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Tristan Scherwey of Switzerland, Simon Moser of Switzerland, Patrick Fischer, head coach of Switzerland, and Simon Bodenmann of Switzerland, from left, react after the men ice hockey play-off qualification match between Switzerland and Germany in the Kwandong Hockey Center in Gangneung during the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Thuesday, February 20, 2018. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Olympia-Out gegen Deutschland: Fischer und seine Spieler sind enttäuscht. Bild: KEYSTONE

Das will die Hockey-Nati an der WM besser machen als bei Olympia

Am Montag nahm die Schweizer Nationalmannschaft die Vorbereitung auf die WM in Dänemark (4. bis 20. Mai) in Angriff. In der ersten Woche ist heute und morgen in Pribram die Tschechische Republik ihr Gegner.



Nach dem Forfait der NHL hatten sich die Schweizer einige Hoffnungen auf einen Exploit bei den Olympischen Spielen in Südkorea gemacht. Umso grösser war die Ernüchterung nach dem Achtelfinal-Aus gegen den späteren Finalisten Deutschland (1:2 n.V.). Die auf dem Papier schwächer besetzte DEB-Auswahl zeigte, was möglich gewesen wäre. «Es tut weh, dass die Deutschen so weit gekommen sind und wir nicht», sagt Enzo Corvi. Der Davoser Center ist in der ersten Woche der WM-Vorbereitung der einzige Spieler aus dem Olympia-Team.

Nationaltrainer Patrick Fischer sprach von einer «harten Erfahrung. Es brauchte eine gewisse Zeit, um wieder auf dem Damm zu sein.» Die Gründe für das Scheitern waren offensichtlich: die «Special Teams» und fehlendes Tempo. «Vom System her werden wir nicht gross etwas ändern», so Fischer. «Das war nicht das Hauptproblem. Die Spieler kennen es.» Deshalb will er mehr Zeit ins Powerplay investieren, für das er an der kommenden WM zum ersten Mal die Hauptverantwortung trägt.

Ein Powerplay wie Tampa Bay

«Wir haben die Tendenz, es zu schön machen zu wollen. Wir müssen einfacher spielen und noch mehr Scheiben aufs Tor bringen», fordert Fischer. So simpel das alt bekannte Rezept tönt, so schwierig ist die Umsetzung. Ausserdem gehört die wichtige und mühsame Arbeit vor dem Tor nicht zu den Stärken der Schweizer.

Damit das Powerplay diesmal funktioniert, liess sich Fischer vor Ort von den Tampa Bay Lightning inspirieren, die in Überzahl nach 79 Saisonspielen eine Erfolgsquote von 24,6 Prozent ausweisen und mit ihrer Geradlinigkeit ein gutes Beispiel darstellen. Für Corvi gehört in Überzahl allerdings auch «viel Glück» dazu. «Wir dürfen nicht zu viel wollen».

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Steven Stamkos bucht in Überzahl – eines der Powerplay-Tore der Lightning. Video: YouTube/SPORTSNET

Müdigkeit ist für Fischer Kopfsache

Fischer setzt in der ersten Vorbereitungswoche bloss auf zwei Goalies, sechs Verteidiger und elf Stürmer, damit der Rhythmus von Anfang an hoch ist. Was erwartet er von seinen Schützlingen in den beiden Partien heute und morgen in Pribram gegen Tschechien? «Wir wollen von Anfang an sehen, dass wir bissig, hartnäckig, geradlinig, schnell und schlau spielen. In Südkorea sind wir mehr quer als gerade gelaufen.»

Eine WM in einem Olympia-Jahr ist immer speziell, weshalb die Müdigkeit ein Faktor sein kann. Für Fischer ist das aber eine reine Kopfsache. Ausserdem setzt er von den Nationalspielern einen Fitnessstand voraus, «um solche Problematiken zu überwinden.» Enzo Corvi gab zu, in den letzten Playoff-Viertelfinalpartien gegen Biel ziemlich müde gewesen zu sein und sein Niveau nicht mehr erreicht zu haben. Mittlerweile hat er die Batterien aber wieder aufgeladen.

Der Bieler und ex Davoser Beat Forster bodigt den Davoser Enzo Corvi, im zweiten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem EHC Biel, am Dienstag, 13. Maerz 2018, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Corvi musste mit dem HC Davos gegen Biel untendurch. Bild: KEYSTONE

Welche NHL-Spieler kommen?

Vor einer WM stellt sich auch immer die Frage nach möglichen NHL-Verstärkungen. Sicher nicht dabei sind die verletzten Sven Bärtschi (Schulter) und Luca Sbisa (Hand). Alle anderen haben Fischer, der zehn Tage in Nordamerika weilte und die meisten Spieler getroffen hat, das Commitment für eine WM-Teilnahme gegeben, wenn es der Gesundheitszustand zulässt. Mit Ausnahme von Denis Malgin (Florida) befinden sich allerdings alle Teams mit möglichen Schweizer WM-Kandidaten derzeit auf Playoff-Kurs oder sind bereits qualifiziert. «In der ersten Runde dürfte es aber den einen oder anderen erwischen», sagt Fischer. Beim 19-jährigen Erstrunden-Draft Nico Hischier ist jedoch fraglich, ob er die Freigabe der New Jersey Devils erhalten würde.

