DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Minnesota Wild right wing Kevin Fiala (22), of Switzerland, is congratulated after scoring his second goal of the game against the Nashville Predators in the third period of an NHL hockey game Tuesday, March 5, 2019, in Nashville, Tenn. (AP Photo/Mark Humphrey)

Kevin Fiala steckt mit seinem neuen Team in Minnesota mitten im Playoff-Kampf. Bild: AP/AP

So spannend ist das Playoff-Rennen in der NHL – und einige Schweizer sind mittendrin

Noch rund 15 Spiele müssen die meisten NHL-Teams absolvieren bis zum Ende der Regular Season. Neun von sechzehn Plätzen sind wohl bereits vergeben. Doch um die restlichen sieben «balgen» sich fast doppelt so viele Teams.



So funktioniert die Playoff-Qualifikation in der NHL

Die NHL ist aufgeteilt in zwei Conferences (Eastern Conference und Western Conference). Diese wiederum sind aufgeteilt in je zwei Divisons (Metropolitan Division und Atlantic Division im Osten, Central Division und Pacific Division im Westen). Die jeweils besten drei Teams der vier Divisions qualifizieren sich für die Playoffs. Dazu kommen noch die jeweils zwei besten übrigen Teams der beiden Conferences, die sich über den sogenannten «Wild-Card-Platz» qualifizieren.

Eastern Conference

Blicken wir zuerst in den Osten, wo das Rennen etwas weniger eng ist. Tampa Bay, Boston, Toronto, Washington und die Islanders können die Playoffs bereit planen. Grundsätzlich ist es dieses Jahr im Osten schwieriger, sich für die Playoffs zu qualifizieren als im Westen.

Bild

Bild: nhl.com

Auf dem dritten Platz der Metropolitan Divison mit einem kleinen Polster liegt Pittsburgh. Den Penguins fehlt es dieses Jahr an Konstanz. Obwohl sie jedes Team schlagen könnten, haben sie 2019 noch nie mehr als drei Siege aneinander gereiht. In der Nacht auf heute gewannen sie das erste von zwei Duellen mit dem direkten Konkurrenten Columbus. Das könnte vorentscheidend sein.

Carolina hat im Februar und in März zwölf von 16 Spielen gewonnen. So stiessen Nino Niederreiter und Co. zwischenzeitlich bis auf den dritten Rang der Metropolitan Division vor. Mittlerweile hat Pittsburgh sie aber überholt. Auch bei Carolina vermag es keine Ausrutscher zu leiden, denn der Vorsprung auf Columbus, das auf dem dritten Wild-Card-Platz knapp ausserhalb der Playoffs liegt, beträgt nur zwei Punkte.

Carolina Hurricanes' Sebastian Aho, second from right, celebrates with teammates Dougie Hamilton (19), Nino Niederreiter, second from left, and Jordan Martinook (48) after scoring the winning goal during overtime of an NHL hockey game against the Florida Panthers, Saturday, March 2, 2019, in Sunrise, Fla. The Hurricanes won 4-3 in overtime. (AP Photo/Luis M. Alvarez)

Die Carolina Hurricanes haben sich in der Tabelle nach oben gekämpft. Bild: AP/FR596 AP

Die Canadiens haben schon ein oder zwei Spiele mehr absolviert als die direkte Konkurrenz im Kampf um die Playoffs. Die Form ist den «Habs» zuletzt etwas abhanden gekommen. Von den letzten zehn Spielen haben sie nur fünf gewonnen. Zum Abschluss der Regular Season spielt Montreal noch gegen Tampa, Washington und Toronto. Drei extrem harte Gegner, falls es noch um alles oder nichts geht.

Columbus hat in den letzten zehn Spielen sogar noch eine leicht schwächere Bilanz als Montreal. Die Form zeigt nach unten. Die Blue Jackets treffen zwar auf eher einfache Gegner, haben aber noch zehn Auswärtsspiele zu absolvieren. Und vier Mal haben sie zwei Spiele hintereinander ohne einen Tag Pause dazwischen. Verlieren sie die beiden nächsten Spiele gegen Pittsburgh, kann es sehr schwierig werden mit der Playoff-Qualifikation.

Philadelphia hat noch Aussenseiterchancen. Um die Playoffs zu schafften, müssten die Flyers aber eine lange Siegesserie hinlegen, Buffalo und Florida liegen wohl schon zu weit zurück, um noch eingreifen zu können.

Western Conference

Im Westen können Nashville, Winnipeg, Calgary, San Jose und vermutlich auch Vegas mit einem Polster von neun Punkten bereits die Playoffs planen. Dahinter wird es aber extrem eng.

Bild

Bild: nhl.com

St.Louis hat sich mit einer Serie von elf Siegen hintereinander eine gute Ausgangslage verschaffen. Sieben Punkte Vorsprung auf Arizona sollten eigentlich reichen. Doch es ist St.Louis. Das Team ist ein Meister darin, gute Ausgangslagen zu verspielen.

St. Louis Blues defenseman Colton Parayko reaches for the puck during the third period of the team's NHL hockey game against the Los Angeles Kings on Thursday, March 7, 2019, in Los Angeles. The Blues won 4-0. (AP Photo/Mark J. Terrill)

Lassen sich die Blues noch aufhalten? Bild: AP/AP

Die Saison von Dallas ist ein Auf und Ab. Manchmal haben die Stars Wochen, in denen sehr erfolgreich sind, dann folgen wieder Tiefs. Besonders auswärts sind die Texaner schwach. Wenigstens können sie die Mehrheit ihres Restprogramms vor eigenem Anhang absolvieren. Es stehen noch je zwei Direktduelle mit Colorado und Minnesota an. Die werden entscheidend.

