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Karjala Cup: Schweizer Hockey-Nati schlägt Schweden endlich wieder

From left, Switzerland's Enzo Corvi, Fabrice Herzog and Dario Simion (59) celebrate the 2-2 goal by Simion during the ice hockey Euro Hockey Tour EHT Karjala Cup match between Sweden and Switzerl ...
Die Hockey-Nati feiert einen seltenen Sieg gegen Schweden.Bild: keystone

Nach 16 Niederlagen in Folge schlägt die Schweizer Hockey-Nati wieder einmal Schweden

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft feiert in Helsinki im Rahmen der Euro Hockey Tour den ersten Sieg gegen Schweden nach 16 Niederlagen. Zwei Tage nach dem 2:3 nach Verlängerung gegen Finnland gewinnt sie 4:3 nach Penaltyschiessen.
09.11.2024, 15:5509.11.2024, 16:27
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Gegen Finnland hatten die Schweizer ein 2:0 aus der Hand gegeben, gegen Schweden lagen sie 1:0 (13.) und 3:2 (42.) vorne. Diesmal konnte das Team von Trainer Patrick Fischer am Ende aber dennoch jubeln. Denn Ambris Goalie Gilles Senn liess sich im Penaltyschiessen nicht bezwingen, während Damien Riat sowie Theo Rochette auf geniale Art und Weise für die Schweizer erfolgreich waren.

Beide Tore zu den Führungen der Schweizer in der regulären Spielzeit erzielte Captain Sven Andrighetto, der seine Topform aus der Meisterschaft mitnahm. Dem 1:0 ging ein gutes Forechecking von Damien Riat und ein Pass von Denis Malgin voraus. Beim 3:2 war der Stürmer der ZSC Lions im Powerplay mit einem satten Weitschuss erfolgreich – Fabrice Herzog nahm dem schwedischen Goalie Jakob Johansson perfekt die Sicht.

Dann aber der Schock in der 46. Minute: Dem ansonsten starken Senn gelang es nicht, einen Puck zu blockieren, den er im Normalfall im Schlaf behändigt. Emil Pettersson profitierte und glich zum 3:3 aus. Schon das 1:2 (27.) war aus Schweizer Sicht absolut unnötig. Tim Berni verlor die Scheibe in der Mittelzone, statt sie tief zu schiessen, worauf Verteidigerkollege Inaki Baragano nicht die beste Figur machte und Oskar Lang eine 2:0-Situation nutzte. Das 1:1 durch Anton Bengtsson kassierten die Schweizer 33 Sekunden vor der ersten Pause, also zu einem mehr als ungünstigen Zeitpunkt.

Dass die Schweizer trotz dieser Rückschläge gegen ein starkes Schweden - 14 Spieler im Team der Skandinavier weisen NHL-Erfahrung aus - einen Weg zum Sieg fanden, spricht für sie und unterstreicht die gute Entwicklung. Der letzte Erfolg gegen Schweden datierte vom 7. April 2016 (5:3). Den Schweizer Ausgleich zum 2:2 schoss Dario Simion in der 39. Minute.

Am Sonntag ist Tschechien der letzte Gegner. Es ist die Neuauflage des diesjährigen WM-Final, den die Osteuropäer 2:0 zu ihren Gunsten entschieden.

Schweden - Schweiz 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0) n.P.
Helsinki. - Zuschauer. - SR .
Tore: 13. Malgin (Andrighetto, Riat) 0:1. 20. Bengtsson (Söderström, Lang) 1:1. 27. Lang (Ehn, Folin) 2:1. 39. Simion (Herzog, Baragano) 2:2. 42. Andrighetto (Kukan, Malgin/Ausschluss Schweden) 2:3. 46. Pettersson (Johnsson).
Penaltyschiessen: Karlkvist -, Andrighetto -; Steen -, Riat 0:1; Tömmernes -, Rochette 0:2; Petterson -.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Schweden, 2-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweden: Jacob Johansson; Söderström, Tömmernes; Folin, Norlinder; Filip Johansson, Hardegard; Berglund; Steen, Pettersson, Hallander; Friberg, Rasmussen, Cederqvist; Karlkvist, Peterson, Andreasson; Bengtsson, Ehn, Lang; Johnsson.
Schweiz: Senn; Aebischer, Kukan; Loeffel, Marti; Baragano, Berni; Fora, Chanton; Riat, Malgin, Andrighetto; Simion, Corvi, Herzog; Moy, Rochette, Künzle; Baechler, Senteler, Biasca; Bader.
Bemerkungen: Schweiz ohne Heldner (verletzt), Geisser, Ambühl, Miranda (alle überzählig) und Charlin (Ersatzgoalie). - 1. Länderspiel von Baechler.
Schüsse: Schweden 29 (15-4-8-2); Schweiz 29 (11-10-6-2).
Powerplay-Ausbeute: Schweden 0/3; Schweiz 1/2. (abu/sda)

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So haben Schweizer Hockey-Stars früher ausgesehen
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Raphael Diaz, 2003, damals 17, beim EV Zug
quelle: hc davos / str
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13 Kommentare
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SandraGarth
09.11.2024 16:18registriert August 2022
Um Vitas Gerulaitis leicht abgeändert zu zitieren: "Nobody beats Switzerland 17 times in a row."
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    Petteri Puhakka kommt – ein Leitwolf oder ein Schillerfalter für Kloten?
    Die Gerüchte sind Wirklichkeit geworden: Petteri Puhakka hat in Kloten als Ersatz für Niko Ojamäki unterschrieben. Die Tinte unter dem Vertrag ist trocken. Nun lautet die bange Frage: Ein Leitwolf wie einst Felix und Denis Hollenstein oder bloss ein billiger Schillerfalter?

    Nun gut, der Vergleich mit dem legendären Meister-Captain Felix Hollenstein aus den 1990er Jahren oder seinem aktuell verletzten Sohn Denis Hollenstein bei den ZSC Lions mag schon ein wenig verwegen sein. Petteri Puhakka ist erst 23, hat gerade mal drei Operetten-Länderspiele für Finnland bestritten und noch nie im Ausland gespielt. Ein NHL-Draft ist er nicht. Auch seine Statistiken aus dieser Saison sind überschaubar: 9 Tore und 14 Assists aus 44 Spielen.

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