DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Chris McSorley – seit 2001 ist er bei Servette. 
Chris McSorley – seit 2001 ist er bei Servette. Bild: KEYSTONE

«Status quo is death» – Chris McSorley tritt als Trainer von Servette zurück

22.03.2017, 11:5522.03.2017, 12:24

Chris McSorley wird bei Servette-Genf nicht mehr länger an der Bande stehen. Der Kanadier hat seinen Rücktritt im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet. Er wird Servette als General Manager aber erhalten bleiben.

«Meine wahre Leidenschaft ist es, Teams aufzubauen und zu gestalten. Das kann ich als General Manager machen», sagt McSorley an der Pressekonferenz. Er werde zudem eng mit dem neuen Coach zusammenarbeiten. Wer der neue Coach werden soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Wie der scheidende Trainer aber selbst sagt, soll es aber kein «zweiter Chris McSorley» sein.

Chris McSorley erklärt, warum er nicht mehr Servette-Trainer ist. (englisch)Video: streamable

In den letzten zehn Jahren schaffte es der GSHC fünfmal entweder in die Playoff-Halbfinals oder sogar den Final. «Ich hätte so weiterfahren können – als Coach und General Manager in Personalunion», sagte McSorley. Status quo sei im Sport der Tod. «Mir wurde aber vor Augen geführt, dass Servette nur ein wirkliches Spitzenteam werden kann, wenn es wie ein Spitzenteam geführt wird. Es gibt zu viel Arbeit für einen NLA-Trainer und für einen NLA-Sportchef, als dass einer alleine wirklich alles perfekt erledigen könnte.»

Obwohl Chris McSorley in der Organisation bleibt, geht in Genf eine Ära zu Ende. Nur Arno Del Curto (21 Jahre) steht im Schweizer Profi-Eishockey noch länger an der Bande, als es McSorley in Genf tat. Faktisch wirkt McSorleys Zurückstufung wie eine Entlassung nach der mit 0:4 verlorenen Viertelfinalserie gegen den EV Zug. «Mein Job in Genf stand aber nie zur Diskussion», sagt McSorley.

McSorleys Position war nach der Blamage im Playoff-Viertelfinal gegen Zug (Out in vier Spielen) bei Servette in Frage gestellt worden. Zudem schien es mit Präsident Hugh Quennec und den kanadischen Investoren um Mike Gillis (Ex-GM der Vancouver Canucks) nicht immer rund zu laufen. watson-Eismeister Klaus Zaugg schrieb dazu: «Sie beanspruchen jetzt das letzte Wort in allen Dingen. Aber ein ‹Alphatier› wie Chris McSorley funktioniert nicht als ‹Betatier›. Gegen den Willen des Kanadiers holten die neuen Besitzer Captain Goran Bezina zurück.» (abu)

Ist das der richtige Schritt von Servette?

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

1 / 148
NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden
quelle: keystone / fabrice coffrini
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Missionschef Ralph Stöckli: «So wenig Antworten kurz vor Olympia habe ich noch nie erlebt»
Mit Peking 2022 stehen bereits die zweiten Olympischen Spiele im Zeichen der Coronavirus-Krise. Der 45-jährige Ralph Stöckli reist am Freitag, zwei Wochen vor der Eröffnungsfeier, nach China. Unzählige Fragen sind noch offen.

Ralph Stöckli, Sie steigen am Freitag zum wiederholten Mal als Chef de Mission von Swiss Olympic ins Flugzeug. So viele Ungewissheiten wie für die Reise nach Peking hatten Sie wohl noch nie im Gepäck?
Ralph Stöckli: «Ja, absolut. So wenig Antworten auf Fragen kurz vor den Olympischen Spielen, das habe ich noch nie erlebt. Aber ich bringe Verständnis auf. Das IOC und der Veranstalter standen und stehen vor riesigen Herausforderungen.»

Zur Story