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Lugano’s Topscorer Linus Klasen, center, during the second Playoff semifinal game of National League A (NLA) Swiss Championship between Switzerland's HC Lugano and SC Bern, at the ice stadium Resega in Lugano, Switzerland, Thursday, March 23, 2017. (PPR/Gabriele Putzu)

Noch kein Treffer im Halbfinal, nur einer im Viertelfinal: Es sind noch nicht die Playoffs von Linus Klasen. Bild: PPR

Die starke Reaktion des Meisters – aber wo waren Luganos Schweden?

Der SC Bern gleicht die Halbfinalserie gegen den HC Lugano mit einem verdienten 4:1-Auswärtssieg aus. Alles wieder im Lot also, zumindest beim Titelverteidiger aus der Hauptstadt.

Marcel kuchta / Aargauer Zeitung



Wie würde der SC Bern die 2:4-Heimniederlage vom vergangenen Dienstag wegstecken? Das war die grosse Frage vor dem ersten Halbfinal-Rendez-vous der beiden Teams in der Resega. Die Berner gaben eine eindrückliche Antwort und nahmen ihren Kritikern mit einer starken Reaktion den Wind aus den Segeln. Der Meister zeigte bei seinem 4:1-Sieg eine reife und abgeklärte Leistung im Lugano-Hexenkessel.

Lugano’s player Julian Walker goes on ice before the second Playoff semifinal game of National League A (NLA) Swiss Championship between Switzerland's HC Lugano and SC Bern, at the ice stadium Resega in Lugano, Switzerland, Thursday, March 23, 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Raus geht's in die Resega. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Dem SCB gelang im Tessin das, was die ZSC Lions in ihrer Viertelfinalserie gegen die Luganesi nie gelungen war. Sie waren nicht nur die aktivere Mannschaft, sondern schafften es auch, ihren Gegner mit den eigenen Waffen zu schlagen: mit Aufopferung und unbedingtem Kampfgeist. Die Berner schafften es über weite Strecken, ihren Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten und blockten auch sehr viele Schüsse.

Natürlich spielte dem SCB in die Karten, dass er mit 2:0 in Führung ging und somit das Spiel nach seinem Gusto verwalten konnte. Aber die Berner taten dies mit einer Cleverness, gegen die die Luganesi kaum ein Gegenmittel fanden. Bis auf Grégory Hofmanns Anschlusstreffer blieben die Tessiner in ihren offensiven Bemühungen erfolglos. Und wenn sie mal durchkamen, dann stand mit Leonardo Genoni ein bärenstarker Goalie im Tor der Berner.

Das 2:0 durch Ebbett:

Wenn Lapierre spielerisch besser ist ...

Besonders auffällig und überraschend war, wie schwer sich die Luganesi im letzten Drittel taten, überhaupt noch in gute Abschlusssituationen zu kommen. Der erwartete Sturmlauf blieb völlig aus. Emotionen? Fehlanzeige. Es schien fast, als ob ihnen die Kräfte ausgehen würden.

Was darauf hindeuten könnte, dass die fehlende Energie für die Mannschaft von Greg Ireland im weiteren Verlauf der Serie ein Problem werden könnte. Man darf nicht vergessen, dass die Tessiner schon in den Duellen gegen die ZSC Lions mit ihrem aufwendigen Spielstil viel Substanz investieren mussten.

Lugano's player Maxim Lapierre, Bern's player Ramon Untersander and Bern's goalkeeper Leonardo Genoni, from left, during the second Playoff semifinal game of National League A (NLA) Swiss Championship between Switzerland's HC Lugano and SC Bern, at the ice stadium Resega in Lugano, Switzerland, Thursday, March 23, 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Nicht gut für Lugano: Maxim Lapierre verbreitet mehr Gefahr als Klasen, Zackrisson und Martensson. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Eine andere, noch grössere Baustelle betrifft die Ausländer. Das schwedische Trio des HC Lugano blieb einmal mehr blass und schaffte es bis auf wenige Augenblicke kaum einmal, wirklich grossen Einfluss auf das Spielgeschehen zu nehmen. Von Linus Klasen, Patrick Zackrisson und Tony Martensson muss viel mehr kommen, wenn die Luganesi in dieser Halbfinalserie am Ende obenaus schwingen wollen.

Der besonders schwache Martensson wartet weiterhin auf seinen ersten Playoff-Skorerpunkt. Und wenn «Bösewicht» Maxime Lapierre spielerisch mehr bringt als die Schweden-Fraktion, dann ist das kein gutes Zeichen.

Wie steht es um Luganos Nehmerqualitiäten?

Und die Berner? Die können nun nach diesem souveränen Auftritt wieder einigermassen beruhigt in die nächsten Partien gehen. Umso mehr, wenn sogar ein Spieler wie Beat Gerber, zu dessen Kernkompetenz das Toreschiessen nicht gehört, ins Schwarze trifft. Der Verteidiger sorgte mit seinem Treffer zum 1:3 für die Entscheidung. Sein Rezept? «Augen zu und draufhauen.» Gerber meinte ausserdem, dass «wir den Sieg mehr wollten als Lugano. Und wir schafften es, unser Spiel durchzuziehen.»

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Das vorentscheidende 3:1 von Gerber. Video: streamable

Das gelang Lugano an diesem Abend bei weitem nicht. Einen Umstand, den ihr einziger Torschütze, Grégory Hofmann, entsprechend bemängelte: «Wir haben zu viele Strafen genommen, zu viele Pucks verloren in der defensiven Zone. Das muss besser werden.» Gelingt den Tessiner eine ähnlich starke Reaktion wie den Bernern am gestrigen Abend? Zweifel sind erlaubt. Aber Lugano hat schon gegen die ZSC Lions ungewohnte Nehmerqualitäten gezeigt.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MARC AUREL 24.03.2017 17:20
    Highlight Highlight Bern wird jetzt richtig rocken! Die Bären sind erwacht!
  • BigMic 24.03.2017 09:45
    Highlight Highlight NON MOLLARE MAI!
  • chris7758 24.03.2017 07:33
    Highlight Highlight herr kuchta, sie haben vergessen zu erwähnen, dass der scb - wie bisher in den plsyoffs auch, speziell gegen biel - von den schiris offensichtlich bevorteilt wird. das gehört auch zu einem vollständigen, objektiven spielbericht.
    • Kongan1 24.03.2017 08:23
      Highlight Highlight So ein Schwachsinn. Richtig, die Leistung der Schiedsrichter war (mal wieder) nicht gut und es gab keine klare Linie aber eine Bevorteilung konnte ich als neutraler Zuschauer absolut keine erkennen. Trotzdem sollten sich die Unparteiischen mal auf eine klare Linie einigen und diese auch anwenden!
    • Goon (Zeuge Del Curtos) 24.03.2017 08:50
      Highlight Highlight Immer das gejammer wegen den Schiris. Klar gibt es Fehlentscheide. Jedoch auf beiden Seiten.
    • Spocki88 24.03.2017 08:56
      Highlight Highlight herr chris7758 das kann nicht dein ernst sein oder? immer die anderen... gegen biel gab es aktionen die gegen beide teams hätten bestraft werden sollen aber nicht wurden... aber nein die schiris bevorzugen nur den scb jajaja.... gestern gabs für mich eine einzige situation mit s.bodenmann die ein straffe verdient hätte aber nicht gepfiffen wurde! und so nebenbei die unzähligen zweihänder-stockschläge von diversen hcl spielern die nicht bestrafft wurden... aber ja bern wird von den schiris bevorzugt... wenn man sonst keine argumente hat....✌🏾
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Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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