Klar ist, dass Fischer Verstärkungen aus der NHL dringend gebrauchen kann. «Wir sind nun wieder in der Bringschuld», erklärte der Nationalcoach. Schliesslich will er nicht an seinem vierten grossen Turnier als Verantwortlicher zum dritten Mal die angestrebten Viertelfinals verpassen. «Ich sage immer das Gleiche: Wenn wir unser Potenzial wie im vergangenen Jahr in Paris ausschöpfen, dann sind wir sehr gefährlich und eine sehr starke Hockey-Nation», so Fischer. Corvi ergänzt: «Wir wissen alle, was wir können. Es kann nur noch besser werden.» (ram/sda)

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • dizzy 04.04.2018 22:56
    Highlight Highlight sucht der zirkus knie nicht noch ein paar clowns?denen könnte man den gesamten staff abgeben
  • Ah-Jah 04.04.2018 21:24
    Highlight Highlight Ich möchte niemanden zu nahe treten,aber was bringt eine WM Vorbereitung mit Spielern wo mann weiss Sie sind dann sowieso nicht dabei? Die meisten Kandidaten sind doch immer noch in den Playoffs!!! Ich glaube hier wird vor allem der Staff beübt,weil der ist ja gesetzt!!!!!!!!!
  • uicked 04.04.2018 15:19
    Highlight Highlight Klar, Tampa. Stamkos, Hedman, Kutscherow. Können wir sicher auch. Man, man, man.
    Schön kann Fischer ein Wenig nach NA reisen um dort NHL zu schauen.
    • ta0qifsa0 04.04.2018 16:10
      Highlight Highlight Das haben seine Vorgänger allesamt auch gemacht. Es geht aber auch nicht darum "ein wenig NHL zu schauen", sondern aktiv den Austausch mit den Schweizern dort drüben zu suchen. Sich über ihr Befinden erkundigen, zusammen ihre Saison analysieren und natürlich die WM schmackhaft machen und so weiter..
    • uicked 04.04.2018 17:45
      Highlight Highlight Genau in Tampa, dort spielen so viele Schweizer und das letzte Duel von Tampa gegen ein Team, welches die Playoffs eventuell nicht macht (mit Schweizer) war am 6.März Florida. Ich will deine Antwort nicht herunterspielen, aber Tampa ist schon ziemlich ein sehr ungünstiger Ort um Besuche zu machen und ein Wenig zu "plaudern". ;) (Pred's waren schon druch und die Devils waren auswärts)... Die Playoffs hier, das muss Ihn interessieren.
    • ta0qifsa0 04.04.2018 18:28
      Highlight Highlight Da muss ich dir natürlich recht geben. In Tampa hat er natürlich vergeblich nach Schweizern gesucht.. Du darfst aber davon ausgehen, dass wenn der Natitrainer extra nach NA fliegt, er nicht nur in Florida etwas gesünnelet hat😅
  • ta0qifsa0 04.04.2018 13:54
    Highlight Highlight Aus NA dürften wohl nicht viel mehr als Malgin und evtl. Andrighetto drinliegen.. wenn, dann noch jemand aus der AHL. Dieses Jahr kommen jedoch so viele Schweizer in die Playoffs, dass es sich lohnen wird 1-2 Plätze für Nachnominationen frei zu halten.

    Ansonsten ist wohl mit einer gleichen WM wie letztes Jahr zu rechnen. Wenn man das Viertelfinale irgendwie schafft ist gut, anonsten... (ja, was ist ansonsten?). Vermissen werden wir auf jeden Fall den Büehli, des Weiteren lasse ich mich mal überraschen vom endgültigen Aufgebot (vor allem ob die beiden Klotener dabei sein werden...)
  • no-way 04.04.2018 13:47
    Highlight Highlight Man sollte vielleicht dann die richtige Spieler mitnehmen ....nicht so die RS schönwetter Spielern , sondern diejenigen die im Playoff dreckige Arbeit vor dem Tor zeigen. Die sind aber nicht so berühmte Namen und brauchen es Mut, die zu nominieren. Und Mut hat Fischer gar keins.
  • Coliander 04.04.2018 13:15
    Highlight Highlight Corvi hat einen guten Direktschuss, er könnte die Position von Stamkos einnehmen.
  • sansibar 04.04.2018 13:13
    Highlight Highlight Hätte es geil gefunden wenn im Artikel einfach nur gestanden hätte: „Alles“ 😂
  • Bobby Sixkiller 04.04.2018 11:02
    Highlight Highlight Vor allem das Powerplay muss endlich besser werden! Das ist schon seit einigen Jahren ein grosses Problem.
    • navigator 04.04.2018 14:43
      Highlight Highlight Schöne verkaufsfördernde Worte vom Coach. Könnte er nicht gleich den Coaching Staff von Tampa für uns buchen, oder haben die noch überzählige CH-Ausländer für unsere Nati ? 👀
  • Nelson Muntz 04.04.2018 10:28
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