn die Nachbarschaftshilfe aus.
Die Familie Smith aus Trenton baut mit ihrem Lottogewinn die Nachbarschaftshilfe aus. bild: smithfamilyfoundationnj.org

Die achtköpfige Familie Smith aus Trenton, New Jersey, hatte vergangenes Jahr sagenhafte 430 Millionen US-Dollar beim Lotto gewonnen. Mutter Pearlie Mae Smith und ihre sieben erwachsenen Kinder geben dieses Geld aber nicht für Yachten und andere Luxusgüter aus.

Nachdem sie ihre eigenen Schulden bezahlt hatten und sich finanziell abgesichert fühlten, investierten sie das restliche Geld in die Smith Family Foundation. Diese hilft armen Familien aus Trenton ihren Kindern die Ausbildung zu bezahlen und den Arbeitslosen einen Job zu finden.

«Anstatt dass wir den armen Menschen einfach zu essen geben, helfen wir ihnen, selber für sich sorgen zu können», sagte Valerie Arthur, eines der Kinder, zu nj.com. «Wir wollen damit das System verändern, das diese Personen arm macht.»

Bereits vor dem Gewinn betrieb die Familie Smith in die Nachbarschaftshilfe, zum Beispiel indem sie einen Garten im Hinterhof betrieben und die Nahrungsmittel an die lokale Suppenküche spendeten. «Nach dem Lotterie-Gewinn nahm unsere Hilfe für die Stadt ganz neue Dimensionen an», so Arthur zur Zeitung.

Trenton ist ein kleines Städtchen von etwas mehr als 80'000 Einwohnern. Trotzdem ist die Kriminalitätsrate hier sechsmal höher als im übrigen Bundesstaat. «Wenn die Leute Trenton hören, sollen sie nicht an Gangs und Gewalt denken. Sie sollen an eine lebendige und aufstrebende Stadt denken», sagt Harold Smith, Programmmanager der Smith Family Foundation

>>> Tausende Neuseeländer wollen gemeinsam eine Schokoladenfabrik kaufen

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Wäre die Geschichte ein Film, der Titel würde sich förmlich aufdrängen: «Kiwis and the chocolate factory». Doch es ist kein Film, sondern Realität. Bereits über 3000 Neuseeländer haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Cadbury Schokoladenfabrik in Dunedin zu kaufen. Grund: Der US-Mutterkonzern Mondelez will die Fabrik schliessen und die ganze Produktion nach Australien verlagern. Zum grossen Missfallen der Neuseeländer.

Diese lieben die Produkte, die in der 150 Jahre alten Fabrik hergestellt werden. Beispielsweise Pineapple Lump – Schoko-Bonbons mit einer zähen Füllung mit Ananasgeschmack. Verpackt sind Kalorien-Bomben in einer grellgelbe Tüten.

Mondelez konnte die Kiwis bereits ein wenig beruhigen. Trotz Schliessung der Fabrik: Die Pineapple Lumps würden weiterhin hergestellt, bekräftigte das Unternehmen gegenüber neuseeländischen Medien.

Dennoch: Die Neuseeländer wollen ihre Schokoladenfabrik behalten. Auch schon nur darum, weil 350 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Als weder eine Unterschriftensammlung, Kundgebungen, wie auch Boykott-Aufrufe Erfolg brachte, wurde die «Own The Factory»-Initiative ins Leben gerufen. Ziel: Geld sammeln, um damit die Fabrik gemeinsam zu kaufen.

Gemäss dem Vater von «Own The Factory» braucht es 20 Millionen Dollar, um das Gebäude zu kaufen und zudem die Produktion fortsetzen zu können. Bis und mit 13. Juni sammelten die Schokoladen-Fans 4,7 Millionen Dollar. Vier Geldgeber waren sogar bereit, über 100'000 Dollar beizusteuern. Die meisten Geldgeber kommen aus Neuseeland, aber auch Zürcher beteiligen sich am Rettungsversuch.

So sieht die Fabrik in Dunedin aus

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Bild: Wikipedia

Der Vater der Initiative, Stadtrat Jim O'Malley, ist überzeugt, dass sich die Investition lohnt. «Wir gehen davon aus, dass das ein lohnendes Geschäft wird, und Geld auch wieder zurückfliesst.» Den meisten wird es aber nicht um ein lohnendes Geschäft gehen, sondern viel eher darum, eine eigene Schokoladenfabrik zu besitzen. Zumindest ein Teil davon. Einer schrieb auf Facebook: «Ich würde es lieben, 0,1 Prozent einer Schokoladenfabrik zu besitzen!» Und ein anderer fragt sich, wie viel es kosten würde, die Fabrik ganz alleine zu kaufen.

Doch die Zeit drängt: Nur bis am 21. Juni haben die Initianten Zeit, Mondelez ein annehmbares Angebot zu unterbreiten.

>>> «Contro el manspreading»: Madrid setzt sich gegen breitbeinig sitzende Fahrgäste zur Wehr

Manspreading
Ein Beispiel von zwei «Manspreader» in einer U-Bahn in Korea. bild: wikipedia

Viele (vor allem Frauen) kennen es: im Bus, Zug oder Tram fläzt sich der männliche Fahrgast nebenan derart breitbeinig in den Sitz, dass nichts anderes übrig bleibt, als sich möglichst schmal zu machen und artig die Knie zusammenzupressen. «Manspreading» wird dieses Phänomen genannt. Es beschreibt Männer, die im öffentlichen Verkehr vergessen zu scheinen, wo die eigene Privatsphäre aufhört und diejenige des anderen beginnt.

Auf den sozialen Medien ist der Begriff schon seit einiger Zeit verbreitet. Unter dem Hashtag #manspreading posten Betroffene Bilder von Männer, die im öffentlichen Verkehr zu viel Platz einnehmen und andere verdrängen. 

Gegen dieses Problem werden nun die städtischen Verkehrsbetriebe der spanischen Hauptstadt Madrid aktiv. Das Transportunternehmen EMT richtet sich mit Schilder in ihren Fahrzeugen an breitbeinige Gäste und fordert mehr Respekt. Auf einem einfachen Piktogramm wird ersichtlich, wie man(n) sich in öffentlichen Verkehrsmittel hinsetzt und die Grenzen des eigenen Sitzplatzes beachtet. 

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Unterstützt wurde die ETM bei ihrer Initiative von der Madrider Gleichstellungsbehörde. Diese hat das Thema aufgenommen, nachdem über 12'000 Personen eine Online-Petition unterzeichnet hatten. Die Frauen hinter dieser Petition schreiben: «In allen Verkehrsmitteln rufen Aufkleber dazu auf, für Schwangere, Menschen mit Kinderwagen. Senioren oder Behinderte Platz zu machen. Aber da gibt es etwas, das uns alle betrifft, praktische jedes Mal, wenn wir den öffentlichen Verkehr nutzen: das Manspreading.»

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Die Reaktionen auf die Aktion fallen unterschiedlich aus. Da sind jene, die finden, dass es höchste Zeit für eine Sensibilisierungskampagne war und andere, die sich genauso belästigt fühlen, wenn Frauen mit Taschen mehrere Sitzplätze belegen.

Madrid ist nicht die erste Stadt, die sich gegen Beinspreizer zur Wehr setzt. Wie die britische Zeitung «Guardian» schreibt, gibt es in anderen Städten ähnliche Initiativen. In New York wurde das Problem bereits vor drei Jahren angegangen. Mit Stickern in der U-Bahn wurde auf breitbeiniges Sitzen aufmerksam gemacht. In San Francisco können Manspreader sogar mit einer Busse bestraft werden. 

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