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Zuger Fans beim Eishockeyspiel der National League zwischen dem EV Zug und HC Geneve-Servette, am Samstag, 27. Januar 2018, in der Bossard Arena in Zug.  (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Kommen Hockey-Fans dieses Jahr in den Playoffs überhaupt nach Hause? Bild: KEYSTONE

So kommst du in den Playoffs nach einer Verlängerung beim Auswärtsspiel noch nach Hause 

Seit dieser Saison werden im Schweizer Eishockey die Playoff-Spiele ausgespielt. Das Penaltyschiessen ist Geschichte, lange Spiele drohen. Je nach Spielort, wird so die Heimfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln beinahe unmöglich. Eine Übersicht.



In den heute beginnenden NL-Playoffs gibt es neu kein Penaltyschiessen mehr, falls es nach 80 Minuten noch unentschieden stehen sollte. Eine Partie dauert so lange, bis ein entscheidender Treffer gefallen ist. Das verspricht spektakuläre Abende, im Extremfall aber auch lange Nächte für Spieler und Fans.

Rekordspiel in Norwegen

Das längste Playoff-Spiel in der Geschichte fand vor einem Jahr in Norwegen statt. In der 18. Minute der 8. Verlängerung oder nach 217:14 Minuten erzielte Joakim Jensen in der Partie zwischen Storhamar und Sarpsborg den Siegtreffer für das Heimteam. Die Uhrzeit: 2.32 Uhr. Angepfiffen worden war die Partie um 18.00 Uhr, gedauert hat sie also über achteinhalb Stunden.

In der NHL und in zahlreichen europäischen Ligen ist es bereits Normalität, dass Playoff-Partien stundenlang dauern können. Nun wird der Modus auch in der Schweiz eingeführt. Weil zudem alle Playoff-Partien neu fix um 20.15 Uhr beginnen (statt wie bisher teilweise um 19.45 Uhr) und die Pausen 18 Minuten (statt wie bisher 15 Minuten) dauern, ist eine Spieldauer bis weit nach Mitternacht durchaus realistisch.

Aber:

Umso schwieriger würde es für die Fans, nach dem Spiel noch nach Hause zu kommen. Wir haben nachgefragt, wie es bei den einzelnen Vereinen aussieht. 

SC Bern

Zuschauer beim SCB haben bis 23.30 Uhr (unter der Woche), respektive 0.30 Uhr (Samstag) Verbindungen an den Bahnhof Bern, die Anschlüsse an andere Orte garantieren. In Zusammenarbeit mit Bernmobil bietet der SC Bern auch nach Betriebsschluss Busse an, welche die Fans zum Bahnhof Bern transportieren. Der Weitertransport an andere Orte kann allerdings nicht garantiert werden.

Berner Fans verfolgen das 2. Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano, am Dienstag, 5. April 2016, in der PostFinance-Arena in Bern. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Fans aus der Region Bern sollten keine Probleme haben. Bild: KEYSTONE

Die letzten Verbindungen ab Bern:

Genf-Servette

Der Verein hat auf die Anfragen von watson nicht reagiert. Es ist nicht bekannt, ob es in der Region Genf zusätzliche Verbindungen gibt. 

Die letzten Verbindungen ab Genf

EV Zug

Der EVZ bietet mit den Zuger Verkehrsbetrieben Extrabusse in alle Zuger Gemeinden an. Die Busse fahren jeweils 15 Minuten nach Spielschluss. Allfällige Anschlussverbindungen können jedoch nicht garantiert werden. 

Die letzten Verbindungen ab Zug:

Bei den Auswärtsfahrten der eigenen Fans bietet der Fanclub Zug jeweils Carfahrten an, für die man sich bei Bedarf anmelden kann.

ZSC Lions

Die ZSC Lions müssen keine zusätzlichen ÖV-Angebote organisieren, da das Hallenstadion nah am gut angebundenen Bahnhof Oerlikon liegt.

Bahnhof Oerlikon am Mittwoch, 30. November 2016. Nach sieben-jaehriger Bauphase wird der neue Bahnhof Oerlikon mit einem drei-taegigen Fest vom Donnerstag 1. bis Samstag 3. Dezember 2016 eroeffnet. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der Bahnhof Oerlikon ist schon fast ein Tor zur Welt. Bild: KEYSTONE

Die letzten Verbindungen ab Oerlikon

EHC Biel

Die Verkehrsbetriebe Biel bieten auf jeden Fall bis nach Spielende Busse in die Innenstadt und an den Bahnhof an. Anschlüsse an andere Verbindungen können nicht garantiert werden. 

Die letzten Verbindungen ab Biel:

HC Davos

30 Minuten nach Spielschluss fährt ein Extrazug von Davos Platz über Kloster nach Landquart und Chur. Aus arbeitsrechtlichen Gründen, muss die Rhätische Bahn allerdings spätestens um 1 Uhr in Davos losfahren. 

Ab allfälligen Halbfinal-Abend-Heimspielen bietet die Rhätische Bahn zusätzlich auch den Besuchern aus dem Oberengadin einen Anschlusszug an den Extrazug in Klosters an. Dieser fährt via Vereina – Susch – Zernez nach Samedan.

Die letzten Verbindungen ab Landquart:

An die Auswärtsspiele organisiert die Fanszene Davos Carfahrten. 

HC Lugano

In Lugano ändert die Tatsache, dass diese Saison die Playoff-Spiele erstmals ausgespielt werden wenig. Der Letzte Zug von Lugano durch den Gotthard fährt um 21.42 Uhr – das ist so oder so zu früh. Lugano-Medienchef Luca Righetti bestätigt: «Die meisten Fans kommen hier mit dem Auto, nicht mit dem öffentlichen Verkehr.»

Luganos Fans feiern den Sieg, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem HC Ambri Piotta, am Freitag, 19. Februar 2016, in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Die Fans in Lugano sind auf das Auto angewiesen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Die letzten Verbindungen ab Lugano:

Fribourg-Gottéron

Der Verein hat auf die Anfragen von watson noch nicht reagiert. Es ist nicht bekannt, ob es in der Region Fribourg zusätzliche Verbindungen gibt.

Die letzten Verbindungen ab Fribourg:

Fazit

Sollte ein Spiel tatsächlich über mehrere Verlängerungen gehen, wird es für Auswärtsfans schwierig mit der Heimreise, insbesondere unter der Woche. Für die Fans des Heimklubs  ist dagegen ist bei allen Playoff-Vereinen gesorgt.

Für Auswärtsfahrer, die nicht bereit sind, das noch laufende Spiel zu verlassen, empfiehlt sich mit Ausnahme der Serie zwischen Zug und den ZSC Lions wohl die Anreise mit dem Auto oder dem Fancar, sofern vorhanden. 

Das Büro steht Kopf, wir sind im Playoff-Fieber

Video: Angelina Graf

(abu/sda)

Die Zuschauerzahlen in der National League

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