Minnesota liegt einen Punkt hinter Dallas (bei einem Spiel mehr) und drei Punkte vor Arizona. Ende Februar hatten sie eine Siegesserie von fünf Spielen am laufen, nun haben sie sogar den souveränen Leader Tampa mit 3:0 geschlagen. Die Wild sind auf bestem Weg dazu, sich in die Playoffs zu kämpfen.

Auch Arizona meldet sich im Playoff-Rennen wieder zurück. Die Coyotes sind so richtig heiss und haben acht ihrer letzten zehn Spiele gewonnen. Für das Team aus der Stadt Glendale spricht zudem, dass sie ein gutes Auswärtsteam sind und noch acht Spiele in fremden Stadien absolvieren.

Nach hervorragenden Wochen im November und Dezember hat sich Colorado nach hinten orientieren müssen. Auf Siegesserien folgten auch viele Niederlagen. Dennoch können die «Avs» die Playoffs immer noch schaffen. Sie profitieren beim Spielplan davon, dass sie nur einmal zwei Partien an Tagen direkt hintereinander haben.

Dahinter liegen Edmonton, Chicago und Vancouver. Auch für sie wären die Playoffs theoretisch noch möglich. Dafür braucht es aber einen überragenden Schlussspurt.

Die Schweizer

Roman Josi, Yannick Weber (beide Nashville), Timo Meier (San Jose) und auch der momentan in der AHL spielende Jonas Siegenthaler (Washington) werden in den Playoffs mit dabei sein. Auch Luca Sbisas New York Islanders werden den Sprung wohl schaffen. Ob der Zuger dann auch zum Einsatz kommen wird, ist allerdings fraglich.

San Jose Sharks' Timo Meier (28) celebrates after scoring against the Vancouver Canucks during the first period of an NHL hockey game Saturday, Feb. 16, 2019, in San Jose, Calif. (AP Photo/Josie Lepe)

Timo Meier hat mit San Jose sogar gute Chancen auf den Stanley Cup. Bild: AP/FR171606 AP

Kevin Fiala (Minnesota) ist nach dem Trade zu den Wild plötzlich mittendrin im Playoff-Kampf. Er duelliert sich mit Sven Andrighetto (Colorado Avalanche). Es kann gut sein, dass mindestens einer der beiden die Playoffs nicht erreicht. Da beide aber über auslaufende Verträge verfügen, ist eine WM-Teilnahme unwahrscheinlich. Sven Bärtschi (Vancouver) ist immer noch verletzt. Gut möglich, dass er in dieser Saison keine Spiele mehr bestreitet.

Im Osten sind Nino Niederreiter (Carolina) und Dean Kukan (Columbus) in den Kampf verstrickt. Sollten sie es nicht schaffen, wären wohl beide an der WM dabei.

Dasselbe gilt auch für Nico Hischier, der nächste Woche nach leichter Verletzung ins Kader der abgeschlagenen Devils zurückkehren sollte. Mirco Müller dagegen hat einen auslaufenden Vertrag. Für Denis Malgin und die Florida Panthers sind die Playoffs ein gutes Stück weg. Doch auch der Vertrag des jungen Centers läuft aus. An der WM kann man wohl nicht mit ihm rechnen.

Nico Hischier beantwortet unsere ungewöhnlichen Fragen

Video: watson/Emily Engkent, Sandro Zappella

Die 32 Stadien der 31 NHL-Teams

1 / 66
Die 32 Stadien der 31 NHL-Teams
quelle: picasa
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Eishockey in Übersee – Geschichten aus der NHL

«The Great One» trifft zum 802. Mal – als Wayne Gretzky die Legende Gordie Howe übertraf

Link zum Artikel

Die Coronavirus-Pandemie trifft auch die NHL – die Antworten auf die wichtigsten Fragen

Link zum Artikel

Gaëtan Haas: «Das Spiel in der NHL ist nicht schneller, es sieht nur schneller aus»

Link zum Artikel

Meilensteine aus 100 Jahren NHL in Bildern

Link zum Artikel

Plastik-Schlangen für den «Verräter»! So feindlich wurde Tavares in New York empfangen

Link zum Artikel

Die NHL erlebt ihre grösste Tragödie – was der Tod einer 13-Jährigen veränderte

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Der Star aus der Hundehütte – wie Kevin Fiala vom Mitläufer zum Teamleader gereift ist

Link zum Artikel

Die NHL pausiert, aber «gespielt» wird trotzdem – Goalie wehrt 98 Schüsse ab

Link zum Artikel

NHL-Nostalgie – sperrige Klappstühle, viel Papierkram und Festnetz-Telefone

Link zum Artikel

Wie Freunde, Trainer und Lehrer Hischier erlebten: «Nico, setz dich doch mal richtig hin!»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Optimaler Start in die WM-Vorbereitung – Schweiz schlägt im Test Russland

In Biel hat die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft das erste Testspiel vor der WM für sich entschieden. Sie schlug Russland mit 3:1.

Für die Schweiz war es nach einer langen durch die Corona-Pandemie verursachten Pause das erste Länderspiel seit 15 Monaten. Killian Mottet brachte das Team von Patrick Fischer in der 17. Minute in Führung.

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich Russlands kurz vor Spielmitte dauerte es bis zur 51. Minute, ehe die Schweiz erneut in Führung gehen konnte. Christoph Bertschy stellte auf 2:1 und keine vier Minuten später erzielte Inti Pestoni in Überzahl den dritten Schweizer Treffer.

«Es gibt noch …

Artikel lesen
Link zum Artikel