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Das Duell ZSC gegen Lugano ist auch ein Duell der eigenen Nachwuchsspieler.
Das Duell ZSC gegen Lugano ist auch ein Duell der eigenen Nachwuchsspieler.
Bild: KEYSTONE

Lugano forciert die Eigengewächse und es geht auf – doch das ist längst nicht überall so

Lugano und die ZSC Lions setzen im Playoff-Final sehr viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ein. Ein Erfolgsrezept? Ja, allerdings mit Abstrichen.
17.04.2018, 14:0317.04.2018, 22:37

Der HC Lugano, das Team, das allen anderen in der Liga die Stars wegkauft? Das Team, das kaum auf den eigenen Nachwuchs setzt? Dieses Vorurteil hat keine Gültigkeit mehr. Im Sottoceneri setzt man je länger je mehr auf eigenes Schaffen.

Die Eigengewächse im Playoff-Final
HC Lugano: Elvis Merzlikins, Elia Riva, Alessio Bertaggia, Luca Fazzini, Giovanni Morini, Matteo Romanenghi, Raffaele Sannitz, Loic Vedova, Massimo Ronchetti, Vladislav Zorin.
ZSC Lions: Phil Baltisberger, Patrick Geering, Pius Suter, Reto Schäppi, Raphael Prassl, Chris Baltisberger, Marco Miranda, Mike Künzle, Tim Berni.

Zehn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hat Lugano-Trainer Greg Ireland in diesen Playoffs schon regelmässig eingesetzt. Einerseits sicherlich durch die diversen Ausfälle bedingt. Andererseits hat das aber auch System. Allesamt sind diese Spieler mindestens seit der U17-Stufe bei den «Bianconeri» engagiert. Darunter auch Elvis Merzlikins, Luca Fazzini und Raffaele Sannitz. 

Aber auch auf der Gegenseite ist der eigene Nachwuchs Trumpf. Bei den ZSC Lions kamen in den Playoffs schon neun verschiedene Spieler aus der ZSC/GCK-Organisation zum Zug, also nur einer weniger als bei Lugano. Über die gesamte Saison gesehen haben die Zürcher gar noch mehr junge Spieler auflaufen lassen. In den Playoffs erhalten Roger Karrer, Jérome Bachofner, Mattia Hinterkirchner oder auch Niklas Schlegel kaum noch Eiszeit.

Damit sind die ZSC Lions vor Davos (9 regelmässig eingesetzte Spieler aus dem eigenen Nachwuchs) und Lugano die Spitzenreiter der eigenen Liga. Es scheint also erfolgsversprechend zu sein, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. 

So viele Spieler aus dem Nachwuchs setzen die NL-Teams ein

Als Stammspieler wurden Akteure mit mehr als 25 Spielen in dieser Saison gewertet.
Als Stammspieler wurden Akteure mit mehr als 25 Spielen in dieser Saison gewertet.
quelle: eliteprospects; Bild: watson, infogr.am

Die Antithese dazu wäre der EHC Kloten und der SC Bern. Die Zürcher Unterländer setzten in dieser Saison acht Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, darunter auch Denis Hollenstein und Vincent Praplan, regelmässig ein. Zudem kamen vier weitere Eigengewächse zu unregelmässigen Einsätzen in der National League. Dennoch kämpft der EHC aktuell verzweifelt gegen den Abstieg. 

Anders sieht es beim SC Bern aus. Der amtierende Meister weist mit Tristan Scherwey, Alain Berger, Yannik Burren, Bernd Wolf und Luca Hischier nur fünf Stammspieler in den eigenen Reihen auf, die spätestens ab der U17-Stufe beim eigenen Verein spielten. Und davon bekleidet nur Scherwey eine wirkliche Leaderposition. Die restlichen SCB-Leistungsträger sind von anderen Klubs zusammengekauft. Dennoch waren die Berner in den letzten Jahren in der National League am erfolgreichsten.

Scherwey wechselte mit 16 Jahren von Fribourg zum SC Bern. 
Scherwey wechselte mit 16 Jahren von Fribourg zum SC Bern. 
Bild: KEYSTONE

Etwas überraschend ist auch, dass der EV Zug trotz seiner Hockey Academy kaum junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft einbringen kann. Raphael Diaz, Fabian Schnyder und Lino Martschini sind Eigengewächse aus Vor-Academy-Zeit. Nur Tobias Geisser und Yannick Zehnder konnten sich bislang beim EVZ durchsetzen.

Ob es wirklich nachhaltig erfolgreicher ist, wenn man auf eigene Spieler setzt, statt sich bei der Konkurrenz zu bedienen, lässt sich nicht gesichert sagen. Aber zumindest die eigenen Fans haben Freude, wenn sie über einige Stammspieler sagen können: «Das ist einer von uns».

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Video: watson/Laurent Aeberli, Reto Fehr, Lea Senn
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