Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Zuercher Head Coach Marc Crawford hinter der Bande versucht sein Team bei einem Time Out zu unterstuetzen, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions am Sonntag, 3. Januar 2016. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Hören die ZSC-Spieler auch nächste Saison einem Nordamerikaner zu? Coach Crawford und seine Spieler.
Bild: KEYSTONE

Die ZSC Lions auf Trainersuche: Die Versuchung NHL bleibt

Sportchef Edgar Salis sucht einen neuen Trainer für die ZSC Lions. Er schliesst nicht aus, dass erneut ein NHL-General an der Bande stehen wird.



Der Pulverdampf der Enttäuschung (0:4 im Play-off-Viertelfinal gegen den SC Bern) hat sich verzogen. Die Sinne klaren auf beim NLA-Qualifikationssieger und Edgar Salis beschäftigt sich ungewohnt früh mit der Ausländersuche. «Zu dieser Jahreszeit sollten wir ja eigentlich noch Play-off-Hockey spielen …»

Der Sportchef der ZSC Lions kann sich Zeit lassen. Viel Zeit. Was ihn zur philosophischen Bemerkung bringt, es sei manchmal auch nicht gut, zu viel Zeit für eine so wichtige Personalentscheidung zu haben und alles zu hinterfragen: «Manchmal sind im Sport Bauchentscheide besser.»

Chur, 30.09.2015, Eishockey Schweizer Cup, EHC Chur Capricorns - ZSC Lions, ZSC-Sportchef Edgar Salis (L) zurueck im Churer Hallenstadion mit BLICK-Eishockeyreporter Dino Kessler (Jakob Menolfi/EQ Images)

Lässt sich nicht hetzen: ZSC-Sportchef Salis.
Bild: Jakob Menolfi

Wird es Travis Green …

Ein Grundsatzentscheid, ob der neue Trainer aus dem nordamerikanischen Profihockey oder aus Europa kommen soll, ist noch nicht gefallen. Dass nach Bob Hartley (Meister 2012) und Marc Crawford (Meister 2014) erneut ein NHL-Coach verpflichtet wird, ist nicht ausgeschlossen. Edgar Salis sagt: «Die fünf Jahre mit Hartley und Crawford waren trotz der Enttäuschung gegen den SCB gute Jahre.»

Aber eines steht für Edgar Salis fest: «Wir werden nur einen Trainer aus Nordamerika engagieren, der keine Ausstiegsklausel für die NHL will. Entweder arbeitet einer ohne Wenn und Aber für uns – oder er lässt es bleiben.»

Ein Name hat es dem ZSC-Sportchef angetan: Travis Green. Der 43-Jährige war einst als Spieler in Zug (2007/08). Der Kanadier steht in Utica, im Farmteam von Vancouver, bereits in der dritten Saison an der Bande. Edgar Salis sagt, er habe nur Gutes über diesen Trainer gehört. «Aber ich gehe mal davon aus, dass er eine Chance in der NHL bekommen wird.»

… oder Guy Carbonneau?

Laufend treffen Bewerbungen ein, die Liste der Namen ist nach wie vor lang. Die Zeit für konkrete Verhandlungen ist noch nicht gekommen. Ein interessanter Name ist auch Guy Carbonneau (56), als Spieler in Montreal eine Legende (Captain des letzten Stanley-Cup-Siegerteams der Canadiens) und zweieinhalb Jahre (2006 bis 2009) auch Cheftrainer des Teams. Er arbeitet zurzeit im Juniorenhockey und wo immer in Nordamerika Trainer gesucht werden, taucht sein Name auf.

Klar ist immerhin, dass ein NHL-Bandengeneral nicht in Zürich arbeiten wird: Guy Boucher, der Ex-Trainer des SC Bern – was vom Unterhaltungswert her eigentlich sehr zu bedauern ist. Aber auch Lars Leuenberger, der Nachfolger des Kanadiers in Bern, ist bei den ZSC Lions kein Thema. «Das ist so», bestätigt Edgar Salis.

Alle Schweizer Meister seit Einführung der Play-offs 1985/86

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Ambri und die Valascia – des Eismeisters Abschied von der steinernen Seele unseres Hockeys

Nach dieser Saison wird mit der Valascia ein Kraftort des Schweizer Eishockeys für immer von der Landkarte verschwinden. Ein letzter Rundgang durchs mythischste Stadion unseres Hockeys.

Beginnen wir unsere letzte Geschichte über die Valascia mit ein wenig Pathos. Gustave Flaubert ist ein französischer Dichter aus dem 19. Jahrhundert. Er hat einmal geschrieben: «Es gibt Orte auf der Welt, die so schön sind, dass man sie an sein Herz pressen möchte.» Wäre er ein Hockey-Chronist gewesen, dann hätte er mit diesem Satz die Valascia gemeint.

Soweit die Romantik. Aber Polemik gehört auch dazu. Es gibt ein Buch über Ambri, zusammengestellt von Ruedi Ingold. Darin gibt es eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel