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Super League, 18. Runde

Lugano – Lausanne 1:2 (1:2)
YB – GC 1:1 (0:1)
Zürich – Luzern 1:2 (1:2)

YBs Steve von Bergen, Mitte, und Goalie David von Ballmoos, rechts, im Duell mit dem Grasshopper Nedim Bajrami im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem Grasshopper Club Zuerich, am Sonntag, 10. Dezember 2017, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Nedim Bajrami kommt nicht an YB-Keeper David von Ballmoos vorbei. Bild: KEYSTONE

Junge Grasshoppers erkämpfen sich Punkt gegen YB – FCZ kassiert Heimpleite gegen Luzern

Der Vorsprung der Young Boys an der Ranglistenspitze der Super League schmilzt. Nach der 18. Runde und dem 1:1 gegen GC beträgt der Vorsprung auf Basel noch zwei Punkte. Weil der FC Zürich die siebte Heimniederlage gegen den FC Luzern in Folge kassierte (1:2), liegt der Aufsteiger nun sieben Punkte hinter Basel zurück.



YB – GC 1:1

Die Young Boys haben im neunten Heimspiel zum zweiten Mal Punkte verloren. Das 1:1 gegen die markant verjüngten Hoppers ist aus Sicht des Leaders und aufgrund der Dominanz in der zweiten Hälfte als Enttäuschung zu werten. YB ist zwar erstmals seit 2009 und der Amtszeit von Vladimir Petkovic nach halbem Pensum topklassiert, die Euphorie beim Leader hält sich allerdings in Grenzen. Die Marge gegenüber dem Titelhalter ist dünn geworden, innerhalb der letzten acht Runden verspielten die Young Boys einen zeitweise komfortablen Vorsprung von acht Punkten bis auf zwei Zähler.

- Eine Halbzeit lang hielt der Überraschungseffekt vor 16'146 Zuschauern an, den Murat Yakin mit einer ziemlich ungewöhnlichen und riskanten Startelfnominierung ausgelöst hatte. Nach zwei Niederlagen in Folge besetzte der GC-Stratege 50 Prozent der Feldpositionen neu und konfrontierte YB temporär mit erheblichen Problemen.

- Dass mit dem 19-jährigen Super-League-Debütanten Nikola Sukacev einer der zunächst überaus forschen GC-Nachwuchskräfte den Gästen zur Führung verhalf (35.), vereinfachte die Aufgabe des Favoriten nicht. Aber die Reaktion der Berner blieb nicht aus. Nach 45 weitgehend diskreten Minuten setzte die Nummer 1 der Liga zu einer unaufhörlichen Druckwelle mit 15:3 Abschlussversuchen an. Kevin Mbabu, der kräftige Aussenverteidiger, trug die lange vermisste Dynamik ins Angriffsspiel. Doch wer glaubte, die im Schnitt knapp 23-jährigen Hoppers würden nach dem 1:1 des früheren Premier-League-Professionals kollabieren, unterschätzte die mentale Widerstandsfähigkeit der GC-Talente und die Fangkunst von Heinz Lindner. 

YBs Steve von Bergen, rechts, im Duell mit dem Grasshopper Lucas Andersen im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem Grasshopper Club Zuerich, am Sonntag, 10. Dezember 2017, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

GCs Lucas Andersen bejauptet den Ball gegen YBs Steve von Bergen. Bild: KEYSTONE

Zürich – Luzern 1:2

- Das Zwischenhoch des FC Zürich mit zwei Siegen in der Super League und dem Erreichen der Cup-Halbfinals ist vorbei. Die Zürcher bezogen mit 1:2 gegen Luzern ihre zweite Heimniederlage der Saison. Die Innerschweizer ihrerseits können ihren zweiten Sieg in Folge – und den zweiten auf fremdem Platz nach dem 2:0 in St. Gallen – sehr gut gebrauchen. Sie lösen sich um drei Punkte vom nunmehr alleinigen Schlusslicht Sion. Die Tore erzielten der frühere Stürmer Christian Schneuwly und Verteidiger Stefan Knezevic. Für beide war es das erste Saisontor.

- Bei den insgesamt sieben Niederlagen, die die Luzerner in den letzten zehn Meisterschaftsspielen bezogen hatten, musste Trainer Markus Babbel oftmals feststellen, dass die Spieler aus einem grossen Aufwand nichts ernten konnten. Im Letzigrund war es für einmal ganz anders. Die 2:1-Führung in der Halbzeit holten sie aus zwei, höchstens drei guten Angriffen heraus. Erst kurz nach der Pause, als Marvin Schulz mit einem Schlenzer von ausserhalb des Strafraums die Latte getroffen hatte, liess sich wieder von einer normalen Effizienz sprechen. Wenig später hätte Shkelqim Demhasaj das 3:1 erzielen müssen. Aber allein vor Goalie Andris Vanins konnte er sich weder für einen Abschlussversuch noch für einen Querpass entscheiden.

- Für die Mannschaft von Uli Forte war die Niederlage nicht zwingend und eher unglücklich. Die Absenz des gesperrten Stürmers Michael Frey, der das Team in jüngster Zeit oft mitgerissen hatte, machte sich bemerkbar. Schon in der ersten Halbzeit erspielte sich Zürich, abgesehen vom zwischenzeitlichen Ausgleich von Freys Ersatz Stephen Odey, wenig Möglichkeiten. Ab Mitte der zweiten Halbzeit dominierten sie eindeutig, aber zwingende Aktionen blieben selten.

Der Zuercher Stepen Odey, links,  gegen den  Luzerner Stefan Knezevic, rechts, beim Fussballspiel der Super League FC Zuerch gegen den FC Luzern im Stadion Letzigrund in Zuerich am Sonntag, 10. Dezember 2017  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Zwei Torschützen: Stephen Odey (links) und Stefan Knezevic. Bild: KEYSTONE

Lugano – Lausanne 1:2

- Dank einer vorzüglichen Chancenauswertung erringt Lausanne mit einem 2:1 in Lugano seinen sechsten Saisonsieg. Die Waadtländer entfernen sich nun um fünf Punkte vom Abstiegsplatz. In dem nun abgeschlossenen Hinrundenpensum der Super League siegten die Lausanner viermal auf fremden Plätzen – so oft wie die Young Boys und der FC Basel und öfter als jede andere Mannschaft. Letzte Saison hatten sie den Ligaerhalt fast ausschliesslich ihrer Stärke in den Auswärtsspielen verdankt.

- Für die Mannschaft von Trainer Fabio Celestini war für einmal die gute Chancenauswertung – sie war nahezu maximal – die Basis für den wichtigen Sieg. Der kosovarische Internationale Benjamin Kololli, gelernter Verteidiger und seit seinem Wechsel auf offensive Positionen oft noch unterschätzt – erzielte nach einem frühen Rückstand beide Tore.

- Das 2:1 nach 35 Minuten, erzielt mit einem Flachschuss nach einer schönen Ballstafette, war besonders sehenswert. Kololli selbst vergab nach der Pause eine grosse Chance, aus der das 3:1 hätte resultieren müssen. Aber auch so war die Effizienz der Waadtländer hervorragend. Drei Tage nach ihrem schönen Sieg in der Europa League in Bukarest enttäuschten die Luganesi nicht. Ihre Niederlage war vermeidbar und eher unglücklich. Rund um die Tore der Gäste scheiterten Alexander Gerndt und Jonathan Sabbatini mit je zwei guten Abschlussversuchen. Drei dieser Chancen machte Lausannes Goalie Thomas Castella mit tollen Paraden zunichte.

Lugano's Fabio Daprela, left, and Lausanne's player Gonzalo Eulogio Zarate fight for the ball, during the Super League soccer match between FC Lugano and FC Lausanne, at the Cornaredo stadium in Lugano, on Sunday, December 10, 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Fabio Daprela (links) und Gonzalo Zarate spielten auf schwierigem Terrain. Bild: TI-PRESS

Die Tabelle

Bild

Die Telegramme

Young Boys - Grasshoppers 1:1 (0:1)
16'146 Zuschauer. - SR Bieri. -
Tore: 35. Sukacev (Pusic) 0:1. 59. Mbabu 1:1
Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Lotomba; Schick (76. Ngamaleu), Sow, Aebischer (82. Bertone), Fassnacht (82. Nsame); Assalé, Hoarau.
Grasshoppers: Lindner; Qollaku, Vilotic, Bergström, Pusic; Basic; Sukacev (62. Avdijaj), Bajrami, Fasko (68. Doumbia), Brahimi (83. Sigurjonsson); Andersen.
Bemerkungen: YB ohne Sulejmani, Seferi, Benito, Sanogo (alle verletzt), GC ohne Jeffren, Djuricin, Munsy (alle verletzt), Pnishi, Bahoui, Kamberi (alle nicht im Aufgebot). Super-League-Debüt von Sukacev. 67. Lattenschuss von Fassnacht. 90. Pfostenkopfball von Avdijaj. Verwarnungen: 71. Aebischer, 74. Doumbia (beide Foul), 86. Lindner (Unsportlichkeit). (sda)

Zürich - Luzern 1:2 (1:2)
8732 Zuschauer. - SR Klossner. -
Tore: 11. Schneuwly (Schürpf) 0:1. 24. Odey (Koné) 1:1. 37. Knezevic 1:2.
Zürich: Vanins; Nef, Bangura, Thelander; Winter (77. Rohner), Palsson, Rüegg (66. Sarr), Pa Modou (66. Dwamena); Odey, Koné, Roberto Rodriguez.
Luzern: Omlin; Knezevic, Ziegler, Lustenberger; Grether, Schulz, Schürpf, Voca (80. Follonier); Schneuwly; Demhasaj (92. Ugrinic), Vargas (74. Francisco Rodriguez).
Bemerkungen: Zürich ohne Frey (gesperrt), Alesevic, Kempter, Mirlind Kryeziu, Maouche, Marchesano und Schönbächler (alle verletzt). Pa Modou verletzt ausgeschieden. Luzern ohne Juric, Hekuran Kryeziu (beide gesperrt), Schwegler, Custodio, Arnold (alle verletzt) und Schindelholz (rekonvaleszent). Lattenschuss: 49. Schulz. Verwarnungen: 85. Sarr (Foul), 92. Schulz (Foul), 94. Omlin (Spielverzögerung), 94. Koné (Reklamieren). (sda)

Lugano - Lausanne 1:2 (1:2)
2543 Zuschauer. - SR Schärer. -
Tore: 3. Sabbatini (Gerndt) 1:0. 22. Kololli 1:1. 35. Kololli (Geissmann) 1:2.
Lugano: Da Costa; Rouiller (46. Milosavljevic), Sulmoni, Golemic, Daprelà; Sabbatini, Ledesma (57. Bottani), Vecsei (75. Culina); Mihajlovic, Gerndt, Carlinhos.
Lausanne: Castella: Marin, Rochat, Monteiro; Geissmann, Campo (73. Zeqiri), Maccoppi, Pasche; Kololli, Margiotta (86. Gétaz), Zarate (93. Asllani).
Bemerkungen: Lugano ohne Mariani (gesperrt), Piccinocchi, Crnigoj, Jozinovic und Yao (alle verletzt). Lausanne ohne Tejeda, Manière und Dominguez (alle verletzt). Pfostenschuss: 77. Carlinhos. Verwarnungen: 48. Milosavljevic (Foul), 50. Rochat (Foul), 82. Mihajlovic (Unsportlichkeit), 82. Zeqiri (Unsportlichkeit), 90. Golemic (Reklamieren). (sda)

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